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"Spannender, unheimlicher und überraschender": Erste Kritik zum neuen Saarland-Tatort "Der Herr des Waldes"

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Der zweite Fall für das neue Tatort-Team aus Saarbrücken: "Der Herr des Waldes" wird am Ostermontag im Ersten ausgestrahlt. Foto: SR/Manuela Meyer

Das neue Tatort-Team aus Saarbrücken ermittelt am kommenden Montag um 20.15 Uhr im Ersten seinen zweiten Fall: "Der Herr des Waldes". Die beiden Ermittler Leo Hölzer (Vladimir Burlakov) und Adam Schürk (Daniel Sträßer) sollen den Mord an der jungen Jessi aufklären.

Zweiter Fall für die Saar-Kommissare: "Der Herr des Waldes" 

Eine Verabredung in den saarländischen Wäldern endete für die Schülerin tödlich. Der Zustand der Leiche und die Umstände ihres Todes werfen Fragen auf: War es ein Ritualverbrechen? Und ist der Täter ein Psychopath oder bloß ein verschmähter Liebhaber? Die Kommissare ermitteln in alle Richtungen. Dabei werden sie jedoch erneut von der eigenen Vergangenheit und einem geteilten Geheimnis eingeholt. Denn ausgerechnet Adams gewalttätiger Vater, der am Ende des ersten Falles, "Das fleißige Lieschen", nach 15 Jahren aus dem Koma erwachte, glaubt, bei den Ermittlungen helfen zu können. 

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Der Vater von Hauptkommissar Schürk, Roland Schürk (Torsten Michaelis), hat einen Verdacht. Foto: Manuela Meyer/SR

"Spannender, unheimlicher und überraschender"

Regisseur Christian Theede und Autor Henrik Hölzemann sei erneut ein besonderer Tatort gelungen, findet die Kritikerin der Deutschen Presse-Agentur Katja Sponholz. "Der Herr des Waldes" biete mehr als die übliche Sonntagabend-Unterhaltung. "Der Film ist spannender, unheimlicher und überraschender", urteilt die Rezensentin. Zudem enthalte er mehr Thriller-Elemente. Auch Theede hatte bereits angekündigt: "Es gibt wirklich einige herausragende Szenen, wo man mit offenem Mund sitzt und denkt: Wow, was geht denn hier ab?!" Damit habe er nicht zu viel versprochen. 

Kritik lobt die Vielschichtigkeit des Saarland-Krimis

Laut Sponholz sei der neue Saarland-Tatort zudem vielschichtiger als andere Krimis. Es ginge eben nicht nur darum, Motiv und Täter zu finden, sondern auch darum, den eigenen Fall zu lösen und weitreichende Entscheidungen zu treffen. Nebenbei tun sich bei Vätern, Söhnen und auch Tätern Parallelen auf. Im Zentrum stehe dabei auch der Wunsch nach Anerkennung. Wenn etwa Hauptkommissar Schürk einem Verdächtigen den Spiegel vorhält: "Bist gar nicht so ein harter Hund. Willst du auch nur geliebt werden wie alle anderen? Und dann tut es weh, abgelehnt zu werden", könnte das auch eine Selbstanalyse sein. 

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Die Beziehung der beiden Kommissare Leo Hölzer (Vladimir Burlakov) und Adam Schürk (Daniel Sträßer) steht im Zentrum des Saarland-Tatorts. Foto: Manuela Meyer/SR

Herzstück ist die Beziehung von Hölzer und Schürk

Auch die beiden weiblichen Teammitglieder Esther Baumann (Brigitte Urhausen) und Pia Heinrich (Ines Marie Westernströer) bekämen im zweiten Fall mehr Spiel- und Entfaltungsraum. "Wobei zum Verhältnis der Kommissarinnen und Kommissare untereinander das letzte Wort noch lange nicht gesprochen ist", so Sponholz. Das gelte natürlich auch für das Gespann Hölzer und Schürk, deren Beziehung sowohl für die Zuschauer:innen als auch ihre Darsteller einen besonderen Reiz ausmache. 

"Das ist schon eine extrem interessante Konstellation", meint Daniel Sträßer (33). Die Verbindung der beiden Kommissare, geknüpft durch die gemeinsame Vergangenheit, werde durch die Dramatik der Fälle immer wieder auf die Probe gestellt. Adam Schürk sei als Rolle so spannend, "weil er einerseits diese große Coolness und Ruhe besitzt, aber diese nur Oberfläche ist. Und darunter brodelt es wie ein Vulkan."

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Hauptkommissarinnen Esther Baumann (Brigitte Urhausen) und Pia Heinrich (Ines Marie Westernströer) ermitteln an der Schule des Mordopfers. Foto: Manuela Meyer/SR

Zweiter Saar-Tatort knüpft nahtlos an ersten Fall an

Um die gemeinsame Geschichte der beiden Ermittler nahtlos zu erzählen, knüpft "Der Herr des Waldes" direkt an den ersten Fall der beiden Kommissare an. Dies soll auch beim dritten Tatort des neuen Saarbrücker Teams so fortgesetzt werden. Darin liegt nicht nur eine weitere Besonderheit des Filmes, sondern auch eine Herausforderung für dessen Macher: "Es war schon untypisch, dass er dort anschließt, wo der letzte aufhört", räumt Regisseur Christian Theede ein. Zwar werden die Charaktere und Geschichten horizontal erzählt, gleichzeitig muss der Krimi jedoch für die Zuschauer:innen auch als Einzelstück funktionieren

Wer nach dem Cliffhanger vor einem Jahr dachte, dass dies nur schwer möglich ist, kann laut der Kritikerin beruhigt sein: "Auch wer den ersten Fall nicht gesehen hat, wird schnell 'reinkommen' und hineingezogen - sowohl in die alte Geschichte als auch die neue Handlung."

Verwendete Quellen:
- Deutsche Presse-Agentur

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