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Wegen AstraZeneca-Warnung: Sonderimpfung für Ehrenamtliche im Saarland muss umgestellt werden

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Symbolfoto links: Stefan Sauer/dpa; Symbolfoto rechts: Harald Tittel/dpa

Sonderimpfungen für Blaulichtorganisationen im Saarland verschoben

Laut einer Mitteilung des saarländischen Gesundheitsministeriums vom heutigen Mittwochabend müssen die geplanten Sonderimpfungen für Blaulichtorganisationen mit dem Impfstoff von AstraZeneca wegen Sicherheitsbedenken des Herstellers umgestellt werden. Eigentlich hätten die rund 7.000 saarländischen, ehrenamtlichen Einsatzkräfte von Feuerwehr, DRK und THW im Rahmen einer Sonderaktion ein bevorzugtes Impfangebot mit dem Präparat von AstraZeneca erhalten sollen.

Herstellerwarnung von AstraZeneca hat Auswirkungen auf Impfungen im Saarland

Nun heißt es in einer Erklärung des Gesundheitsministeriums: "Der Hersteller des Impfstoffes AstraZeneca hat gestern überraschend einen sogenannten 'Rote Hand-Brief' versendet, in dem mitgeteilt wird, dass AstraZeneca im Einvernehmen mit der Europäischen Arzneimittel-Agentur und dem Paul-Ehrlich-Institut empfiehlt, den Impfstoff nur im Einklang mit den offiziellen nationalen Impfempfehlungen – den Empfehlungen der Ständigen Impfkommission – zu impfen. Konkret bedeutet dies, dass von einer Anwendung für Personen unter 60 Jahre wegen der Berichte über Blutgerinnsel und Thombozytopenie bei Personen, die den Impfstoff erhalten haben, abgeraten wird".

Gesundheitsministerin Bachmann: "Das bedauern wir sehr"

Die Herstellerwarnung hat nun auch Auswirkungen auf die Sonderimpfungen für die saarländischen Blaulichtorganisationen. "Diese unvorhergesehene Mitteilung des Herstellers durchkreuzt all unsere Überlegungen und Vorbereitungen, allen Mitgliedern der Blaulichtverbände eine frühe Impfung im Saarland zukommen zu lassen. Das bedauern wir sehr", erklärte Gesundheitsministerin Monika Bachmann am Mittwochabend.

Keine Sonderimpfungen mit anderen Impfstoffen

Wegen der Knappheit des Impfstoffes sei es leider nicht möglich, entsprechende Sonderimpfungen mit anderen Impfstoffherstellern anzubieten. "Die saarländischen Impfzentren erhalten nur ein beschränktes Kontingent von BioNTech/Pfizer und Moderna. Dem Wunsch des Landes an den Bund, den saarländischen Impfzentren dauerhaft größere Impfstoffmengen zukommen zu lassen, wurde abgelehnt", heißt es hierzu in einer Erklärung des Gesundheitsministeriums.

Saarland öffnet Impfungen für dritte Priorisierungsgruppe

Das Gesundheitsministerium hat sich aufgrund der aktuellen Situation nun dazu entschieden, dass sich Personen aus der dritten Priorisierungsgruppe bereits ab morgigen Donnerstag (14. April 2021) für eine Corona-Impfung anmelden können.

"Um die Impfreihenfolge nach der Priorisierung des Bundes einzuhalten und gleichzeitig aber allen Mitgliedern auch der Blaulichtverbände die Möglichkeit eines Impfangebotes zu machen, haben wir im Impfstab entschieden, die ‚Priorität 3‘ ab morgen zu öffnen. Mitglieder der Feuerwehr, des DRK und des THW können sich ab morgen auf der Impfliste anmelden", so das Gesundheitsministerium. Dann könnten auch Hausärzt:innen im Saarland den Mitgliedern der Hilfsverbände ein Impfangebot im Rahmen ihres Impfkontingents machen, so das Gesundheitsministerium weiter.

Was passiert mit dem Sonderkontingent an AstraZeneca-Impfstoff?

Laut Angaben des saarländischen Gesundheitsministeriums steht das Sonderkontingent von 14.000 Dosen des AstraZeneca-Präparats weiterhin für über 60-jährige Mitglieder der Blaulichtverbände bereit. "Ab der nächsten Woche, können ähnlich den Nachtimpfungen im Impfzentrum der Bundeswehr in der Kaserne Lebach, in allen drei Impfzentren Sondertermine online oder über die Hotline gebucht werden. Voraussetzung für einen vorgezogenen Impftermin mit AstraZeneca ist, dass die Person Mitglied in einem Blaulichtverband und über 60 Lebensjahre alt ist", heißt es hierzu in einer aktuellen Mitteilung des Gesundheitsministeriums.

Verwendete Quellen:
- Angaben des saarländischen Gesundheitsministeriums vom 14.04.2021
- eigene Berichte

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