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Tierschützer:innen kämpfen jetzt ums Überleben der in Saarbrücken geretteten Katzen

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Bea Speicher-Spengler im Katzenhaus Oberwürzbach mit einer der geretteten Katzen. Foto: BeckerBredel

Mehr als 40 Katzen lebend gerettet

Auf einem Grundstück im Bereich "Am Großen Hohlweg" in Saarbrücken-St. Arnual hat sich am Sonntag (7. März 2021) eine große Rettungsaktion von Katzen zugetragen. Nach Angaben des Bertha-Bruch-Tierheims konnten vor Ort "35 Katzen gesichert werden". Darunter seien auch zwei Kätzchen. Am gestrigen Montagabend wurden zudem acht weitere Tiere auf dem Grundstück eingefangen, teilte das Tierheim auf Facebook mit.

Kampf ums Überleben

Wie die Tierschützer:innen schilderten, befinden sich die eingefangenen Katzen "in einem schlechten Allgemeinzustand und müssen tierärztlich versorgt werden". Die erste Nacht hätten sie überlebt. Es sei jedoch mit Langzeitfolgen zu rechnen. "Sie leiden an einem stark ausgeprägten Calizivirus, sind abgemagert, haben Flöhe, Würmer und Milben", so die weiteren Angaben des Tierheims. Teilweise seien die Katzen durch unbehandelten Schnupfen erblindet.

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Die geretteten Katzen befinden sich in einem bedrohlichen Zustand. Foto: Bertha-Bruch-Tierheim

Tiere in zwei Stationen

Ein Großteil der Katzen befindet sich im Bertha-Bruch-Tierheim in Saarbrücken. Sie werden dort auf der Quarantäne-Station gehalten und behandelt. Um weitere Plätze freizuhalten, haben die Helfer:innen sieben der Fellnasen an das Katzenhaus in Oberwürzbach übergeben, hieß es in dem Facebook-Beitrag. Zwei der Katzen, die sich jetzt in Oberwürzbach befinden, sind trächtig. Das sagte eine Pflegerin zur Presseagentur BeckerBredel.

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Die meisten Katzen befinden sich im Saarbrücker Tierheim. Foto: Bertha-Bruch-Tierheim

Polizei ermittelt gegen 73-Jährige

Nach Angaben der Polizeiinspektion Saarbrücken-Stadt vom gestrigen Montag wird derzeit gegen eine 73-Jährige ermittelt. Bei der Frau handele es sich um die Garten-Pächterin. Die Polizei hat bereits eine Strafanzeige nach dem Tierschutzgesetz gegen die Seniorin eingeleitet, hieß es. Die Frau soll sich nach Informationen von Tierschützer:innen in einem Brief ans Ministerium über die Kastrationspflicht für Katzen beschwert haben. Das geht aus einem "Bild"-Bericht hervor. Nach Informationen der Zeitung war die 73-Jährige mit den Tieren offenbar "vollkommen überfordert".

Zahlreiche tote Tiere

Bei dem Einsatz am Sonntag hatten die Helfer:innen zahlreiche tote Tiere feststellen müssen. "Im Gebäude befanden sich zudem mehrere verendete Katzen sowie nach erster Sichtung circa 150 bis 200 Tierkadaver in Müllsäcken", so die Angaben der Polizei. Die Entsorgung der Kadaver habe auch am Montag fortgeführt werden müssen.

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150 bis 200 tote Katzen wurden in St. Arnual entdeckt. Foto: BeckerBredel

Passant stellt Katzen fest

Am Sonntag hatte der Polizei zufolge ein Passant, der mit seinem Hund unterwegs war, die Katzen festgestellt. Der Hund sei auf das Grundstück entlaufen. Dort hätte der Zeuge dann "ein klägliches Schreien mehrerer Katzen" und "starken Verwesungsgeruch" aus einer Hütte entnommen. Der Mann informierte den Tiernotruf und die Polizei.

Verwendete Quellen:
- Mitteilung der Polizeiinspektion Saarbrücken-Stadt, 08.03.2021
- Facebook-Beitrag des Bertha-Bruch-Tierheims, 08.03.2021
- Bild Saarland
- eigener Bericht
- Presseagentur BeckerBredel

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