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Mit oder an Corona gestorben? Chef-Pathologe legt sich fest

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Die Pathologie der Uniklinik Augsburg hat bereits mehr als 100 verstorbene Covid-19-Patient:innen obduziert. Foto: dpa-Bildfunk/Rolf Vennenbernd

Mit oder an Corona gestorben?

In den allermeisten Fällen, in denen mit Corona infizierte Menschen sterben, ist das Virus dem Chef-Pathologen der Uniklinik Augsburg zufolge auch Grund für ihren Tod. "Die meisten könnten noch leben, wenn sie sich nicht mit dem Coronavirus infiziert hätten", sagte Bruno Märkl der "Augsburger Allgemeinen".

Über 100 Obduktionen

Das Klinikum hat bereits mehr als 100 verstorbene Covid-19-Patient:innen obduziert, wie dort bestätigt wurde. Die Annahme, tödliche Verläufe träfen nur ältere Menschen mit schweren Vorerkrankungen, die ohnehin bald gestorben wären, "das sehen wir überhaupt nicht", sagte Märkl der Zeitung. "Ich wünschte, ich könnte diejenigen, die an der Gefährlichkeit lauthals zweifeln, einladen, mir bei einer solchen Obduktion über die Schultern zu schauen – sie würden schnell verstummen." Letzten Endes sei es ein "inneres Ersticken", an dem die Patient:innen sterben.

Untersuchungen in Schleswig-Holstein

Sterben mehr Menschen an oder mit dem Coronavirus? Auch das Institut für Pathologie am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein hat diese Frage mit einem "an" beantwortet. "Bei 85 Prozent der Fälle konnten wir wirklich bestätigen, dass sie an Covid-19 verstorben sind", sagte der Direktor des Instituts. Mehr als 50 Menschen seien von den Mediziner:innen obduziert worden.

Verwendete Quellen:
- Deutsche Presse-Agentur
- eigener Bericht

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