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Heftige Kritik am Saar-Bildungsministerium: Streik an Paul-Weber-Schule in Homburg wegen Präsenz-Zwang

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Aktuell herrscht ein Konflikt wegen des Präsenzunterrichts von Abschlussklassen in der Hochphase der Corona-Pandemie. Symbolfoto: picture alliance/dpa | Gregor Fischer

Zahlreiche Abiturient:innen im Saarland äußern derzeit ihren Unmut darüber, dass sie trotz des alarmierenden Corona-Infektionsgeschehens seit Montag (11. Januar 2021) wieder am Präsenzunterricht in den Schulen teilnehmen sollen. In mehreren Schulen haben sich die Schüler:innen sogar geweigert, im Unterricht vor Ort zu erscheinen.

Streik an Paul-Weber-Schule in Homburg

Einen solchen Streik wird es nun auch an der Paul-Weber-Schule in Homburg geben. Dort haben die Abiturient:innen angekündigt, dass sie am morgigen Freitag (15. Januar 2021) in einen "zunächst eintägigen Streik" gehen, wie eine Sprecherin der Schüler:innen-Gemeinschaft gegenüber SOL.DE erklärte.

Heftige Kritik am Bildungsministerium

Die Schüler:innen üben dabei heftige Kritik am saarländischen Bildungsministerium. Während alle anderen Personen ihre Kontakte zum eigenen Schutz und dem ihrer Mitmenschen auf ein absolutes Minimum reduzieren müssen, werde man als Abschlussschüler:in aktuell dazu gezwungen, seine Gesundheit in der Hochphase der Pandemie zu gefährden.

Schüler:innen haben Angst vor Infektionsgefahren

Zudem haben viele Schüler:innen Angst davor, ihre Familie und/oder Partner:innen zu gefährden. Laut Auskunft der Schüler:innen-Gemeinschaft haben einige Schüler:innen täglichen Kontakt zu Risikopatienten im nächsten persönlichen Umfeld. Es sei völlig unzumutbar, das Leben seiner vulnerablen Familienmitglieder nur wegen einer Schulprüfung zu gefährden.

Schülerschaft fühlt sich nicht ernst genommen

Besonders enttäuscht sei die Schüler:innen-Gemeinschaft auch von dem Verhalten des Bildungsministeriums. Die Anliegen der Schüler:innen seien vom Ministerium erst beachtet worden, als in den saarländischen Medien darüber berichtet wurde. Zudem monieren die Schüler:innen, dass sie vom Ministerium bislang keine zufriedenstellenden Antworten, sondern lediglich substanzlose "Copy und Paste-Texte" erhalten haben, so eine Schüler:innen-Sprecherin gegenüber SOL.DE.

Diskussion am Mittwochabend nicht zielführend

Auch eine am gestrigen Mittwochabend erfolgte "Diskussion über den Präsenzunterricht" sei keine echte Diskussion und damit auch nicht zielführend gewesen. "Denn die Fragen und zurecht angebrachten Anregungen der Schülerseite wurden entweder mangelhaft oder gar nicht beantwortet", erklärt eine Sprecherin der Schüler:innen-Gemeinschaft weiter. Man fühle sich nach wie vor in seinen Ängsten nicht ernst genommen. Von Ministeriumsseite rede man viel "drum herum" und versuche von dem eigentlichen Thema, der Gefährdung der Abschlussjahrgänge durch Präsenzunterricht, abzulenken.

Schüler:innen fordern besseren Schutz 

Vom Bildungsministerium erwarte man nun eine ernsthafte Auseinandersetzung mit den Problemen der Schülerschaft sowie verstärkte Schutzmaßnahmen. So fordern die Schüler:innen FFP2-Masken für alle Schüler:innen der Abschlussjahrgänge, einen Wechselunterricht mit Fokus auf die Vorbereitung in den Prüfungsfächern sowie ein Online-Unterricht in den nicht für die Abiprüfung relevanten Fächern.

Verwendete Quellen:
- eigene Recherche

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