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Bundesregierung will einheitliche Erleichterungen für Geimpfte

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Gesundheitsminister Spahn plant Erleichterungen für Corona-Geimpfte. Archivfoto: picture alliance/dpa | Michael Kappeler

Bundesregierung will Erleichterungen für Geimpfte

Einem Bericht der Deutschen-Presse-Agentur zufolge peilt die Bundesregierung bundesweit einheitliche Erleichterungen im Alltag für Menschen mit Corona-Impfung an. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte bereits an Ostern angekündigt, dass er Personen, die bereits vollständig gegen das Coronavirus geimpft worden sind, mehr Freiheiten im Rahmen künftiger Lockerungsschritte einräumen wolle: "Gesundheitsminister Spahn will mehr Freiheiten für Geimpfte".

Eine Sprecherin des Bundesgesundheitsministeriums bekräftigte die entsprechenden Pläne Spahns am heutigen Mittwoch (7. April 2021). Demnach wolle der Gesundheitsminister die neuen wissenschaftlichen Erkenntnisse des Robert-Koch-Instituts (RKI) zeitnah mit seinen Länderkolleg:innen besprechen.

RKI: Geimpfte vergleichbar mit negativ Getesteten

Das RKI hatte am Wochenende einen Bericht veröffentlicht, in dem es unter anderem heißt: "Nach gegenwärtigem Kenntnisstand ist das Risiko einer Virusübertragung durch Personen, die vollständig geimpft wurden, spätestens zum Zeitpunkt ab dem 15. Tag nach Gabe der zweiten Impfdosis geringer als bei Vorliegen eines negativen Antigen-Schnelltests bei symptomlosen infizierten Personen".

Ministerium betont: Keine weiteren Privilegien für Geimpfte

Als Konsequenz dieser Erkenntnisse sollen vollständig geimpfte Personen künftig wie negativ Getestete behandelt werden. Eine Ministeriumssprecherin betonte gegenüber der Deutschen Presse-Agentur, dass "es nicht um Privilegien oder Vorrechte geht, sondern darum, dass vollständig Geimpfte so behandelt werden wie negativ Getestete". Hygieneregeln, Maskenpflicht und Abstandsregeln sollen weiterhin für alle gelten.

Zudem gelten die Erleichterungen nur für vollständig Geimpfte, also Personen die bereits die zweite Corona-Impfung erhalten haben. Das sind in Deutschland (Stand Mittwoch, 7. April, 11.00 Uhr) bislang lediglich 5,6 Prozent der Bevölkerung. Die Frankfurter Virologin Sandra Ciesek hatte am Dienstagabend im NDR-Podcast "Das Coronavirus-Update" auf die "gefährliche Phase" nach der Erstimpfung hingewiesen, in der der Körper erst Antikörper entwickeln müsse. Es wäre leichtsinnig, zu glauben, dass man nach der Impfung sofort geschützt sei: "Virologin Ciesek kritisiert Öffnungsstrategien wie im Saarland und warnt vor falscher Sicherheit".

Verwendete Quellen:
- eigene Berichte
- Deutsche Presse-Agentur
- eigene Recherche

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