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Zerschlagung von Bäckerhaus Ecker: AfA erhebt Vorwürfe gegen Edeka Südwest

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Die Pläne von Edeka Südwest, das Bäckerhaus Ecker zu zerschlagen, stößt von mehreren Seiten auf Kritik. Symbolfoto: picture alliance/dpa | Daniel Karmann

Bäckerhaus Ecker vor Zerschlagung

Wie am vergangenen Mittwoch bekannt wurde, gibt es konkrete Pläne von Edeka Südwest, seine Tochterunternehmen K&U Bäckerei GmbH und das Bäckerhaus Ecker zu zerschlagen: "Bäckerhaus Ecker vor dem Aus: rund 460 Beschäftigte im Saarland betroffen".

So sollen die 56 Filialen von Bäckerhaus Ecker im Saarland und der Westpfalz in den kommenden beiden Jahren allesamt veräußert werden. Da sich die Bäckerfilialen größtenteils in Edeka-Märkten befinden, sollen sie den jeweiligen Marktinhabern zur Übernahme angeboten werden. Das sorgte für Kritik seitens der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG).

Gewerkschaft NGG befürchtet Verschlechterung der Arbeitsbedingungen

Diese befürchtet, dass dies eine Verschlechterung der Arbeitsbedingungen für die Angestellten zur Folge haben könnte, da viele der potenziell übernehmenden Einzelhändler:innen weder tarifgebunden seien noch über einen Betriebsrat verfügten. Zudem drohen laut NGG Jobverluste. Deshalb sprach sich die Gewerkschaft klar gegen eine Zerschlagung der Unternehmen aus.

AfA Saarpfalz-Kreis erhebt Vorwürfe gegen Edeka Südwest

Die Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen (AfA) des Saarpfalz-Kreises schließt sich dieser Position an und fordert Edeka Südwest auf, von seinen Zerschlagungsplänen Abstand zu nehmen. Dabei wirft die AfA des Saarpfalz-Kreises Edeka Südwest vor, dass die Zerschlagung einzig das Ziel verfolge, die Mitbestimmung und die Tarifbindung zu unterlaufen. "Es ist das gute und verbriefte Recht von Beschäftigten, Betriebsräte zu gründen und ihre Interessen von diesen vertreten zu lassen. Dass der Betriebsrat in für die Beschäftigten so zentralen Fragen von Arbeitsbedingungen, Schichtplangestaltung oder Filialwechseln ein Mitbestimmungsrecht hat, scheint der Geschäftsleitung offensichtlich ein Dorn im Auge zu sein" heißt es in einer aktuellen Mitteilung der AfA

Es könne laut AfA nicht angehen, dass ökonomische Interessen auf dem Rücken und zulasten der Beschäftigten maximiert werden sollen. "Wenn gesunde Unternehmen ohne Not Restrukturierungspläne verfolgen, um die betriebliche Mitbestimmung zu unterlaufen, Löhne und Arbeitsstandards zu drücken, nur um damit Kosten zu
sparen, dann müssen diese Pläne mit allen Mitteln verhindert werden!", betont die Arbeitsgemeinschaft aus dem Saarpfalz-Kreis weiter.

AfA lehnt Zerschlagungspläne entschieden ab

Da gute Arbeits- und faire Entlohnungsbedingungen in erheblichem Maße zur gesamtwirtschaftlichen Entwicklung beitrügen, lehnt die AfA die Zerschlagungspläne entschieden ab: "Eine Zerschlagung bewirkt das Gegenteil und ist der falsche Weg! Wir fordern Edeka Südwest auf, mit den Betriebsräten und den Beschäftigten zusammenzuarbeiten, statt sie zu bekämpfen, und die Zerschlagungspläne mit sofortiger Wirkung zu stoppen. Vor diesem Hintergrund steht die AfA Saarpfalz solidarisch und geschlossen hinter den Beschäftigten der K&U Bäckerei und von Bäckerhaus Ecker", so die Arbeitsgemeinschaft abschließend.

Verwendete Quellen:
- Mitteilung der Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen (AfA) des Saarpfalz-Kreises vom 20.02.21

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