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So schnell können Corona-Impfstoffe auf Mutanten angepasst werden

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Corona-Impfstoffe können Expert:innen zufolge relativ schnell auf Virusmutanten umgestellt werden. Foto: Óscar Cañas/Europa Press/dpa-Bildfunk

Corona-Mutationen nähren aktuell die Sorge, dass die bislang vorhandenen Impfstoffe nicht mehr wirksam gegen die neuen Virusvarianten schützen. Doch Expert:innen geben nun auch in diesem Fall Entwarnung: Impfstoffe können recht schnell auf mutierte Virustypen angepasst werden. Das gilt es im Einzelnen zu beachten:

Corona-Impfstoffe können schnell auf Mutanten angepasst werden

"Für die Entwicklung müssen wir zirka sechs bis acht Wochen rechnen", erklärte die Präsidentin des Österreichischen Verbands der Impfstoffhersteller, Renée Gallo-Daniel am heutigen Dienstag (13. April 2021) gegenüber der Deutschen Presse-Agentur. Zunächst würden die Hersteller allerdings prüfen, ob die vorliegenden Impfstoffe auch gegen die Mutanten weiterhin voll oder zumindest noch teilweise wirksam sind. Erst wenn dies nicht der Fall ist, müsse ein Impfstoff adaptiert werden. 

Anpassung eines Impfstoffes bedarf neuer Zulassung

Wenn ein Impfstoff an Mutanten angepasst werden muss, dann handelt es sich allerdings um einen neuen Impfstoff, der auch wieder neu zugelassen werden muss. Zu der Zeitspanne der Entwicklung kommt dann also noch die Zeit für das Zulassungsverfahren hinzu.

Für diesen Fall habe die Europäische Arzneimittel-Agentur aber bereits ein entsprechendes Prozedere geplant, das eine schnelle Zulassung für diese adaptierten Impfstoffe ermögliche, wie Klaus Cichutek, der Präsident des Paul-Ehrlich-Instituts, vor Kurzem versicherte.

Produktion der Hersteller muss auf neuen Impfstoff umgerüstet werden

Nach der Zulassung müsse dann aber auch noch die Produktion bei den Impfstoff-Herstellern auf das neue Präparat umgerüstet werden, wie Gallo-Daniel erklärt. Hier stelle sich dann die Frage, ob letztlich die gesamte Produktion auf die neuen, angepassten Impfstoffe umgestellt werden müsse oder eben nur ein Teil. Eine solche Umstellung der Produktion dauere laut Angaben des Österreichischen Verbands der Impfstoffhersteller ebenfalls einige Wochen.

Zu klären sei schließlich auch, ob im Rahmen der Corona-Impfungen dann beide Impfstoffe gespritzt werden müssen oder ob man komplett auf den neuen umsteigt.

Verwendete Quellen:
- Deutsche Presse-Agentur
- eigene Recherche

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