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Wald im Saarland durch Hitze und Trockenheit stark geschädigt

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Der Wald im Saarland zeigt wegen Trockenheit und Hitze in den vergangenen Jahren deutliche Schäden auf. Symbolfoto: BeckerBredel

"Unser Wald befindet sich im Klimastress", erklärte der saarländische Umweltminister Reinhold Jost bei der Vorstellung des Waldzustandsberichts 2020 am heutigen Freitag (27. November 2020) in Saarbrücken.

41 Prozent aller Bäume geschädigt

Inzwischen wiesen 41 Prozent aller Bäume über alle Arten hinweg deutliche Schäden auf. Laut Jost seien das noch zwei Prozentpunkte mehr als im Vorjahr. Ursache für die Verschlechterung seien die Hitze und Trockenheit in den vergangenen Jahren. 

Fichten leiden unter Borkenkäferbefall

Die Entwicklung bei der Fichte sei "nach wie vor dramatisch". Den Bäumen macht Borkenkäferbefall schwer zu schaffen. Nur noch acht Prozent der Fichten sind gesund. 2019 waren es noch 13 Prozent. Dagegen sind nun 55 Prozent der Bäume "deutlich geschädigt", 11 Prozent mehr als im Vorjahr. Zwischen 1984 bis heute sei der Zustand der Fichte "nie so schlecht" gewesen. 

Großteil der Buchen zeige "deutliche Schäden"

Auch bei der Buche sieht es nicht besser aus. Der Anteil der "deutlichen Schäden" habe sich im letzten Jahr von 26 Prozent auf 58 Prozent erhöht. Dies sei laut Jost "besorgniserregend". Mit 23 Prozent Flächenanteil sind Buchen die wichtigste Baumart im Saarland.

Freifläche von 460 Hektar 

Beim Kronenzustand von Eichen und Kiefern seien Verbesserungen festzustellen. Allerdings habe sich die Freifläche, die durch Borkenkäferbefall an verschiedenen Baumarten entstanden ist, auf 460 Hektar erhöht. Bis Ende März sollten etwa 160 Hektar der Schadfläche wiederbewaldet werden, so Jost.

Insgesamt 11 Millionen Euro für Stabilisierung

Um das Waldinnenklima wieder zu stabilisieren, sollen nun "nur halb so viele der dickeren Bäume" im Staatsgebiet geerntet werden. "Wir müssen dem Wald Luft zum Atmen geben", so der Umweltminister. Dadurch entstünden allerdings Erlöseinbußen und Mehraufwand für die Beseitigung von Schäden und die Wiederbewaldung. Diese sollten in den kommenden beiden Jahren mit zusätzlich je 5,5 Millionen Euro vom Land kompensiert werden.

Verwendete Quellen:
- Deutsche Presse-Agentur

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