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Künstliche Intelligenz soll Saar-Polizei unterstützen

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Am heutigen Donnerstag wurde das erste Projekt der Digitalisierungskampgane der Saar-Polizei vorgestellt. Personen von links nach rechts: Prof. August-Wilhelm Scheer (Geschäftsführer Scheer Holding), Sharam Dadashnia (Chief Data Scientist, Head of Advanced Technologies), Innenminister Klaus Bouillon, Ralf Stoll (stellvertetender Abteilungsleiter D) Foto: Scheer PAS GmbH  

Digitalisierung bei der Saar-Polizei

Die saarländische Polizei soll durch verschiedene Digitalisierungsinstrumente moderner werden. Um die verschiedenen digitalen Lösungen und Ideen der Saar-Polizei vorzustellen hat das saarländische Innenministerium eine Digitalisierungskampagne gestartet, durch die in den kommenden Monaten in regelmäßigen Abständen über die Innovationen informiert werden soll.

Das erste Projekt hat Innenminister Klaus Bouillon am heutigen Donnerstagmorgen zusammen mit Professor Dr. August-Wilhelm Scheer, dem Geschäftsführer der "Scheer Holding GmbH", im Rahmen einer Videokonferenz vorgestellt.

Künstliche Intelligenz soll saarländische Polizei unterstützen

Es handelt sich dabei um eine Lösung, die die Polizei mithilfe künstlicher Intelligenz (KI) bei der Verkehrsunfallsachbearbeitung unterstützen soll. Durch ein Programm soll die Plausibilitätsprüfung von Unfallhergängen automatisiert werden.

Bislang wurde diese noch manuell durch eine Vielzahl von Mitarbeiter:innen vorgenommen. Jeder einzelne Unfall musste quasi "von Hand" auf die Richtigkeit und Vollständigkeit der eingegebenen Daten überprüft werden. Dies bedeutete einen enormen Zeitaufwand bei der Sachbearbeitung, der als umso schmerzlicher eingeordnet werden musste, wenn man bedenkt, dass der Großteil des Prüfungsaufwands aus reiner Routinetätigkeit besteht.

Manueller Prüfaufwand der Polizei soll um 80 Prozent reduziert werden

Durch die neue "Application Composition Platform Scheer PAS" soll der manuelle Prüfaufwand der Polizei nun drastisch reduziert werden. Innenminister Bouillon spricht von einer Senkung des Zeitaufwands um etwa 80 Prozent. "Unsere hochqualifizierten Mitarbeiter*innen werden dadurch von zeit- und kostenintensiven Routinetätigkeiten befreit und haben mehr Zeit für ihre Kernaufgaben", verspricht der saarländische Innenminister.

Eine Zeitersparnis, die sich sehr lohnen wird. Denn im Saarland werden im Durchschnitt mehr als 30.000 Unfälle pro Jahr überprüft. Dies erfordert normalerweise rund 7.500 Stunden pro Jahr. Durch die KI können die Arbeitsstunden auf 2.500 Stunden reduziert werden. Dadurch haben die Polizist:innen im Saarland künftig mehr Zeit für andere, wichtige Aufgaben. "In Zeiten knapper Personalisierung ist deshalb jeder Schritt, der die Beamt:innen von Verwaltungstätigkeiten entlastet, ein Schritt mehr zu Präsenz, Bürgernähe und Reduzierung der Arbeitsverdichtung", betont Innenminister Bouillon. 

Diesen Zwecken dient die Unfallaufnahme der Polizei

Die Unfallaufnahme dient neben der Verfolgung von Straftaten und Ordnungswidrigkeiten und der Verhinderung zukünftiger Unfälle auch dem Erkennen, Vermeiden und Beseitigen von Unfallursachen. Sie ist damit ein wesentlicher Grundpfeiler der Verkehrssicherheitsarbeit. Da die erhobenen Daten der Verkehrsunfälle zudem den Zwecken der Statistik dienen und zur zivilrechtlichen Schadensregulierung herangezogen werden, ist es umso wichtiger, dass sie korrekt, vollständig und valide sind, damit die richtigen Schlussfolgerungen daraus gezogen werden können.

Verwendete Quellen:
- Mitteilung des saarländischen Innenministeriums vom 04.03.2021

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