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Die bisherigen Erkenntnisse zur Todesfahrt in Trier im Überblick

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Ein Polizeifahrzeug am Abend steht in der weihnachtlich beleuchteten Simeonstrasse. Am Nachmittag war ein Mann mit einem Auto durch die Fußgängerzone von Trier gefahren und hat dabei Menschen verletzt und getötet. Foto: picture alliance/dpa | Harald Tittel

Update (2. Dezember): "Tatverdächtiger spricht mit Polizei".

Informationen zum Tathergang in Trier

Ein 51-jähriger Mann ist mit einem Geländefahrzeug der Marke "Landrover" in der Konstantinstraße in Trier in die Fußgängerzone zunächst in Richtung Norden über den Hauptmarkt, danach in Richtung Porta Nigra gefahren. Im Anschluss soll er laut Angaben der Polizei rechts in die Christophstraße in Richtung Hauptbahnhof gefahren sein, wo er das Fahrzeug schließlich anhielt.

Der Mann sei nach Angaben der Polizei in Zickzacklinien und nicht in gerader Linie gefahren. Er habe bei seiner Fahrt zahlreiche Menschen mit dem Auto erfasst

Vier Menschen getötet - darunter ein Baby

Ein Sprecher der Polizei gab am Abend bekannt, dass bei dem Vorfall insgesamt vier Menschen ums Leben gekommen sind. Unter den Toten befindet sich auch ein 9 Monate altes Baby. Daneben kamen eine 25-jährige Frau, ein 45-jähriger Mann sowie eine 73-jährige Frau ums Leben. Alle Opfer stammten aus Trier.

Weitere Verletzte und Traumatisierte - darunter schweben vier Menschen noch in Lebensgefahr

Zudem wurden durch die Tat 15 weitere Personen verletzt. Darunter seien vier Schwerstverletzte zu beklagen, die aktuell in Lebensgefahr schweben, wie ein Sprecher der Feuerwehr am Abend mitteilte. Zudem seien fünf weitere Personen schwer verletzt (ohne dass Lebensgefahr besteht) und sechs weitere Personen leicht verletzt. Darüber hinaus gebe es mehrere Dutzend traumatisierte Menschen, die die schreckliche Tat live mitansehen mussten.

Informationen zum Täter und zur Festnahme

Die Polizei konnte den Täter nur wenige Minuten nach der schrecklichen Tat festnehmen. Dieser hatte das Fahrzeug (ein Geländefahrzeug der Marke "Landrover") nach seiner Tat in der Christophstraße geparkt, wo er durch die Einsatzkräfte überwunden werden konnte. Es handelt sich bei dem Täter um einen 51-jährigen Mann aus Trier, der allerdings zurzeit keine feste Wohnanschrift haben soll.

Der Mann habe bei seiner Festnahme heftigen Widerstand geleistet. Er soll während der Tat erheblich alkoholisiert gewesen sein. Eine erste Messung des Atemalkohols ergab einen Wert von 1,4 Promille. Ersten Informationen zufolge liegen bei dem Mann zudem Anhaltspunkte für eine psychiatrische Erkrankung vor. 

Wie die Polizei mitteilt, war der 51-jährige nicht Halter des Tatfahrzeugs. Dieses soll ihm aber schon seit längerer Zeit von einem Bekannten überlassen worden sein, der in keinerlei Zusammenhang mit der Tat steht, wie die Polizei ausdrücklich betonte. Der 51-Jährige soll die letzten Tage vor der Tat im Fahrzeug verbracht haben. 

Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Mordes

Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen den 51-Jährigen wegen vierfachen Mordes und mehrfacher gefährlicher Körperverletzung. Ihm wird vorgeworfen heimtückisch und unter Einsatz eines gemeingefährlichen Mittels gehandelt zu haben.

Hintergründe und Motive der Tat

Hintergründe und Motive der Tat sind noch nicht bekannt. Die Vernehmung des Mannes läuft aktuell noch. Der Mann will Angaben zur Tat machen. Hinweise, die auf eine terroristisch, politisch oder religiös motivierte Tat deuten lassen, gebe es laut Angaben der Polizei bislang nicht. Es lägen ersten Erkenntnissen zufolge Anhaltspunkte für das Vorliegen einer psychischen Erkrankung des Mannes vor. Ein psychiatrisches Gutachten soll erstellt werden, um die Schuldfähigkeit des Mannes abzuklären.  

Lob an Einsatzkräfte und Ersthelfer:innen

Über 750 Einsatzkräfte waren vor Ort, darunter über 450 Polizeikräfte und rund 300 Kräfte der Feuerwehren und Rettungsdienste. Diese haben dafür gesorgt, dass der Täter schnell gefasst und die Verletzten rasch versorgt werden konnten. Ein besonderes Lob geht auch an die zahlreichen Ersthelfer:innen vor Ort. Laut Angaben der Rettungskräfte habe beim Eintreffen am Einsatzort keines der Opfer am Boden gelegen, ohne dass sich nicht schon zahlreiche Passanten und Passantinnen um sie gekümmert haben.

Verwendete Quellen:
- Pressekonferenz Trier vom 01.12.2020
- eigene Berichte
- Angaben der Polizei Trier
- Angaben der Feuerwehr Trier
- Angaben der Staatsanwaltschaft Trier

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