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Sozial- und Umweltministerium Saar wollen mit Notfallfonds Stromsperren vermeiden

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Betreiber:innen können die Energieversorgung einstellen, wenn Kund:innen in Zahlungsverzug sind. Foto: Jan Woitas/dpa-Bildfunk

Mittellose Stromkund:innen im Saarland sollen künftig mit Geldern aus einem Notfallfonds unterstützt werden. Wie der "SR" berichtet, sei der Fonds laut Umweltministerium mit 140.000 Euro ausgestattet. Damit sollen Stromsperren bei Privathaushalten vermieden werden.

Darüber hinaus finanziere das Land in einem bundesweit einmaligen Projekt eine weitere Beratungsstelle bei der Verbraucherzentrale des Landes. In dieser sollen Behörden, Sozialverbände, Energiewirtschaft und die Verbraucherzentrale selbst zusammenarbeiten.

Ergänzt werde das Vorhaben durch eine wissenschaftliche Evaluation. "Wir haben zwar die Statistiken der Bundesnetzagentur und aus unserem Landesmonitoring zur Erfassung von Stromsperren, doch die bloßen Zahlen erklären nicht alles. So hoffen wir auf neue Erkenntnisse, welche Lebenswirklichkeit und welche Einzelschicksale sich hinter den Stromsperren verbergen“, erklärten Monika Bachmann und Reinhold Jost.

Armutskonferenz fordert Stopp der Stromsperren

Vor etwa zwei Wochen hatte die Saarländische Armutskonferenz erneut einen umgehenden Stopp für Stromsperren gefordert. Die Begründung: Mit der Corona-Krise habe sich die finanzielle Situation bei Menschen im Niedriglohnsektor finanziell und gesundheitlich massiv verschlechtert.

Nach Angaben der Armutskonferenz wurden 2019 im Saarland 3.092 Sperren verhängt; 99.233 Haushalten wurden sie angedroht.

Verwendete Quellen:
- Saarländischer Rundfunk
- eigener Bericht
- gemeinsame Mitteilung der Ministerien

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