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Fall von Hasenpest im Saarland nachgewiesen: Gefahr für Menschen und Hunde

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Im Saarland wurde gestern (17.02.2021) ein Fall von Hasenpest nachgewiesen. Symbolfoto: picture alliance/dpa | Boris Roessler

Fall von Hasenpest in Saarwellingen-Reisbach

Im Saarland ist am gestrigen Mittwoch (17. Februar 2021) ein Fall von Hasenpest nachgewiesen worden. Ein in Saarwellingen-Reisbach aufgefundener Hasenkadaver wurde laut Angaben des Ministeriums für Umwelt- und Verbraucherschutz positiv auf die Hasenpest getestet.

Hasenpest auch für Menschen und andere Tiere gefährlich

Es handelt sich bei der Hasenpest um eine hochansteckende "Zoonose". Darunter versteht man eine Infektionskrankheit, deren Erreger auf den Menschen und andere Tiere übertragbar ist. Im Falle der Hasenpest sind zahlreiche Haustiere wie beispielsweise Hunde und Katzen gefährdet. Hundebesitzer sollten daher genau wie Spaziergänger, Jäger oder andere Personen, die draußen unterwegs sind, besonders vorsichtig sein. 

Das saarländische Umweltministerium warnt: "Tularämie (Anmerkung der Redaktion: Das ist der Fachbegriff für die Hasenpest) führt zu grippeähnlichen Symptomen und kann ohne Behandlung zu schwerwiegenden Erkrankungen beim Menschen führen", heißt es in einer aktuellen Mitteilung des Ministeriums.

Tote oder erkrankte Tiere ans LAV

Tot aufgefundene oder krank erlegte Feldhasen und Wildkaninchen sollten laut Angaben des Umweltministeriums im Landesamt für Verbraucherschutz (LAV) zur Untersuchung abgegeben beziehungsweise eingesandt werden. Insbesondere Landwirte und Jäger werden in diesem Zusammenhang um Unterstützung gebeten. "Um die eigene Gesundheit nicht zu gefährden, sollte der Finder in jedem Fall Handschuhe tragen. Ein direkter, ungeschützter Kontakt mit den toten Tieren ist unbedingt zu vermeiden", warnt der saarländische Umweltminister Jost (SPD).

Wer den Kadaver von einem Hasen oder Wildkaninchen findet, kann den Fund unter tiergesundheit@lav.saarland.de oder unter der Telefonnummer (0681)99784500 melden.

Wissenswertes zur Hasenpest beim Menschen

Hasenpest-Infektionen beim Menschen sind insgesamt eher selten. Im Jahr 2019 wurden in ganz Deutschland lediglich 72 Erkrankungen des Menschen mit dem Erreger der Tularämie gemeldet, davon nur eine im Saarland. Die Krankheit verläuft in Abhängigkeit vom Übertragungsweg sehr unterschiedlich. Ohne antibiotische Behandlung kann es allerdings zu schwerwiegenden Erkrankungen kommen.

Sollten im zeitlichen Zusammenhang mit dem Kontakt zu Feldhasen, Wildkaninchen oder Wildnagern Krankheitsanzeichen auftreten (zum Beispiel grippeähnliche Symptome, Fieber, Husten, Kopf- und Gliederschmerzen, Lymphknotenschwellungen, etc.) sollte umgehend ein Arzt oder eine Ärztin aufgesucht werden.  

Verwendete Quellen:
- Mitteilung des saarländischen Ministeriums für Umwelt- und Verbraucherschutz vom 18.02.2021

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