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Saarland-Nachrichten: Die wichtigsten Meldungen vom Freitag

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Die aktuellen Nachrichten aus dem Saarland gibt's auf SOL.DE täglich im Überblick. Foto: BeckerBredel

Die Zahl der Corona-Infizierten im Saarland ist um 232 gestiegen. Damit liegt die Sieben-Tage-Inzidenz hierzulande bei 128,7. Seit einer Woche überschreitet der Wert bereits die 100er-Marke. Alle aktuellen Daten im Überblick: Sieben-Tage-Inzidenz im Saarland seit einer Woche über 100 

Corona-Ampel im Saarland bleibt "Gelb": Das sind die Gründe

Nachdem der Expertenrat der Landesregierung am Mittwochabend noch geraten hatte, die Corona-Ampel auf "Rot" zu schalten, wenn sich die Infektionslage nicht verbessere, soll die Ampel nun doch vorerst auf "Gelb" bleiben. Der Grund sind leicht gesunkene Kennzahlen. Mehr dazu: Warum die Corona-Ampel im Saarland noch auf "Gelb" bleibt

Impftermine für Prio-Gruppe 3 sind begehrt

In den ersten zwei Stunden der Anmeldung haben sich schon rund 19.200 Saarländer:innen in die Corona-Impfliste eingetragen, die zur dritten Priorisierungsgruppe gehören. Mehr dazu: Run auf Impf-Termine für Prio-Gruppe 3 im Saarland 

Weitere Meldungen rund um die Corona-Pandemie:
Kerze ins Fenster: Ministerpräsident Hans ruft zu Gedenken an Corona-Tote auf
Arztpraxen im Saarland können sich Corona-Impfstoff künftig selbst aussuchen
Nationale Gedenkfeier für Todesopfer in der Corona-Pandemie am Sonntag

Am heutigen Freitag (16. April 2021) kam es in Saarbrücken zu einem SEK-Einsatz, nachdem am Mittag Schüsse im Bereich der Werder- und Hohenzollerstraße gefallen waren. Mehr zu dem Einsatz unter: SEK-Einsatz nach Schüssen in Saarbrücken

Kioskbesitzer in Saarbrücken mit Maschinenpistole bedroht

Stillstand bei Ford in Saarlouis

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SEK-Einsatz nach Schüssen in Saarbrücken

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SEK-Einsatz in Saarbrücken. Foto: BeckerBredel

SEK-Einsatz in Saarbrücken

Eine sich augenscheinlich im psychischen Ausnahmezustand befindliche 41-jährige Frau löste am heutigen Freitagnachmittag (16. April 2021) nach Abgabe von mehreren Schüssen einen SEK-Einsatz in Saarbrücken aus.

Gegen 14.15 Uhr erhielt die Führungs- und Lagezentrale der Polizei eine Mitteilung über Schüsse in einem Hinterhof in der Werderstraße in Saarbrücken. Direkt entsandte Einsatzkräfte der Polizeiinspektion Saarbrücken-Stadt stellten vor Ort eine Frau fest, die sich sofort in Ihre Wohnung zurückzog, als sie die eintreffenden Beamten sah.

Unklare Lage vor Ort

Aufgrund der unklaren Lage wurden weitere Einsatzkräfte sowie Spezialeinheiten des Landespolizeipräsidiums angefordert. Ersten Ermittlungen vor Ort legten die Vermutung nahe, dass sich in der Wohnung noch das Kind der 41-Jährigen sowie ihr Ehemann aufhalten könnten.

Nach der Schussabgabe war nicht klar, wie es den beiden in der Wohnung geht. Es war also Eile geboten. Daher stürmten die Einsatzkräfte die Wohnung, nachdem sie zuvor mehrmals vergeblich versucht hatten, Kontakt mit der Frau aufzunehmen.

Waffe und Munition sichergestellt

In der Folge konnte die 41-jährige Saarbrückerin festgenommen werden. Ehemann und Kind waren unversehrt. Auch die Tatwaffe - eine Schreckschusswaffe - und die verwendete Munition wurden sichergestellt. Das kurzzeitig von der Polizei in Obhut genommene Kind wurde anschließend weiter vom Vater betreut.

Die Ermittlungen über Hintergründe und Motivation der Frau dauern noch an.

Verwendete Quellen:
- Mitteilung des Landespolizeipräsidiums des Saarlandes

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Trumps Comeback auf Twitter

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Willkommen zum fruehstart Millennial-Update!
Ab jetzt fassen wir jeden Donnerstag die wichtigsten News des Tages hier kurz & prägnant für Euch zusammen. Dabei setzen wir den Schwerpunkt auf das, was Millennials wissen MÜSSEN: Das Neuste in Sachen Social Media & Big Tech.

Heute erfahren wir ...
... was the Donald wieder auf Twitter treibt.

Außerdem ...
... geht es heute um den Facebook Ad-Manager: Denn "This is, where the Magic happens". Bzw. die Manipulation.

Aber dazu gleich mehr.
Zunächst das Wetter: "Wechselhaft" wäre untertrieben. Denn es bleibt bei Regen, Graupel, Schnee, Sonne, Gewitter & Sturmböen. 7-14°C.

Updates frei Haus erwünscht?
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Alle Infos dazu ...
... findet ihr unter fruehstart-newsletter.de. Also: Haut rein!

IRGENDWELCHE Fragen?
Dann schreibt sie uns jederzeit gerne an crew@fruehstart-newsletter.de 

 

Donald is back!

 

The Donald himself ...
... ist bei Twitter bekanntlich lebenslang gesperrt.

Aber er war es ja gar nicht.
Sondern sein "Schreibtisch". Der hatte nämlich gestern einen eigenen Twitter-Account.

Aha.
Die Anliegen von Büromöbeln (maximale Papierbelastung, Missbrauch durch "auf den Tisch hauen", Kampagnen für leichtere Monitore, Tipps zur Holzwurmhygiene ...) sucht man hier aber Vergebens. Der Tisch konzentrierte sich auf die Verlautbarungen seines Herrn: Er kopierte Trumps neue "Pseudo-Tweets" (Kurzbeiträge in Tweet-Länge, die er auf seinem neuen Blog veröffentlicht) ins echte Twitter.

Kindergarten pur!
Aber kann man ja mal probieren. Denn wer den Twitter-Chef Jack Dorsey kennt, der weiß: Er hätte seinen Quotenbringer vielleicht ganz gerne wieder an Bord. Denn Hipstertum & Zottelbart hin, Nasenring & Yoga her: Trump war seine "Rampensau": Er steigerte die "Time on App" & das Engagement der Twitter-User im Alleingang um mehrere Prozentpunkte. Und für Social Networks bedeutet sowas: Bares Geld!

Ganz so dummdreist, ...
... kann er den Donald dann aber doch nicht durchkommen lassen. Daher endet unsere Bildergeschichte ...
... wie sie enden musste: Damit @Jack Dorsey nicht behaupten kann, ihm sei das ja alles gar nicht aufgefallen, ließ die Twittergemeinde in den USA permanent #RemoveTrumpJack trenden. Und bald darauf war der Ofen dann auch wieder aus.

Und die Moral von der Geschicht?
Vergesst den lieben Donny nicht! Denn er hat sich mitnichten von seinen Influencer-Ambitionen verabschiedet.

Und sein neuer Blog ...
... mag vielleicht nicht, wie angekündigt, das größte und beste Social Network aller Zeiten sein. (Keine Ahnung, ob er das wirklich so gesagt hat. Aber wäre doch seltsam, wenn nicht.)

Er tut aber seinen Zweck:
Er kann darauf seine Verlautbarungen verbreiten. Und die sind in Tweet-Länge portioniert, damit jeder Jünger sie schnell & einfach in den Twitter-Kosmos einspeisen kann: Die entsprechenden Share-Button prangen auch schon neben jedem einzelnen Bonmot. Der "Schreibtisch-Account" war eventuell also nur eine Anleitung, wie Donny das gerne hätte.

Soviel zu Twitter.
Denn selbst wenn Trump dort irgendwie wieder seine alte (Omni-)Präsenz anknüpfen könnte, fehlt ihm immer noch Facebook. Dort war er persönlich zwar nicht allzu aktiv. Aber für seine Kampagnen war der dortige Ad-Manager eine Wunderwaffe: Hier konnten seine Spin-Doctors jedem potenziellen Trump-Wähler seine individuelle zusammengemischte Dosis Gift servieren (wie das funktioniert, besprechen wir heute unter READ THIS TODAY). 

Und hier ...
... ist das letzte Wort auch noch nicht gesprochen! Mark Zuckerberg wollte die Entscheidung über den Trump-Bann ja bequem an sein "Oversight-Bord" weiterreichen. Das tut ihm diesen Gefallen aber nicht - und spielt ihm den schwarzen Peter nun einfach wieder zurück: Facebook selbst müsse erstmal genauere Regeln für einen solchen Fall definieren, bevor man als "Gericht" darüber entscheiden könne.

Round II, FIGHT!!!
Denn wer denkt, der Donald lasse sich kampflos vom allmächtigen Ad-Manager ausschließen, der hat sich geschnitten: Druck auf die Social Media auszuüben, ist - neben Schmähkampagnen für untreue Republikaner - nämlich die Top-Prio seiner neuen "Öffentlichkeitsarbeit".

 

Klima: Geht doch!


Bislang ...

... war in der Klimapolitik jedes einzelne Kilo CO2-Reduktion ein eigenes Drama. 

Aber wenn man wirklich will, ... 
... ist es anscheinend doch gar nicht sooo schwer: Binnen einer Woche hat die Bundesregierung beschlossen, Schland einfach mal fünf Jahre früher klimaneutral zu machen.

Wie kommts?
Grüne im Umfragenhoch, deren Programm vom BVerG geadelt wird - das ergibt wohl die ultimative "Klimazange"

Aufhebung der Impfstoff-Patente: Geht auch?

 


Gar nicht so einfach!

Das hört man auch zu der Forderung, den Patentschutz für die Impfstoffe aufzuheben: mRNA ist so kompliziert ..., das kann nicht jeder ..., eh zu wenig Rohstoffe ...

Mag ja sein.
Aber selbst wenn: SCHADEN würde eine Aufhebung des Patentschutzes dann ja trotzdem nicht. Außer eben der Pharma-Industrie.

Was bislang fehlte ...
... ist ein "BVerG-Moment" - eine Autorität, die sagt: Machen! Und genau das wurde jetzt wohl erreicht: Die USA unterstützen dieses Anliegen auf einmal. Daher könnte auch hier nun alles ganz schnell gehen ...

GEWINNER DES TAGES

 

Sascha Lobo. Denn bislang kannte man ihn vor allem als Cyber-Schwurbler. In Merkels Spätphase zeigt er nun aber ein erstaunliches Gespür für die richtigen Wunden - und legt jedes Mal den Finger rein.

VERLIERER DES TAGES

 

Der Spiegel. Denn Humor ist bekanntlich keine deutsche Stärke. Aber wenn einem wirklich nichts besseres einfällt, sollte man das mit dem Cartoon vielleicht einfach lassen.

Made in China. Denn bislang hatten solche Produkte den Ruf, nicht sonderlich haltbar zu sein. Und dann baut man im Reich der Mitte mal eine nahezu unkapputbare Raketenstufe, die selbst den Wiedereintritt in die Erdathmosphäre übersteht - und nun ist es auch wieder nicht Recht ...

READ THIS TODAY

 

Im "Ad-Manager" ...
... sieht man Facebooks wahres Gesicht. Denn hier kann man seine Zielpersonen heraussuchen: Alter, Geschlecht, Interessen, Beziehungsstatus, "hat vor kurzem ein Auto gekauft" ...

Nebenbei ...
...lassen sich über ein paar Tricks auch bestimmte Einkommensschichten herauspicken: Apple-User haben meist die dickeren Taschen (man kann sogar die Besitzer neuerer Smartphones (jünger als zwei Jahre) herausfiltern). Oder man geht einfach über das Geo-Targeting - und zielt ausschließlich auf gewisse Wohnviertel. Über die Spracheinstellungen (Bsp. Deutsch plus Türkisch) findet man auch schnell bestimmte Communities. Selbst schwarze Amerikaner lassen sich dort recht schnell von ihren weißen Mitbürgern trennen.

Und das ist erst der Anfang.
Denn wenn Facebook einmal eine gewisse Anzahl von Menschen gefunden hat, die auf eine bestimmte Anzeige überdurchschnittlich gut reagieren, kommt die KI ins Spiel: Sie findet heraus, was genau diese Menschen gemeinsam haben. Und dann sie sucht sie andere Facebook-User, die dieses Muster teilen. 

Das ist Facebooks heiliger Gral.
Denn es hat einen Weg gefunden, unglaublich schnell und unglaublich billig herauszufinden, wer sich von welcher Message überzeugen lässt. Das ist der feuchte Traum aller Marketer (und aller Manager politischer Kampagnen). Kein Wunder hängen sie alle am Ad-Manager, wie der Chunky an der Nadel. 

Und es funktioniert auch mit Fake News.
Genau das hat Cambridge Analytica für Trump gemacht: Man hat große Mengen an Verschwörungsmärchen produziert. Und den Ad-Manager herausfinden lassen, welcher User welchen Blödsinn hören will.

Hier hilft auch noch der Algorithmus:
Denn der ist auf "Engagement" programmiert. Und je empörender ein Post, desto mehr Reaktionen löst er aus - und desto stärker wird er dann vollautomatisch weiterverbreitet ...

Und Keep in Mind:
Die Insta-Werbung läuft ebenfalls über besagten Ad Manager.

Die App Signal ...
... hat nun eine Facebook-Ad geschaltet, die zeigt, wie Facebook Ads funktionieren. Und bezeichnenderweise hat Facebook diese Ad gesperrt.

 

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Weitere 227 Corona-Infektionen im Saarland nachgewiesen

Im Saarland sind zurzeit 2.559 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Die Zahl ergibt sich aus den Daten, die das Gesundheitsministerium mit Stand vom Freitag (16. April 2021), 16.00 Uhr, veröffentlicht hat.

227 neue Corona-Infektionen im Saarland

Demnach stieg die Gesamtzahl der gemeldeten Infektionen um 227 auf jetzt 34.578. Am Freitag der vergangenen Woche waren es 204 Neuinfektionen gewesen. Die 7-Tages-Inzidenz beträgt damit 131,0 (Vorwoche: 103,7). Seit mehr als einer Woche wurde im Saarland nun die 100er-Marke überschritten. Die Corona-Ampel bleibt dennoch vorerst auf "Gelb"

Keine weiteren Todesfälle gemeldet

Im Saarland sind keine weiteren Corona-Todesfälle zu verzeichnen. Die Zahl der Menschen, die im Zusammenhang mit dem Virus gestorben sind, liegt somit bei 956.

177 Personen im Krankenhaus

Als geheilt gelten inzwischen 31.063 Menschen (+112). Von den an Covid-19 erkrankten Patient:innen werden momentan 177 stationär behandelt (+1). Davon liegen 63 auf der Intensivstation (+2). 

So sieht es aktuell in den Kreisen aus

Die Gesamtfälle teilen sich wie folgt auf die Landkreise und den Regionalverband auf:
- Saarbrücken: 13.258 (+105 gegenüber dem Vortag)
- Merzig-Wadern: 2.888 (+14)
- Neunkirchen: 4.585 (+24)
- Saarlouis: 7.062 (+42)
- Saarpfalz: 3.971 (+15)
- St. Wendel: 2.814 (+27)

Wie die Statistik zustande kommt

Das saarländische Gesundheitsministerium versendet einmal am Tag Angaben zu der Entwicklung der Coronavirus-Zahlen. Es weist darin nur Fälle auf, die von den Gesundheitsämtern der Landkreise und des Regionalverbands bestätigt wurden. Über die tägliche Anzahl der Tests macht das Ministerium keine Angaben.

Begriffserklärung

Zahl der Fälle: Sie gibt die Gesamtzahl der Fälle im Saarland seit dem ersten Auftreten des Coronavirus an. Sie zeigt damit nicht an, wie viele Menschen zum aktuellen Zeitpunkt mit dem Virus infiziert sind. Genesene und Tote werden aus dieser Zahl nicht herausgerechnet.

Zahl der Genesenen: Sie gibt die Gesamtzahl der Personen an, die mit dem Coronavirus infiziert waren und inzwischen wieder geheilt sind.

Zahl der Toten: Sie zeigt die Gesamtzahl der Menschen an, die in Verbindung mit einer Corona-Infektion gestorben sind.

Zahl der aktiven Infektionen: Sie zeigt die aktuelle Zahl der Personen an, die das Coronavirus in sich tragen. Sie ergibt sich aus der Differenz aus der Gesamtzahl der Fälle und der Zahl der Geheilten sowie der Zahl der Toten.

Zahl der Intensivpatient:innen: Sie gibt die aktuelle Zahl der Personen an, die sich mit einer Coronavirus-Infektion auf einer Intensivstation befinden.

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Im Saarland ist die Zahl der Corona-Infektionen um weitere 227 gestiegen. Symbolfoto: Julian Stratenschulte/dpa-Bildfunk

Verwendete Quellen:
- Mitteilung des saarländischen Gesundheitsministeriums, 16.04.2021
- Website des saarländischen Gesundheitsministeriums
- eigene Recherche
- eigener Bericht
 

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Höhere Bußgelder kommen: Das wird im Verkehr jetzt richtig teuer

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Die Bußgelder im Straßenverkehr werden erhöht. Foto: dpa-Bildfunk

Die Verkehrsminister:innen von Bund und Ländern haben sich nach monatelangem Tauziehen auf einen neuen Bußgeldkatalog geeinigt. Der sieht in vielen Punkten massive Anhebungen der Bußgelder für Verstöße gegen die Straßenverkehrsordnung vor.

Scheuer: "Riesendurchbruch" bei Bußgeldkatalog

Die Einigung wurde am heutigen Freitag (16. April 2021) bei der Verkehrsministerkonferenz (VMK) unter dem Vorsitz Bremens verkündet. Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) sprach von einem "Riesendurchbruch" und einem fairen Kompromiss.

Das wird jetzt richtig teuer

Die umstrittene Verschärfung für die Fahrverbote ist zwar vom Tisch. Dafür wurden aber die Bußgelder teils verdoppelt und zudem neue Tatbestände eingeführt. Wer bei einem Stau keine Rettungsgasse bildet oder diese sogar selbst nutzt, muss künftig mit einem Bußgeld zwischen 200 und 320 Euro sowie einem Monat Fahrverbot rechnen. Autofahrer:innen, die ihr Fahrzeug im allgemeinen Halte- oder Parkverbot abstellen, finden unter dem Scheibenwischer künftig ein Knöllchen von bis zu 55 Euro statt wie bisher bis zu 15 Euro.

Auch Rasen kostet mehr

Auch Geschwindigkeitsübertretungen werden teurer. Wie die Nachrichtenagentur "AFP" berichtet, werden zum Beispiel für eine Überschreitung innerorts von 15 km/h künftig 50 statt 25 Euro fällig. Der neue Bußgeldkatalog soll noch vor der Bundestagswahl Ende September in Kraft treten.

Überraschende Einigung

Knapp zwei Dutzend Punkte stehen auf der langen Liste des Reformentwurfs zur Bußgeldkatalog-Verordnung, der in Teilnehmer:innenkreisen auch "Schaefer-Kompromiss" genannt wurde: Bundesverkehrsminister Scheuer und die Vorsitzende der VMK, Bremens Verkehrs- und Mobilitätssenatorin Maike Schaefer (Grüne), hatten den Kompromiss ausgehandelt, den die Länder dann einstimmig abgesegneten. Die Einigung sei überraschend gekommen, aber am Donnerstagabend habe es gute Kamingespräche gegeben, hieß es aus Kreisen der Teilnehmer:innen.

Langes Tauziehen

Der Streit zog sich seit Februar vergangenen Jahres hin. Damals war die Änderung der StVO beschlossen, dann aber wegen eines Formfehlers wieder kassiert worden. Deshalb galten die alten Strafen weiter - was auch neue Regeln zum besseren Schutz von Radfahrern blockierte. In dem Tauziehen hatten sich Union und die Grünen gegenseitig Blockadehaltung vorgeworfen. Vor allem die verschärften Regeln für zu schnelles Fahren und das raschere Verhängen eines einmonatigen Fahrverbots hielt die Union für überzogen.

 

Verwendete Quellen:
- Deutsche Presse-Agentur
- Agence France-Presse

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Bei "Schwaggis" in Saarlouis ist die "Wurst-Entscheidung" gefallen - neuer Betreiber steht fest

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Mit dem künftigen Angebot bei "Schwaggis" in Saarlouis sollen sowohl Vegetarier/Veganer als auch Fleischliebhaber zufriedengestellt werden. Foto: Pixabay

Neuer Betreiber für "Schwaggis" steht fest

Während der Bewerbungsphase für die Nachfolge von "Schwaggis schneller Imbiss" in Saarlouis hatten sich im Februar und März zahlreiche Anwärter:innen gemeldet. Nun steht fest, wer das Imbiss-Urgestein künftig fortführen soll. Wie die "SZ" berichtet, ist der neue Betreiber kein Unbekannter. Demnach soll "Schwaggis" von "Gebrüder Kalinski" aus Saarbrücken betrieben werden. Anfang Juni könnte der Standort in Saarlouis voraussichtlich bezogen werden.

Fleisch oder doch vegetarisches Angebot?

Wer die "Kalinski"-Karte in Saarbrücken kennt, weiß auch, wie es künftig um das Angebot in Saarlouis stehen wird. Dort sollen nämlich ebenso sowohl Fleisch-Liebhaber als auch Vegetarier/Veganer auf ihre Kosten kommen.

Gebrüder Kalinski: Das ist das Geheimrezept hinter der "besten Currywurst Deutschlands"

Zuvor hatte die Frage nach dem künftigen Angebot ("Rostwurst oder Veganes?") für Diskussionen gesorgt. Bei einer der Umfrage der Facebook-Seite "Saarlouis im Herzen" befürwortete die Mehrheit der User:innen ein vegetarisches Sortiment. Das "Kalinski"-Konzept stellt nun einen Kompromiss dar.

Weitere Informationen rund um die Bewerbungsphase sowie Stimmen aus dem Stadtrat zur Entscheidung gibt es auf saarbruecker-zeitung.de zum Nachlesen (Hinweis: Der Beitrag gehört zum „SZ+“-Angebot der Saarbrücker Zeitung. Um diesen zu lesen, müsst ihr euch gegebenenfalls registrieren oder eine Bezahloption wählen).

Hintergrund

38 Jahre lang war die Kult-Wurstbude "Schwaggis schneller Imbiss" am Großen Markt in Saarlouis in Betrieb. Laut "Bild" gehört der Imbiss-Stand der Stadt. Somit hatte auch der Stadtrat eine neue Pächterin beziehungsweise einen neuen Pächter bestimmen können.

Verwendete Quellen:
- eigener Bericht
- Saarbrücker Zeitung
- Bild Saarland

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Großrazzia in Völklingen: Polizei stürmt mehrere Gebäude

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Die Polizei war mit einem Großaufgebot vor Ort. Foto: BeckerBredel

Eine Großrazzia gegen eine mutmaßliche Betrügerbande hat am Donnerstag (15. April 2021) in der Völklinger Innenstadt stattgefunden. Die Einsatzkräfte sammelten sich zunächst an einem abgelegenen Waldparkplatz, bis schließlich Dutzende Beamt:innen an mehreren Adressen um kurz nach 20.00 Uhr zuschlugen.

Mehrere Gebäude gestürmt

Unter anderem in der Bismarckstraße, der Karl-Janssen-Straße und der Heinestraße wurden teilweise mit Unterstützung des Spezialeinsatzkommandos Gebäude gestürmt. Dabei nutzten die Einsatzkräfte das Überraschungsmoment, fuhren beispielsweise falsch herum durch eine Einbahnstraße an eines der Objekte heran  alles mit Durchsuchungsbeschlüssen für die Wohn- und Geschäftshäuser.

Polizei auch schwer bewaffnet

Vermummte und schwer bewaffnete Beamt:innen der Bereitschaftspolizei sicherten die Objekte ab, während Zivilfahnder:innen die Räumlichkeiten durchsuchten. Razzien gab es in einem großen Mehrfamilienhaus, einer ehemaligen Kneipe, die jetzt als Spielothek dient, und in eine ehemalige Sparkassenfiliale, die im Moment als Büro genutzt wird. Bewohner:innen, die die Häuser betreten wollten, wurden weggeschickt oder mussten sich ausweisen.

Spielautomaten sichergestellt

Im Inneren wurden Akten durchforstet, Rollladenkästen nach versteckten Beweismitteln abgesucht. Mehrere Spielautomaten, die offenbar manipuliert worden sind, wurden abtransportiert. Teilweise wogen die sperrigen Geräte um die 200 Kilogramm. Die Bereitschaftspolizei rückte deshalb mit einem großen Lkw an, um die sichergestellten Apparate mitzunehmen. Die Menge der Beweismittel war so groß, dass die Beamt:innen mehrfach mit ihrem Lastwagen anrücken müssen.

Polizei nennt keine Details

Worum genau geht es in dem Ermittlungsverfahren? Dazu will die Polizei derzeit noch nichts sagen. Behördensprecher Jan Poß vom Landespolizeipräsidium: "Es hat einen Einsatz gegeben, das können wir bestätigen. Nähere Auskünfte können wir aus ermittlungstaktischen Gründen derzeit aber nicht geben."

Verwendete Quellen:
- Presse-Agentur BeckerBredel

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Warum die Corona-Ampel im Saarland noch auf "Gelb" bleibt

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Die Corona-Ampel im Saarland bleibt wohl vorerst auf der Stufe "Gelb". Symbolfoto: Julian Stratenschulte/dpa-Bildfunk

Corona-Ampel im Saarland trotz angespannter Lage weiter auf "Gelb"

Die sogenannte Corona-Ampel im Saarland soll trotz angespannter Lage vorerst noch weiter auf der Stufe "Gelb" bleiben. Das hat die Gruppe von Expert:innen, die die Landesregierung zur Corona-Lage berät, in ihrem jüngsten Monitoring-Bericht vom gestrigen Donnerstagabend (15. April 2021) empfohlen. Am Abend zuvor hatte das Gremium dem Kabinett noch geraten, die Ampel auf "Rot" zu schalten, wenn sich die Infektionslage in der Region am Donnerstag nicht verbessere.

Leicht gesunkene Kennzahlen am Donnerstag

Ausschlaggebend für die Empfehlung, die Ampel vorerst noch auf "Gelb" stehenzulassen, sind leicht gesunkene Kennzahlen. So soll der R-Wert von 1,5 auf 1,1 zurückgegangen sein. Zudem ist die landesweite Sieben-Tage-Inzidenz gegenüber dem Vortag von 133,2 auf 128,7 leicht gesunken. Auch die Krankenhausauslastung habe sich im Vergleich zum Vortag nicht wesentlich verschärft.

Situation weiter "sehr angespannt"

Allerdings bleibe die Lage insgesamt "sehr angespannt" und müsse täglich neu bewertet werden. Gegenüber SOL.DE gab das Gesundheitsministerium am Donnerstagmittag an, dass 88 Prozent der Intensivbetten im Saarland belegt seien. Einige Kliniken haben bereits Alarm geschlagen, da ihre intensivmedizinische Aufnahmemöglichkeiten erschöpft seien. Das liege vor allem am "Behandlungsdruck aus dem Non-Covid-Bereich", da sich Operationen, die im vergangenen Jahr abgesagt wurden, immer schwerer aufschieben ließen und sich so einiges angestaut habe.

Auch die Saarländische Krankenhausgesellschaft (SKG) hatte angesichts dieser Zahlen schon vor einer Überlastung der Intensivstationen gewarnt. "Die Lage ist ernst. Sie ist sehr angespannt", sagte SKG-Geschäftsführer Thomas Jakobs am Donnerstag. 

Umschalten auf "Rot" steht weiterhin im Raum

Viele Expert:innen reden daher davon, dass die Corona-Ampel im Saarland eigentlich auf "dunkelgelb" oder "orange" stehe. In dem Monitoring-Bericht heißt es, dass bei einem "Abweichen der Indikatoren" ein Umschalten der Ampel auf "Rot" empfohlen wird. Das würde einen "konsequenten Lockdown" bedeuten. Wie dieser in seinen Einzelheiten aussehen soll, ist bislang allerdings noch nicht bekannt. Eine Rechtsverordnung für die Stufe "Rot" ist nach SOL.DE-Informationen zwar bereits erarbeitet worden. Die genauen Inhalte liegen uns aber noch nicht vor. Zudem müsste das neue Regelwerk erst noch beschlossen werden. Der Ministerrat wird am heutigen Freitag zusammenkommen, um über das weitere Vorgehen zu beraten.

Verwendete Quellen:
- eigene Recherche
- eigene Berichte
- Berichte der Saarbrücker Zeitung
- Berichte des Saarländischen Rundfunks
- Deutsche Presse-Agentur

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Kerze ins Fenster: Ministerpräsident Hans ruft zu Gedenken an Corona-Tote auf

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Ministerpräsident Hans ruft mit den anderen Länderchef:innen zu der Gedenkaktion #lichtfenster auf. Symbolfoto: Fabian Strauch/dpa-Bildfunk

Anlässlich der zentralen Gedenkfeier für die Todesopfer in der Corona-Pandemie, die am Sonntag (18. April 2021) in Berlin stattfindet, haben die 16 Ministerpräsident:innen die Bevölkerung dazu aufgerufen, von Freitag bis Sonntag abends Kerzen in die Fenster zu stellen. Darunter auch der saarländische Regierungschef Tobias Hans (CDU).

Ministerpräsident Hans: Wichtig, innezuhalten und Trauer zuzulassen

"Mein Gedenken gilt allen Menschen, die an oder mit Corona gestorben sind und mein Mitgefühl ihren Angehörigen, die sich aufgrund der Maßnahmen und Einschränkungen nicht oder nur unter erschwerten Bedingungen von ihnen verabschieden konnten." Es sei laut Hans wichtig, sich Zeit zu nehmen, innezuhalten und Trauer zuzulassen. "Gleichzeitig sollten wir aber auch an all diejenigen denken, die in den letzten Monaten Unglaubliches geleistet haben, um Menschenleben zu retten", teilte der Ministerpräsident weiter mit. "Ihnen gehört mein aufrichtiger Dank und meine Anerkennung".

Informationen zu der Gedenkfeier, die am Sonntag stattfindet, findet ihr unter: "Nationale Gedenkfeier für Todesopfer in der Corona-Pandemie am Sonntag".

Verwendete Quellen:
- Deutsche Presse-Agentur

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Mann mit Maschinenpistole überfällt Saarbrücker Kiosk

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Mit diesem Phantombild sucht die Polizei nach dem Täter. Foto: Polizei

Die Polizei fahndet mit einem Phantombild nach einem Mann, der am Donnerstag (15. April 2021) einen Kiosk in Saarbrücken überfallen hat. Der Mann bedrohte den Inhaber dabei mit einer Maschinenpistole, teilten die Beamt:innen am Freitagmorgen mit.

Inhaber mit Maschinenpistole bedroht

Der Unbekannte habe am Tattag gegen 10.15 Uhr den Kiosk "Papasodaro" in der Talstraße betreten. Direkt danach habe er den Inhaber mit der schwarzen Waffe bedroht. Nachdem der Besitzer einen Hilfeschrei losgelassen hatte, flüchtete der Täter zu Fuß und ohne Beute über die Tal- und Saargemünderstraße in Richtung Präsident-Balz-Straße.

Beschreibung des Täters

Laut Polizei beschreiben Zeug:innen den Bewaffneten wie folgt:
- männlich
- deutscher Phänotyp
- vermutlich saarländischer Akzent
- circa 40 bis 50 Jahre alt
- circa 170 Zentimeter groß
- korpulente bis dickliche Figur
- Pausbacken
- kein Bart
- trug vermutlich Lesebrille
- Kleidung: dunkelblauer Parka, darunter vermutlich grauer Kapuzenpullover; dunkle, blau-graue Hose

Die Fachdienststelle für Eigentums-, Waffen- und Sprengstoffkriminalität ermittelt. Hinweise an den Kriminaldauerdienst, Tel. (0681)9622133.

Verwendete Quellen:
- Mitteilung des saarländischen Landespolizeipräsidiums, 16.04.2021

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Arztpraxen im Saarland können sich Corona-Impfstoff künftig selbst aussuchen

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Arztpraxen im Saarland können über die Bestellmenge von AstraZeneca oder Biontech Impfstoffen selbst entscheiden. Symbolfoto: Victoria Jones/dpa-Bildfunk

Saarländische Arztpraxen können Ende April erstmals selbst entscheiden, von welchem Corona-Impfstoff sie wie viele Dosen ordern. Das berichtet der "SR". Bei der nächsten Bestellung für die Impfwoche vom 26. April bis zum 2. Mai können die niedergelassenen Ärzt:innen die Menge an Vakzin von AstraZeneca oder Biontech auf dem Arzneimittelrezept selbst wählen. 

Empfehlung: Beide Impfstoffe bestellen

Den Arztpraxen wird dabei empfohlen, beide Vakzine zu bestellen. So können möglichst viele Patient:innen je nach Alter mit AstraZeneca oder Biontech geimpft werden. Die Ärzt:innen sollen sich dabei nach den Empfehlungen der Ständigen Impfkommission richten. Demnach erhalten nur Menschen über 60 Jahren das Vakzin von AstraZeneca. 

Wie die Kassenärztliche Vereinigung (KV) mitteilte, stellt der Bund rund 1,5 Millionen Dosen der entsprechenden Impfstoffe für die Praxen bereit. Bei etwa drei Viertel davon handele es sich um Biontech/Pfizer und bei einem Viertel um AstraZeneca. 

Verwendete Quellen:
- Saarländischer Rundfunk

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Run auf Impf-Termine für Prio-Gruppe 3 im Saarland

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Seit dem Abend können sich auch Menschen aus der dritten Prio-Gruppe für eine Corona-Impfung anmelden. Foto: dpa-Bildfunk

Menschen, die zur Priorisierungsgruppe 3 zählen, können sich im Saarland seit Donnerstag (15. April 2021) 18.00 Uhr auf die Corona-Impfliste des Landes setzen lassen. Dazu zählen unter anderem über 60-Jährige und Personen mit bestimmten Krankheiten.

Run auf Anmeldung

Allein bis 20.00 Uhr hätten sich schon rund 19.200 Menschen dieser Priorisierungsgruppe auf der Impfliste eingetragen, teilte das Gesundheitsministerium am Abend mit. 98 Prozent der Einträge seien über das Online-Buchungsportal eingegangen, 2 Prozent über die Corona- und Impfhotline des Saarlandes.

Zeitpunkt spielt keine Rolle

Nachdem das Gesundheitsministerium am Mittwoch bekannt gegeben hatte, nun auch für diese Gruppe Impftermine zu vergeben, hatten viele Saarländer:innen den Angaben zufolge schon frühzeitig versucht, sich anzumelden. Der Zeitpunkt der Anmeldung spielt für den Impftermin laut Gesundheitsministerium aber keine Rolle. Die Listeneinträge werden demnach vor der Vergabe der Termine nach dem Zufallsprinzip angeordnet, "um allen, sich auf der Liste befindlichen Personen die gleiche Möglichkeit für einen Impftermin zu ermöglichen". Personen der Priorisierungsgruppen 1 und 2 könnten sich weiterhin eintragen.

Dritte Prio-Gruppe: So könnt ihr euch anmelden

Wer sich jetzt anmelden kann

Zur Priorisierungsgruppe 3 zählen den Angaben zufolge im Saarland etwa 300.000 Bürger:innen. Darunter sind Menschen mit bestimmten Krebsleiden, Herzkrankheiten, Asthma und anderen Krankheiten sowie Beschäftigte aus dem Lebensmitteleinzelhandel und aus der Kinder- und Jugendhilfe. Wer sich jetzt für eine Impfung anmelden kann, haben wir hier zusammengestellt.

Jede:r Fünfte hat mindestens eine Impfung bekommen

An der Saar hat nach Angaben des Robert-Koch-Instituts bislang jede:r Fünfte (20,2 Prozent) eine erste Dosis gegen das Virus erhalten, das ist deutschlandweit Platz zwei. Vollständig geimpft sind 6,7 Prozent der Saarländer:innen (Platz fünf).

Verwendete Quellen:
- Deutsche Presse-Agentur
- Mitteilung des saarländischen Gesundheitsministeriums, 15.04.2021
- Robert-Koch-Institut
- eigene Berichte

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Nationale Gedenkfeier für Todesopfer in der Corona-Pandemie am Sonntag

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Bundespräsident Steinmeier ruft zum Innehalten auf. Archivfoto: Bernd von Jutrczenka/dpa-Bildfunk

Nationale Gedenkfeier für Verstorbene in der Pandemie

An diesem Sonntag will Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier all denen ein Gesicht und eine Stimme geben, die in diesem Alltag allzu oft zu kurz kommen: die Verstorbenen und ihre Angehörigen. 79.628 Leben hat die Corona-Pandemie bis zum Freitag schon gekostet - "eine erschütternde, verstörende Dimension", hatte Steinmeier bereits Anfang März in einem Gespräch mit Hinterbliebenen gesagt, als die Zahl der Toten noch um einige Tausend niedriger lag.

So werden an diesem Sonntag die Spitzen der fünf Verfassungsorgane als höchste Repräsentanten des Staates zusammenkommen - erst zu einem ökumenischen Gottesdienst in der Berliner Gedächtniskirche und später zur eigentlichen Gedenkveranstaltung im Konzerthaus am Gendarmenmarkt. Es wird ein Gedenken im kleinsten Kreis werden, zusammen mit fünf Menschen, die während der Pandemie Angehörige verloren haben. Das ist der Infektionslage geschuldet und steht zugleich sinnbildlich für die Einsamkeit, in der während der Pandemie viele Menschen sterben und in der ihre Angehörigen oft genug zurückbleiben.

Steinmeier: In Würde Abschied nehmen

Ein öffentlicher Akt - der Bundespräsident versteht ihn als Angebot an die Gesellschaft, wohl wissend, dass sich Trauer, Mitgefühl und Empathie nicht staatlich verordnen lassen. Und dass mit einem Gedenkakt allein nicht zu bewältigen ist, was Corona für den Einzelnen und die Gesellschaft bewirkt. Dieser Akt soll nicht nur an die Verstorbenen erinnern und ihren Angehörigen Trost geben. Steinmeier will den Bogen weiter spannen. Er spricht bewusst nicht von den Verstorbenen oder Opfern der Pandemie, sondern in der Pandemie. Aus seiner Sicht geht es darum, in Würde auch von jenen Abschied zu nehmen, "die nicht dem Virus zum Opfer gefallen sind, aber genauso einsam gestorben sind", wie er bei dem Gespräch mit Hinterbliebenen sagte.

Innehalten für weitere Opfer der Pandemie

Steinmeier will, so hieß es vorab aus dem Präsidialamt, auch auf das Schicksal jener hinweisen, die - ohne infiziert worden zu sein - durch das Virus und seine Bekämpfung Schaden genommen haben. Die beispielsweise durch Isolation und Einsamkeit erkrankt sind oder die Opfer von häuslicher Gewalt und Missbrauch wurden. Nicht zuletzt will er an die Ärzte und Pfleger:innen erinnern, die Tag und Nacht um das Leben ihrer Patienten gekämpft haben. Und noch immer kämpfen. Und die gerade an den Rand der Überforderung geraten, weil sich die Intensivstationen rasend schnell mit schwer kranken Patienten füllen.

Gedenkfeier wird im Fernsehen übertragen

Der Moment des Innehaltens, um den es Steinmeier geht, er soll möglichst das ganze Land erfassen. Gottesdienst und Gedenkakt werden live in ARD und ZDF übertragen. In vielen Kommunen sind kleinere Gedenkveranstaltungen geplant. Bundesweit werden am Sonntag die Flaggen an öffentlichen Gebäuden auf Halbmast gesetzt sein.

Und die Ministerpräsident:innen aller 16 Länder riefen ihre Bürger am Freitag dazu auf, bis einschließlich sonntagabends eine Kerze ins Fenster zu stellen. Diese Form des Gedenkens unter dem Hashtag «#lichtfenster» geht ebenfalls auf Steinmeier zurück.

Verwendete Quellen:
- Deutsche Presse-Agentur

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Patryk Kubek

Nächster Top Act fürs Strandkorb Open Air am Bostalsee steht fest

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Fritz Kalkbrenner gastiert im Juli am Bostalsee. Foto: Jörg Carstensen/dpa-Bildfunk

Fritz Kalkbrenner ist der nächste Top Act, der für das Strandkorb Open Air am Bostalsee angekündigt wurde. Der Aufritt des DJs findet am Sonntagabend, dem 4. Juli, statt, teilten die Veranstalter:innen am heutigen Freitag (16. April 2021) mit.

"Sky and Sand" der größte Hit

Kalkbrenner wurde 2008 durch den Hit "Sky and Sand" deutschlandweit bekannt, den er zusammen mit seinem Bruder Paul produzierte. Mit 129 Wochen ist das Lied nach "Last Christmas" der am häufigsten notierte Titel aller Zeiten in den deutschen Singlecharts. Darüber hinaus hat der Berliner Produzent mehrere Alben herausgebracht, die zu Top-10-Alben wurden. Tickets für zwei Personen sind ab 100 Euro erhältlich.

Strandkorb Open Air am Bostalsee: Das sind die Acts

Neben Kalkbrenner sind noch einige weitere Artists für die Event-Reihe zwischen Ende Mai und Anfang Juli angekündigt:

So funktioniert das Konzept

Bei den Veranstaltungen werden insgesamt 750 Strandkörbe in ausreichendem Abstand aufgestellt. Sie sind in verschiedene "Inseln" aufgeteilt, die über eigene Einlässe und Sanitäranlagen verfügen. Einbahnstraßen sollen vermeiden, dass Besucher:innen mit anderen Kontakt haben. Auch für den Weg vom Parkplatz zum Strandkorb und den Toiletten gibt es Konzepte.

Speisen und Getränke online kaufen

Zudem wird die Gastronomie im Sommer voraussichtlich besonders geregelt werden. Während des Events können Besucher:innen Speisen und Getränke online buchen. Servicekräfte bringen sie dann an den Platz. Aber auch im Vorfeld soll es möglich sein, Nahrungsmittel zu bestellen. Sie stehen dann bereits bei Ankunft am Strandkorb in einer Kühlbox bereit. Die Event-Reihe wurde erstmals im vergangenen Jahr in Mönchengladbach erprobt. Auch in Zweibrücken/Rheinland-Pfalz wird es im kommenden Sommer ein Strandkorb Open Air geben.

Verwendete Quellen:
- Facebook-Seite des Strandkorb Open Air Saarland
- eigene Berichte

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Wetter im Saarland: Das Wochenende wird wolkig und ungemütlich

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Das Saarland erwartet am Wochenende trübes und tristes Wetter. Archivfoto: BeckerBredel

Wie der Deutsche Wetterdienst mitteilt, bleibt der Freitag (16. April 2021) im Saarland noch meist niederschlagsfrei. Lediglich im Süden könne es etwas regnen. Die Temperaturen bleiben dabei jedoch frisch bei 7 bis 11 Grad. 

Am Samstag (17. April 2021) bedecken dann Wolken den Himmel. Nur gelegentlich lockert die Decke etwas auf, dabei bleibt es jedoch trocken. Die Temperaturen steigen nur leicht auf 10 bis 13 Grad. In Lagen über 600 Metern bleibt es mit etwa sieben Grad kühl. Auch nachts bleibt es wolkig mit vereinzeltem Regen bei 1 bis 4 Grad. Im Bergland kann das Thermometer auch knapp unter null fallen. 

Regen und Wolken bestimmen das Wetter im Saarland auch am Sonntag (18. April 2021). Die Höchstwerte liegen zwischen 11 und 14 Grad. In höheren Lagen bei etwa 8 Grad. In der Nacht zum Montag ist es meist stark bewölkt. Örtlich kann es etwas regnen, überwiegend bleibt es jedoch niederschlagsfrei. Stellenweise kann sich Nebel bilden. Die Tiefstwerte liegen zwischen 3 und 6 Grad. 

Verwendete Quellen:
- Deutsche Presseagentur
- Deutscher Wetterdienst

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mjs

Wahl-Saarländer:innen: Diese Promis fühlen sich hier wohl

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Im Bild zu sehen (von links nach rechts): Reiner Calmund (dpa-Bildfunk/Arne Dedert), Katharina Eisenblut (Instagram/@katharina_eisenblut_offiziell) und Dante Thomas (Instagram/@realdantethomas)

Das Saarland als Wahlheimat

Gründe, sich das Saarland als Wahlheimat auszusuchen, gibt es sicherlich viele. Oftmals ist es die Liebe, die einen Menschen an die Saar führt. Aber auch der Wunsch nach Entschleunigung oder Bildungsmöglichkeiten sind durchaus Wege, die zur saarländischen Wahlheimat führen. In der nachfolgenden Liste stellen wir auch sieben bekannte Persönlichkeiten vor, die (zumindest zeitweise) im Saarland ihr Glück gefunden haben.

Verwendete Quellen:
- eigene Berichte
- eigene Recherche
- Saarbrücker Zeitung
- Deutsche Presse-Agentur
- Bild Saarland
- Express

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Wieder Kurzarbeit bei Ford in Saarlouis angekündigt: So lange soll das Werk jetzt stillstehen

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Im Saarlouiser "Ford"-Werk wird es erneut Kurzarbeit geben. Foto: Oliver Berg/dpa-Bildfunk

"Ford" in Saarlouis hat für etwa einen Monat Kurzarbeit angemeldet. Das berichtet der "SR" und beruft sich dabei auf den Betriebsrat des Automobilherstellers.

Werk steht rund einen Monat still

Demnach werde das Werk für rund vier Wochen stillstehen. Als Grund wird der weltweite Mangel an Halbleitern genannt. Immer mehr Hersteller seien von der Knappheit betroffen, offenbar auch wegen der Blockade des Suezkanals und eines Brandes einer japanischen Chip-Fabrik.

Geschäftsführung will Gespräche führen

Im Werk sind parallel weitere 600 Stellen in Gefahr. Die Geschäftsführung hatte im Februar eine reduzierte Produktion des "Focus" angekündigt. Dadurch führt zu einem Personalüberhang zum Jahresende. Laut Senderbericht habe die Geschäftsführung jetzt erstmals Gespräche über die Zukunft zugesagt. Geplant seien sie für April.

Das Saarlouiser "Ford"-Werk ist der drittgrößte Industrie-Arbeitgeber im Saarland. Hier arbeiten 5.000 Menschen.

Verwendete Quellen:
- Saarländischer Rundfunk
- eigener Bericht
- Industrie- und Handelskammer des Saarlandes

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Sieben-Tage-Inzidenz im Saarland seit einer Woche über 100

Im Saarland sind zurzeit 2.444 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Die Zahl ergibt sich aus den Daten, die das Gesundheitsministerium mit Stand vom Donnerstag (15. April 2021), 16.00 Uhr, veröffentlicht hat.

232 neue Corona-Infektionen im Saarland

Demnach stieg die Gesamtzahl der gemeldeten Infektionen um 232 auf jetzt 34.351. Am Donnerstag der vergangenen Woche waren es 277 Neuinfektionen gewesen. Die 7-Tages-Inzidenz beträgt damit 128,7 (Vorwoche: 93,42). Sieben Tage in Folge wurde im Saarland nun die 100er-Marke überschritten. Im Saarland-Modell droht nun die Ampelstufe "Rot".

Zwei weitere Todesfälle gemeldet

Im Saarland sind zwei weitere Corona-Todesfälle zu verzeichnen. Im Landkreis Saarlouis und im Saarpfalz-Kreis verstarb jeweils eine Person nach einer Infektion mit dem Coronavirus. Die Zahl der Menschen, die im Zusammenhang mit dem Virus gestorben sind, liegt somit bei 956.

176 Personen im Krankenhaus

Als geheilt gelten inzwischen 30.951 Menschen (+129). Von den an Covid-19 erkrankten Patient:innen werden momentan 176 stationär behandelt (+4). Davon liegen 61 auf der Intensivstation (+6). 

So sieht es aktuell in den Kreisen aus

Die Gesamtfälle teilen sich wie folgt auf die Landkreise und den Regionalverband auf:
- Saarbrücken: 13.153 (+112 gegenüber dem Vortag)
- Merzig-Wadern: 2.874 (+11)
- Neunkirchen: 4.561 (+41)
- Saarlouis: 7.020 (+25)
- Saarpfalz: 3.956 (+21)
- St. Wendel: 2.787 (+22)

Wie die Statistik zustande kommt

Das saarländische Gesundheitsministerium versendet einmal am Tag Angaben zu der Entwicklung der Coronavirus-Zahlen. Es weist darin nur Fälle auf, die von den Gesundheitsämtern der Landkreise und des Regionalverbands bestätigt wurden. Über die tägliche Anzahl der Tests macht das Ministerium keine Angaben.

Begriffserklärung

Zahl der Fälle: Sie gibt die Gesamtzahl der Fälle im Saarland seit dem ersten Auftreten des Coronavirus an. Sie zeigt damit nicht an, wie viele Menschen zum aktuellen Zeitpunkt mit dem Virus infiziert sind. Genesene und Tote werden aus dieser Zahl nicht herausgerechnet.

Zahl der Genesenen: Sie gibt die Gesamtzahl der Personen an, die mit dem Coronavirus infiziert waren und inzwischen wieder geheilt sind.

Zahl der Toten: Sie zeigt die Gesamtzahl der Menschen an, die in Verbindung mit einer Corona-Infektion gestorben sind.

Zahl der aktiven Infektionen: Sie zeigt die aktuelle Zahl der Personen an, die das Coronavirus in sich tragen. Sie ergibt sich aus der Differenz aus der Gesamtzahl der Fälle und der Zahl der Geheilten sowie der Zahl der Toten.

Zahl der Intensivpatient:innen: Sie gibt die aktuelle Zahl der Personen an, die sich mit einer Coronavirus-Infektion auf einer Intensivstation befinden.

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Im Saarland liegt die Inzidenz seit sieben Tagen über 100. Symbolfoto: Clara Margais/dpa-Bildfunk

Verwendete Quellen:
- Mitteilung des saarländischen Gesundheitsministeriums, 15.04.2021
- Website des saarländischen Gesundheitsministeriums
- eigene Recherche
- eigener Bericht
 

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Bundestag berät jetzt über bundesweite Notbremse - Kliniken sind kurz vor Überlastung

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Im Bundestag geht es heute um die Änderung des Infektionsschutzgesetzes. Archivfoto: dpa-Bildfunk

Über die bundesweite Corona-Notbremse wird vor den Beratungen im Bundestag am heutigen Freitag (16. April 2021) kontrovers diskutiert. Der SPD-Rechtspolitiker Johannes Fechner schloss eine Zustimmung seiner Bundestagsfraktion zum Gesetzesentwurf in der aktuellen Form aus.

"Wenn es keine Änderungen an dem Gesetzesentwurf in seiner jetzigen Form gibt, wird die SPD-Fraktion nicht zustimmen", sagte Fechner der "Rheinischen Post". "Die Ausgangssperren sind zu pauschal gefasst, da muss es weitere Ausnahmen geben. Es muss beispielsweise möglich bleiben, mit der Partnerin oder dem Partner abends noch spazieren zu gehen oder draußen Sport zu machen."

Lindner: Pläne "nicht sachgerecht"

FDP-Chef Christian Lindner nannte die Planungen am Donnerstagabend in der ZDF-Talkshow "Maybrit Illner" "nicht sachgerecht und verfassungsrechtlich problematisch". Maßnahmen, die sinnvoll wären, würden auf dem Tisch liegen. "Und ausgerechnet, wieder mit heißer Nadel gestrickt, kommt die Regierung mit einem Gesetz, das die offensichtlich pauschal nicht wirksame Ausgangssperre zum Gegenstand hat." Zudem schließe es Möglichkeiten aus, auf Basis von Tests Öffnungsschritte zu gehen, und nehme als alleinige Orientierungsmarke "diese 100er-Inzidenz".

Notbremse soll ab 100er-Inzidenz greifen

Der Bundestag berät am Vormittag (09.00 Uhr) in erster Lesung über die geplante Änderung des Infektionsschutzgesetzes gegen die dritte Corona-Welle. Bundeseinheitlich sollen Regelungen für eine Verminderung der Kontakte getroffen werden, wenn in einem Landkreis oder einer Stadt mehr als 100 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner:innen binnen sieben Tagen (7-Tages-Inzidenz) kommen.

Ausgangssperre ab 21.00 Uhr geplant

Ab 21.00 Uhr sollen etwa Ausgangsbeschränkungen greifen, um zu verhindern, dass sich Menschen privat in Innenräumen treffen und gegenseitig anstecken können. Noch am Nachmittag sollen die geplanten Schritte in einer öffentlichen Anhörung im Gesundheitsausschuss beraten werden. Die Verabschiedung des Gesetzes ist für Mittwoch vorgesehen.

Notbremse für ganz Deutschland: So sollen die neuen Corona-Regeln bald aussehen

Scholz und Lambrecht werben für Regelung

Vize-Kanzler Olaf Scholz (SPD) warb bei "Maybrit Illner" für die bundesweite Regelung und verwies auf einen besseren Überblick für die Menschen bei einheitlichen Regeln: "Für die Bürgerinnen und Bürger ist es gut, wenn da Klarheit existiert."

Justizministerin Christine Lambrecht (SPD) sagte den Zeitungen der Funke Mediengruppe zu den Ausgangsbeschränkungen: "In vielen Ländern mit hohen Inzidenzwerten - Portugal, Irland oder Frankreich - haben Ausgangsbeschränkungen ganz offensichtlich gewirkt. (...) Die Lebenswirklichkeit zeigt: Menschen gehen abends aus dem Haus, um andere zu besuchen. Und das ist wieder eine zusätzliche Kontaktaufnahme, die eine Infektionskette in Gang setzen kann."

Leichte Mehrheit der Deutschen für Ausgangssperren

Laut einer Befragung von infratest dimap im Auftrag des "ARD-Deutschlandtrends" hält eine Mehrheit der Deutschen die Ausgangssperren in Gebieten mit hoher Inzidenz für richtig. 51 Prozent sprachen sich demnach dafür aus, 46 Prozent dagegen. Die Anhänger von CDU/CSU, SPD, Grünen und Linken sprachen sich mehrheitlich für eine Ausgangssperre aus, die Anhänger von FDP und AfD lehnten diese ab.

Auch der Präsident der Bundesärztekammer, Klaus Reinhardt, hält die bundesweite Notbremse für sinnvoll. "Was die Gesetzespläne zur Notbremse angeht, das meiste davon ist sinnvoll und leider unerlässlich", sagte Reinhardt der "Passauer Neuen Presse".

Kliniken kurz vor Überlastung

Zur Situation in den Krankenhäusern sagte Reinhardt: "Überschritten ist die Belastungsgrenze noch nicht, aber viele Kliniken sind kurz davor. Das gilt sowohl für die normalen Stationen, besonders aber für die Intensivabteilungen. Insgesamt bedeutet das für die Krankenhäuser, dass man wieder mehr und mehr andere Eingriffe und Behandlungen zurückfahren muss, um Kapazitäten für Corona-Patienten zu schaffen."

Der Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI), Gernot Marx, berichtete erneut von einer dramatischen Lage: "Wir haben zwar noch einige Betten in einigen Regionen frei, aber es gibt Ballungsgebiete wie Köln, Bremen und Berlin, wo es richtig knapp wird", sagte Marx im Podcast "Leben in Zeiten von Corona" des "Mannheimer Morgen".

Appell an Ex-Medizin-Fachkräfte

In Mecklenburg-Vorpommern appellierte Gesundheitsminister Harry Glawe (CDU) am Donnerstagabend an ehemalige Ärzt:innen und Krankenpfleger:innen, in den Kliniken bei der Patientenversorgung mitzuhelfen. "Wir brauchen qualifiziertes Personal, um die Herausforderungen der nächsten Wochen bewältigen zu können." Es helfe bereits, wenn sich ehemalige Medizin-Fachkräfte für zwei oder drei Wochen oder einen Monat zur Hilfe bereiterklärten. In dieser Zeit könnten sich die Kollegen erholen, die momentan im Dienst seien, sagte der Minister. Auch müssten andere dringende Operationen abgearbeitet werden.

Verwendete Quellen:
- Deutsche Presse-Agentur

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