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KKH Saar: Krankenhausaufenthalte in Corona-Krise um 18 Prozent gesunken

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Vor allem ältere Männer, die an Covid-19 erkrankt waren, mussten häufig beatmet werden. Symbolfoto: Jens Büttner/dpa-Bildfunk

In der ersten Corona-Welle habe es deutlich weniger Krankenhausaufenthalte gegeben als üblich. Das meldet die KKH Saarbrücken in einer Pressemitteilung. Da in der Pandemie Intensivbetten für Corona-Patient:innen freigehalten werden sollen, sagten Kliniken zahlreiche Operationen ab. Untersuchungen wurden verschoben und die Behandlungen priorisiert. 

18 Prozent weniger Klinikaufenthalte als im Vorjahr

Im April sei die Zahl der Klinikbehandlungen so im Vergleich zum Vorjahresmonat bei der KKH um 40 Prozent gesunken. Seit Beginn der Pandemie habe die Krankenkasse rund 18 Prozent weniger Klinikaufenthalte verzeichnet. Auch in der zweiten Corona-Welle sei die Zahl nun wieder rückläufig. 

Hälfte der beatmeten Covid-19-Patient:innen über 70 Jahre

Die Auswertung habe jedoch auch gezeigt, dass von April bis Juni vermehrt Covid-19-Patient:innen auf der Intensivstation beatmet werden mussten. Nach aktuellen Erkenntnissen seien vor allem ältere Menschen und Risikopatient:innen betroffen. Die Hälfte der Patient:innen, die zwischen April und Mai beatmet werden mussten, waren über 70 Jahre alt.

Männer deutlich häufiger betroffen als Frauen

Auch bei jüngeren Menschen habe eine Infektion Klinikaufenthalte samt Beatmung notwendig gemacht. Auffällig sei allerdings, dass in allen Altersgruppe Männer stärker betroffen waren als Frauen. Bei den 31- bis 40-Jährigen habe es sich sogar fast ausschließlich um Männer gehandelt. 

Corona-Behandlung kostete im Schnitt 6.035 Euro

Durchschnittliche kostete die stationäre Behandlung von Covid-19-Patient:innen laut KKH 6.035 Euro. Damit war der Klinikaufenthalt teurer als sonst üblich. Die Fallkosten belaufen sich sonst im Schnitt auf 5.051 Euro. Insgesamt seien die Krankenhausfallkosten pro Patient:in in diesem Jahr um 13 Prozent gestiegen. Im vergangenen Jahr hätten sich diese nur auf 4.457 Euro belaufen. Demnach seien die behandelten Fälle mutmaßlich schwerwiegender als im Vorjahr gewesen.

Die KKH rät, die Hygieneregeln einzuhalten und rechtzeitig einen Arzt zu konsultieren. Auch bei anderen Erkrankungen sollte nicht gezögert werden, ein Krankenhaus aufzusuchen.

Verwendete Quellen:
- Pressemitteilung der KKH Saarbrücken

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