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Saarländer:innen aus dritter Prio-Gruppe können sich ab heute zur Impfung anmelden

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Ab Mitte April können sich im Saarland auch Personen aus der dritten Priorisierungsgruppe für eine Corona-Impfung anmelden. Symbolfoto: Christopher Neundorf/dpa-Bildfunk

In den vergangenen Tagen wurden etwa 30.000 weitere Impftermine an Personen aus den ersten beiden Prio-Gruppen vergeben. Am Mittwoch (14. April 2021) werden laut Gesundheitsministerium die letzten Corona-Impfungen an diese priorisierten Menschen vergeben. Alle, die sich bislang auf der Liste eingetragen haben, erhalten bis Mitte Mai einen Termin

Priorisierungsgruppe 3 wird freigeschaltet

Ab Donnerstag (15. April 2021) wird somit die dritte Priorisierungsgruppe freigeschaltet. Die betreffenden Personen können sich dann auf der Impfliste eintragen. Die Anmeldung erfolgt weiterhin online oder über die Corona- und Impfhotline des Saarlandes. Auch, wer zur Impfgruppe 1 oder 2 gehört, kann natürlich weiterhin einen Impftermin vereinbaren. 

Etwa 300.000 Menschen in dritter Gruppe

"Durch die Terminvergaben der letzten Tage werden bis Mitte Mai rund 85.500 Personen ihre Erstimpfung erhalten", erklärte Gesundheitsministerin Monika Bachmann. "Aktuell belegen wir im Ranking der Bundesländer bei den Erstimpfungen den 2. Rang. Das zeigt, dass sich unser Impfkonzept bewährt hat", betonte Bachmann weiter.

Wer gehört zur dritten Impfgruppe? 

Zu der dritten Prio-Gruppe gehören der Gesundheitsministerin zufolge etwa 300.000 Personen. Menschen mit folgenden Indikationen können sich dann für eine Corona-Impfung anmelden:

Altersindikation

- über 60-jährige Personen

Medizinische Indikation

Zur dritten Gruppe in der Impfreihenfolge gehören Personen mit folgenden medizinischen Indikationen:

- behandlungsfreie in Remission befindliche Krebserkrankungen
- Immundefizienz oder HIV-Infektion, Autoimmunerkrankung oder rheumatologische Erkrankung
- Herzinsuffizienz, Arrhythmie, Vorhofflimmern, koronare Herzkrankheit oder arterielle Hypertonie
- Zerebrovaskuläre Erkrankung wie Schlaganfälle/Hirnschläge oder andere chronisch neurologische Erkrankungen
- Asthma bronchiale
- chronisch entzündlicher Darmerkrankung
- Diabetes mellitus (mit HbA1c < 58 mmol/mol oder< 7,5%)
- Adipositas (Body-Mass-Index über 30)

Auch Menschen, bei denen nach individueller ärztlicher Beurteilung aufgrund besonderer Umstände im Einzelfall ein erhöhtes Risiko für einen schweren oder tödlichen Krankheitsverlauf nach einer Infektion mit dem CoronavirusSARS-CoV-2 besteht, zählen zur Prio-Gruppe 3. 

Berufliche Indikation

Geimpft werden in der Prioritätsgruppe 3 außerdem Personen, die in folgenden beruflichen Situationen sind:

- Beschäftigte in medizinischen Einrichtungen mit niedrigen Expositionsrisiko und ohne Betreuung von Patienten mit Verdacht auf Infektionskrankheiten
- Personen in relevanter Position in Regierungen, Verwaltungen und den Verfassungsorganen, in Streitkräften, bei der Polizei, beim Zoll, bei der Feuerwehr, beim Katastrophenschutz - einschließlich des Technischen Hilfswerks, in der Justiz und Rechtspflege
- Personen in relevanter Position in Unternehmen der kritischen Infrastruktur, in Apotheken und der Pharmawirtschaft, in der öffentlichen Versorgung und Entsorgung, in der Ernährungswirtschaft, im Transport- und Verkehrswesen sowie in der Informationstechnik und Telekommunikation
- Personen, die in Einrichtungen und Diensten der Kinder- und Jugendhilfe und in Schulen tätig sind
- Personen, die im Lebensmitteleinzelhandel tätig sind
- Personen mit prekären Arbeits- oder Lebensbedingungen
- zwei enge Kontaktpersonen von einer nicht in einer Einrichtung befindlichen pflegebedürftigen Person

Verwendete Quellen:
- Pressemitteilung des Gesundheitsministeriums

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mjs

So facettenreich zeigen sich die Saarländer:innen in TV-Shows

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Im Bild zu sehen (von links nach rechts): Nadine L. (YouTube/Kung Li), Franz Eder (YouTube/TheTobiTurbo), Lisa Volz (dpa-Bildfunk/Ursula Düren) und Kevin Jenewein (BeckerBredel)

Mit Spannung blickt derzeit ganz Deutschland auf das Saarland. Der Grund: das Öffnungsmodell hierzulande. Manchmal sind es aber auch einzelne Persönlichkeiten, die in den Blick der Öffentlichkeit geraten. Dass es dabei nicht immer um bekannte Politiker:innen oder Persönlichkeiten gehen muss, beweisen beispielsweise einige Reality-Show-Formate.

Saarländer:innen in TV-Shows

Wir haben uns auf die Suche nach populären, witzigen oder einfach nur interessanten Auftritten von Saarländer:innen in TV-Shows gemacht. Eine Auswahl davon gibt es hier:

Verwendete Quellen:
- eigene Berichte
- eigene Recherche

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Chance für Saar-Firmen: go-digital übernimmt Kosten für Shop oder Website

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Digital neue Geschäftsfelder erschließen: Ein Online-Shop kann zum Beispiel neue Kunden anlocken oder neue Absatzmärkte erschließen. Foto: Jenko Ataman

Wer aktuell in einem Geschäft einkaufen will, muss zuvor einen Termin vereinbaren. Mit einem digitalen Terminkalender auf einer mobilen Website ist dies spontan vor Ort möglich. Web-Adresse oder QR-Code an der Ladentür anbringen. Schon können Kunden spontan online ihren Terminslot buchen. Der Besuch ist sofort registriert, der Einkauf kann beginnen.

Die Corona-Krise hat Firmen vor Augen geführt, wie wichtig gute digitale Lösungen sind. Sei es die Online-Terminvergabe, ein Shop, eine informative Website oder ein guter Socialmedia-Auftritt. Damit gelingt es Unternehmen, mit ihren Kunden in Kontakt zu bleiben, Abhol-, Lieferdienste oder Click & Collect zu organisieren und Präsenz zu zeigen.

Mehr Infos zur Förderung

Das Bundeswirtschaftsministerium greift Firmen bei diesen Investitionen unter die Arme. Das Programm go-digital fördert Projekte mit bis zu 50 Prozent der Gesamtsumme. Maximal übernimmt das Ministerium 16.500 Euro.

Im Mittelpunkt von go-digital stehen kleine und mittlere Unternehmen, die jetzt wichtige Digitalisierungsschritte gehen müssen: Die Firmen dürfen maximal 99 Mitarbeiter und nicht mehr als 20 Millionen Euro Umsatz im vergangenen Jahr erzielt haben.

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Beliebter Service: Kunden schätzen die Möglichkeit Termine direkt online buchen zu können. Foto: ra2 studio

Wie können Unternehmen im Saarland profitieren?

Was können Unternehmen im Saarland tun, um mit dieser Entwicklung Schritt zu halten? Klar ist: Viele müssen digital nachlegen. Ihre Präsenz verbessern, neue Wege gehen. Corona hat vieles beschleunigt. go-digital fördert diese Investitionen.

Mehr Infos zur Förderung

Kunden binden: Eine professionelle Website, ein Shop oder digitales Marketing helfen dabei, mit Kunden in Kontakt zu bleiben. Das sichert langfristig Umsatz.

Neue Kunden gewinnen: 90 Prozent der Kunden in den kaufrelevanten Zielgruppen informieren sich vor einer Kaufentscheidung oder einer Anbietersuche zuerst digital. Eine gut gemachte Website dient hier als wichtiger Erstkontakt.

Konkurrenzfähig bleiben: Für lokale Händler gilt: Attraktiv bleiben, auf sich aufmerksam machen. Online-Marketing, zum Beispiel über Google und Facebook, ist deutlich günstiger und meist effizienter als klassische Werbemaßnahmen.

Förderung für Shop, Website, Marketing

Für die digitale Markterschließung ist im Saarland die Agentur N49 qualifiziert. Die Experten für Webdesign und digitales Marketing sitzen in der Saarbrücker Gutenbergstraße.

Mehr Infos zur Förderung 

"Beratungstermine finden aktuell vor allem unkompliziert per Videokonferenz statt", sagt Christian Lauer, Chef der Digitalagentur. Termine können ganz unkompliziert über die Website gebucht werden. "Die Erstberatung ist selbstverständlich kostenlos", sagt Christian Lauer. "Nach 30 Minuten können wir sagen, ob eine Förderung durch das go-digital-Programm möglich ist und in welche Richtung es gehen kann." Damit möglichst viele Saar-Unternehmen die Chance haben, das Förderprogramm zu nutzen, hat N49 kürzlich auch im Rahmen eines Webinars bei IHK Rgional über go-digital informiert.

Das go-digital-Programm fördert den Aufbau einer professionellen Website, die Einführung eines Online-Shops, Digitales Marketing (z.B. Google, Facebook, Socialmedia etc.) sowie die Entwicklung einer grundsätzlichen Online-Marketing-Strategie.

Mehr als 100 Unternehmen bisher beraten

Seit Januar hat die Saarbrücker Agentur rund 100 Unternehmen zu go-digital beraten. Zu den Kunden der Saarbrücker Agentur gehören kleinere und mittlere Unternehmen, genauso wie saarländische Städte und Gemeinden, Verbände oder Ministerien.

"Wir analysieren gemeinsam mit unseren Kunden den Bedarf und definieren die Schritte für eine erfolgreiche, digitale Umsetzung", sagt Manuel Trutter. Er leitet die Digitalberatung bei N49. Insgesamt kümmern sich 35 Agenturmitarbeiterinnen und -mitarbeiter um die Kunden. "Digitalisierungsideen finden wir eigentlich immer", sagt Manuel Trutter, "wenn wir es schaffen, ein saarländisches Unternehmen ein Stück zukunftsfähiger zu machen, freut uns das besonders."

Mehr Infos zur Förderung 

Damit nicht nur Amazon & profitieren

In der aktuellen Krise profitieren aktuell die großen Online-Händler. Amazon hat kürzlich aktuelle Zahlen veröffentlicht: Der Gewinn von Amazon hat sich während der Corona-Krise verdoppelt. Kunden gewöhnen sich an die Vorteile des Online-Shoppings. 50% der Menschen haben im Jahr 2020 Produkte im Internet gekauft, die sie zuvor noch nie online kauften. Plötzlich liebgewonnene Gewohnheiten legen Kunden wahrscheinlich auch nach der Krise nicht mehr so leicht ab. Das sollte nicht so bleiben. Deshalb unterstützt go-digital insbesondere kleine und mittlere Unternehmen. 

Kontakt:

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N49 Agentur für Konzept und Performance GmbH
Gutenbergstraße 11-23
66117 Saarbrücken

www.n49-beratung.de

hallo@n49.de
Tel. 0681 502-3633

Bürozeiten: Mo - Fr 9:00 - 17:00 Uhr

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Saarland-Nachrichten: Die wichtigsten Meldungen vom Mittwoch

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Die aktuellen Nachrichten aus dem Saarland gibt's auf SOL.DE täglich im Überblick. Foto: BeckerBredel

Dritte Prio-Gruppe kann sich ab morgen für Impftermin anmelden

Im Saarland haben alle Personen aus den ersten beiden Priorisierungsgruppen einen Impftermin. Schon ab morgen können sich daher Menschen, die zur dritten Gruppe gehören, für eine Corona-Impfung anmelden. Mehr dazu: Saarländer:innen aus dritter Prio-Gruppe können sich ab morgen zur Impfung anmelden

Feuerwehr, THW und Co.: Sonderimpfung muss umgestellt werden

Wegen einer Herstellerwarnung von AstraZeneca muss die Sonderimpfung für Blaulichtorganisationen im Saarland umgestellt werden. Das teilte das saarländische Gesundheitsministerium am Mittwochabend (14. April 2021) mit. Mehr dazu: Wegen AstraZeneca-Warnung: Sonderimpfung für Ehrenamtliche im Saarland muss umgestellt werden 

Ab Montag gibt es an weiterführenden und beruflichen Schulen im Saarland eine Testpflicht. Schüler:innen, Lehrkräfte und Personal sollen sich dann mit Selbsttests auf das Coronavirus testen. Für Kinder an Grund- und Förderschulen bleibt es zunächst beim alten Modell. Mehr dazu: Testpflicht an bestimmten Saar-Schulen kommt 

Mann bei Unfall auf A6 schwer verletzt

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"Erschießt A. Merkel": Stadtratsmitglied in St. Ingbert veröffentlicht Hass-Beitrag

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Ein Mitglied des St. Ingberter Stadtrats hat auf Facebook einen Hassbeitrag veröffentlicht und muss jetzt mit strafrechtlichen Konsequenzen rechnen. Symbolfoto: picture alliance/dpa | Carsten Rehder

Stadt St. Ingbert will Strafanzeige gegen Ratsmitglied stellen

Laut einem Bericht des "SR" möchte die Stadt St. Ingbert gegen ein Stadtratsmitglied von den "Freien Wählern" Strafanzeige stellen. Auslöser für die Anzeige soll demnach ein Hassbeitrag des Mannes auf dem sozialen Netzwerk Facebook sein. In einem öffentlichen Post auf seiner privaten Facebook-Seite soll der Mann dazu aufgerufen haben, Bundeskanzlerin Angela Merkel und andere Mitglieder der CDU zu erschießen.

Mann ruft zu Gewalt auf

Nach Angaben des "SR" soll der Gewaltaufruf konkret wie folgt ausgesehen haben: "Erschießt A.Merkel und weitere der schwarzen Plage und schon geht es Deutschland besser". Der entsprechende Beitrag ist inzwischen entfernt worden.

Da es sich dabei um einen öffentlichen Aufruf zu einer Straftat handelt, ist das für den St. Ingberter Oberbürgermeister Ulli Meyer (CDU) und den St. Ingberter CDU-Stadtverband ein klarer Fall für eine Strafanzeige. Oberbürgermeister Meyer soll nun darauf drängen, dass das Ratsmitglied der "Freien Wähler" sich in der kommenden Ratssitzung hinsichtlich seines Beitrags erkläre. Zudem sollen alle Ratsmitglieder eine "Ehrenerklärung" für einen respektvollen Umgang unterzeichnen.

Autor des Beitrags bereut seinen Fehler

Der "SR" hat den Autor des Hassbeitrags inzwischen kontaktiert und von diesem eine Stellungnahme erhalten. Demnach bereue der Mann seinen Post mittlerweile und sehe ihn als Fehler ein. Er gab an, dass er sich "zu sehr über die aktuelle Politik aufgeregt" und dabei die Nerven verloren habe. Der Mann hat im Anschluss nicht nur den hasserfüllten Beitrag entfernt, sondern sein komplettes Facebook-Konto gelöscht.

Stadt St. Ingbert schickt Mitarbeiter nach Facebook-Beitrag in KZ-Gedenkstätte

Es ist übrigens nicht das erste Mal, dass die Stadt St. Ingbert in diesem Jahr auf einen mehr als unredlichen Facebook-Post reagieren musste. So hatte ein Mitarbeiter des städtischen Bauhofs einen Beitrag mit einem Judenstern sowie der Inschrift "nicht geimpft" verfasst. In der Folge wurde der Mitarbeiter der Stadt nicht nur abgemahnt, sondern erhielt darüber hinaus noch eine gratis Geschichtsstunde in Form eines Besuchs einer KZ-Gedenkstätte: "Mitarbeiter von Bauhof in St. Ingbert muss nach Facebook-Post in KZ-Gedenkstätte".

Verwendete Quellen:
- Bericht des "SR"
- eigener Bericht

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"Der Postillon" macht sich über Saarland-Modell lustig

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"Der Postillon" hat auf satirische Weise Kritik am Saarland-Modell geübt. Screenshot links von der-postillon.com; Symbolfoto rechts: Oliver Dietze/dpa

Die Kritik am Öffnungskonzept der saarländischen Landesregierung reißt nicht ab. Bereits im Vorfeld gab es vor allem aus Politik und Wissenschaft zahlreiche Beanstandungen am sogenannten Saarland-Modell: "Wegen Lockerungen: Ganz Deutschland schaut auf das Saarland". Die Bilanz des Modellprojekts fiel nach der ersten Woche auch alles andere als rühmlich aus. So ist die Sieben-Tage-Inzidenz im Saarland seit Beginn des Saarland-Modells von 77,8 auf inzwischen (Stand 14. April, 13.30 Uhr) 134,4 gestiegen.

"Postillon" macht sich über Saarland-Modell lustig

Grund genug, dass sich nun auch "Der Postillon" in die lange Liste der Kritik einreiht. Mit dem Artikel "Modellprojekt: Saarland will testen, was passiert, wenn man ohne Fallschirm aus einem Flugzeug springt" macht sich die beliebte Satire-Seite über das Öffnungskonzept der saarländischen Landesregierung lustig.

Kritik wegen Ignoranz wissenschaftlicher Empfehlungen

"Der Postillon" schreibt unter anderem davon, dass das Saarland ein "wegweisendes Modellprojekt zum Umgang mit der Schwerkraft" auf den Weg bringen möchte und persifliert damit das Vorgehen der Landesregierung, dass sich nach Ansicht der Satire-Seite gegen jegliche Erkenntnisse und Empfehlungen der Wissenschaft richtet.

So zitiert "Der Postillon" auch den fiktiven Projektleiter Peter Kollmann wie folgt: "Klar, Wissenschaftler sagen, dass man so einen Sturz ohne Fallschirm aus 4000 Metern Höhe sicher nicht überlebt und es gibt wohl auch schon Aufzeichnungen von solchen Sprüngen, die nichts Gutes ahnen lassen, räumt der 34-Jährige ein. Aber wenn man da jetzt kein Modellprojekt macht, wie will man sich da 100 Prozent sicher sein? Und: Wie woher will man wissen, ob das auch im Saarland alles gilt?"

"Postillon" nimmt auch Corona-Ampel auf die Schippe

Zudem kritisiert "Der Postillon" die Waghalsigkeit des Projekts. Ministerpräsident Tobias Hans hatte die Rügen am Saarland-Modell, wonach das Öffnungskonzept in der aktuellen Situation zu risikoreich sei, mehrmals mit dem Hinweis auf die Möglichkeit einer Notbremse zurückgewiesen. Im Saarland soll eine sogenannte "Corona-Ampel" auf "Rot" gestellt werden, sobald "eine Überlastung des Gesundheitswesens droht". Wann dies genau der Fall sein soll, ließ die Landesregierung bislang allerdings offen.

Experiment riskiere Menschenleben

"Der Postillon" kritisiert auf gewohnt pointiert satirische Weise, dass das Ziehen der Notbremse den Personen nicht mehr hilft, deren Leben aufgrund des Experiments in Gefahr gebracht wird. So heißt es im Satire-Artikel: "Sollte sich wider Erwarten herausstellen, dass bei dem Modellprojekt Menschen zu Schaden kommen, sind wir aber natürlich bereit, jederzeit die Reißleine zu ziehen", so Saarlands Ministerpräsident Tobias Hans. "Also wir als Bundesland jetzt, nicht unsere Studienteilnehmer. Die haben ja gar keine. Haha."

Verwendete Quellen:
- Beitrag von "Der Postillon" vom 14.04.2021
- eigene Berichte

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Trächtige Katzen aus der "Hölle" in St. Arnual gerettet: Nur zwei Kitten noch am Leben

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Nur zwei neugeborene Kätzchen von Müttern aus der "Hölle" in St. Arnual haben überlebt. Foto: BeckerBredel

Am 7. März 2021 wurden aus einem Haus in St. Arnual etwa 200 tote Katzen geborgen. Auf dem Grundstück fand die Polizei zudem mehrere lebende, aber verwahrloste Tiere. Sie wurden in Auffangstationen wie dem Bertha Bruch Tierheim untergebracht.

Nur zwei neugeborene Kätzen im Katzenhaus haben überlebt

Auch das Katzenhaus in Oberwürzbach nahm sich sieben Katzen an - darunter auch zwei werdende Mütter. Alle seien mangel- oder unterernährt gewesen. Von den neun geborenen Kätzchen sind heute nur noch zwei am Leben. Das berichtet die Presseagentur BeckerBredel. 

Katzenmutter verstieß ihren Nachwuchs

Zwei der Kitten seien laut "Bild"-Zeitung bereits tot zur Welt gekommen. Die Mutter verstieß die übrigen, weshalb sie bei der anderen Katzendame aufwachsen sollten. Diese hatte zunächst gesunde Jungen zur Welt gebracht, die jedoch "winzig" gewesen seien. Inzwischen sind auch von den überlebenden Kätzchen fünf weitere verstorben

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Die beiden überlebenden Kitten werden im Katzenhaus in Oberwürzbach aufgepäppelt. Foto: BeckerBredel

Gerettete Katzen können bald vermittelt werden

Die geretteten Katzen sind derweil auf dem Weg der Besserung. Sowohl das Bertha-Bruch-Tierheim als auch das Katzenhaus Oberwürzbach wollen bald mit der Vermittlung beginnen. Insgesamt suchen dann rund 60 Katzen ein neues Zuhause. 

Bisherige Artikel zu den geretteten Katzen aus St. Arnual: 

22.03.2021: Überlebende Katzen aus der "Hölle" in St. Arnual sind auf dem Weg der Besserung
15.03.2021: Riesige Hilfewelle: "Fressnapf" sammelt für gerettete Katzen aus St. Arnual
10.03.2021: Bruch-Tierheim Saarbrücken: Weitere Katzen aus der "Hölle" befreit
09.03.2021: Tierschützer:innen kämpfen jetzt ums Überleben der in Saarbrücken geretteten Katzen
08.03.2021: Bis zu 200 tote Katzen in Saarbrücker Wochenendhaus entdeckt

Verwendete Quellen:
- Presseagentur BeckerBredel
- Bild
- Katzenhaus Oberwürzbach
- eigene Artikel

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Typische Anwendungsfehler: So wendet ihr Selbsttests richtig an

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Bei der Anwendung der Selbsttests kann man manches falsch machen. Foto: Julian Stratenschulte/dpa-Bildfunk

Mit frei erhältlichen Selbsttests kann sich jede:r daheim auf das Coronavirus testen. Doch auch wenn die beigelegte Beschreibung eigentlich keine Fragen offen lässt, gibt es bei der Anwendung der Antigen-Schnelltests aus Supermarkt, Drogerie oder Apotheke immer wieder Unsicherheiten. Ein HNO-Arzt erläutert typische Anwendungsfehler - und wie man sie vermeidet:

Die Lagerung

Nicht zu kalt und nicht zu warm sollte der Karton in der Wohnung liegen. Also weder im Gefrierschrank noch in der prallen Sonne - Studien deuten darauf hin, dass solch eine Lagerung die Ergebnisse des Tests verfälschen könnte.

"Sie können ganz normal bei Raumtemperatur aufbewahrt werden", empfiehlt HNO-Arzt Bernhard Junge-Hülsing aus Starnberg/Bayern. Bei welchen Temperaturen der Karton mit dem Test gelagert werden darf, steht in der Regel auf der Verpackung oder zumindest im Beipackzettel.

Wichtig ist: Es gibt einen kleinen aber feinen Unterschied zwischen Lagertemperatur und Anwendungstemperatur. Zum Zeitpunkt der Anwendung sollten die Tests stets Raumtemperatur haben - wer sie also an einem kühleren Ort gelagert hat, sollte sie für eine gewisse Zeit auf der Arbeitsfläche liegen lassen und nicht sofort benutzen.

Die Durchführung

Hygiene ist elementar, um das Testergebnis nicht zu verfälschen. Darum sollte die Arbeitsfläche sauber sein und bevor man loslegt, wäscht man sich gründlich die Hände - unter anderem, weil man nach dem Rühren der Tupferspitze in der Pufferlösung einen Verschluss mit Ausguss auf das Röhrchen stecken muss.

Wer mehrere Personen, zum Beispiel sich und seine Kinder, testet, kann die Teströhrchen nicht alle in der Hand halten. Junge-Hülsings Tipp: Wäscheklammern verhindern das Umfallen. Die klemmt man unten an die Röhrchen. Dort sind sie quasi eine Stütze und sorgen dafür, dass die Röhrchen aufrecht stehen und man problemlos arbeiten kann.

Der Abstrich

In aller Regel ist für den Selbsttest ein Nasenabstrich gefordert. Und zwar in beiden Löchern. Es reicht doch, den Tupfer in eines zu stecken, könnte man meinen - ein Trugschluss. "Dadurch bekommt man womöglich zu wenig Sekret an den Tupfer", sagt Junge-Hülsing. Der Tupfer gehört also in beide Löcher.

Es ist nach Angaben des Mediziners auch keine gute Idee, sich vorher gründlich die Nase zu putzen. Dies hat womöglich den gleichen Effekt wie das Aussparen eines Lochs: zu wenig Sekret am Tupfer.

Einen Anhaltspunkt dafür, dass vergleichsweise wenig Sekret am Tupfer gelandet ist, liefert nach Angaben von Junge-Hülsing die Farbe des Kontrollstriches auf der Testkassette. "Ist dessen Farbe nur sehr blass, spricht das für wenig Sekret." Dann steige das Risiko eines falsch-negatives Ergebnisses, so der Arzt. Also, dass der Test negativ ausfällt, obwohl man positiv ist.

Wie tief muss der Tupfer in die Nase?

Ansonsten gilt beim Umgang mit dem Tupfer: Vorsicht und Gefühl. Bei den Selbsttests muss der Tupfer nicht bis in den Übergang von Nase zu Rachen geschoben werden. Zwei bis vier Zentimeter tief ins Nasenloch, das genügt. Und zwar flach in Richtung Gehörgangsboden und nicht schräg nach oben - dabei drohen Verletzungen.

Das bedeuten die Buchstaben

Das Ergebnis: Hier lauert nach Einschätzung des HNO-Mediziners die wohl größte Fehlerquelle. Viele halten nämlich einen Strich bei C für ein positives Ergebnis. Dabei steht C nicht für Corona, sondern für Control, also Kontrolle. "Wenn bei C kein Strich ist, ist der Test nicht verwertbar."

Das T steht für Test - das ist die relevante Stelle für die Frage, ob man positiv oder negativ ist. Konkret bedeutet das: Sind bei C und T Striche zu sehen, ist der Test positiv ausgefallen. Ist nur bei C ein Strich zu sehen, ist der Test negativ. Ist nur bei T ein Strich zu sehen, ist er ungültig - das gilt auch, wenn gar kein Strich erscheint.

Was, wenn der Test positiv ist?

Und was fängt man mit dem Ergebnis an? "In dem Moment, wo der Test positiv ist, ist Sense", so formuliert es Junge-Hülsing. Was er damit meint: Ab dann sollte man Kontakte meiden und sich umgehend bei einem Arzt oder einer Ärztin oder in einem Testzentrum um einen genaueren PCR-Test bemühen, um das Ergebnis des Selbsttests zu bestätigen.

Was, wenn er negativ ist?

Ein negativer Selbsttest wiederum ist kein Freibrief. Nicht nur aufgrund möglicher Anwendungsfehler bietet er keine Garantie, dass man nicht doch positiv und ansteckend ist. Experten wie der Virologe Christian Drosten weisen darauf hin, dass die Tests gerade am Anfang der Infektion oft noch negativ ausfallen - obwohl man womöglich bereits genug Viren in sich trägt, um andere anzustecken. Man tut also gut daran, die Hygieneregeln auch bei negativem Selbsttest-Ergebnis weiterhin einzuhalten.

Verwendete Quellen:
- Deutsche Presse-Agentur

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Wegen AstraZeneca-Warnung: Sonderimpfung für Ehrenamtliche im Saarland muss umgestellt werden

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Symbolfoto links: Stefan Sauer/dpa; Symbolfoto rechts: Harald Tittel/dpa

Sonderimpfungen für Blaulichtorganisationen im Saarland verschoben

Laut einer Mitteilung des saarländischen Gesundheitsministeriums vom heutigen Mittwochabend müssen die geplanten Sonderimpfungen für Blaulichtorganisationen mit dem Impfstoff von AstraZeneca wegen Sicherheitsbedenken des Herstellers umgestellt werden. Eigentlich hätten die rund 7.000 saarländischen, ehrenamtlichen Einsatzkräfte von Feuerwehr, DRK und THW im Rahmen einer Sonderaktion ein bevorzugtes Impfangebot mit dem Präparat von AstraZeneca erhalten sollen.

Herstellerwarnung von AstraZeneca hat Auswirkungen auf Impfungen im Saarland

Nun heißt es in einer Erklärung des Gesundheitsministeriums: "Der Hersteller des Impfstoffes AstraZeneca hat gestern überraschend einen sogenannten 'Rote Hand-Brief' versendet, in dem mitgeteilt wird, dass AstraZeneca im Einvernehmen mit der Europäischen Arzneimittel-Agentur und dem Paul-Ehrlich-Institut empfiehlt, den Impfstoff nur im Einklang mit den offiziellen nationalen Impfempfehlungen – den Empfehlungen der Ständigen Impfkommission – zu impfen. Konkret bedeutet dies, dass von einer Anwendung für Personen unter 60 Jahre wegen der Berichte über Blutgerinnsel und Thombozytopenie bei Personen, die den Impfstoff erhalten haben, abgeraten wird".

Gesundheitsministerin Bachmann: "Das bedauern wir sehr"

Die Herstellerwarnung hat nun auch Auswirkungen auf die Sonderimpfungen für die saarländischen Blaulichtorganisationen. "Diese unvorhergesehene Mitteilung des Herstellers durchkreuzt all unsere Überlegungen und Vorbereitungen, allen Mitgliedern der Blaulichtverbände eine frühe Impfung im Saarland zukommen zu lassen. Das bedauern wir sehr", erklärte Gesundheitsministerin Monika Bachmann am Mittwochabend.

Keine Sonderimpfungen mit anderen Impfstoffen

Wegen der Knappheit des Impfstoffes sei es leider nicht möglich, entsprechende Sonderimpfungen mit anderen Impfstoffherstellern anzubieten. "Die saarländischen Impfzentren erhalten nur ein beschränktes Kontingent von BioNTech/Pfizer und Moderna. Dem Wunsch des Landes an den Bund, den saarländischen Impfzentren dauerhaft größere Impfstoffmengen zukommen zu lassen, wurde abgelehnt", heißt es hierzu in einer Erklärung des Gesundheitsministeriums.

Saarland öffnet Impfungen für dritte Priorisierungsgruppe

Das Gesundheitsministerium hat sich aufgrund der aktuellen Situation nun dazu entschieden, dass sich Personen aus der dritten Priorisierungsgruppe bereits ab morgigen Donnerstag (14. April 2021) für eine Corona-Impfung anmelden können.

"Um die Impfreihenfolge nach der Priorisierung des Bundes einzuhalten und gleichzeitig aber allen Mitgliedern auch der Blaulichtverbände die Möglichkeit eines Impfangebotes zu machen, haben wir im Impfstab entschieden, die ‚Priorität 3‘ ab morgen zu öffnen. Mitglieder der Feuerwehr, des DRK und des THW können sich ab morgen auf der Impfliste anmelden", so das Gesundheitsministerium. Dann könnten auch Hausärzt:innen im Saarland den Mitgliedern der Hilfsverbände ein Impfangebot im Rahmen ihres Impfkontingents machen, so das Gesundheitsministerium weiter.

Was passiert mit dem Sonderkontingent an AstraZeneca-Impfstoff?

Laut Angaben des saarländischen Gesundheitsministeriums steht das Sonderkontingent von 14.000 Dosen des AstraZeneca-Präparats weiterhin für über 60-jährige Mitglieder der Blaulichtverbände bereit. "Ab der nächsten Woche, können ähnlich den Nachtimpfungen im Impfzentrum der Bundeswehr in der Kaserne Lebach, in allen drei Impfzentren Sondertermine online oder über die Hotline gebucht werden. Voraussetzung für einen vorgezogenen Impftermin mit AstraZeneca ist, dass die Person Mitglied in einem Blaulichtverband und über 60 Lebensjahre alt ist", heißt es hierzu in einer aktuellen Mitteilung des Gesundheitsministeriums.

Verwendete Quellen:
- Angaben des saarländischen Gesundheitsministeriums vom 14.04.2021
- eigene Berichte

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Radfahrer (50) fährt Polizistin (29) in Völklingen-Luisenthal vorsätzlich um: Beamtin dienstunfähig

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In Völklingen-Luisenthal hat ein 50-jähriger Radfahrer eine 29-jährige Polizistin umgefahren. Diese wurde derart schwer verletzt, dass sie ihren Dienst nicht fortsetzen konnte. Symbolfoto: picture alliance / dpa | Lukas Schulze

50-jähriger Radfahrer beleidigt Polizist:innen in Völklingen-Luisenthal

Am Dienstagmittag wurde ein Streifenkommando der Polizei Völklingen gegen etwa 14.00 Uhr in der Straße des 13. Januar in Völklingen-Luisenthal auf einen entgegenkommenden Fahrradfahrer aufmerksam, da dieser die Polizist:innen "im Vorbeifahren unmissverständlich mit Handzeichen beleidigte", wie es in einer Mitteilung der Polizei Völklingen heißt.

Die Beamt:innen nahmen daraufhin die Verfolgung des Radfahrers mit ihren Streifenwagen auf, um den Mann zur Rede zu stellen. Trotz mehrfacher und deutlicher Aufforderung anzuhalten, fuhr er unbehelligt weiter.

Radfahrer fährt 29-jährige Polizeibeamtin an

In der Folge konnte die Polizei die Fahrbahn durch den quergestellten Streifenwagen und einer neben dem Fahrzeug stehenden Polizeibeamtin derart verengen, dass ein Vorbeikommen des Radfahrers nicht mehr möglich war. Statt anzuhalten, fuhr der Mann allerdings einfach mit voller Geschwindigkeit in die Polizistin, sodass es zu einer Kollision kam. Beide stürzten daraufhin heftig zu Boden.

Polizistin vorerst dienstunfähig

Die 29-jährige Polizistin wurde dadurch so schwer verletzt, dass sie ihren Dienst nicht mehr fortsetzen konnte. Der 50-jährige Radfahrer wurde lediglich leicht verletzt. Der rücksichtslos agierende Mann zeigte sich auch in der Folge weiterhin aggressiv, beleidigte die Polizeikräfte fortwährend und unterstellte ihnen, ihn grundlos angehalten zu haben.

Mehrere Ermittlungsverfahren gegen aggressiven Radfahrer eingeleitet

Trotz des ungewöhnlich aggressiven Verhalten des 50-Jährigen gab es laut Angaben der Polizei keine Hinweise auf eine alkoholische oder drogenbedingte Beeinflussung. Gegen den Radfahrer wurden nun mehrere Ermittlungsverfahren, unter anderem wegen eines gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr, Beleidigung und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte eingeleitet.

Verwendete Quellen:
- Mitteilung der Polizei Völklingen vom 14.04.2021

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Millionenförderung: Landwirtschaft und Dörfer im Saarland erhalten mehr Geld

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Agrarminister Reinhold Jost (SPD) erklärte, dass das Saarland bei den ländlichen Entwicklung künftig "aus den Vollen schöpfen" könne. Foto: BeckerBredel

Der ländliche Raum im Saarland mit etwa 300 Dörfern soll in den kommenden Jahren deutlich mehr Fördergelder aus der EU erhalten. Wie Agrarminister Reinhold Jost (SPD) im Landtag in Saarbrücken erklärte, seien die mageren Jahre bald vorbei. In den Verhandlungen der Agrarminister:innen wurde Ende März ein Kompromiss erreicht. Dieser werde sich "für das Saarland so positiv auswirken wie es vor wenigen Monaten niemand für möglich gehalten hätte".

Insgesamt 58 Millionen aus EU-Mitteln für Saar-Landwirtschaft

Zwischen 2023 und 2027 kann laut Jost "aus den Vollen geschöpft werden". In den fünf Jahren soll die ländliche Entwicklung jeweils mit mehr als doppelt so vielen EU-Mitteln gefördert werden, als zwischen 2014 und 2020. Das Saarland soll rund 43 Millionen Euro aus dem Fonds erhalten. Das sind 14,5 Millionen Euro mehr als in den sieben Vorjahren. 

Dazu kommen Umschichtungsmittel aus dem europäischen Garantiefonds Landwirtschaft (EGFL) in Höhe von rund 15 Millionen Euro. Insgesamt stehen damit zusätzliche 58 Millionen Euro aus EU-Mitteln zur Verfügung. Da in Teil davon kofinanziert werden muss, forderte Jost weitere Mittel vom Land. Die Kommunen wurden bereits zuvor auch vom Innenministerium finanziell unterstützt, um Fördergelder abrufen zu können.

So sollen die Gelder genutzt werden

"Der Aufholprozess mit anderen Regionen kann endlich auf Augenhöhe beginnen", erklärte Jost. Das Geld solle eingesetzt werden, um den ökologischen Landbau zu fördern, benachteiligte Gebiete zu unterstützen und wertvolle Grünlandflächen, die etwa die Hälfte der gesamten landwirtschaftlichen Nutzfläche ausmachen, zu erhalten. Auch in Umwelt, Tierwohl und die Erneuerung der Infrastruktur von rund 300 saarländischen Dörfern soll investiert werden. 

Alle Landtagsfraktionen lobten den Förderungsanstieg

Der Anstieg der Fördergelder wurde von allen Fraktionen gelobt. "Das ist wirklich ein Erfolg für unser Land. Wir begrüßen das Ergebnis", sagte die Abgeordnete Barbara Spaniol (Linke). Nun seien klare Richtlinien bei der Planung der Dorfentwicklung nötig. Zudem solle Tierwohl und die Direktvermartkung regionaler Produkte unterstützt werden.

Auch Günter Heinrich (CDU) befand, die Erhöhung der Fördermittel sei "ein Erfolg, auf den wir stolz sein können". Er lobte den "beherzten Einsatz der Bundeslandwirtschaftsministerin" Julia Klöckner (CDU) für die Interessen der Bauern. "Wir wollen die Landwirtschaft im Land behalten als Garant für gute Lebensmittel."

Magnus Jung (SPD) erklärte: "Weil der ländliche Raum so wichtig ist, müssen wir auch in den ländlichen Raum investieren." Der Landtag müsse daher auch für eine maximale Kofinanzierung von Fördergeldern aus dem Landeshaushalt sorgen. Auch die AfD nahm die Förderung wohlwollend auf: "Das ist unser Geld, das wir als Deutsche und als Saarländer in Europa eingezahlt haben", so der Fraktionsvorsitzende Josef Dörr.

Verwendete Quellen:
- Deutsche Presseagentur

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Saar-Gericht entscheidet: Präsenz-Nachhilfe bleibt untersagt

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Der Betreiber mehrerer Nachhilfe-Einrichtungen hatte einen Eilantrag gegen die Untersagung gestellt. Foto: dpa-Bildfunk

Nachhilfeunterricht in Präsenzform bleibt im Saarland untersagt. Das hat das Oberverwaltungsgericht am heutigen Mittwoch (14. April 2021) entschieden. Der Betreiber mehrerer Nachhilfe-Einrichtungen im Land hatte zuvor einen Eilantrag gegen das Verbot gestellt.

Betreiber sieht sich benachteiligt

Auch wandte er sich dagegen, dass ihm seit dem 12. April 2021 nach dem Saarland-Modell Nachhilfe nur erlaubt ist, wenn die Teilnehmer:innen einen negativen Corona-Test vorlegen. Der Betreiber sah sich gegenüber Fahrschulen und Erste-Hilfe-Kursen sowie öffentlichen Schulen benachteiligt und sah in der Untersagung auch eine Verletzung seiner Berufsfreiheit.

So begründet der Senat die Entscheidung

Der Senat wies den Antrag mit der Begründung ab, die Untersagung beziehungsweise Einschränkung von Präsenzunterricht an außerschulischen Bildungseinrichtungen sei ein "geeignetes und angemessenes Mittel zur Eindämmung des dynamischen Infektionsgeschehens". Daher müssten die Geschäftsinteressen des Antragstellers vorübergehend zurücktreten.

Verwendete Quellen:
- Mitteilung des saarländischen Oberverwaltungsgerichtes, 14.04.2021

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Schwerer Unfall auf A6: Mann bei St. Ingbert verletzt

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Der Fahrer des Wagens wurde schwer verletzt. Foto: Brandon-Lee Posse/SOL.DE

Beim Zusammenstoß seines Wagens mit einem Sattelzug ist ein 63 Jahre alter Autofahrer auf der A6 bei St. Ingbert schwer verletzt worden. Ein 35-jähriger Lastwagenfahrer prallte aus zunächst unbekannten Gründen gegen 13.20 Uhr mit dem Mazda zusammen, wie die Polizei am Dienstag (13. April 2021) mitteilte.

Feuerwehr befreit Mann

Das Auto geriet dann ins Schleudern und wurde in die Schutzplanke gedrückt. Der 63-Jährige aus Kaiserslautern-Otterberg/Rheinland-Pfalz wurde in seinem Wagen eingeschlossen, sodass die Feuerwehr ihn aus dem Fahrzeug befreien musste. Ein Hubschrauber, der auf der Autobahn landen musste, brachte den Mann dann in ein Krankenhaus. An seinem Auto entstand Totalschaden. Die A6 wurde für fast fünf Stunden voll gesperrt.

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Ein Rettungshubschrauber brachte den Mann ins Krankenhaus. Foto: Florian Jung/Feuerwehr St. Ingbert

 

Rettungsgasse nicht richtig gebildet

Laut Feuerwehr gab es Probleme beim Erreichen der Unfallstelle. Die Rettungsgasse sei durch Lkws blockiert worden. Außerdem hätten Fahrzeuge die Fahrstreifen gewechselt, obwohl die Einsatzkräfte die Gasse mit Martinshorn befuhren.

Zwei Sanitäter:innen der Bundeswehr Ersthelfer

Zwei Notfallsanitäter:innen der Bundeswehr hatten die Erstversorgung des 63-Jährigen übernommen. Vor Ort waren neben 24 Feuerwehrleiten zehn Kräfte des Rettungsdienstes, ein Hubschrauber, ein Notarzt und die Polizei.

Die Polizei sucht nach Zeug:innen des Unfalls, Tel. (06894)1090.

Verwendete Quellen:
- Deutsche Presse-Agentur
- Mitteilung der Polizeiinspektion St. Ingbert, 13.04.2021
- Mitteilung der Feuerwehr St. Ingbert, 13.04.2021

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Patryk Kubek

Testpflicht an bestimmten Saar-Schulen kommt

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An weiterführenden und beruflichen Schulen im Saarland gilt ab Montag eine Testpflicht. Foto: Sven Hoppe/dpa-Bildfunk

Schüler:innen, Lehrkräfte und das Personal an weiterführenden und beruflichen Schulen im Saarland müssen sich ab Montag (19. April 2021) auf das Coronavirus testen. Sie sollen dabei die sogenannten Selbsttests benutzen, teilte das Bildungsministerium mit.

Tests für Grund- und Förderschüler:innen weiter freiwillig

An Grund- und Förderschulen bleibt es demnach für Schüler:innen bei freiwilligen Tests, die von geschultem Personal durchgeführt werden. Lehrer:innen und weiteres Personal dieser Schulen hingegen sollen sich ab Montag selbst testen.

Wird Testpflicht auf alle Schulen ausgeweitet?

Der Saarländische Lehrerinnen- und Lehrerverband (SLLV) monierte, dass die Testpflicht nicht für Schüler:innen der Grund- und Förderschulen gelte. "Warum nimmt man die Grundschulen und die Förderschulen aus der Verpflichtung heraus? Das Infektionsgeschehen findet dort gleichermaßen statt", sagte die Vorsitzende Lisa Brausch. In den Grundschulen müsse man mit fachlicher Unterstützung zweimal wöchentlich testen, solange es noch keine praktikablen Selbsttests gebe. Doch offenbar plant der Bund, die Testpflicht künftig auf alle Schulformen auszuweiten - also auch auf Grund- und Förderschulen. Das Saarland wolle jetzt genügend Testkapazitäten aufbauen, sagte Bildungsministerin Christine Streichert-Clivot (SPD) im "SR".

Schulen bleiben im Wechselunterricht

Der Ministerrat hatte am Dienstag entschieden, dass die Schulen im Land weiter im Wechselunterricht bleiben - mindestens noch für zwei Wochen. Es gebe derzeit ein sehr diffuses Infektionsgeschehen, die Lage sei nach den Öffnungsschritten im Rahmen des "Saarland-Modells" sehr unübersichtlich, hieß es. Der SLLV begrüßte die Entscheidung: "Alles andere wäre bei den steigenden Infektionszahlen und einer Inzidenz von über 100 nicht verantwortbar gewesen".

Verwendete Quellen:
- Website des saarländischen Bildungsministeriums
- eigene Berichte
- Saarländischer Rundfunk

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Dritte Prio-Gruppe im Saarland wird sehr bald geimpft

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Die dritte Prioritätengruppe kann im Saarland bald einen Impftermin gegen das Coronavirus bekommen. Foto: Julian Stratenschulte/dpa-Bildfunk

Im Saarland werden jetzt Corona-Impftermine auch für die über 60-Jährigen vergeben. Alle Bürger:innen, die zu den Impfprioritäten 1 und 2 gehörten, hätten mittlerweile einen Termin bekommen, sagte die saarländische Gesundheitsministerin Monika Bachmann (CDU) am heutigen Mittwoch (14. April 2021) im Landtag in Saarbrücken.

Termine ab Donnerstag oder Freitag

"Insoweit werden wir voraussichtlich morgen, spätestens übermorgen, die Priorität 3 scharf schalten. "Dies bedeute, dass nun eine Gruppe von etwa 300.000 Bürger:innen Termine bekommen könne. "Das wird für uns eine Riesenaufgabe", sagte Bachmann. Im Saarland seien bisher etwa 18 Prozent der Bevölkerung erstgeimpft. 

Wer zur Gruppe 3 gehört

Laut Gesundheitsministerium gehören zur dritten Gruppe Personen, die
- über 60 Jahre alt sind
- Erzieher:innen und Lehrkräfte sind
- im Lebensmitteleinzelhandel tätig sind
- mit prekären Arbeits- oder Lebensbedingungen zu tun haben
- in relevanter Position in Regierungen, Verwaltungen und den Verfassungsorganen, in Streitkräften, bei der Polizei, Feuerwehr, Katastrophenschutz und THW und der Justiz tätig sind
- in medizinischen Einrichtungen mit niedrigen Expositionsrisiko (Labore) und ohne Betreuung von Patient:innen mit Verdacht auf Infektionskrankheiten beschäftigt sind
- Kontaktperson von einer nicht in einer Einrichtung befindlichen pflegebedürftigen Person sind (maximal zwei)
- in relevanter Position in Unternehmen der kritischen Infrastruktur, in Apotheken und der Pharmawirtschaft, in der öffentlichen Versorgung und Entsorgung, in der Ernährungswirtschaft, im Transportwesen, in der Informationstechnik und in der Telekommunikation tätig sind
- ein erhöhtes Risiko für einen schweren oder tödlichen Krankheitsverlauf haben (nach individueller ärztlicher Beurteilung)

sowie Personen mit
- behandlungsfreien in Remission befindlichen Krebserkrankungen, wenn die Remissionsdauer mehr als fünf Jahre beträgt
- Immundefizienz oder HIV-Infektion, Autoimmunerkrankungen oder rheumatologische Erkrankungen
- Herzinsuffizienz, Arrhythmie, einem Vorhofflimmern, einer koronaren Herzkrankheit oderarterieller Hypertonie
- zerebrovaskulären Erkrankungen (wie Schlaganfälle/Hirnschläge) oder anderen chronischen neurologischen Erkrankungen
- Asthma bronchiale, mit chronisch entzündlicher Darmerkrankung oder Personen mit Diabetes mellitus (mit HbA1c < 58 mmol/mol oder< 7,5%)
- Adipositas (Personen mit Body-Mass-Index über 30)

Verwendete Quellen:
- Deutsche Presse-Agentur
- Website des saarländischen Gesundheitsministeriums, 14.04.2021

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205 Neuinfektionen mit dem Coronavirus im Saarland gemeldet

Im Saarland sind zurzeit 2.258 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Die Zahl ergibt sich aus den Daten, die das Gesundheitsministerium mit Stand vom Dienstag (13. April 2021), 16.00 Uhr, veröffentlicht hat.

205 neue Corona-Infektionen im Saarland

Demnach stieg die Gesamtzahl der gemeldeten Infektionen um 205 auf jetzt 33.866. Am Dienstag der vergangenen Woche waren es 54 Neuinfektionen gewesen. Die 7-Tages-Inzidenz beträgt damit 134,4 (Vorwoche: 73,8). Fünf Tage in Folge wurde im Saarland nun die 100er-Marke überschritten (Freitag: 103,7; Samstag: 125,0, Sonntag: 121,1, Montag: 119,1). Die Landesregierung schaltete die Corona-Ampel bereits am Sonntagabend auf Gelb.

Vier weitere Todesfälle gemeldet

Im Saarland sind vier weitere Corona-Todesfälle zu verzeichnen. Es handelt sich dabei um drei Personen aus dem Regionalverband Saarbrücken sowie eine Person aus dem Saarpfalz-Kreis. Die Zahl der Menschen, die im Zusammenhang mit dem Virus gestorben sind, liegt somit bei 954.

176 Personen im Krankenhaus

Als geheilt gelten inzwischen 30.654 Menschen (+140). Von den an Covid-19 erkrankten Patient:innen werden momentan 176 stationär behandelt (-14). Davon liegen 56 auf der Intensivstation (-2). 

So sieht es aktuell in den Kreisen aus

Die Gesamtfälle teilen sich wie folgt auf die Landkreise und den Regionalverband auf:
- Saarbrücken: 12.955 (+90 gegenüber dem Vortag)
- Merzig-Wadern: 2.845 (+18)
- Neunkirchen: 4.468 (+25)
- Saarlouis: 6.949 (+50)
- Saarpfalz: 3.915 (+19)
- St. Wendel: 2.734 (+3)

Wie die Statistik zustande kommt

Das saarländische Gesundheitsministerium versendet einmal am Tag Angaben zu der Entwicklung der Coronavirus-Zahlen. Es weist darin nur Fälle auf, die von den Gesundheitsämtern der Landkreise und des Regionalverbands bestätigt wurden. Über die tägliche Anzahl der Tests macht das Ministerium keine Angaben.

Begriffserklärung

Zahl der Fälle: Sie gibt die Gesamtzahl der Fälle im Saarland seit dem ersten Auftreten des Coronavirus an. Sie zeigt damit nicht an, wie viele Menschen zum aktuellen Zeitpunkt mit dem Virus infiziert sind. Genesene und Tote werden aus dieser Zahl nicht herausgerechnet.

Zahl der Genesenen: Sie gibt die Gesamtzahl der Personen an, die mit dem Coronavirus infiziert waren und inzwischen wieder geheilt sind.

Zahl der Toten: Sie zeigt die Gesamtzahl der Menschen an, die in Verbindung mit einer Corona-Infektion gestorben sind.

Zahl der aktiven Infektionen: Sie zeigt die aktuelle Zahl der Personen an, die das Coronavirus in sich tragen. Sie ergibt sich aus der Differenz aus der Gesamtzahl der Fälle und der Zahl der Geheilten sowie der Zahl der Toten.

Zahl der Intensivpatient:innen: Sie gibt die aktuelle Zahl der Personen an, die sich mit einer Coronavirus-Infektion auf einer Intensivstation befinden.

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Im Saarland wurden weitere Infektionen mit dem Coronavirus gemeldet. Symbolfoto: Oliver Berg/dpa-Bildfunk

Verwendete Quellen:
- Mitteilung des saarländischen Gesundheitsministeriums, 13.04.2021
- Website des saarländischen Gesundheitsministeriums
- eigene Recherche
- eigener Bericht
 

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