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Intensivmediziner: Stationen könnten in vier Wochen voll sein

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Derzeit seien noch 1.500 Intensivbetten für Covid-Patient:innen frei. Foto: dpa-Bildfunk/Robert Michael

Intensivmediziner warnt vor Überfüllung in Krankenhäusern

Der "Rheinischen Post" sagte Christian Karagiannidis, Leiter des Divi-Intensivregisters: "Seit Mitte März sind unterm Strich 1.000 Intensivpatienten zusätzlich in den Krankenhäusern gelandet". Sollte sich diese Geschwindigkeit fortsetzen, "sind wir in weniger als vier Wochen an der regulären Kapazitätsgrenze angelangt". Derzeit seien noch 1.500 Intensivbetten für Covid-Patient:innen frei.

"Wir malen keine Schreckensbilder", so Karagiannidis. Die Warnungen würden von den Zahlen gedeckt. "Es braucht jetzt dringend einen harten Lockdown für zwei Wochen, verpflichtende Tests an Schulen zweimal in der Woche und deutlich mehr Tempo bei den Impfungen in den Zentren und Arztpraxen".

Kritik an Warnungen

Der neue Vorstandsvorsitzende der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG), Gerald Gaß, kritisierte in der "Rheinischen Post" solche Warnungen: "Ich bin auch davon überzeugt, dass die Schreckensszenarien, die aus dem Bereich der Intensivmedizin seit Tagen verbreitet werden, weder in der Politik noch in der Bevölkerung zu den damit wahrscheinlich beabsichtigten Reaktionen führen werden."

Auf die Kommunikation im Allgemeinen bezogen sagte Gaß: "Die derzeitige politische Kommunikation sorgt weder für Glaubwürdigkeit noch für Vertrauen in der Öffentlichkeit. Wenn der eine Ministerpräsident vor Inzidenzraten von 700 warnt und der andere sein gesamtes Bundesland zum Modellversuch erklärt, ist das aus meiner Sicht das genaue Gegenteil dessen, was die Bürgerinnen und Bürger von der Politik erwarten dürfen."

Verwendete Quellen:
- Deutsche Presse-Agentur

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