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Frankreich zieht Ausgangssperre landesweit vor

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Frankreich will im Kampf gegen das Coronavirus die abendliche sowie nächtliche Ausgangssperre auf dem gesamten Festland vorziehen. Foto: dpa-Bildfunk/Nicolas Tucat

Frankreich zieht Ausgangssperre vor

In Frankreich soll die abendliche und nächtliche Ausgangssperre auf dem gesamten Festland um zwei Stunden auf 18.00 Uhr vorgezogen werden. Laut Ankündigung von Premierminister Jean Castex soll die Regelung ab Samstag (16. Januar 2021) für mindestens 15 Tage gelten. "Es ist nicht möglich, das Haus aus persönlichen Gründen zu verlassen", wird er von "dpa" zitiert. Ab 18.00 Uhr sollen ebenso Geschäfte schließen.

Zuvor war das ursprünglich von 20.00 Uhr bis 6.00 Uhr geltende Ausgehverbot bereits in einzelnen besonders betroffenen Départements vorverlegt worden. Während dieser Zeit ist es den Menschen nicht mehr gestattet, an der frischen Luft spazieren zu gehen, Sport zu machen oder einzukaufen. Sie dürfen aber zum Beispiel weiterhin zur Arbeit fahren oder wegen zwingender familiärer Gründe das Haus verlassen.

Castex: Situation besorgniserregend

Zwar habe sich die Situation in den letzten Tagen stabilisiert, sagte Castex. Sie bleibe aber besorgniserregend. Etwa 16.000 nachgewiesene Fälle gebe es im Schnitt am Tag. Keines der französischen Départements liege derzeit unter der Zielmarke von einem Schnitt von 50 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner:innen innerhalb von sieben Tagen.

Verschärfung von Grenzkontrollen

Aufgrund der neuen Coronavirus-Varianten sollen auch die Grenzkontrollen verschärft werden. Bei der Einreise nach Frankreich von Ländern außerhalb der Europäischen Union wird ein negativer Corona-Test fällig. Gesundheitsminister Olivier Véran sagte, man werde alles tun, um eine weitere Ausbreitung der ansteckenden in Großbritannien aufgetretenen Virus-Mutation in Frankreich zu vermeiden. Derzeit gebe es täglich etwa 200 bis 300 neue Fälle der britischen Variante.

Hintergrund

Die Pandemie hat Frankreich mit seinen rund 67 Millionen Einwohner:innen schwer getroffen. Mehr als 2,8 Millionen Menschen infizierten sich mit dem Coronavirus, etwa 69.000 starben im Zusammenhang mit einer Infektion. Mit Stand Mittwochabend (13. Januar 2021) wurden knapp 250.000 Menschen in Frankreich gegen das Virus geimpft. Ab Montag sollen auch Menschen mit besonders hohem Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf Impfungen erhalten, wie Castex ankündigte.

Verwendete Quellen:
- Deutsche Presse-Agentur

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