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Die neue Notbremse: Das könnte im geplanten Corona-Gesetz stehen

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Symbolfoto: Christoph Soeder/dpa-Bildfunk

Verschärfung des Infektionsschutzgesetzes geplant

Lange hat der Bund zugeschaut wie unterschiedlich die Länder gemeinsam getroffene Corona-Beschlüsse interpretierten: hier Schulen auf, dort zu, hier Ausgangsbeschränkungen, dort nur ein nächtliches Freunde-Treff-Verbot. Die dritte Infektionswelle rollt, alle sprechen von einer "Notbremse" - doch treten unterschiedlich fest aufs Pedal. "Wenn manche schon die Einschätzung der Lage nicht teilen, dann wird es natürlich schwierig", sagte Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) noch am Freitag. Wenige Stunden später ist klar: Der Bund greift ein, die Anti-Corona-Maßnahmen werden vereinheitlicht.

Es geht um die zentrale Frage: Was passiert, wenn in Landkreisen die Sieben-Tage-Inzidenz auf mehr als 100 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner:innen steigt? Das soll jetzt in Windeseile - möglichst schon kommende Woche - gesetzlich geregelt werden. Länder und Landkreise könnten dann keine Ausflüchte mehr finden, warum die Notbremse ausgerechnet in ihrem Fall unnötig ist. Nach derzeitigem Stand wäre etwas mehr als die Hälfte aller Kreise von den Maßnahmen betroffen.

Doch was soll drin stehen im neuen Infektionsschutzgesetz? Erste Ideen liegen der Deutschen Presse-Agentur vor, manche davon gehen deutlich über bisher getroffene Notbremsen hinaus. Über Folgendes wollen Politiker in Bund und Ländern an diesem Wochenende debattieren:

Private Kontakte

Dass Treffen in der Öffentlichkeit und auch zu Hause eingeschränkt bleiben, scheint klar. Wissenschaftlichen Studien zufolge gehören strenge Kontaktbeschränkungen zu den wirksamsten aller Corona-Maßnahmen und reduzieren die Verbreitung des Virus geschätzt um bis zu ein Viertel. Zuletzt galt vielerorts: Ein Haushalt darf sich maximal mit einer weiteren Person treffen, Kinder rausgerechnet dürfen es maximal fünf Personen sein. Das könnte nun so verschärft werden, dass ein Haushalt nur noch eine Person am Tag treffen darf - also nicht erst den einen und dann den anderen Freund und auch nicht die Eltern einen und die Kinder einen anderen.

Ausgangsbeschränkungen

In einigen Landkreisen gibt es bereits Einschränkungen, wenn man nachts das Haus verlassen will - doch sie sind sehr unterschiedlich. Im Gespräch ist nun eine einheitliche Ausgangsbeschränkung von 21.00 bis 05.00 Uhr. Ausnahmen könnte es etwa für medizinische Notfälle und den Weg zur Arbeit geben, wohl aber eher nicht für Spaziergänge oder Joggen in der Dunkelheit. Forscher:innen der Universität Oxford gehen davon aus, dass nächtliche Ausgangsbeschränkungen die Verbreitung des Virus um rund 13 Prozent reduzieren können. Berliner Wissenschaftler:innen warnen allerdings, dass sich die Menschen schon bald einfach zu anderen Zeiten treffen werden. Daher könne dieses Werkzeug "relativ schnell stumpf werden".

Schulen, Kitas und Büros

Im Gespräch ist, dass Schulen ab der 100er-Inzidenz nur dann regulär öffnen dürfen, wenn alle mindestens zweimal pro Woche getestet werden. Notbetreuung könnte allerdings unabhängig von Tests in Schulen und auch Kitas erlaubt sein. Auch für die Büros wäre eine Testpflicht denkbar, sie ist jedoch in der Bundesregierung stark umstritten: So ist Vizekanzler Olaf Scholz (SPD) dafür, Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) dagegen setzt auf Freiwilligkeit.

Auf die Schnell- und Selbsttests kann man sich nach wissenschaftlichen Erkenntnissen ohnehin nicht hundertprozentig verlassen. "Selbsttests sind keine Wunderwaffe", sagte der Präsident des Robert Koch-Instituts (RKI), Lothar Wieler, bereits im Februar. Ein negatives Ergebnis ist nämlich eine reine Momentaufnahme und schließt eine Infektion nicht grundsätzlich aus. Selbst bei korrekter Anwendung der Tests sei es "lediglich weniger wahrscheinlich" zu diesem Zeitpunkt für andere ansteckend zu sein, so das RKI.

Vor allem bei Infizierten, die keine Symptome wie etwa Fieber oder Husten zeigen, besteht durchaus die Gefahr, dass sie falsche Ergebnisse erhalten. Ein Team des internationalen Cochrane-Netzwerks fand heraus, dass bei zwei untersuchten Schnelltest-Produkten im Schnitt 72 Prozent der Patienten mit Symptomen korrekt erkannt wurden, jedoch nur 58 Prozent der ohne Symptome. Was jedoch niemand genau weiß: Ob diejenigen mit falsch-negativem Ergebnis überhaupt für andere ansteckend gewesen wären oder nicht.

Läden

Es ist abzusehen, dass Modellprojekte mit Ladenöffnungen für Getestete in Landkreisen mit hohen Infektionszahlen gestoppt werden müssen. Nach ersten Überlegungen sollen ab der 100er-Inzidenz wieder nur noch Supermärkte, Getränkemärkte und etwa Apotheken, Drogerien und Tankstellen öffnen dürfen.

Freizeit und Sport

Auch hier müssen sich wohl einige Landkreise von Öffnungsplänen etwa für Theater verabschieden. Im Gespräch ist, dass nicht nur Konzerthäuser, Bühnen und Kinos geschlossen bleiben, sondern auch Museen, Schwimmbäder, Zoos und botanische Gärten. Seilbahnen und Ausflugsschiffe könnten stillstehen und auch Stadt- und Naturführungen untersagt sein. Sport könnte nach ersten Überlegungen bundesweit nur noch alleine, zu zweit oder mit dem eigenen Haushalt erlaubt sein, auch wieder für Kinder und Jugendliche. Ausnahme: Wettkampf und Training von Leistungssportlern.

Tourismus und Gastronomie

Hier gab es bis zuletzt die wenigsten Öffnungen - und es sind wohl auch keine in Sicht. Restaurants, Kneipen, Hotels und Ferienwohnungen müssen wahrscheinlich zu bleiben.

Lockdown-Länge

Die im Gesetz geregelten Maßnahmen sollen so lange gelten, bis ein Landkreis an drei aufeinanderfolgenden Tagen unter die 100er-Inzidenz rutscht. Zwischen wenigen Tagen und mehreren Monaten ist also alles drin.

Expert:innen wie der wissenschaftliche Leiter des Intensivbetten-Registers Divi, Christian Karagiannidis, hatten zuletzt für einen harten Lockdown von zwei Wochen plädiert. Die Virologin Melanie Brinkmann vom Braunschweiger Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung sagte: "Je stärker alle auf die Bremse treten, desto kürzer währt der Lockdown." Innerhalb von vier Wochen bekomme man die Fallzahlen massiv runter, wenn die Menschen kaum Kontakte hätten. Die Frankfurter Virologin Sandra Ciesek hält das für zu kurz. Im NDR-Podcast verwies sie jüngst auf RKI-Simulationen und sagte, "dass vier Wochen nicht reichen, um dieses Infektionsgeschehen groß zu verändern". Vorsichtige Lockerungen seien erst im Mai und Juni möglich mit einer langsamen Steigerung bis in den Spätsommer.

Verwendete Quellen:
- Deutsche Presse-Agentur

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Quiz: Diese 11 Wörter kennen nur echte Saarländer:innen

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Teste dein Saar-Wissen in diesem Quiz. Symbolfoto: Pixabay (CC0-Lizenz)

In diesem Quiz gibt es elf Wörter, die nur "eingeschwenkte" (auf diesen Wortwitz sind wir sehr stolz) Saarländer:innen verstehen. Kennst du alle Bedeutungen?

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Chance für Saar-Firmen: go-digital übernimmt Kosten für Shop oder Website

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Digital neue Geschäftsfelder erschließen: Ein Online-Shop kann zum Beispiel neue Kunden anlocken oder neue Absatzmärkte erschließen. Foto: Jenko Ataman

Wer aktuell in einem Geschäft einkaufen will, muss zuvor einen Termin vereinbaren. Mit einem digitalen Terminkalender auf einer mobilen Website ist dies spontan vor Ort möglich. Web-Adresse oder QR-Code an der Ladentür anbringen. Schon können Kunden spontan online ihren Terminslot buchen. Der Besuch ist sofort registriert, der Einkauf kann beginnen.

Die Corona-Krise hat Firmen vor Augen geführt, wie wichtig gute digitale Lösungen sind. Sei es die Online-Terminvergabe, ein Shop, eine informative Website oder ein guter Socialmedia-Auftritt. Damit gelingt es Unternehmen, mit ihren Kunden in Kontakt zu bleiben, Abhol-, Lieferdienste oder Click & Collect zu organisieren und Präsenz zu zeigen.

Mehr Infos zur Förderung

Das Bundeswirtschaftsministerium greift Firmen bei diesen Investitionen unter die Arme. Das Programm go-digital fördert Projekte mit bis zu 50 Prozent der Gesamtsumme. Maximal übernimmt das Ministerium 16.500 Euro.

Im Mittelpunkt von go-digital stehen kleine und mittlere Unternehmen, die jetzt wichtige Digitalisierungsschritte gehen müssen: Die Firmen dürfen maximal 99 Mitarbeiter und nicht mehr als 20 Millionen Euro Umsatz im vergangenen Jahr erzielt haben.

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Beliebter Service: Kunden schätzen die Möglichkeit Termine direkt online buchen zu können. Foto: ra2 studio

Wie können Unternehmen im Saarland profitieren?

Was können Unternehmen im Saarland tun, um mit dieser Entwicklung Schritt zu halten? Klar ist: Viele müssen digital nachlegen. Ihre Präsenz verbessern, neue Wege gehen. Corona hat vieles beschleunigt. go-digital fördert diese Investitionen.

Mehr Infos zur Förderung

Kunden binden: Eine professionelle Website, ein Shop oder digitales Marketing helfen dabei, mit Kunden in Kontakt zu bleiben. Das sichert langfristig Umsatz.

Neue Kunden gewinnen: 90 Prozent der Kunden in den kaufrelevanten Zielgruppen informieren sich vor einer Kaufentscheidung oder einer Anbietersuche zuerst digital. Eine gut gemachte Website dient hier als wichtiger Erstkontakt.

Konkurrenzfähig bleiben: Für lokale Händler gilt: Attraktiv bleiben, auf sich aufmerksam machen. Online-Marketing, zum Beispiel über Google und Facebook, ist deutlich günstiger und meist effizienter als klassische Werbemaßnahmen.

Förderung für Shop, Website, Marketing

Für die digitale Markterschließung ist im Saarland die Agentur N49 qualifiziert. Die Experten für Webdesign und digitales Marketing sitzen in der Saarbrücker Gutenbergstraße.

Mehr Infos zur Förderung 

"Beratungstermine finden aktuell vor allem unkompliziert per Videokonferenz statt", sagt Christian Lauer, Chef der Digitalagentur. Termine können ganz unkompliziert über die Website gebucht werden. "Die Erstberatung ist selbstverständlich kostenlos", sagt Christian Lauer. "Nach 30 Minuten können wir sagen, ob eine Förderung durch das go-digital-Programm möglich ist und in welche Richtung es gehen kann." Damit möglichst viele Saar-Unternehmen die Chance haben, das Förderprogramm zu nutzen, hat N49 kürzlich auch im Rahmen eines Webinars bei IHK Rgional über go-digital informiert.

Das go-digital-Programm fördert den Aufbau einer professionellen Website, die Einführung eines Online-Shops, Digitales Marketing (z.B. Google, Facebook, Socialmedia etc.) sowie die Entwicklung einer grundsätzlichen Online-Marketing-Strategie.

Mehr als 100 Unternehmen bisher beraten

Seit Januar hat die Saarbrücker Agentur rund 100 Unternehmen zu go-digital beraten. Zu den Kunden der Saarbrücker Agentur gehören kleinere und mittlere Unternehmen, genauso wie saarländische Städte und Gemeinden, Verbände oder Ministerien.

"Wir analysieren gemeinsam mit unseren Kunden den Bedarf und definieren die Schritte für eine erfolgreiche, digitale Umsetzung", sagt Manuel Trutter. Er leitet die Digitalberatung bei N49. Insgesamt kümmern sich 35 Agenturmitarbeiterinnen und -mitarbeiter um die Kunden. "Digitalisierungsideen finden wir eigentlich immer", sagt Manuel Trutter, "wenn wir es schaffen, ein saarländisches Unternehmen ein Stück zukunftsfähiger zu machen, freut uns das besonders."

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Damit nicht nur Amazon & profitieren

In der aktuellen Krise profitieren aktuell die großen Online-Händler. Amazon hat kürzlich aktuelle Zahlen veröffentlicht: Der Gewinn von Amazon hat sich während der Corona-Krise verdoppelt. Kunden gewöhnen sich an die Vorteile des Online-Shoppings. 50% der Menschen haben im Jahr 2020 Produkte im Internet gekauft, die sie zuvor noch nie online kauften. Plötzlich liebgewonnene Gewohnheiten legen Kunden wahrscheinlich auch nach der Krise nicht mehr so leicht ab. Das sollte nicht so bleiben. Deshalb unterstützt go-digital insbesondere kleine und mittlere Unternehmen. 

Kontakt:

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N49 Agentur für Konzept und Performance GmbH
Gutenbergstraße 11-23
66117 Saarbrücken

www.n49-beratung.de

hallo@n49.de
Tel. 0681 502-3633

Bürozeiten: Mo - Fr 9:00 - 17:00 Uhr

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Tobias Hans zu Infektionsschutzgesetz: Länder brauchen Spielräume

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Im Bild: Saar-Ministerpräsident Tobias Hans. Foto: BeckerBredel

Hans und Kretschmer: Länder brauchen Spielräume

Laut Tobias Hans und Michael Kretschmer muss das Infektionsschutzgesetz auch bei einer Verschärfung Entscheidungsspielräume lassen.

"Wir sind im Saarland und auch im Freistaat Sachsen immer konsequent vorangegangen, wenn es notwendig war. Wir sehen aber auch schon alleine an unseren beiden Ländern, wie unterschiedlich die Situation ist", teilten die Regierungschefs mit. "Man braucht Entscheidungsspielräume, um auch auf die jeweilige besondere Situation in den Ländern reagieren zu können."

Hintergrund

Bund und Länder hatten sich am Freitag (9. April 2021) darauf verständigt, das Infektionsschutzgesetz nachzuschärfen. Das Ziel besteht darin, bundesweit einheitliche Regelungen für Regionen mit hohen Infektionszahlen zu schaffen.

Für den Fall, dass die Sieben-Tage-Inzidenz in einer Region den Wert von 100 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner:innen übersteigt, hatten Bund und Länder bereits Anfang März Regeln vereinbart: Alle Lockerungen der Corona-Maßnahmen müssten demnach wieder vollständig zurückgenommen werden. Allerdings hat sich in den vergangenen Wochen vielfach gezeigt, dass diese sogenannte Notbremse nicht angewendet wird.

Verwendete Quellen:
- Deutsche Presse-Agentur
- eigener Bericht

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"Mega-Malle-Party" bei Strandkorb Open Air am Bostalsee

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Auch Mia Julia Brückner soll eine Performance zum Besten geben. Archivfoto: dpa-Bildfunk/Clara Margais

"Mega-Malle-Party" bei Strandkorb Open Air am Bostalsee

Die Veranstalter des Strandkorb Open Air am Bostalsee haben weitere Acts angekündigt. Im Rahmen der Event-Reihe dürfen sich interessierte Personen auf eine "Mega-Malle-Party" freuen. "Am 29. Mai heißt es Saarland Olé", geht aus einem entsprechenden Facebook-Beitrag hervor.

Bei dem Event sei die "komplette Ballermann- und Schlager-Elite am Start". Unter anderem sollen Mia Julia Brückner, Michelle und Lorenz Büffel performen. Tickets gibt es an dieser Stelle.

Feiern in Strandkörben

Das Konzept: Besucher:innen können Konzerte von Strandkörben aus verfolgen. 750 solcher Sitzgelegenheiten sollen in ordnungsgemäßem Abstand aufgestellt werden, so die Veranstalter.

Hygienekonzept am Bostalsee

Ein Hygienekonzept soll erlauben, unter Einhaltung der Corona-Regeln zu feiern. So wird die Besucherfläche in bis zu zehn Einheiten aufgeteilt. Einlass und Auslass werden so geregelt, dass sich Besucher:innen der jeweils anderen Inseln nicht kreuzen. Einbahnstraßen sollen vermeiden, dass Besucher:innen mit anderen Kontakt haben. Auch für den Weg vom Parkplatz zum Strandkorb und den Toiletten gibt es Konzepte.

Speisen und Getränke online kaufen

Zudem wird die Gastronomie im Sommer voraussichtlich besonders geregelt werden. Während des Events können Besucher:innen Speisen und Getränke online buchen. Servicekräfte bringen sie dann an den Platz. Aber auch im Vorfeld soll es möglich sein, Nahrungsmittel zu bestellen. Sie stehen dann bereits bei Ankunft am Strandkorb in einer Kühlbox bereit.

Verwendete Quellen:
- Strandkorb Open Air auf Facebook
- eigene Berichte

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Bis zum 18. April: Gedenkstätte für Coronaopfer im Saarland

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So sieht die Gedenkstätte aus. Foto: BeckerBredel

Gedenkstätte für Coronaopfer im Saarland

Mit Stand vom Freitagnachmittag (9. April 2021) sind im Saarland 947 Personen im Zusammenhang mit Corona verstorben. In Erinnerung an diese Menschen gibt es an der Ludwigskirche in Saarbrücken nun eine temporäre Gedenkstätte bis zum 18. April. Das geht aus einem Beitrag der "SZ" hervor.

Den Angaben zufolge hat die Saarbrücker Rundfunkjournalistin Ute Kunsmann zusammen mit Freunden die private Aktion initiiert. "Die Hauptopfer der Pandemie tauchen in der Öffentlichkeit nur als statistische Zahlen auf. Wir wollen an diese Menschen erinnern, indem wir Schieferplatten mit den Vornamen der Verstorbenen auf den Ludwigsplatz vor die Ludwigskirche stellen", sagte Kunsmann.

Über 100 Personen hätten bereits auf den entsprechenden Aufruf reagiert und Sterbedaten sowie Namen angegeben. Diese seien auf Tafeln übertragen worden. Weitere Informationen sowie Kontakt unter www.coronaopfer-saar.de.

Verwendete Quellen:
- coronaopfer-saar.de
- Saarbrücker Zeitung

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Rheinland-Pfalz beschließt Ausnahmen für vollständig Geimpfte

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Ausnahmen für vollständig Geimpfte gibt es bald in Rheinland-Pfalz. Foto: dpa-Bildfunk/Christopher Neundorf

Ausnahmen für vollständig Geimpfte in Rheinland-Pfalz

Für vollständig gegen das Coronavirus geimpfte Menschen gelten in Rheinland-Pfalz künftig Ausnahmen von der Testpflicht und der Absonderungspflicht nach der Einreise aus einem Risikogebiet. Das hat das Kabinett am Freitag beschlossen, wie das Gesundheitsministerium in Mainz mitteilte.

Fünf Prozent der Rheinland-Pfälzer:innen haben laut Robert Koch-Institut bislang zwei Impfungen bekommen. Geregelt wurde außerdem die Maskenpflicht für Erzieher:innen in Kitas. Modellkommunen mit einer Sieben-Tages-Inzidenz unter 50 dürfen zudem künftig Lockerungen erlassen.

Wer gilt als vollständig geimpft?

Als vollständig geimpft gelte nach den Empfehlungen der Ständigen Impfkommission derzeit, wer vor 14 Tagen die zweite Impfung bekommen habe und keine typischen Symptome einer Infektion mit dem Coronavirus aufweise. Der Nachweis über den vollständigen Impfschutz müsse den Betreibern - also etwa den Anbietern körpernaher Dienstleistungen oder der Außengastronomie - schriftlich oder digital nachgewiesen werden. Diese Änderung gilt ab Sonntag, zunächst bis 25. April.

Weitere Regelungen

Die Pflicht zur Absonderung von Mitbewohner:innen und Kontaktpersonen nach der Einreise aus einem Risikogebiet gilt von Montag an nicht mehr für vollständig Geimpfte. Ausnahmen sind Patient:innen und Bewohner:innen von stationären Einrichtungen wie Krankenhäusern und Pflegeheimen. Voraussetzung ist dabei, dass keine Symptome einer Coronavirus-Erkrankung vorliegen und die Einreise nicht aus einem Virusmutantengebiet erfolgte. Diese Regelung gilt zunächst bis 10. Mai.

Die Kita-Betreuung soll nun den gesamten Tag über in festen Angeboten erfolgen, die den Erzieherinnen und Erziehern fest zugeordnet werden. So soll der Umfang der Kontakte begrenzt bleiben. Zudem gilt künftig Maskenpflicht in der Einrichtung und auf dem Außengelände. Für die Kita-Kinder ist weiter keine Maskenpflicht vorgesehen.

Kreise und kreisfreie Städte, die als Modellkommune anerkannt sind, können weitergehende Öffnungsschritte wagen. Dafür müssen sie eine stabile Inzidenz unter 50 haben sowie ein Hygienekonzept mit bestimmten Kriterien zu Testungen, Nachverfolgbarkeit von Infektionsketten (unter anderem Luca-App), Zugangsregulierungen und Kontrollregelungen vorlegen. Wenn diese nicht eingehalten werden oder die Sieben-Tages-Inzidenz über 100 steigt, müssen die Lockerungen wieder aufgehoben werden.

Verwendete Quellen:
- Deutsche Presse-Agentur

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Autofahrer (27) bei Unfall nahe Losheim lebensgefährlich verletzt

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Wie die Polizei mitgeteilt hat, erlitt der Autofahrer lebensgefährliche Verletzungen. Foto: dpa-Bildfunk/Malte Christians

Schwerer Unfall bei Losheim

Am gestrigen Freitag (9. April 2021), gegen 21.50 Uhr, hat sich auf der L373 zwischen Rappweiler und Waldhölzbach ein schwerer Unfall ereignet. Dabei erlitt ein 27 Jahre alter Autofahrer lebensgefährliche Verletzungen, teilte die Polizei am heutigen Samstag mit.

Den Ermittlungen zufolge war der Pkw des 27-Jährigen in einer Linkskurve vermutlich aufgrund überhöhter Geschwindigkeit von der Fahrbahn abgekommen. Der Wagen prallte gegen eine steinerne Stützmauer, schleuderte etwa zehn Meter durch die Luft und landete auf dem Dach. Der eingeklemmte Fahrer wurde von der Feuerwehr befreit und in ein Krankenhaus gebracht.

Verdacht der alkoholischen Beeinflussung

"Wegen des Verdachts der alkoholischen Beeinflussung wurde dem Fahrer eine Blutprobe entnommen", teilte die Polizei mit. Gegen den Mann werde nun "wegen des Verdachts der Straßenverkehrsgefährdung ermittelt".

Verwendete Quellen:
- Mitteilung der Polizeiinspektion Nordsaarland
- Deutsche Presse-Agentur

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Freisener Alpaka-Baby kommt dank Rollator wieder voran

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Das Freisener Alpaka-Baby Marie Hope kommt dank eines speziellen Rollators wieder voran. Screenshot Instagram

Freisener Alpaka-Baby mit schwierigem Start ins Leben

Das Freisener Alpaka-Baby Marie Hope hatte einen schwierigen Start ins Leben. Bei seiner Geburt am 26. Februar 2021 verstarb zunächst seine Mutter und ihr Geschwisterchen. Zudem brach sich das Jungtier bei der Geburt zwei Beine, wovon eines sogar amputiert werden musste. Ein normales Laufen war dadurch nicht möglich.

Tierpflegerin Ronja Pohl, die Besitzerin des Alpaka-Babys, wandte sich bereits Anfang März an eine Klinik für Rehatechnik für Tiere in Bochum, um Marie Hope zu helfen. Mit Erfolg: Das Jungtier hat inzwischen einen speziell angefertigten Rollator erhalten, durch den sich das Alpaka wieder fast normal fortbewegen kann.

Der Rollator, der 1.100 Euro kostete, soll aber nur eine Übergangslösung sein, bis das andere verletzte Bein wieder ausgeheilt ist. Sobald das dritte Bein des Alpakas wieder belastbar ist, soll das Tier eine Prothese erhalten und ohne Rollator auskommen, um ein normales Leben in einer Alpakaherde führen zu können.

Verwendete Quellen:
- Nachrichtenagentur Reuters
- Bericht des Redaktionsnetzwerks Deutschland
- Facebookseite "Die Alpakas vom Mittelaltermarkt Freisen"

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Sieben-Tage-Inzidenz im Saarland steigt über 100

Im Saarland sind zurzeit 2.039 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Die Zahl ergibt sich aus den Daten, die das Gesundheitsministerium mit Stand vom Freitag (9. April 2021), 16.00 Uhr, veröffentlicht hat.

204 neue Corona-Infektionen im Saarland

Demnach stieg die Gesamtzahl der gemeldeten Infektionen um 204 auf jetzt 33.288. Am Freitag der vergangenen Woche waren es 103 Neuinfektionen gewesen. Die 7-Tages-Inzidenz beträgt damit 103,7 (Vorwoche: 89,9).

Keine weiteren Todesfälle gemeldet

Im Saarland ist kein weiterer Corona-Todesfall zu verzeichnen. Die Zahl der Menschen, die im Zusammenhang mit dem Virus gestorben sind, liegt somit bei 947.

178 Personen im Krankenhaus

Als geheilt gelten inzwischen 30.302 Menschen (+122). Von den an Covid-19 erkrankten Patient:innen werden momentan 178 stationär behandelt (+13). Davon liegen 56 auf der Intensivstation (+0). 

So sieht es aktuell in den Kreisen aus

Die Gesamtfälle teilen sich wie folgt auf die Landkreise und den Regionalverband auf:
- Saarbrücken: 12.735 (+90 gegenüber dem Vortag)
- Merzig-Wadern: 2.808 (+11)
- Neunkirchen: 4.349 (+33)
- Saarlouis: 6.846 (+31)
- Saarpfalz: 3.845 (+39)
- St. Wendel: 2.705 (+0)

Wie die Statistik zustande kommt

Das saarländische Gesundheitsministerium versendet einmal am Tag Angaben zu der Entwicklung der Coronavirus-Zahlen. Es weist darin nur Fälle auf, die von den Gesundheitsämtern der Landkreise und des Regionalverbands bestätigt wurden. Über die tägliche Anzahl der Tests macht das Ministerium keine Angaben.

Begriffserklärung

Zahl der Fälle: Sie gibt die Gesamtzahl der Fälle im Saarland seit dem ersten Auftreten des Coronavirus an. Sie zeigt damit nicht an, wie viele Menschen zum aktuellen Zeitpunkt mit dem Virus infiziert sind. Genesene und Tote werden aus dieser Zahl nicht herausgerechnet.

Zahl der Genesenen: Sie gibt die Gesamtzahl der Personen an, die mit dem Coronavirus infiziert waren und inzwischen wieder geheilt sind.

Zahl der Toten: Sie zeigt die Gesamtzahl der Menschen an, die in Verbindung mit einer Corona-Infektion gestorben sind.

Zahl der aktiven Infektionen: Sie zeigt die aktuelle Zahl der Personen an, die das Coronavirus in sich tragen. Sie ergibt sich aus der Differenz aus der Gesamtzahl der Fälle und der Zahl der Geheilten sowie der Zahl der Toten.

Zahl der Intensivpatient:innen: Sie gibt die aktuelle Zahl der Personen an, die sich mit einer Coronavirus-Infektion auf einer Intensivstation befinden.

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Die aktuellen Corona-Zahlen im Saarland findet ihr jeden Tag bei SOL.DE. Symbolfoto: picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild | Hendrik Schmidt

Verwendete Quellen:
- Mitteilung des saarländischen Gesundheitsministeriums, 09.04.2021
- Website des saarländischen Gesundheitsministeriums
- eigene Recherche

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115.000 Euro pro Jahr: Regionalverband und Saarbrücker Tierheim schließen Vertrag

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 v.r. Regionalverbandsdirektor Peter Gillo und Markus Dick, Erster Vorsitzender der Tierschutzvereins 1924 e.V. Saarbrücken und Umgebung, unterschreiben den Tierbetreuungsvertrag auf dem Gelände des Bertha-Bruch-Tierheims, Foto: Denny Sturm / Regionalverband.

Saarbrücker Tierheim erhält jährliche Zahlung über 115.000 Euro

Der Regionalverband Saarbrücken hat mit dem Tierschutzverein 1924 e.V. Saarbrücken und Umgebung einen Tierbetreuungsvertrag geschlossen. Dieser sichert dem Tierschutzverein, der das Bertha-Bruch-Tierheim in Saarbrücken betreibt, eine jährliche Zahlung in Höhe von 115.000 Euro zu. Laut Angaben des Regionalverbands sollen nun vierteljährlich 28.750 Euro an den Verein fließen.

Im Gegenzug hat sich dieser dazu verpflichtet, alle im Regionalverband aufgefundenen Haustiere im Bertha-Bruch-Tierheim aufzunehmen und jährlich über die Entwicklungen zu berichten. Der Vertrag hat eine Laufzeit bis 2025 und soll dem Verein eine bessere finanzielle Planbarkeit ermöglichen. 

Das Bertha-Bruch-Tierheim des Tierschutzvereins 1924 e.V. hatte die Aufgabe der Betreuung von Fundtieren aus den Städten und Gemeinden des Regionalverbands bereits vor Unterzeichnung des Vertrages wahrgenommen. Seine Arbeit finanzierte der Verein bisher allerdings hauptsächlich durch Spenden und Einnahmen aus Festen. 

Verwendete Quellen:
- Mitteilung des Regionalverbands Saarbrücken

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Barmer im Saarland: Krankmeldungen wegen psychischer Leiden auf Höchststand

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Bei psychischen Leiden wie etwa Depressionen wies das Saarland 2020 den höchsten Wert aller Bundesländer auf. Foto: Pixabay

Krankmeldungen wegen psychischer Leiden auf Höchststand

Psychische Beschwerden und Erkrankungen des Muskel-Skelett-Systems haben im Corona-Jahr 2020 bei den Versicherten der Krankenkasse Barmer im Saarland zu einem Höchststand an Krankmeldungen geführt. Das geht aus einer Auswertung der Krankenkasse hervor.

"Corona hat viele Beschäftigte durch Kurzarbeit und Homeoffice isoliert und psychisch belastet", teilte Dunja Kleis, Landesgeschäftsführerin der Barmer in Rheinland-Pfalz und im Saarland, mit. Die Zahl der Fehltage im Job wegen seelischer Leiden wachse bereits ohne Corona seit Jahren.

Das sind die Zahlen dazu

Wegen psychischer Leiden wie etwa Depressionen fehlte demnach jede:r bei der Barmer versicherte Arbeitnehmer:in aus dem Saarland im vergangenen Jahr rund 4,7 Tage. Das sei der höchste Wert unter allen Bundesländern und rund 62 Prozent mehr als noch vor zehn Jahren.

Muskel-Skelett-Erkrankungen führten laut Auswertung ebenfalls zu rund 4,7 Fehltagen pro versicherter erwerbstätiger Person. Die Zahl der Fehltage wegen solcher Erkrankungen sei in den letzten Jahre regelmäßig gestiegen. 2019 fehlten die Menschen wegen Muskel-Skelett-Erkrankungen im Schnitt 4,6 Tage, vor zehn Jahren fehlten sie rund 3,7 Tage.

Am häufigsten klagten die Menschen 2020 über Rückenschmerzen. "In der Corona-Pandemie war das Training im Verein oder Fitnessstudio kaum möglich", teilte Kleis mit. "Bewegungsmangel fördert Rückenschmerzen und könnte zum Höchststand bei den Fehlzeiten wegen Problemen am Muskel-Skelett-System beigetragen haben."

Hintergrund

Die Auswertung der Barmer umfasst nach Angaben der Krankenkasse die Arbeitsunfähigkeitsmeldungen von rund 54.000 bei der Barmer versicherten Erwerbspersonen mit Wohnsitz im Saarland. Die Daten seien anonym ausgewertet worden.

Verwendete Quellen:
- Deutsche Presse-Agentur

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Saarbrücken: Heute Mahnwache für Lockdown

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Das Bündnis "Zero Covid" hat zu der Mahnwache aufgerufen. Foto: dpa-Bildfunk/Jonas Walzberg

Mahnwache für Lockdown

Vor der Europagalerie in Saarbrücken findet heute Nachmittag, ab 15.00 Uhr, eine Mahnwache für einen Lockdown statt. Dazu hat das Bündnis "Zero Covid" aufgerufen, wie unter anderem aus einem Facebook-Beitrag hervorgeht. Der Titel der Veranstaltung: "1.000 Steine für 1.000 Corona-Tote im Saarland". Im Anschluss an die Mahnwache "findet eine Kundgebung für diese Forderungen vor der Staatskanzlei am Ludwigsplatz statt", heißt es zudem.

Das wird gefordert

Die Forderungen der Teilnehmer:innen umfassen mehrere Punkte. Im Kern steht den Angaben zufolge das Motto "Gemeinsam runter auf Null". Um dieses Ziel zu erreichen, benötige man eine "solidarische Pause von einigen Wochen".

"Menschen können nur zu Hause bleiben, wenn sie finanziell abgesichert sind". Aus diesem Grund werde "ein umfassendes Rettungspaket für alle" gefordert. Zudem spricht sich das Bündnis für einen Ausbau des Gesundheits- und Pflegebereichs aus. Die Übersicht aller Forderungen:

Verwendete Quellen:
- "Bündnis Zero Covid" auf Facebook

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Saarland-Nachrichten: Die wichtigsten Meldungen vom Samstag

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Alle Nachrichten aus dem Saarland vom heutigen Samstag (10. April 2021) gibt es auf SOL.DE im Überblick. Foto: BeckerBredel

Sieben-Tage-Inzidenz im Saarland steigt weiter - 260 Neuinfektionen gemeldet

Die Zahl der Corona-Infizierten im Saarland ist um 260 gestiegen. Damit liegt die Sieben-Tage-Inzidenz hierzulande bei 125. Die jüngsten Daten findet ihr hier: "Corona im Saarland: Aktuelle Zahl der Infizierten, Toten und Geheilten".

Tobias Hans zu Infektionsschutzgesetz: Länder brauchen Spielräume

Das Infektionsschutzgesetz muss nach Ansicht von Saar-Ministerpräsident Tobias Hans und seines sächsischen Kollegen Michael Kretschmer (beide CDU) auch bei einer Verschärfung Entscheidungsspielräume lassen. Mehr: "Tobias Hans zu Infektionsschutzgesetz: Länder brauchen Spielräume".

Saarbrücken: Heute Mahnwache für Lockdown

Am heutigen Samstag (10. April 2021) findet in Saarbrücken eine Mahnwache für einen Lockdown statt. Gefordert wird eine "solidarische Pause von einigen Wochen". Das sind die Angaben des Bündnisses "Zero Covid" dazu: "Saarbrücken: Heute Mahnwache für Lockdown".

Rheinland-Pfalz beschließt Ausnahmen für vollständig Geimpfte

Bisher sind erst fünf Prozent der Menschen in Rheinland-Pfalz vollständig gegen das Coronavirus geimpft. Für diese Gruppe gelten aber nun zwei wesentliche Ausnahmen. Alle Informationen: "Rheinland-Pfalz beschließt Ausnahmen für vollständig Geimpfte".

Bis zum 18. April: Gedenkstätte für Coronaopfer im Saarland

Im Rahmen einer privaten Initiative gibt es bis zum 18. April an der Ludwigskirche in Saarbrücken eine temporäre Gedenkstätte für die nahezu 950 Coronaopfer im Saarland. Weiteres dazu: "Bis zum 18. April: Gedenkstätte für Coronaopfer im Saarland".

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- Einheitliche Regeln gegen die dritte Corona-Welle - Expert:innen besorgt
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Barmer im Saarland: Krankmeldungen wegen psychischer Leiden auf Höchststand

Weniger Bewegung und mehr Ängste: Im Corona-Jahr 2020 waren die Versicherten der Krankenkasse Barmer im Saarland wegen psychischer Beschwerden und Erkrankungen des Muskel-Skelett-Systems so oft krankgeschrieben wie noch nie bisher. Mehr: "Barmer im Saarland: Krankmeldungen wegen psychischer Leiden auf Höchststand".

Saar-Polizei meldet Drogentoten (52)

Ein 52 Jahre alter Mann ist das vierte Drogenopfer im Jahr 2021 im Saarland. Das sind die Angaben der Polizei dazu: "Saar-Polizei meldet Drogentoten".

Autofahrer (27) bei Unfall nahe Losheim lebensgefährlich verletzt

Bei einem Unfall nahe Losheim hat ein 27-jähriger Autofahrer lebensgefährliche Verletzungen erlitten. Laut Polizei besteht der Verdacht der alkoholischen Beeinflussung. Weitere Informationen der Einsatzkräfte zum Unfall: "Autofahrer (27) bei Unfall nahe Losheim lebensgefährlich verletzt".

115.000 Euro pro Jahr: Regionalverband und Saarbrücker Tierheim schließen Vertrag

Der Regionalverband Saarbrücken hat mit dem Saarbrücker Tierschutzverein, der das Bertha-Bruch-Tierheim betreibt, einen Tierbetreuungsvertrag unterzeichnet. Dieser sichert dem Verein eine jährliche Zahlung von 115.000 Euro zu.Der ganze Artikel: "115.000 Euro pro Jahr: Regionalverband und Saarbrücker Tierheim schließen Vertrag".

"Mega-Malle-Party" bei Strandkorb Open Air am Bostalsee

Für das Strandkorb Open Air am Bostalsee sind erneut neue Acts angekündigt worden. Diese sollen den Besucher:innen bei der "Mega-Malle-Party" Ende Mai einheizen. Mehr: "'Mega-Malle-Party' bei Strandkorb Open Air am Bostalsee".

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- eigene Berichte

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Einheitliche Regeln gegen die dritte Corona-Welle - Expert:innen besorgt

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Foto: dpa-Bildfunk/Stefan Sauer

Einheitliche Regeln gegen Corona

Mit bundesweit einheitlichen Regeln soll die dritte Corona-Welle in Deutschland gebrochen werden. Dazu soll das Infektionsschutzgesetz im Eilverfahren nachgeschärft werden - so der Plan der Bundesregierung. Unionsfraktionschef Ralph Brinkhaus warnt dabei vor Zerwürfnissen mit den Ländern. "Es darf keine Front zwischen Bund und Ländern geben. Wir sind darauf angewiesen, dass wir diese Pandemie gemeinsam bekämpfen", sagte Brinkhaus den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Er begrüße aber den Vorstoß für mehr Einheitlichkeit.

"Wir sind als Bundestag unglücklich darüber, dass der Spielraum, den wir den Ländern im Infektionsschutzgesetz geben, zu oft uneinheitlich ausgeübt wird", sagte Brinkhaus. Der Bundestag könnte im Infektionsschutzgesetz nun genauer festlegen, was gemacht werden muss, wenn die Corona-Zahlen bestimmte Grenzen überschreiten. "Wir müssen nur aufpassen, dass wir das gemeinsam und nicht gegen die Bundesländer auf den Weg bringen", sagte Brinkhaus. Denn die Umsetzung der Maßnahmen liege in der Zuständigkeit der Länder.

Beschluss schon kommende Woche?

Die Bundesregierung setzt darauf, dass die Änderung des Infektionsschutzgesetzes schnell geht: Sie sollen laut der stellvertretenden Regierungssprecherin Ulrike Demmer schon in der kommenden Woche vom Kabinett beschlossen werden. Die nächste Sitzung der Bundesregierung werde von Mittwoch auf Dienstag vorgezogen. Der Bundestag muss den Änderungen zustimmen, er kommt planmäßig vom kommenden Mittwoch bis Freitag zusammen. Auch der Bundesrat muss die Nachschärfungen billigen. Die nächste Sitzung der Länderkammer ist am 7. Mai geplant, es könnte aber eine Sondersitzung geben.

Für den Fall, dass die Sieben-Tage-Inzidenz in einer Region den Wert von 100 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner:innen übersteigt, hatten Bund und Länder Anfang März Regeln vereinbart: Alle Lockerungen der Corona-Maßnahmen müssten demnach wieder vollständig zurückgenommen werden. Allerdings zeigte sich in den vergangenen Wochen vielfach, dass diese sogenannte Notbremse nicht ausreichend angewendet wurde - wie etwa Merkel kritisiert hatte.

Offenbar sollen diese Regeln nun im Infektionsschutzgesetz verbindlich festgeschrieben werden. Wie die zusätzlichen Regelungen aussehen könnten, war zunächst unklar. Ein Ringen zwischen Bund und Ländern scheint aber vorprogrammiert.

Expert:innen besorgt

Angesichts steigender Patientenzahlen in der dritten Corona-Welle warnte der Vorsitzende des Weltärztebundes derweil vor einer Zuspitzung der Lage in den deutschen Krankenhäusern. "Wir werden in den Kliniken jetzt eingeholt von den Infektionen, die vor vier Wochen stattgefunden haben", so Frank Ulrich Montgomery zur "Passauer Neuen Presse".

Auch die Triage werde "mit Sicherheit" wieder im Raum stehen. Triage bedeutet, dass Mediziner:innen aufgrund von knappen Ressourcen entscheiden müssen, wem sie zuerst helfen. "Wir waren sehr dankbar, dass sie in den ersten beiden Wellen nicht gebraucht wurde. Es ist vorstellbar, dass es zu Situationen kommt, in denen sie angewendet wird." Es sei deshalb richtig, dass sich die Kliniken sich auf einen Ansturm einstellen, sagte Montgomery.

Die Entwicklungen in der dritten Pandemie-Welle betrachtet auch die Berliner Charité mit großer Sorge. "Wenn die Anzahl schwer kranker Covid-Patienten die zweite Welle übertrifft, kommen wir in eine kritische Situation", sagte Martin Kreis, Vorstand für die Krankenversorgung in Deutschlands größter Uniklinik.

Verwendete Quellen:
- Deutsche Presse-Agentur

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