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Situation auf Intensivstation der Uniklinik Homburg "recht angespannt"

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Zur Situation auf der Intensivstation der Uniklinik in Homburg sei "recht angespannt". Symbolfoto: dpa-Bildfunk/Alessandra Tarantino

Steigende Belastung auf Homburger Intensivstation

Zur Situation auf der Intensivstation der Uniklinik in Homburg sagte der leitende Oberarzt Philipp Lepper dem "SR": Die Zahlen der Patient:innen steigen; es sei "recht angespannt". In Bezug auf die Kapazitäten an Intensivbetten-Reserven sprach Lepper davon, dass es "nicht mehr wahnsinnig viel Luft" gebe. Homburg erhalte viele Übernahme-Anfragen von anderen Intensivstationen.

Bitte an die Menschen im Saarland

Die Lage in Homburg ist nicht unbedeutend für die weitere Entwicklung des Saarland-Modells. Nach Angaben der Staatskanzlei soll die Notbremse gezogen werden, wenn eine Überlastung des Gesundheitswesens droht. Dafür gebe es allerdings keine festen Obergrenzen. Den Zeitpunkt des Starts des Saarland-Modells hält Lepper jedenfalls für "schwierig", so der Rundfunk-Bericht. Daher seine Bitte an die Menschen im Saarland: Kontakte weiterhin reduzieren.

Zahlen für das Saarland

Wie aus den jüngsten Zahlen des saarländischen Gesundheitsministeriums hervorgeht (Stand: Dienstagnachmittag, 6. April 2021), werden von den an Covid-19 erkrankten Patient:innen momentan 164 stationär behandelt. Davon liegen 53 auf der Intensivstation

Laut DIVI-Intensivregister zur Belegungssituation sind an der Homburger Uniklinik die sogenannten "Low-Care", "High-Care" und "ECMO"-Plätze ("zusätzlich extrakorporale Membranoxygenierung") aktuell begrenzt (sogenannte "Stufe gelb").

Intensivmediziner:innen warnen

Der "Rheinischen Post" hatte Christian Karagiannidis, Leiter des Divi-Intensivregisters, vor einer Woche gesagt: "Seit Mitte März sind unterm Strich 1.000 Intensivpatienten zusätzlich in den Krankenhäusern gelandet". Sollte sich diese Geschwindigkeit fortsetzen, "sind wir in weniger als vier Wochen an der regulären Kapazitätsgrenze angelangt".

Der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Krankenhausgesellschaft, Gerald Gaß, hatte in der "Rheinischen Post" solche Warnungen hingegen kritisiert: "Ich bin auch davon überzeugt, dass die Schreckensszenarien, die aus dem Bereich der Intensivmedizin seit Tagen verbreitet werden, weder in der Politik noch in der Bevölkerung zu den damit wahrscheinlich beabsichtigten Reaktionen führen werden."

Verwendete Quellen:
- Saarländischer Rundfunk
- eigener Bericht
- Deutsche Presse-Agentur
- DIVI-Intensivregister

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