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Nach Merkel-Kritik: Hans verteidigt geplante Lockerungen im Saarland

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Kanzlerin Merkel hatte die Pläne von Saarlands Ministerpräsident Hans kritisiert. Foto: Bernd von Jutrczenka/dpa-Bildfunk

Nach der Kritik von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) am Vorgehen verschiedener Länder in der Corona-Pandemie haben mehrere CDU-Spitzenpolitiker ihre Maßnahmen verteidigt - darunter auch Saar-Ministerpräsident Tobias Hans (CDU).

Laschet: Mehr Tests als Instrument

Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur aus Teilnehmer:innenkreisen bekannte sich Parteichef und NRW-Ministerpräsident Armin Laschet am Montag (29. März 2021) in Online-Beratungen des CDU-Präsidiums klar zu mehr Tests als Instrument in der Krise. Er habe betont, dass es in Nordrhein-Westfalen eine landesweite "Notbremse" gebe.

Nächste MPK in Präsenz?

Merkel sprach demnach in der Sitzung mit Blick auf die jüngste Ministerpräsident:innenkonferenz, nach der sie die gemeinsam beschlossene Osterruhe zurückgezogen hatte, erneut von einer Zäsur. Das Verfahren müsse sich ändern. Nach diesen Informationen sprachen sich der schleswig-holsteinische Ministerpräsident Daniel Günther und dessen Saar-Amtskollege Hans dafür aus, das nächste Mal in der Runde der Ministerpräsident:innen in Präsenz mit der Kanzlerin zu tagen.

Kanzlerin übt Druck auf Länder aus

Die Kanzlerin hatte am Sonntagabend allen geplanten Lockerungen und Modellprojekten in der Pandemie angesichts der dritten Corona-Welle eine klare Absage erteilt. In der ARD-Sendung "Anne Will" übte sie massiven Druck auf die Länder aus, um diese zum Umsetzen der Notbremse und noch schärferer Maßnahmen zu bewegen. Merkel deutete auch an, dass der Bund tätig werden könnte, wenn die Länder nicht die nötigen Maßnahmen ergreifen sollten. Kritik äußerte sie unter anderem auch am Vorgehen von Laschet und Hans.

Hans verteidigt Saarlandmodell

Hans erklärte laut Teilnehmer:innenangaben im CDU-Präsidium, im Saarland würden nicht Beschränkungen durch Lockerungen ersetzt. Stattdessen würden Testauflagen an die Stelle von Beschränkungen gesetzt. Damit bringe man die Menschen dazu, im Freien getestet zusammenzukommen, statt im Verborgenen ohne Tests und Maßnahmen. Es handele sich nicht um ein Experiment, das Infektionen in Kauf nehme, sondern im Gegenteil um ein Modell zur Entdeckung von Infektionen. Natürlich gebe es einen klaren Exit, wenn exponentielles Wachstum mit hohen Belegungszahlen in den Krankenhäusern eintreten werde.

Spahn: Länder müssen beim Impfen zulegen

Der niedersächsische CDU-Chef Bernd Althusmann plädierte demnach im Präsidium ebenfalls für die Erprobung testgestützter Modelle. Gesundheitsminister Jens Spahn habe zudem darauf hingewiesen, dass die Länder nun massiv beim Impfen zulegen müssten, nachdem viele Chargen Impfstoff geliefert würden.

Verwendete Quellen:
- Deutsche Presse-Agentur

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