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Regelmäßig rausgehen: Mit Struktur durch den Corona-Blues

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Die Forscherin empfiehlt Menschen, sich regelmäßig an der frischen Luft zu bewegen. Foto: Kay Nietfeld/dpa-Bildfunk

An die Einschränkungen im Corona-Alltag haben sich die meisten Menschen inzwischen gewöhnt - doch sie belasten auch. Es trete dadurch eine Ermüdung ein, sagt die Diplom-Psychologin und Autorin Ulrike Scheuermann.

Menschen finden es schwieriger, sich zu motivieren

Weil man so lange durchhalten müsse, werde es für die Menschen generell schwieriger, sich für die Maßnahmen zu motivieren - das betrifft auch Verschärfungen. Deren Neuigkeitswert habe sich schon komplett abgenutzt, erläutert Scheuermann. "So war es im letzten Frühjahr. Man konnte sich sagen: 'Okay, wir halten das jetzt für eine begrenzte Zeit durch.' Dieses Gefühl ist, glaube ich, inzwischen fast allen komplett abhandengekommen", sagt die Expertin aus Berlin.

Viele sind im Corona-Blues

Die dunkle Jahreszeit kommt erschwerend hinzu. Weil sie sehr wenig Tageslicht bekommen, neigten sehr viele Menschen dazu, depressive Symptome zu entwickeln und betrübt zu sein, erklärt die Psychologin. Umgangssprachlich spricht man vom Winterblues, in Kombination mit der Maßnahmenmüdigkeit sei es bei manchen wohl diesmal ein Corona-Blues.

Feste Zeiten für frische Luft

Umso wichtiger ist regelmäßige Bewegung an der frischen Luft. Der Rat der Expertin lautet, sich feste Zeiten zu setzen, zu denen man rausgeht. "Am empfehlenswertesten aus gesundheitlicher Sicht ist es von morgens bis mittags, um die Körperuhr zu stellen, wodurch man dann wiederum auch besser schläft", sagt Scheuermann.

Bewegung am Tag hebt Stimmung

Sehr gut wäre eine Stunde Bewegung bei bedecktem Wetter, bei strahlendem Sonnenschein würde eine halbe Stunde reichen. Scheuermann ist überzeugt: Wenn man diese Zeit jeden Morgen oder jeden Vormittag einplant, habe man sehr viel für seine Stimmung und Gesundheit getan.

Verwendete Quellen:
- Deutsche Presse-Agentur

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