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Das Saarland-Modell als Balanceakt - wie geht es nun weiter?

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Im Rahmen des sogenannten Saarland-Modells darf Außengastronomie seit dieser Woche unter Auflagen wieder öffnen. Foto: dpa-Bildfunk/Oliver Dietze

Für das Saarländische Staatstheater ist es inmitten der Corona-Pandemie ein außergewöhnlicher Moment in seiner mehr als 80-jährigen Geschichte. Nach sechs Monaten Stillstand konnte Generalintendant Bodo Busse am Donnerstagabend erstmals wieder Zuschauer:innen begrüßen. Unter den Gästen: Ein Paar aus Stuttgart, das sich über ihr Glück freut, teilnehmen zu können - und über das saarländische Öffnungsmodell, das "diese Freiheit" möglich mache.

Es ist ein Modell, auf das ganz Deutschland blickt. Erstmals wagt ein ganzes Bundesland Öffnungsschritte, obwohl seit Tagen die Zeichen auf Lockdown stehen. Generalintendant Bodo Busse ist jedenfalls bewusst, dass das Theater den Betrieb vielleicht wieder unterbrechen müsse. "Dieses Damoklesschwert ist Teil des Saarland-Modells. Es ist allen bewusst, dass es schnell wieder vorbei sein kann. Aber das sollte uns nicht daran hindern, es zu versuchen", meint er.

Furcht um Ende des Saarland-Modells

Unweit des Staatstheaters sitzen am Donnerstagabend einige Gäste an Kneipentischen. Mehrere Betriebe haben ihre Außengastronomie geöffnet, andere nicht. Der Hotel- und Gaststättenverband Dehoga im Saarland fürchtet einen schnellen Stopp des Öffnungsmodells nach den nächsten Beratungen von Bund und Ländern. "Viele Unternehmer sagen etwas fatalistisch: Selbst, wenn ich jetzt öffne - wer weiß, ob Berlin nicht das Saarland-Modell beendet?", so Hauptgeschäftsführer Frank Hohrath. Es herrsche große Sorge, dass der Bund mit einem neuen Lockdown durchgreife. "Diese Diskussion ist neben dem schlechten Wetter ein wesentlicher Spielverderber des Modells."

Bund und Länder wollen Infektionsschutzgesetz verschärfen

Und an dieser Stelle kamen am heutigen Freitag (9. April 2021) Bund und Länder ins Spiel. Die wollen nämlich das Infektionsschutzgesetz ändern, um bundeseinheitliche Regelungen im Kampf gegen die Corona-Pandemie zu schaffen. Im Detail geht es darum, eine bundesweit verbindliche Notbremse auf den Weg zu bringen - ab einer Inzidenz von 100. Bereits am Dienstag soll der Gesetzentwurf zur Änderung auf einer vorgezogenen Kabinettssitzung verabschiedet werden.

Wie geht es nun im Saarland weiter?

Erst einmal bleibt zu sagen: Noch ist unklar, welche Schärfe denn die möglichen Maßnahmen überhaupt umfassen sollen. Informationen über Einzelheiten sollen laut einer Sprecherin der Bundesregierung bei Gelegenheit folgen.

Im Saarland gilt also weiterhin das Öffnungsmodell mit der entsprechenden "Ampel-Regelung". Die Stufe "Gelb" erfolgt bei einer Inzidenz von über 100 an drei Tagen in Folge. Dann wird die Testpflicht auf alle geöffneten Bereiche ausgeweitet, beispielsweise den Einzelhandel.

Derzeit liegt die Inzidenz hierzulande (Stand: Donnerstagnachmittag, 08.04.2021) bei knapp 97. Aber: Hierzulande liegen aktuell die Landkreise Neunkirchen, Saarlouis, Saarpfalz sowie der Regionalverband Saarbrücken über der 100er-Marke. Insofern könnte die geplante verbindliche Notbremse auch Auswirkungen auf das Saarland-Modell haben. Es bleibt nun abzuwarten, wie und wann genau Bund und Länder entscheiden.

Verwendete Quellen:
- Deutsche Presse-Agentur
- eigene Berichte

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7.000 Einsatzkräfte von Feuerwehr, DRK und mehr im Saarland erhalten Sonderimpfung

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Im Saarland sollen 7.000 Einsatzkräfte von THW und Feuerwehr bevorzugt geimpft werden. Symbolfoto: Harald Tittel/dpa-Bildfunk

"Die Feuerwehren, das DRK und das THW und viele weitere Organisationen mit vergleichbaren Aufgaben gehören zu den Eckpfeilern unserer Gesellschaft", erklärte Gesundheitsministerin Monika Bachmann. Die Sanitäter:innen und Rettungskräfte stünden rund um die Uhr bereit, um Menschen zu helfen.

7.000 Ehrenamtliche erhalten Sonderimpfung

Da bereits viele Personen aus den ersten beiden Prioritätsstufen geimpft wurden, soll daher nun 7.000 Ehrenamtlichen eine Corona-Impfung angeboten werden. Für die Sonderaktion stehen bereits 14.000 Dosen von Astrazeneca zur Verfügung. Der Saarländische Städte- und Gemeindetag sowie der Landesfeuerwehrverband hatten in den vergangenen Wochen bereits eine priorisierte Impfung für Feuerwehrleute gefordert.

Die Impfbereitschaft bei den 11.000 Einsatzkräften der Feuerwehr im Saarland sei hoch. Die Landkreise koordinieren nun die Abfrage nach impfwilligen Personen in den Organisationen und nehmen die Registrierung entgegen. 

Impfungen sollen wohnortnah an drei Sonntagen stattfinden

Die Termine für die Impfungen sind für drei Sonntage angedacht. Dafür sollen die Impfzentren in Saarbrücken, Saarlouis und Neunkirchen gesondert öffnen. Den Einsatzkräften soll bei der Sonderaktion eine möglichst wohnortnahe Impfung ermöglicht werden. Bei der Registrierung können die Ehrenamtlichen dafür zwei Impfzentren angeben. 

Die drei Standorte sollen entsprechend ihrer Kapazität zum Einsatz kommen. Die Kontingente für die betreffenden Organisationen werden je nach Bevölkerungsanteil im Landkreis verteilt. Wenn in einem Kreis mehr Personen auf der Impfliste stehen als Kapazitäten im Impfzentrum frei sind, ist eine Zubuchung an einem anderen Standort möglich - sofern dieser noch nicht ausgelastet ist. 

Gesundheitsministerium betont Nutzen von Astrazeneca

Das Gesundheitsministerium will bei der Impfung mit Astrazeneca einen Schwerpunkt auf angemessene ärztliche Aufklärung legen. Bachmann betont, dass die der Wirkstoff effektiv eine schwere Covid-Erkrankung verhindert. Angesichts mehrerer Fälle von Hirnvenenthrombosen nach der Impfung herrscht derzeit Verunsicherung. Die EMA empfahl den Impfstoff zuletzt ohne Einschränkung, die Stiko dagegen nur für Menschen über 60 Jahren.

Verwendete Quellen: 
- Pressemitteilung des Gesundheitsministeriums

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Von allen Seiten- Podcast mit konträren Meinungen geht an den Start

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Foto: freepik- freepik.com

Der Austausch von verschiedenen Meinungen aus unterschiedlichen politischen Richtungen ist enorm wichtig und kann zu fruchtbaren Ergebnissen führen. Leider lässt sich aber immer wieder erkennen, dass Politikerinnen und Politiker oft in ihren Denkmustern verbleiben und sich zu wenig mit Andersdenkenden austauschen. Das möchte die Union Stiftung ändern. 

Podcast "Von allen Seiten"

Gemeinsam mit Jeanne Dillschneider, die politisch selbst aktiv ist, präsentiert die Union Stiftung den Podcast “Von allen Seiten”. Dabei soll mit wechselnden Gästen kontrovers über aktuelle politische Themen diskutiert werden. In der ersten Folge des Podcasts diskutiert sie mit dem Landtagsabgeordneten und bildungspolitischen Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Frank Wagner, über das Bildungssystem im Saarland. Der neue Podcast ist aktuell auf Spotify, Deezer und Amazon Music zu finden sowie demnächst auch auf Apple Podcasts und Podimo.

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Foto: Union Stiftung

Jeanne Dillschneider ist jüngste Abgeordnete im Saarbrücker Stadtrat

Die 25-jährige Jeanne Dillschneider ist selbst politisch aktiv und unter anderem als jüngste Abgeordnete im Saarbrücker Stadtrat. Sie erzählt: „Ich mache mir viele Gedanken zu Umwelt- und Klimaschutz, zur Frauenquote, zum Polizeigesetz, zu Verkehr, oder zu e-Sports. Über all diese Themen spreche ich mit meinen Gästen, die sich genauso Gedanken darüber gemacht haben wie ich, aber oft zu einem ganz anderen Ergebnis kommen. Wir diskutieren aktuelle und drängende politische Fragen kontrovers.“

Mit dem Podcast möchte die Union Stiftung aktuelle politische Themen aufgreifen, erläutern und kontrovers von allen Seiten beleuchten. Der Podcast soll die Hörerinnen und Hörer außerdem dazu anregen, selbst mitzudiskutieren. Über die Mail-Adresse podcast@unionstiftung.de besteht die Möglichkeit, die eigenen Meinungen zu den jeweiligen Themen zu teilen.

Die erste Folge des Podcasts mit dem Landtagsabgeordneten und bildungspolitischen Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Frank Wagner kann ab sofort auf Spotify, Deezer und Amazon Music sowie demnächst auch auf Apple Podcasts und Podimo gehört werden.

Weitere Informationen unter: www.unionstiftung.de/podcast

Hören auf Spotify
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Foto: Union Stiftung

Kontakt:

Union Stiftung
Steinstraße 10
66115 Saarbrücken
Telefon: 0681/70945-0

Internet: www.unionstiftung.de
Facebook: https://www.facebook.com/UnionStiftung
Twitter: https://twitter.com/UnionStiftung

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Kurz vor Impf-Kampagne: Günther Jauch mit dem Coronavirus infiziert

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Moderator Günther Jauch (64) hat sich mit dem Coronavirus infiziert. Symbolfoto: Stefan Gregorowius/dpa-Bildfunk

Der langjährige Moderator von TV-Shows wie "Wer wird Millionär?", Günther Jauch, hat sich laut seinem Haussender RTL mit dem Coronavirus infiziert. Das teilte das Unternehmen am heutigen Freitag (9. April 2021) mit. Wie es dem 64-Jährigen geht, ist aus der Pressemitteilung nicht herauszulesen. Zum ersten Mal seit 31 Jahren fällt der Publikumsliebling damit krankheitsbedingt aus.

Jauch sollte für Corona-Impfung werben

Ursprünglich war vorgesehen, dass Jauch ab der kommenden Woche im Rahmen der "Ärmel hoch"-Kampagne für die Corona-Schutzimpfung wirbt. Das hatte die Bundesregierung vor der Erkrankung mitgeteilt. Das Gesundheitsministerium hat sich noch nicht dazu geäußert, ob der Beitrag des Moderators bleibt. Bei der Aktion erklären Prominente und auch Bürger:innen ihre Gründe, warum sie persönlich bereit für die Impfung sind. Beteiligt ist etwa auch Schauspielerin Uschi Glas (77). 

Moderator wird in Samstagsabendshow vertreten

Am kommenden Samstag (10. April 2021) wird Günther Jauch bei der RTL-Show "Denn sie wissen nicht, was passiert" vertreten. Wer die Show moderiert, will der Sender erst in der Live-Show bekannt geben. In der nächsten Ausgabe soll Jauch dann wieder selbst übernehmen: "Ich bin zuversichtlich, dass ich bei der Sendung am 17. April wieder dabei bin", heißt es in der Pressemitteilung. 

Verwendete Quellen:
- Deutsche Presse-Agentur

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Aktuell kein Kauf von Sputnik-Impfstoff im Saarland beabsichtigt

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Im Saarland ist momentan kein Kauf des Sputnik-Impfstoffs geplant. Foto: dpa-Bildfunk/Mohammed Talatene

Saarland beabsichtigt aktuell keinen Kauf von Sputnik-Impfstoff

Wie die Staatskanzlei in Saarbrücken am heutigen Freitag (9. April 2021) mitteilte, plant das Saarland aktuell keinen Kauf des russischen Corona-Impfstoffs Sputnik V. In diesem Zusammenhang sagte ein Sprecher: "Sollte der Bund einen Kauf in Betracht ziehen, wird die Landesregierung eine etwaige Bestellung prüfen." Hierzu warte das Saarland die weiteren Planungen sowie die Gespräche der Bundesregierung ab.

Hintergrund

Deutschland will mit Russland über mögliche Lieferungen von Sputnik V sprechen. Die EU-Kommission habe erklärt, dass sie über das russische Präparat keine Verträge wie mit anderen Herstellern schließen werde, hatte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) am Donnerstag gesagt. Sputnik V hat bislang auch keine Zulassung durch die Europäische Arzneimittelagentur EMA.

Verwendete Quellen:
- Deutsche Presse-Agentur

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Inzidenz im Saarland nähert sich 100er-Marke

Im Saarland sind zurzeit 1.957 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Die Zahl ergibt sich aus den Daten, die das Gesundheitsministerium mit Stand vom Donnerstag (8. April 2021), 16.00 Uhr, veröffentlicht hat.

277 neue Corona-Infektionen im Saarland

Demnach stieg die Gesamtzahl der gemeldeten Infektionen um 277 auf jetzt 33.084. Am Donnerstag der vergangenen Woche waren es 197 Neuinfektionen gewesen. Die 7-Tages-Inzidenz beträgt damit 97,4 (Vorwoche: 92,4).

Ein weiterer Todesfall gemeldet

Im Saarland ist ein weiterer Corona-Todesfall zu verzeichnen. Die Zahl der Menschen, die im Zusammenhang mit dem Virus gestorben sind, liegt somit bei 947.

165 Personen im Krankenhaus

Als geheilt gelten inzwischen 30.180 Menschen (+98). Von den an Covid-19 erkrankten Patient:innen werden momentan 165 stationär behandelt (-2). Davon liegen 56 auf der Intensivstation (+2). 

So sieht es aktuell in den Kreisen aus

Die Gesamtfälle teilen sich wie folgt auf die Landkreise und den Regionalverband auf:
- Saarbrücken: 12.645 (+106 gegenüber dem Vortag)
- Merzig-Wadern: 2.797 (+16)
- Neunkirchen: 4.316 (+43)
- Saarlouis: 6.815 (+55)
- Saarpfalz: 3.806 (+44)
- St. Wendel: 2.705 (+13)

Wie die Statistik zustande kommt

Das saarländische Gesundheitsministerium versendet einmal am Tag Angaben zu der Entwicklung der Coronavirus-Zahlen. Es weist darin nur Fälle auf, die von den Gesundheitsämtern der Landkreise und des Regionalverbands bestätigt wurden. Über die tägliche Anzahl der Tests macht das Ministerium keine Angaben.

Begriffserklärung

Zahl der Fälle: Sie gibt die Gesamtzahl der Fälle im Saarland seit dem ersten Auftreten des Coronavirus an. Sie zeigt damit nicht an, wie viele Menschen zum aktuellen Zeitpunkt mit dem Virus infiziert sind. Genesene und Tote werden aus dieser Zahl nicht herausgerechnet.

Zahl der Genesenen: Sie gibt die Gesamtzahl der Personen an, die mit dem Coronavirus infiziert waren und inzwischen wieder geheilt sind.

Zahl der Toten: Sie zeigt die Gesamtzahl der Menschen an, die in Verbindung mit einer Corona-Infektion gestorben sind.

Zahl der aktiven Infektionen: Sie zeigt die aktuelle Zahl der Personen an, die das Coronavirus in sich tragen. Sie ergibt sich aus der Differenz aus der Gesamtzahl der Fälle und der Zahl der Geheilten sowie der Zahl der Toten.

Zahl der Intensivpatient:innen: Sie gibt die aktuelle Zahl der Personen an, die sich mit einer Coronavirus-Infektion auf einer Intensivstation befinden.

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Im Saarland wurden weitere Corona-Fälle gezählt. Foto: NIAID-RML/AP/dpa-Bildfunk

Verwendete Quellen:
- Mitteilung des saarländischen Gesundheitsministeriums, 08.04.2021
- Website des saarländischen Gesundheitsministeriums
- eigene Recherche

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Automatensprenger zu neun Jahren Gefängnis verurteilt - Taten auch im Saarland

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Mehr als eine Million Euro konnten die beiden Männer erbeuten. Foto: dpa-Bildfunk/Arne Dedert

Gefängnisstrafe für Automatensprenger

Für Automatensprengungen in mehreren Bundesländern mit einer Beute von mehr als einer Million Euro müssen zwei Männer lange ins Gefängnis. Das Landgericht Braunschweig verurteilte die beiden 32 und 27 Jahre alten Angeklagten am Freitag (9. April 2021) zu jeweils neun Jahren Haft. Das Duo hatte die insgesamt 16 vorgeworfenen Taten zuvor im Prozess eingeräumt.

Taten auch im Saarland

Zwischen November 2018 und März 2020 schlugen die beiden in Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Sachsen-Anhalt, Brandenburg, Bayern, Thüringen, Bremen und dem Saarland zu. Die Geständnisse bezeichnete die Richterin in ihrer Urteilsbegründung als glaubhaft. Allerdings haben beide Täter mehrere Vorstrafen und gingen bei den Sprengungen "gut vorbereitet und professionell" vor.

Festnahmen im Juli 2020

Auf die Spur der Männer kamen die Ermittler:innen des Bundeskriminalamtes durch einen Austausch der zuständigen Fahnder:innen in den Bundesländern. Im Juli 2020 wurden die beiden festgenommen. Gegen das Urteil ist noch Revision möglich.

Verwendete Quellen:
- Deutsche Presse-Agentur

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Dehoga fürchtet Stopp des Saarland-Modells nach Bund-Länder-Beratungen am Montag

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Geöffnet ist im Saarland mittlerweile unter anderem wieder die Außengastronomie. Foto: Oliver Dietze/dpa-Bildfunk

Dehoga: Stopp des Saarland-Modells befürchtet

Für Montag (12. April 2021) ist erneut eine Bund-Länder-Runde angesetzt. Der Hotel- und Gaststättenverband Dehoga im Saarland fürchtet, dass es nach den Beratungen zu einem schnellen Stopp des Corona-Öffnungsmodells kommt.

"Viele Unternehmer sagen etwas fatalistisch: Selbst, wenn ich jetzt öffne - wer weiß, ob Berlin nicht das Saarland-Modell beendet?", so Dehoga-Hauptgeschäftsführer Frank Hohrath zur Deutschen Presse-Agentur in Saarbrücken. Es herrsche große Sorge, dass der Bund mit einem neuen Lockdown durchgreife. "Diese Diskussion ist neben dem schlechten Wetter ein wesentlicher Spielverderber des Modells."

Saarland-Modell verdient laut Verband Chance

Das am vergangenen Dienstag gestartete Saarland-Modell verdiene als "gutes Projekt" eine Chance, sagte Hohrath. "Das Modell ist ein Weg, der die Bevölkerung mit in die Verantwortung nimmt. Und das wurde ja immer wieder gefordert." Die politische Unsicherheit in Berlin sei da ein Störfaktor. "Die Mitglieder fragen uns, was nächste Woche passiert. Aber wir wissen auch nicht, was die Kanzlerin vorhat. Es gibt Betriebe, die trotzdem öffnen. Das Bild ist aber nicht klar."

Hintergrund

Das Saarland hatte am Dienstag ein Öffnungsmodell mit verstärktem Testen gestartet. Zahlreiche Einrichtungen dürfen vorerst öffnen, dazu zählen neben der Außengastronomie etwa auch Fitnessstudios und Theater. Wer das Angebot nutzen will, braucht einen negativen Corona-Schnelltest, der nicht älter sein darf als 24 Stunden.

Verwendete Quellen:
- Deutsche Presse-Agentur
- eigene Berichte

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Aktion gegen Leerstand im Landkreis Neunkirchen

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Die Wirtschaftsförderungsgesellschaft hat mit dem Landkreis Neunkirchen eine Aktion gegen Leerstand gestartet. Foto: Landkreis Neunkirchen

Landkreis Neunkirchen startet Aktion gegen Leerstand

Um den Leerstand von Ladenlokalen im Landkreis Neunkirchen entgegenzuwirken, hat die Wirtschaftsförderungsgesellschaft zusammen mit dem Landkreis sowie allen kreisangehörigen Städten und Kommunen eine gemeinsame Aktion gestartet.

"Wir präsentieren in leerstehenden Ladenlokalen im Landkreis Neunkirchen die Produkte der Regionalmarke und wollen damit die Marke und die Betriebe dahinter noch bekannter machen. Gleichzeitig rufen wir mit Großplakaten die Menschen dazu auf, ihre persönliche Geschäftsidee bei uns in der Region umzusetzen. Dabei werden sie durch die Wirtschaftsförderungsgesellschaft beraten und bei der Gründung begleitet", erklärte Wirtschaftsförderer Klaus Häusler die Aktion.

Der Neunkircher Landrat Sören Meng begrüßte die gemeinsame Aktion, wie es auf der Website des Landkreises Neunkirchen heißt: "Wir werten Leerstand optisch auf, vermarkten unsere regionalen Betriebe und bieten unsere Beratung bei Neugründungen an. Ein toller Dreiklang von regionalen Synergien".

Verwendete Quellen:
- Mitteilung des Landkreises Neunkirchen

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Bund und Länder wollen Infektionsschutzgesetz verschärfen: Auswirkungen auf Saarland-Modell?

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Die für Montag geplante Konferenz mit der Kanzlerin findet nicht statt. Foto: dpa-Bildfunk/Markus Schreiber

Wird das Infektionsschutzgesetz verschärft?

Um bundeseinheitliche Regelungen im Kampf gegen die Corona-Pandemie zu schaffen, wollen Bund und Länder das Infektionsschutzgesetz ändern. Sie wollten eine Regelung für das Vorgehen bei einer Sieben-Tage-Inzidenz von mehr als 100 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner:innen schaffen. Das teilte die stellvertretende Regierungssprecherin Ulrike Demmer am heutigen Freitag (9. April 2021) in Berlin mit.

Mögliche Auswirkungen auf das Saarland-Modell

Sollte das Ganze zustande kommen, so hätte die Regelung auch Auswirkungen auf das Saarland-Modell. Hierzulande liegen derzeit die Landkreise Neunkirchen, Saarlouis, Saarpfalz und der Regionalverband Saarbrücken über der 100er-Marke. Lockerungen könnten somit womöglich wieder wegfallen. Das hängt aber von der Schärfe der beschlossenen Maßnahmen ab.

Ministerpräsidentenkonferenz am Montag findet nicht statt

Die für den kommenden Montag geplante nächste Bund-Länder-Runde zum Vorgehen in der Corona-Pandemie fällt aus. Es werde in der kommenden Woche gar keine Ministerpräsidentenkonferenz mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) geben, teilte Demmer ebenso mit.

Verwendete Quellen:
- Deutsche Presse-Agentur
- eigener Bericht

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Saarland-Nachrichten: Die wichtigsten Meldungen vom Freitag

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Alles Wichtige aus dem Saarland vom heutigen Freitag (9. April 2021) gibt es in unserem Überblick. Symbolfoto: BeckerBredel

Die aktuellen Corona-Zahlen im Saarland

Die Zahl der Corona-Infizierten im Saarland ist um 204 gestiegen. Das Saarland überschreitet damit die Sieben-Tage-Inzidenz von 100. Alle aktuellen Daten vom Freitag (9. April 2021) im Überblick: Sieben-Tage-Inzidenz im Saarland steigt über 100

Bund-Länder-Gipfel fällt aus - Änderung des Infektionsschutzgesetzes möglich

Bund und Länder wollen das Infektionsschutzgesetz ändern, um bundeseinheitliche Regelungen im Kampf gegen die Corona-Pandemie zu schaffen. Derweil ist klar: Die für Montag (12. April 2021) geplante Runde der Ministerpräsident:innen mit der Kanzlerin entfällt: Bund und Länder wollen Infektionsschutzgesetz verschärfen: Auswirkungen auf Saarland-Modell? 

Der saarländische Ministerpräsident Tobias Hans hatte die Absage des Gipfels bereits im Voraus befürchtet: Termin für Bund-Länder-Runde wackelt - Hans: "Ich gehe mal davon aus, es wird nicht am Montag sein"

7.000 Einsatzkräfte von Blaulichtorganisationen im Saarland werden geimpft

Rund 7.000 Ehrenamtliche von Blaulichtorganisationen im Saarland erhalten bevorzugt eine freiwillige Corona-Impfung. Die Einsatzkräfte von Feuerwehr, DRK und THW sind bislang in der vorletzten Priorisierungsgruppe. Nun sollen sie in einer Sonderaktion ein vorzeitiges Impfangebot bekommen: 7.000 Einsatzkräfte von Feuerwehr, DRK und mehr im Saarland erhalten Sonderimpfung

Dehoga befürchtet Aufhebung des Saarland-Modells

Der Hotel- und Gaststättenverband Dehoga im Saarland fürchtet einen schnellen Stopp des Corona-Öffnungsmodells nach den Beratungen von Bund und Länder am nächsten Montag. Die Begründung des Verbands: Dehoga fürchtet Stopp des Saarland-Modells nach Bund-Länder-Beratungen am Montag

Corona-Fälle an mehreren Kitas im Landkreis Saarlouis

Der Landkreis Saarlouis hat mehrere Corona-Fälle an Kitas gemeldet. Betroffen sind auch Einrichtungen in Altforweiler und Nalbach. Insgesamt 38 Menschen wurden in Quarantäne geschickt. Mehr dazu: Corona-Fälle an Kitas im Landkreis Saarlouis gemeldet

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Landgericht Saarbrücken verurteilt Daimler AG

Erstmals hat das Landgericht Saarbrücken einer Klage eines Verbrauchers gegen die Daimler AG wegen Verwendung einer unzulässigen Abschalteinrichtung in einem Mercedes-Benz stattgegeben. Hier gibt es die Begründung der Kammer zum Nachlesen: Dieselskandal: Landgericht Saarbrücken verurteilt Daimler zu Schadensersatz

Automatensprenger zu neun Jahren Haft verurteilt

Auf zwei Männer wartet eine lange Haftstrafe. Der Grund: Automatensprengungen in mehreren Bundesländern, darunter auch im Saarland. Bei den Taten erbeuteten die Personen mehr als eine Million Euro. Mehr dazu: Automatensprenger zu neun Jahren Gefängnis verurteilt - Taten auch im Saarland

Verfolgungsfahrt in Völklingen: 35-Jähriger festgenommen

Nach einer filmreifen Verfolgungsfahrt mit der Polizei im Saarland ist ein 35-Jähriger leicht verletzt festgenommen worden. Er stand unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln. So schilderte die Polizei den Vorfall:  Völklingen: 35-Jähriger nach filmreifer Verfolgungsfahrt festgenommen

Die aktuellen Benzin-Preise in Luxemburg

Gerade Saarländer:innen schätzen an Luxemburg die deutlich geringeren Preise für Benzin und Diesel und fahren dort gerne tanken. Wir haben für euch hier die aktuellen Kraftstoffpreise zusammengefasst. Mehr dazu: Das sind die aktuellen Preise für Benzin und Diesel in Luxemburg

Verwendete Quellen:
- eigene Artikel

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Trübes Wochenende im Saarland erwartet

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Das Wetter im Saarland wird sehr trüb. Symbolfoto: picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild | Jan Woitas

Wetter am Wochenende im Saarland

Es kommt ein trübes Wochenende auf die Menschen im Saarland zu. Der Samstag (10. April 2021) startet laut Bericht des DWD stark bewölkt bis bedeckt und regnerischDie Höchstwerte pendeln zwischen 12 und 16 Grad. Teilweise könne auch stark böiger Wind aus dem Südwesten aufziehen

Auch in der Nacht zu Sonntag dominieren Regen und Wolken den Himmel. Die Temperaturen sinken auf neun bis vier Grad. Der Sonntag zeigt sich ebenfalls stark bewölkt. Es soll zeitweise teils kräftiger Regen fallen.

Verwendete Quellen:
- Deutscher Wetterdienst
- Deutsche Presse-Agentur

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Staatstheater in Saarbrücken feiert Premiere im Saarland-Modell

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Das Staatstheater in Saarbrücken hat mitten in der dritten Corona-Welle Premiere gefeiert. Symbolfoto: Oliver Dietze/dpa-Bildfunk

Weniger als ein Viertel der insgesamt 980 Plätze im Staatstheater Saarbrücken waren bei der Premiere des Singspiels "Im Weißen Rössl" am Donnerstagabend (8. April 2021) belegt. Einige Reihen blieben leer, damit der in der Corona-Verordnung vorgeschriebene Abstand eingehalten werden konnte. Das Publikum musste zudem Maske tragen. 

Spielbetrieb müsse auch in der Pandemie möglich sein

Trotz der Umstände habe man bei den Zuschauer:innen große Dankbarkeit, Begeisterung und Rührung gespürt, so Generalintendant Bodo Busse gegenüber der Deutschen Presse-Agentur. Auch die Kulturministerin des Saarlandes Christine Streichert-Clivot (SPD) sei zur Aufführung gekommen. "Wir müssen Wege finden, trotz Corona zu spielen. Kultur in der Pandemie ist möglich", erklärte Busse.

Lockdown könne nicht das einzige Konzept sein

Die derzeitige Diskussion über einen neuerlichen Lockdown bereite dem Generalintendanten Sorge und Unmut. "Nach 13 Monaten Pandemie sollte man doch andere Konzepte bereit haben, um Menschen zu schützen und ihnen trotzdem ein Angebot für Aktivitäten zu machen", so Busse. Seiner Ansicht nach habe die Kultur dazu längst ihren Beitrag geleistet. Dennoch sei ihm bewusst, dass das Staatstheater den Betrieb möglicherweise wieder unterbrechen muss. 

Befürchtung bleibt, dass Öffnung schnell wieder vorbei ist

"Dieses Damoklesschwert ist Teil des Saarland-Modells. Es ist allen bewusst, dass es schnell wieder vorbei sein kann. Aber das sollte uns nicht daran hindern, es zu versuchen", bekräftigte der Generalintendant. Schon bei der Premiere habe sich bei ihm etwas Trauer in das Glück gemischt. "Wir freuen uns darüber, dass ein Theater spielt. Dabei sollte das die Normalität sein - nicht die Ausnahme." Da der Moment der Begegnung jedoch lange fehlte, sei das Glück dennoch präsent gewesen. Der Betrieb mit Hygienekonzept bleibe jedoch eine Notlösung. 

Seit Dienstag sind im Saarland verschiedene Einrichtungen wieder geöffnet - Voraussetzung für den Einlass ist ein tagesaktueller, negativer Corona-Test. Neben dem Theater zählen dazu auch die Außengastronomie und Fitnessstudios. 

Verwendete Quellen:
- Deutsche Presse-Agentur

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Corona-Fälle an Kitas im Landkreis Saarlouis gemeldet

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An mehreren Kitas im Landkreis Saarlouis wurden Corona-Fälle gemeldet. Symbolfoto: Pablo Gianiazzi/dpa-Bildfunk

Corona-Fälle an Kitas im Kreis Saarlouis

An insgesamt drei Kitas im Landkreis Saarlouis wurden Personen positiv auf das Coronavirus getestet. Darüber informierte das Gesundheitsamt am gestrigen Donnerstagnachmittag (8. April 2021). Folgende Einrichtungen sind den Angaben zufolge betroffen:

- Kita Picard: eine positiv getestete Person, für weitere 17 Personen wurde Quarantäne ausgesprochen
- Kita Altforweiler: eine positiv getestete Person, für weitere 18 Personen wurde Quarantäne ausgesprochen 
- Kita St. Michael Nalbach-Körprich: eine positiv getestete Person

Aktuelle Zahlen für den Landkreis

Die 7-Tages-Inzidenz im Kreis Saarlouis liegt derzeit bei knapp 101. Seit Beginn der Pandemie haben sich hier 6.815 Menschen mit Sars-CoV-2 infiziert. 143 Menschen sind mit oder an dem Virus gestorben. Aktuell positive Fälle: 334. Alle aktuellen Zahlen aus dem gesamten Saarland finden sich hier.

Verwendete Quellen:
- landkreis-saarlouis.de
- eigener Bericht

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Dieselskandal: Landgericht Saarbrücken verurteilt Daimler zu Schadensersatz

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Das Landgericht Saarbrücken hat Daimler zu Schadensersatz verurteilt. Foto: dpa-Bildfunk/Marijan Murat

Landgericht Saarbrücken verurteilt Daimler zu Schadensersatz

Nach Angaben der Pressestelle des Landgerichts Saarbrücken ist deren 12. Zivilkammer auf Dieselklagen spezialisiert. Und genau mit diesem Thema hat sie sich in dem vorliegenden Fall beschäftigt. In diesem Zusammenhang wurde erstmals einer Klage eines Verbrauchers gegen die Daimler AG wegen Verwendung einer unzulässigen Abschalteinrichtung in einem Mercedes-Benz stattgegeben.

Kläger: vorsätzlich sittenwidrige Schädigung

Nach Angaben der Landgericht-Pressestelle hatte der Kläger 2014 "bei der Mercedes-Benz-Niederlassung in Saarbrücken einen Mercedes GLK 220 CDI gekauft". In dem Wagen eingebaut: eine sogenannte Kühlmittel-Sollwert-Temperaturregelung. Diesbezüglich hat das Kraftfahrt-Bundesamt einen verbindlichen Rückruf angeordnet - gegen den sich die Daimler AG allerdings zur Wehr setzt.

"Der Kläger hat die Daimler AG vor dem Landgericht auf Rückabwicklung des Kaufvertrages in Anspruch genommen", hieß es. Seiner Auffassung nach sei er durch den Verkauf eines Fahrzeugs mit einer entsprechenden Steuerung "in vorsätzlicher sittenwidriger Weise geschädigt worden". Dem ist das Landgericht nun gefolgt.

Die Begründung des Landgerichts

Zu der Begründung ihrer Entscheidung hat sich die Kammer in Saarbrücken maßgeblich auf zwei amtliche Auskünfte des Kraftfahrt-Bundesamtes gestützt. In diesen habe das Kraftfahrt-Bundesamt bestätigt, "dass es sich bei der Kühlmittel-Sollwert-Temperaturregelung um eine unzulässige Abschalteinrichtung handelt, die im Wesentlichen unter Prüfstandsbedingungen zur Anwendung kommt". Im Realbetrieb werde der tatsächlichen Emissionsausstoß damit "in unzulässiger Weise verschleiert".

Die Auffassung des Landgerichts: Eine Rechtfertigung für den Einbau einer solchen Steuerung ist seitens der Daimler AG, "die insoweit keinem Geheimnisschutz unterliege, nicht aufgezeigt worden". Gegen das Urteil ist den Angaben zufolge eine Berufung beim Oberlandesgericht Saar möglich.

Verwendete Quellen:
- Mitteilung der Pressestelle des Landgerichts Saarbrücken, 09.04.2021

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Völklingen: 35-Jähriger nach filmreifer Verfolgungsfahrt festgenommen

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Die Verfolgungsfahrt endete mit zwei Unfällen und einer Festnahme. Fotos: (Polizei) BeckerBredel | (Auto) dpa-Bildfunk/Frank Rumpenhorst

Verfolgungsfahrt mit Polizei

Ein 35 Jahre alter Autofahrer hat sich am Mittwoch (7. April 2021) eine Verfolgungsfahrt mit der Polizei geliefert. Darüber informierten die Beamt:innen der Polizeiinspektion Völklingen am Donnerstag.

Den Angaben zufolge hatte der Autofahrer Rauschmittel genommen und war zudem ohne Führerschein unterwegs. Als der 35-Jährige in der Völklinger Innenstadt einen Streifenwagen sah, beschleunigte er und versuchte zu flüchten, heißt es im Bericht der Polizei.

Bei der Verfolgungsfahrt in Richtung Großrosseln sei der Mann viel zu schnell gefahren, habe Autos auf dem Gehweg überholt und mehrere rote Ampeln missachtet.

Fahrt endet mit Unfall und Festnahme

Trotz Gegenverkehrs sei der Autofahrer mittig zwischen den Fahrspuren gefahren, um seine Verfolger abzuschütteln. Dabei stieß er mit einem Wagen zusammen - setzte seine Flucht aber unbeirrt fort. Kurz darauf prallte sein Auto gegen einen an einem Waldweg abgestellten Bagger.

Der bei den Unfällen verletzte Mann verließ sein stark beschädigtes Fahrzeug und wurde wenige Meter weiter festgenommen. "Den Beschuldigten, welchem eine Blutprobe entnommen wurde, erwartet die Einleitung mehrerer Strafverfahren", so die Polizei abschließend.

Verwendete Quellen:
- Deutsche Presse-Agentur
- Mitteilung der Polizeiinspektion Völklingen, 08.04.2021

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Termin für Bund-Länder-Runde wackelt - Hans: "Ich gehe mal davon aus, es wird nicht am Montag sein"

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Im Bild: Saar-Ministerpräsident Tobias Hans (CDU). Foto: dpa-Bildfunk/Bernd von Jutrczenka

Wird die Bund-Länder-Runde verschoben?

Die Spitzen der Regierungsfraktionen von Union und SPD dringen vor der nächsten Bund-Länder-Runde auf eine breite Debatte im Bundestag über die Corona-Lage – damit wird eine Verschiebung des für Montag geplanten Treffens immer wahrscheinlicher.

Auch eine Regierungserklärung könne ein geeigneter Rahmen für die Diskussion über das weitere Vorgehen im Kampf gegen die Pandemie sein, schrieben die Fraktionsvorsitzenden Ralph Brinkhaus (CDU), Rolf Mützenich (SPD) und der CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt in einem Brief an Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und den Vorsitzenden der Ministerpräsidentenkonferenz (MPK), Berlins Regierenden Bürgermeister Michael Müller (SPD). Der Brief liegt der Deutschen Presse-Agentur in Berlin vor.

Die Ministerpräsident:innen und Merkel hatten bei ihrer jüngsten Videoschalte am 22. März beschlossen, dass die Kanzlerin und die Regierungschefinnen und Regierungschefs der Länder im Licht der Infektionsentwicklung am 12. April erneut beraten. Nach Informationen der "dpa" aus Länderkreisen und anderer Medien stand zuletzt eine Verschiebung der geplanten Beratungen möglicherweise auf Mittwoch im Raum. Saarlands Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) sagte am Donnerstagabend in der ZDF-Sendung "Maybritt Illner": "Ich gehe mal davon aus, es wird nicht am Montag sein."

Änderung des Infektionsschutzgesetzes im Gespräch

Im Gespräch ist verstärkt eine Änderung des Infektionsschutzgesetzes, etwa mit dem Ziel, die Notbremse in Gebieten mit vielen Infektionen verpflichtend zu machen. Kritiker:innn wie der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach monieren, das koste angesichts der täglich steigenden Infektionszahlen zu viel Zeit. Und Merkel bräuchte auch die Zustimmung der Länder, wie sie vor Ostern ebenfalls schon deutlich gemacht hat.

Nach Darstellung des Bundestagspräsidenten Wolfgang Schäuble (CDU) lässt sich das Infektionsschutzgesetz allerdings in kürzester Zeit ändern. "Es kann schnell gehen, wenn die Beteiligten alle wollen", sagte Schäuble am Donnerstagabend im ZDF-"heute-journal".

In den beiden nächsten Sitzungswochen könne man entweder den Bund ermächtigen, bundeseinheitliche Regelungen für Corona-Maßnahmen zu erlassen. Dazu brauche man eine Zustimmung des Bundesrats. Oder man könne "bestimmte Regeln für die Länder verbindlich vorgeben durch Bundesgesetz". Dem müsse der Bundesrat nicht zustimmen, sagte Schäuble. Zur Not könne dies auch in einer Sitzungswoche passieren.

Verwendete Quellen:
- Deutsche Presse-Agentur

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Enttäuschung über Gipfel-Absage: Intensivmediziner:innen fordern sofortigen Lockdown

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Die Lage auf den Intensivstationen in Deutschland sei derzeit dramatisch. Symbolfoto: Waltraud Grubitzsch/dpa-Bildfunk

Die Lage in den Kliniken sei zutiefst besorgniserregend, erklärte Gernot Marx, Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi), am Freitag (9. April 2021). "Es brennt. Die Lage ist sehr dramatisch. Jeder Tag zählt."

Jede:r zweite ältere Intensivpatient:in stirbt

Die Zahl der Covid-Patient:innen steige laut Marx derzeit ungebremst und dramatisch an. Die meisten von ihnen seien zwischen 40 und 70 Jahren alt. Von den unter 50-Jährigen auf der Intensivstation sterbe jeder Fünfte. Bei den Älteren sogar jeder Zweite

Einige Kliniken bereits an der Kapazitätsgrenze

Sollten nicht sofort Maßnahmen ergriffen werden, würde die dritte Pandemiewelle über die zweite hinauswachsen. Schon Ende April rechne die Divi mit mehr als 5.000 Covid-Pantient:innen in Deutschland. "Die Kliniken gehen in einen katastrophenähnlichen Zustand", erklärte Christian Karagiannidis, wissenschaftlicher Leiter des DIVI-Intensivregisters. Bereits jetzt könnten 500 Kliniken in Deutschland keine weiteren Corona-Patient:innen mehr aufnehmen.

Beim Impfen sei die Bundesrepublik, so Marx, zwar auf der Zielgeraden, jedoch dürfe man nicht auf den letzten Metern vor der schützenden Impfung Menschen gefährden. "Wir brauchen aber mehr Zeit fürs Impfen."

Enttäuschung über Absage des Corona-Gipfels

Umso enttäuschter seien die Intensivmediziner:innen über die Absage des Corona-Gipfels von Bund und Ländern. Das Treffen sollte am Montag stattfinden, wurde nun jedoch gestrichen. Es bleibe nur zu hoffen, dass es stattdessen zeitnahe alternative politische Entscheidungen gebe, so Marx. 

Verwendete Quellen:
- Deutsche Presse-Agentur

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