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Keine Corona-Impfung zu Hause für gebrechliche Menschen im Saarland

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Gebrechliche Menschen im Saarland, die nicht in einer Pflegeeinrichtung leben, können sich vorerst nicht zu Hause impfen lassen. Symbolfoto: picture alliance/dpa/BELGA | Pool Dirk Waem

Bereits vor dem Corona-Impfstart im Saarland erreichten uns am Wochenende zahlreiche Zuschriften von älteren Menschen über 80 (beziehungsweise von deren Kindern), dass sie wegen ihres körperlichen Zustandes oder anderer Gründe nicht mehr in der Lage seien, eines der drei saarländischen Impfzentren aufzusuchen. 

Den Schilderungen der SOL.DE-Leser:innen zufolge sei die Situation vergleichbar, mit der der Bewohner:innen in Alten- und Pflegeheimen. Für diese gibt es im Saarland extra mobile Teams, da ein Besuch für diese Personen in einem der Impfzentren nicht mehr zumutbar ist.

Aufgrund der Vergleichbarkeit der Situation der Heimbewohner:innen und der Personen, die wegen körperlicher Gebrechen beispielsweise von einem ambulanten Pflegedienst zu Hause betreut werden, hat sich für viele die Frage gestellt, ob die mobilen Teams, die die Corona-Impfungen in den Pflegeeinrichtungen vornehmen, nicht auch in solchen Härtefällen Hausbesuche abstatten.

Keine Corona-Impfungen zu Hause für gebrechliche Menschen im Saarland

Dem erteilte das saarländische Gesundheitsministerium nun auf SOL.DE-Anfrage eine Absage. Eine Sprecherin des Gesundheitsministeriums erklärte, dass die Impfungen "aus logistischen Gründen" zunächst "vornehmlich in den drei Impfzentren durchgeführt" werden. "Hier bestehen entsprechende Lagerungs- und Kühlmöglichkeiten, die den Impfprozess erst ermöglichen", führt die Pressesprecherin weiter aus.

Impfberechtigte Personen könnten laut Angaben des Gesundheitsministeriums ja von Bezugspersonen zu den Impfzentren begleitet werden, da diese schließlich auch barrierefrei seien. 

Für nicht transportfähige Personen soll es spätere Lösung über Hausärzte geben

Für die Personen, die gar nicht erst transportfähig sind oder keine derartigen Bezugspersonen haben, stellt man hingegen erst eine spätere Lösung in Aussicht. "Sobald ein Impfstoff zur Verfügung steht, der auch Hausärztinnen und Hausärzten ermöglicht zu impfen, sollen immobile Patientinnen und Patienten von ihnen geimpft werden", erklärte die Sprecherin des Gesundheitsministeriums abschließend.

Verwendete Quellen:
- eigene Recherche
- Angaben des saarländischen Gesundheitsministeriums 
- eigene Berichte

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