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EMA trifft Entscheidung zu AstraZeneca

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Eine Ampulle mit dem Corona-Impfstoff des schwedisch-britischen Pharmakonzerns Astrazeneca. Foto: Christophe Ena/AP/dpa

Europäische Arzneimittelbehörde bewertet AstraZeneca-Impfstoff als sicher - aber extra Warnhinweis

Die Europäische Arzneimittelbehörde (EMA) hat die Sicherheit des Corona-Impfstoffs von Astrazeneca bekräftigt und sich damit für einen weiteren, uneingeschränkten Einsatz des AstraZeneca-Präparats ausgesprochen. 

Allerdings werde künftig eine extra Warnung vor möglichen seltenen Fällen von Blutgerinnseln (Thrombosen) in Hirnvenen bei den Nebenwirkungen aufgenommen. Das teilte die EMA am heutigen Donnerstag (18. März 2021) in Amsterdam nach einer Sondersitzung des Sicherheitsausschusses mit. 

"Vorteile wesentlich größer als die Risiken"

Zwar könne ein Zusammenhang mit extrem seltenen, speziellen Thrombosen nicht ausgeschlossen werden. Jedoch sieht die EMA insgesamt keine erhöhten Gesundheitsgefahren und empfiehlt die Fortsetzung der Impfungen. "Der Impfstoff ist sicher und effektiv gegen Covid-19 und die Vorteile sind wesentlich größer als die Risiken", sagte EMA-Chefin Emer Cooke.

Deutschland und andere EU-Länder hatten die Nutzung des Impfstoffs vorerst gestoppt. Hintergrund waren Meldungen zu den Blutgerinnseln in Hirnvenen in zeitlichem Zusammenhang zu Impfungen. Durch das Aussetzen der Impfungen waren die Impfkampagnen in den Ländern in Verzug geraten. Bund und Länder sollen deswegen - und wegen den steigenden Inzidenzwerten - sogar darüber diskutiert haben, den nächsten Öffnungsschritt auszusetzen: "Öffnungen von Restaurants und Kinos wieder auf der Kippe".

EMA: Keine Hinweise auf Kausalzusammenhang bei Thrombose-Fällen

Die EMA bekräftigte, dass es keine Hinweise darauf gebe, dass die Impfungen die Vorfälle verursacht hätten. Dennoch sei es nicht ausgeschlossen. Daher würden die Prüfungen und Studien auch fortgesetzt.

Experten der EMA hatten alle Daten der Fälle gemeinsam mit dem Hersteller des Impfstoffes, Experten für Bluterkrankungen sowie Gesundheitsbehörden geprüft. Am Mittwoch hatte bereits die Weltgesundheitsorganisation WHO für die weitere Nutzung des Impfstoffes plädiert

In Deutschland bislang 13 Fälle von Hirnvenenthrombosen nach Impfungen mit AstraZeneca

Laut Angaben des Bundesgesundheitsministeriums sind in Deutschland (Stand 18. März 2021) bei 1,6 Millionen verabreichten Impfdosen bislang 13 Fälle bekannt, bei denen Hirnvenenthrombosen nach einer AstraZeneca-Impfung festgestellt worden sind. Drei davon endeten sogar tödlich. Die Informationen sind nachlesbar auf der Website des Gesundheitsministeriums unter: "Fragen und Antworten zur Aussetzung der Impfung mit AstraZeneca".

Verwendete Quellen:
- Deutsche Presse-Agentur
- Informationen des Bundesgesundheitsministeriums

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