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Enttäuschung über Gipfel-Absage: Intensivmediziner:innen fordern sofortigen Lockdown

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Die Lage auf den Intensivstationen in Deutschland sei derzeit dramatisch. Symbolfoto: Waltraud Grubitzsch/dpa-Bildfunk

Die Lage in den Kliniken sei zutiefst besorgniserregend, erklärte Gernot Marx, Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi), am Freitag (9. April 2021). "Es brennt. Die Lage ist sehr dramatisch. Jeder Tag zählt."

Jede:r zweite ältere Intensivpatient:in stirbt

Die Zahl der Covid-Patient:innen steige laut Marx derzeit ungebremst und dramatisch an. Die meisten von ihnen seien zwischen 40 und 70 Jahren alt. Von den unter 50-Jährigen auf der Intensivstation sterbe jeder Fünfte. Bei den Älteren sogar jeder Zweite

Einige Kliniken bereits an der Kapazitätsgrenze

Sollten nicht sofort Maßnahmen ergriffen werden, würde die dritte Pandemiewelle über die zweite hinauswachsen. Schon Ende April rechne die Divi mit mehr als 5.000 Covid-Pantient:innen in Deutschland. "Die Kliniken gehen in einen katastrophenähnlichen Zustand", erklärte Christian Karagiannidis, wissenschaftlicher Leiter des DIVI-Intensivregisters. Bereits jetzt könnten 500 Kliniken in Deutschland keine weiteren Corona-Patient:innen mehr aufnehmen.

Beim Impfen sei die Bundesrepublik, so Marx, zwar auf der Zielgeraden, jedoch dürfe man nicht auf den letzten Metern vor der schützenden Impfung Menschen gefährden. "Wir brauchen aber mehr Zeit fürs Impfen."

Enttäuschung über Absage des Corona-Gipfels

Umso enttäuschter seien die Intensivmediziner:innen über die Absage des Corona-Gipfels von Bund und Ländern. Das Treffen sollte am Montag stattfinden, wurde nun jedoch gestrichen. Es bleibe nur zu hoffen, dass es stattdessen zeitnahe alternative politische Entscheidungen gebe, so Marx. 

Verwendete Quellen:
- Deutsche Presse-Agentur

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