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Gewerkschaft NGG fordert nach Party am St. Johanner Markt Alkoholverbot an Brennpunkten

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Diese Aufnahme zeigt das Geschehen am St. Johanner Markt in Saarbrücken am Wochenende. Foto: Polizei Saarland

NGG Saar will Alkoholverbot an Brennpunkten

In einem Facebook-Beitrag vom heutigen Dienstag (20. April 2021) fordert die Gewerkschaft NGG ein Alkoholverbot an "zu identifizierenden Brennpunkten". Als Beispiel wird der St. Johanner Markt in Saarbrücken genannt. Dort hatte es kürzlich massive Verstöße gegen die Corona-Regeln gegeben.

Die Begründung der Gewerkschaft

Die Begründung der NGG-Forderung: "Die Ausschreitungen vom vergangenen Wochenende haben gezeigt, dass viele Gäste die Öffnung der Außengastronomie als Freifahrtschein zum Feiern betrachten". Ein Verbot des Alkoholausschanks müsse nach Ansicht der Gewerkschaft im Sinne der Beschäftigten geprüft werden. "Der Schwerpunkt und die einzige Chance für eine Öffnung der Außengastronomie liegt auf Genuss und Essen unter Beachtung der Corona-Sicherheitsmaßnahmen", hieß es. Alles andere gefährde "Beschäftige und Betriebe gleichermaßen".

Skepsis an Saarland-Modell

Darüber hinaus verwies die NGG Saar auf ihre Ansicht, das Saarland-Modell "seit dem Start" skeptisch zu betrachten. "Der Schutz der Beschäftigten spielte für die Politik bisher keine Rolle", so das Statement.

Weitere Kontrollen angekündigt

Auch die SPD-Fraktion im Landtag hatte gefordert, an entsprechenden "Hotspots" ein Alkoholverbot auszusprechen. Die bisherige Reaktion der Stadt Saarbrücken zu den Vorfällen: verstärkte Kontrollen am kommenden Wochenende. "Unser gemeinsames Ziel ist, dass sich solche Vorkommnisse nicht wiederholen", wird der Saarbrücker Oberbürgermeister Uwe Conradt (CDU) von der Deutschen Presse-Agentur zitiert.

Hintergrund

Die Polizei ermittelt aktuell gegen mehrere unbekannte Personen wegen Landfriedensbruch. Diese hatten den Angaben zufolge mit Flaschen nach den Beamt:innen geworfen. 400 bis 500 Menschen sollen in der Nacht zum Sonntag auf dem St. Johanner Markt gefeiert haben. Dabei habe die Polizei nach eigenen Angaben massive Verstöße der Feiernden gegen die Corona-Regeln festgestellt. Über ein Hinweisportal (unter lpp-hinweis@polizei.slpol.de erreichbar) bitten die Einsatzkräfte derweil um Bilder, Texte und Videos zu der Nacht am St. Johanner Markt.

Verwendete Quellen:
- Facebook-Beitrag der Gewerkschaft NGG Region Saar, 20.04.2021
- eigene Berichte
- Deutsche Presse-Agentur

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Zum Cannabis-Tag: Die kuriosesten Polizeimeldungen rund um Marihuana im Saarland

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Einige Cannabis-Konsument:innen im Saarland machten durch unglückliche Fehler die Polizei auf sich aufmerksam. Foto: Pixabay

Eine weitläufig geteilte Meinung lautet "Kiffen macht dumm". Und auch im Saarland haben viele Marihuana-Konsument:innen nicht unbedingt dazu beigetragen, diese Vermutung zu widerlegen. Ob mit riesigen Cannabispflanzen spazieren gehen oder die Polizei selbst zur eigenen Hanfplantage ordern - wir haben die kuriosesten Cannabis-Geschichten aus dem Saarland gesammelt: 

Warum der 20. April Cannabis-Tag ist 

Verwendete Quellen:
- eigene Artikel

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Von allen Seiten- Podcast mit konträren Meinungen geht an den Start

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Foto: freepik- freepik.com

Der Austausch von verschiedenen Meinungen aus unterschiedlichen politischen Richtungen ist enorm wichtig und kann zu fruchtbaren Ergebnissen führen. Leider lässt sich aber immer wieder erkennen, dass Politikerinnen und Politiker oft in ihren Denkmustern verbleiben und sich zu wenig mit Andersdenkenden austauschen. Das möchte die Union Stiftung ändern. 

Podcast "Von allen Seiten"

Gemeinsam mit Jeanne Dillschneider, die politisch selbst aktiv ist, präsentiert die Union Stiftung den Podcast “Von allen Seiten”. Dabei soll mit wechselnden Gästen kontrovers über aktuelle politische Themen diskutiert werden. In der ersten Folge des Podcasts diskutiert sie mit dem Landtagsabgeordneten und bildungspolitischen Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Frank Wagner, über das Bildungssystem im Saarland. Der neue Podcast ist aktuell auf Spotify, Deezer und Amazon Music zu finden sowie demnächst auch auf Apple Podcasts und Podimo.

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Foto: Union Stiftung

Jeanne Dillschneider ist jüngste Abgeordnete im Saarbrücker Stadtrat

Die 25-jährige Jeanne Dillschneider ist selbst politisch aktiv und unter anderem als jüngste Abgeordnete im Saarbrücker Stadtrat. Sie erzählt: „Ich mache mir viele Gedanken zu Umwelt- und Klimaschutz, zur Frauenquote, zum Polizeigesetz, zu Verkehr, oder zu e-Sports. Über all diese Themen spreche ich mit meinen Gästen, die sich genauso Gedanken darüber gemacht haben wie ich, aber oft zu einem ganz anderen Ergebnis kommen. Wir diskutieren aktuelle und drängende politische Fragen kontrovers.“

Mit dem Podcast möchte die Union Stiftung aktuelle politische Themen aufgreifen, erläutern und kontrovers von allen Seiten beleuchten. Der Podcast soll die Hörerinnen und Hörer außerdem dazu anregen, selbst mitzudiskutieren. Über die Mail-Adresse podcast@unionstiftung.de besteht die Möglichkeit, die eigenen Meinungen zu den jeweiligen Themen zu teilen.

Die erste Folge des Podcasts mit dem Landtagsabgeordneten und bildungspolitischen Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Frank Wagner kann ab sofort auf Spotify, Deezer und Amazon Music sowie demnächst auch auf Apple Podcasts und Podimo gehört werden.

Weitere Informationen unter: www.unionstiftung.de/podcast

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Foto: Union Stiftung

Kontakt:

Union Stiftung
Steinstraße 10
66115 Saarbrücken
Telefon: 0681/70945-0

Internet: www.unionstiftung.de
Facebook: https://www.facebook.com/UnionStiftung
Twitter: https://twitter.com/UnionStiftung

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Schauspieler Willi Herren ist tot

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Willi Herren ist tot. Er wurde nur 45 Jahre alt. Foto: Henning Kaiser/dpa

Willi Herren im Alter von 45 Jahren gestorben

Der Schauspieler (unter anderem bekannt aus der "Lindenstraße"), Schlagersänger und zuletzt Reality-TV-Star Willi Herren ist im Alter von nur 45 Jahren gestorben. Das bestätigten am Dienstag sein Management und die Kölner Polizei.

Entertainer wird leblos in seiner Wohnung aufgefunden

Zuvor hatte die "Bild" berichtet. Herren wurde laut Angaben der Polizei leblos in seiner Wohnung gefunden. Wie die Kölner Polizei inzwischen bestätigte, ging zur Mittagszeit ein Notruf in der Leitstelle der Feuerwehr ein. Als die Einsatzkräfte am Wohnort des 45-jährigen Entertainers im Stadtteil Mülheim ankamen, konnten sie demnach nur noch seinen Tod feststellen. 

Grund für den überraschenden Tod von Herren soll laut Angaben der "Bild" eine Überdosis gewesen sein. Herren hatte jahrelang mit Drogenproblemen zu kämpfen, worüber er in der Öffentlichkeit nie einen Hehl machte.

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Testpflicht für Unternehmen jetzt in Kraft: Was ihr wissen müsst

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Arbeitgeber:innen müssen ihren Beschäftigten ab jetzt einen Corona-Test anbieten. Foto: Robert Michael/dpa-Bildfunk

Ab sofort werden Betriebe verpflichtet, ihren Mitarbeitenden Corona-Tests anzubieten. Aber was bedeutet die Testpflicht für Beschäftigte? Antworten auf wichtige Fragen:

Für wen gilt die neue Testpflicht?

Die Pflicht bezieht sich hier auf die Unternehmen. Es geht um ein "verpflichtendes Testangebot" für Beschäftigte. Das heißt, unabhängig von Betriebsgröße oder Firmenstandort müssen Betriebe ihren Beschäftigten künftig mindestens einmal pro Woche einen Schnell- oder Selbsttests anbieten, wie das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) erläutert. Dieses verpflichtende Angebot besteht allerdings nicht für Beschäftigte, die ohnehin ausschließlich im Homeoffice arbeiten.

Besonders gefährdete Mitarbeiter:innen, die tätigkeitsbedingt häufige Kundenkontakte haben oder etwa körpernahe Dienstleistungen ausführen, müssen laut BMAS mindestens zweimal pro Woche ein Testangebot bekommen. Gleiches gilt für Beschäftigte, die vom Unternehmen in Gemeinschaftsunterkünften untergebracht werden.

Heißt das, ich muss mich jetzt regelmäßig testen lassen?

Grundsätzlich sind die wöchentlichen Tests erstmal nur Angebote und damit freiwillig. Ob ein Betrieb aber eine Testung auch verpflichtend anordnen kann, sei derzeit umstritten, erklärt Rechtsanwältin und Vorsitzende des Ausschusses Arbeitsrecht des Deutschen Anwaltvereins (DAV) Nathalie Oberthür.

Ob das zulässig ist, hängt ihrer Einschätzung nach davon ab, ob ein Test verhältnismäßig ist. Ein Corona-Test stellt nämlich einen Eingriff in die Persönlichkeitsrechte dar. Der Schutz der Persönlichkeitsrechte muss gegen die ohne Testung bestehenden Infektionsrisiken, etwa in Berufen mit zahlreichen Kontakten, abgewogen werden. Im Zweifel muss hier im Einzelfall gerichtlich geprüft werden, ob ein Unternehmen die Tests auch zwingend verlangen kann.

Wer zahlt den Test?

Die Kosten für die angebotenen Tests müssen die Arbeitgeber:innen übernehmen, erklärt das BMAS.

Kann ich entscheiden, welche Art Test ich machen möchte?

"Nein, das entscheidet der Arbeitgeber", erklärt Oberthür. Laut Arbeitsschutzverordnung können Unternehmen entscheiden, ob sie PCR-Tests oder Antigen-Schnelltests zur professionellen oder zur Selbstanwendung anbieten wollen. Unternehmen können beispielsweise auch mit Dienstleistenden arbeiten, etwa mit der Apotheke um die Ecke.

Zählt das Testen zur Arbeitszeit?

"Der Arbeitgeber ist nur verpflichtet, eine Testmöglichkeit anzubieten, die hierfür aufzuwendende Zeit gilt nicht als Arbeitszeit", so die Einschätzung der Arbeitsrechtsexpertin. Kooperiert der Betrieb für die Testangebote etwa mit einem externen Testzentrum, "könne er auch darauf verweisen, dass das Testzentrum besucht wird." Das heißt: Unter Umständen müssen Beschäftigte einen Termin dort außerhalb ihrer Arbeitszeiten einplanen.

Laut dem Berliner Fachanwalt für Arbeitsrecht Alexander Bredereck kann es jedoch sein, dass die Zeit, die Arbeitnehmer:innen für den Test aufwenden, als Arbeitszeit gilt und entsprechend vergütet werden muss. Das gilt aber nur, "soweit das Testen auf Verlangen des Arbeitgebers beziehungsweise der gesetzlichen Vorgaben erfolgt".

Da Unternehmen im Bereich der Arbeitszeit ein weites Weisungsrecht hätten, dürften sie laut Bredereck wohl in den meisten Fällen dann auch berechtigterweise verlangen, dass Beschäftigte zur Durchführung der Tests früher zur Arbeit kommen.

"Allerdings zählt die Zeit zur Arbeitszeit und dementsprechend muss der Arbeitgeber dann auch die Vorgaben des Arbeitsvertrages, des Arbeitszeitgesetzes und eventueller Betriebsvereinbarungen oder Tarifverträge einhalten." Allein die Notwendigkeit von Tests zwingt Arbeitnehmer:innen noch nicht dazu, Überstunden zu machen.

Muss ich mit der Testpflicht jetzt zurück ins Büro?

Nein. Auch die bestehenden Regelungen der Corona-Arbeitsschutzverordnung wurden laut BMAS bis zum 30. Juni verlängert. Betriebe sind demnach etwa verpflichtet, weiter Homeoffice anzubieten, wenn die Tätigkeit dies zulässt.

Was, wenn mein Arbeitgeber keine Tests anbietet?

"Die Pflicht zum Testangebot ist in der Corona-Arbeitsschutzverordnung enthalten", erklärt Nathalie Oberthür. "Bei Verstößen gegen diese Verordnung können sich Arbeitnehmer an den Betriebsrat, die Aufsichtsbehörde oder einen Rechtsanwalt wenden."

"Soweit die Tests zwingend behördlich oder gesetzlich vorgeschrieben sind, besteht im Prinzip keine Verpflichtung die Arbeitsleistung zu erbringen", sagt der Arbeitsrechtler Alexander Bredereck zu dieser Frage. Mit einer Verweigerung sollte man ihm zufolge aber trotzdem vorsichtig sein. "Ich empfehle immer zunächst das Gespräch mit dem Vorgesetzten, den Hinweis auf die jeweilige Gesetzeslage und die auch für den Arbeitgeber bei Verstößen drohenden Risiken."

Verstößt ein Unternehmen gegen die geltende Arbeitsschutzverordnung, muss es mit Sanktionen rechnen. So sind laut Bund-Verlag Bußgelder bis 30.000 Euro oder gar Betriebsschließungen möglich.

Was passiert, wenn mein Test positiv ist?

Wie nach einem positiven Schnell- oder Selbsttest verfahren wird, entscheidet in der Regel das zuständige Gesundheitsamt. "In Nordrhein-Westfalen beispielsweise besteht eine Verpflichtung, nach einem positiven Schnell- oder Selbsttest unverzüglich eine Nachkontrolle durch eine PCR-Testung durchzuführen", erläutert Oberthür. Bis zum Ergebnis des PCR-Tests bestehe dann eine Quarantäneverpflichtung, die bei positivem Ergebnis andauert.

Solange noch keine Entscheidung der Behörde vorliegt, "wird der Arbeitgeber den Arbeitnehmer in jedem Fall freistellen dürfen", so Bredereck. Der Betrieb dürfte sogar dazu verpflichtet sein, da er gegenüber den übrigen Mitarbeitern entsprechende Fürsorgepflichten hat. "In dem Fall muss der Arbeitnehmer aber weiter bezahlt werden. Das gilt auch dann, wenn Homeoffice nicht möglich ist."

Verwendete Quellen:
- Deutsche Presse-Agentur

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Zwei Verletzte bei schwerem Unfall auf L126 bei Sulzbach

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Im Bild: eines der unfallbeteiligten Fahrzeuge. Foto: Facebook/Feuerwehr Neuweiler/CK, YB

Schwerer Unfall auf L126

Am Dienstagmorgen (20. April 2021) hat sich auf der L126 bei Sulzbach ein schwerer Verkehrsunfall ereignet. Nach Angaben der Feuerwehr Neuweiler stieß auf der Strecke ein Pkw mit einem Kleinlaster zusammen.

Zwei Verletzte

Bei dem Unfall erlitten zwei Personen Verletzungen. Laut Presse-Agentur "NonStopNews" wurde eine Person leicht, eine weitere schwer verletzt. "Die Personen aus beiden Fahrzeugen wurden sofort durch den Rettungsdienst versorgt", teilte die Feuerwehr mit.

Ein:e Verkehrsteilnehmer:in musste den Angaben zufolge aus einem der verunfallten Fahrzeuge befreit werden. Die andere Person habe sich selbst noch vor dem Eintreffen der Feuerwehr aus ihrem Fahrzeug befreien können. Die Einsatzkräfte kümmerten sich nach eigenen Angaben ebenso um das Sichern der Unfallstelle sowie ausgelaufene Betriebsstoffe.

Vollsperrung der Strecke

"Während des Einsatzes musste die L126 auf Höhe des Sulzbacher Wegs voll gesperrt werden", hieß es seitens der Feuerwehr. Vor Ort: die Löschbezirke Sulzbach und Neuweiler, die Wehrführung, der Rettungsdienst sowie die Polizei.

Verwendete Quellen:
- Facebook-Beitrag der Feuerwehr Neuweiler, 20.04.2021
- NonStopNews

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Auswirkungen der Pandemie treffen arme Menschen im Saarland derzeit besonders hart

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Kritik äußerte die Armutskonferenz Saar unter anderem an einem "völlig unzureichenden Corona-Zuschuss". Foto: dpa-Bildfunk/Patrick Lux

Saar-Armutskonferenz: Armut droht sich in Pandemie zu verschärfen

Die Auswirkungen der Corona-Pandemie treffen von Armut betroffene Menschen im Saarland derzeit besonders hart: Hilfseinrichtungen wie Kleider- und Möbelbörsen seien teils geschlossen oder arbeiteten nur eingeschränkt, sagte der Geschäftsführer der Saarländischen Armutskonferenz, Manfred Klasen, der Deutschen Presse-Agentur. In Schulen falle häufig für Kinder das Schulessen und das Schulobstprogramm weg. Hinzu kämen zusätzliche Kosten für Corona-Hygienemaßnahmen wie Mund-Nasen-Schutz

Klasen schätzte, dass im Zuge von höherer Arbeitslosigkeit und dem Wegfall von Minijobs die Armutsquote steigen werde. Themen wie Stromsperren, Wohnungsverlust und Verschuldung würden "leider an Bedeutung gewinnen". Derzeit betrage die Armutsquote im Saarland 17 Prozent. "Das sind knapp 170.000 Betroffene." Bei Kindern und Jugendlichen liege die Quote bei 22,5 Prozent.

Kritik an mangelnder Hilfe für Betroffene

Von Armut Betroffene spielten in der Corona-Diskussion "eine nur untergeordnete Rolle", kritisierte die Armutskonferenz. Anfangs seien "praktisch gar keine zusätzlichen Hilfen" gewährt worden. Später seien erleichterte Antragstellungen beim Jobcenter und kostenfreie Masken dazu gekommen, zuletzt ein einmaliger und völlig unzureichender Corona-Zuschuss von 150 Euro, sagte Klasen. Als arm gelten Personen laut Klasen, wenn sie im Monat weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens zur Verfügung haben.

Situation bei den Tafeln im Saarland

Die Tafeln im Saarland melden derzeit "stabile bis steigende Zahlen", sagte Sabine Altmeyer-Baumann, Vorsitzende des Landesverbands Tafel Rheinland-Pfalz/Saarland in Bad Kreuznach. "Die Situation der Leute ist prekär und sie wird prekär bleiben." Nachdem am Anfang der Pandemie ältere Menschen aus Angst vor einer Infektion teils weggeblieben waren, fühlten sie sich jetzt sicherer: alles auf Abstand oder mit Bringdiensten. Laut Verband sind im Saarland elf Tafeln aktiv.

Verwendete Quellen:
- Deutsche Presse-Agentur

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SommerAlm 2021 in Reden wegen Corona abgesagt

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Bilder wie diese (Aufnahme von 2019) wird es auch in diesem Jahr nicht geben. Archivfoto: Carsten Johann/SOL.DE

Keine SR 3-SommerAlm in diesem Jahr

Für die "SR 3-SommerAlm "in Reden gibt es auch in diesem Jahr eine Absage. Als Grund nannte der Radiosender die "Umstände rund um die Corona-Pandemie". Dazu sagte Neunkirchens Landrat Sören Meng (SPD): "Die beliebten Rahmenbedingungen der letzten Almen können nicht geschaffen werden".

Event soll 2022 stattfinden

Laut "SR" zeigt sich Christian Rau, der Verantwortliche des Events, schon jetzt optimistisch: Demnach soll die "SommerAlm" im Jahr 2022 stattfinden. Die Vorbereitungen für das Fest seien bereits gestartet. Zwischen dem 29. Juli und dem 7. August 2022 soll im Rahmen der nächsten Alm gefeiert werden können.

Verwendete Quellen:
- Saarländischer Rundfunk

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Aufwändige Rettung bei Siersburg: Laster kippt um, Fahrer schwer verletzt

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Die Sperrung könnte noch Stunden dauern. Foto: BeckerBredel

Unfall auf L171

Am heutigen Dienstagvormittag (20. April 2021) hat es auf der L171 zwischen Siersburg und Hemmersdorf einen Unfall gegeben. In Fahrtrichtung Niedaltdorf war ein Betonmischer auf einen unbefestigten Seitenstreifen geraten und infolgedessen umgekippt.

Fahrer schwer verletzt

Bei dem Unfall erlitt der Lkw-Fahrer schwere Verletzungen. Er wurde in dem Führerhaus des Fahrzeugs eingeklemmt.

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Der Lkw blieb auf der Seite liegen. Foto: Rolf Ruppenthal/SOL.DE

Die Feuerwehr befreite den Mann in einer schwierigen und zeitaufwändigen Rettungsaktion. Dabei waren die Löschbezirke Siersburg, Rehlingen, Hemmersdorf und Oberesch sowie der Einsatzleitwagen Eimersdorf mit rund 35 Kräften im Einsatz. Ebenso vor Ort: der Rettungshubschrauber "Christoph 16", die Polizei und der DRK-Rettungsdienst.

Strecke noch gesperrt

Für die Bergung des beladenen Betonmischer war ein leistungsstarker Autokran notwendig. Im Rahmen der aufwändigen Rettungs- und Bergungsmaßnahmen ist die L171 derzeit noch in beide Fahrtrichtungen gesperrt. Voraussichtlich soll die Maßnahme bis 15.00 Uhr beendet sein.

Live-Ticker: Aktuelle Verkehrsmeldungen aus dem Saarland

Verwendete Quellen:
- Pressedienst Rolf Ruppenthal
- Verkehrsticker

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17-Jährige aus Blieskastel ist wieder da

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Die Polizei hat die öffentliche Suche nach der Jugendlichen beendet; die 17-Jährige ist wohlbehalten zu ihrer Familie zurückgekehrt. Foto: Polizei (von der Redaktion unkenntlich gemacht)

Am Sonntag (18. April 2021) ist eine zuvor vermisste 17-Jährige aus Blieskastel wohlbehalten zu ihrer Familie zurückgekehrt. Darüber hat die Polizeiinspektion Homburg am gestrigen Montagabend (19. April 2021) informiert. Die entsprechende Öffentlichkeitsfahndung ist somit nicht mehr gültig.

Bei einer Befragung der Jugendlichen ergaben sich laut den Einsatzkräften keinerlei Hinweise darauf, dass der 17-Jährigen in ihrer Abwesenheit ein Leid zugestoßen ist.

Verwendete Quellen:
- eigener Bericht
- Mitteilung der Polizeiinspektion Homburg, 19.04.2021

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Saarland-Nachrichten: Die wichtigsten Meldungen vom Dienstag

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Die aktuellen Nachrichten aus dem Saarland findet ihr bei SOL.DE. Foto: Oliver Dietze/dpa-Bildfunk

Die aktuellen Corona-Zahlen

Die Zahl der Corona-Infizierten im Saarland ist um 263 gestiegen. Alle aktuellen Daten im Überblick: Corona im Saarland: Aktuelle Zahl der Infizierten, Toten und Geheilten

Gewerkschaft NGG fordert nach Party am St. Johanner Markt Alkoholverbot an Brennpunkten

Die Gewerkschaft NGG, Region Saar, hat sich für ein Alkoholverbot an "zu identifizierenden Brennpunkten" ausgesprochen. Hintergrund ist der jüngste Vorfall am St. Johanner Markt in Saarbrücken. Hier gibt es die Begründung der NGG Saar zum Nachlesen: Gewerkschaft NGG fordert nach Party am St. Johanner Markt Alkoholverbot an Brennpunkten

Auswirkungen der Pandemie treffen arme Menschen im Saarland derzeit besonders hart

Vor einer Verschärfung von Armut im Folge der Corona-Pandemie warnt die Armutskonferenz im Saarland. Den Angaben zufolge würden Themen wie Stromsperren, Wohnungsverlust und Verschuldung "leider an Bedeutung gewinnen". Mehr dazu unter: Auswirkungen der Pandemie treffen arme Menschen im Saarland derzeit besonders hart

Unbekannte brechen in Testzentrum in Völklingen ein und klauen wichtige Geräte

Dieb:innen sind in der Nacht in das Völklinger Corona-Testzentrum eingebrochen. Sie ließen Laptops mitgehen, die für den Betrieb der Einrichtung wichtig sind. Die Polizei wurde eingeschaltet. Mehr unter: Unbekannte brechen in Testzentrum in Völklingen ein und klauen wichtige Geräte

Schauspieler Willi Herren ist tot

Der Schauspieler und Schlagersänger Willi Herren (45†, unter anderem bekannt aus der "Lindenstraße") ist tot. Das bestätigten am Dienstag (20. April 2021) sein Management und die Kölner Polizei. Mehr unter: Schauspieler Willi Herren ist tot

Randale auf St. Johanner Markt: Stadt zieht erste Konsequenzen - Polizei richtet Portal für Hinweise ein

Bilder aus Saarbrücken schockten am Wochenende das Saarland: Hunderte Menschen waren zu sehen, wie sie auf dem St. Johanner Markt ohne Abstand feierten. Die Polizei meldete auch Flaschenwürfe auf Einsatzkräfte. Während die Beamt:innen auf neue Hinweise hoffen, zieht die Stadt erste Konsequenzen: Randale auf St. Johanner Markt: Stadt zieht erste Konsequenzen - Polizei richtet Portal für Hinweise ein

Feuer in Saarbrücker Halle: Es war wohl Brandstiftung

Der Brand in einer Saarbrücker Lagerhalle ist wohl vorsätzlich gelegt worden. Die Ermittlungen dauern noch an. Ausführliche Informationen zum Einsatz: Lagerhalle in Saarbrücken in Brand

Aufwändige Rettung bei Siersburg: Laster kippt um, Fahrer schwer verletzt

Auf der L171 zwischen Siersburg und Hemmersdorf hat sich am Dienstagvormittag ein Unfall ereignet. Dabei erlitt ein Lkw-Fahrer schwere Verletzungen. Bis voraussichtlich 15.00 Uhr soll die Strecke in beide Fahrtrichtungen gesperrt bleiben: Aufwändige Rettung bei Siersburg: Laster kippt um, Fahrer schwer verletzt

Mann in Homburg-Einöd mit 21 Messerstichen getötet - Prozessbeginn gegen 30-Jährigen

Wegen eines tödlichen Messerangriffs in Homburg-Einöd muss sich ein 30-Jähriger vor dem Landgericht Saarbrücken verantworten. Darum droht dem Angeklagten im Falle einer Verurteilung keine Gefängnisstrafe: Mann in Homburg-Einöd mit 21 Messerstichen getötet - Prozessbeginn gegen 30-Jährigen

Laschet wird wohl Kanzlerkandidat der Union

Zwölf Stunden nach dem klaren CDU-Beschluss steht CSU-Chef Söder zu seinem Wort und gratuliert Laschet zur Kanzlerkandidatur. Aber ist damit wirklich die Debatte um die K-Frage zu Ende? Laschet wird wohl Kanzlerkandidat der Union

Über 3.000 Euro Schaden: Polizei Neunkirchen nimmt überregional agierenden Parfum-Dieb fest

Die Polizei Neunkirchen hat dem Treiben eines überregional agierenden Parfum-Diebes ein Ende gesetzt. Aufgrund eines Haftbefehls befindet sich der 56-Jährige nun in der JVA Saarbrücken: Über 3.000 Euro Schaden: Polizei Neunkirchen nimmt überregional agierenden Parfum-Dieb fest

So oft waren Saarländer:innen vergangenes Jahr krankgeschrieben

Vor allem wegen drei Krankheitsbildern waren Saarländer:innen im vergangenen Jahr krankgeschrieben. Teilweise gibt es deutliche Unterschiede zwischen den Kommunalverbänden. Mehr Informationen unter: So oft waren Saarländer:innen vergangenes Jahr krankgeschrieben

SommerAlm 2021 in Reden wegen Corona abgesagt

Auch 2021 gibt es für die "SR 3-SommerAlm" in Reden eine Absage wegen Corona. Im kommenden Jahr soll das Event allerdings stattfinden. Ein Termin steht bereits fest: SommerAlm 2021 in Reden wegen Corona abgesagt

17-Jährige aus Blieskastel ist wieder da

Die Polizei hat am Montagabend die Öffentlichkeitsfahndung nach einer 17-Jährigen aus Blieskastel zurückgenommen. Die Jugendliche sei wohlbehalten zu ihrer Familie zurückgekehrt. Mehr unter: 17-Jährige aus Blieskastel ist wieder da

So oft waren Saarländer:innen vergangenes Jahr krankgeschrieben

Vor allem wegen drei Krankheitsbildern waren Saarländer:innen im vergangenen Jahr krankgeschrieben. Teilweise gibt es deutliche Unterschiede zwischen den Kommunalverbänden. Mehr dazu: So oft waren Saarländer:innen vergangenes Jahr krankgeschrieben

Zum Cannabis-Tag: Die kuriosesten Polizeimeldungen rund um Marihuana im Saarland

Der 20. April ist der internationale Cannabis-Tag. Natürlich ist Kiffen auch im Saarland nach wie vor illegal. Das hält allerdings längst nicht alle davon ab. Manche verstecken ihren Konsum dabei jedoch schlechter als andere. Zur Sammlung: Zum Cannabis-Tag: Die kuriosesten Polizeimeldungen rund um Marihuana im Saarland

Verwendete Quellen:
- eigene Berichte

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Feuer in Saarbrücker Halle: Es war wohl Brandstiftung

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Das Feuer brach in einer Lagerhalle aus. Foto: BeckerBredel

Das Feuer in einer Lagerhalle in Saarbrücken ist nach einer ersten Einschätzung auf Brandstiftung zurückzuführen. Dies sagte ein Polizeisprecher am Dienstag (20. April 2021).

Feuerwehr löscht Brand

Das Feuer war demnach in der Nacht ausgebrochen und konnte am frühen Morgen von der Feuerwehr gelöscht werden. Verletzt wurde nach ersten Erkenntnissen niemand, die Höhe des Schadens blieb zunächst unklar.

📟: B3 - Brand einer Lagerhalle ⏰: Dienstag, 20.04.2021 - 0:26 Uhr 🚒: Löschbezirk 13 St.Johann 11...

Gepostet von Freiwillige Feuerwehr Saarbrücken am Montag, 19. April 2021

Polizei vermutet Brandstiftung

Die Halle war laut Polizei einsturzgefährdet. Man gehe aktuell davon aus, dass Unrat und Altreifen in Brand gesetzt wurden, die hinter der Halle gelagert waren. "Eine andere Erklärung gibt es momentan nicht, auch wenn noch keine endgültigen Beweise für eine Brandstiftung vorliegen", sagte der Polizeisprecher. Die Ermittlungen dauerten an.

Verwendete Quellen:
- Deutsche Presse-Agentur
- eigener Bericht

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Über 3.000 Euro Schaden: Polizei Neunkirchen nimmt überregional agierenden Parfum-Dieb fest

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Bei einem Diebstahl im Saarpark-Center in Neunkirchen wurde der Mann erwischt. Fotos: (links) BeckerBredel | (rechts) dpa-Bildfunk/Ronny Hartmann

Parfum-Diebstahl in Neunkirchen

Nach Angaben der Polizei hat sich am Freitag (16. April 2021) in einem Drogeriemarkt im Neunkircher Saarpark-Center ein Diebstahl zugetragen. Ein 56-Jähriger entwendete hier zehn Flaschen Parfum im Wert von rund 925 Euro, teilten die Beamt:innen mit.

"Der Täter deponierte die zehn Flaschen Parfüm in einer von ihm mitgeführten Lederhandtasche, welche er mit Alufolie ausgekleidet hatte, um so die elektronische Sicherung an der Kasse zu umgehen", hieß es. Ladendetektiven gelang es allerdings, den Mann im Kassenbereich zu stellen.

Weitere Diebstähle zur Last gelegt

Wie die Polizei ebenso mitteilte, ergaben im Anschluss durchgeführte Ermittlungen: Der 56-Jährige steht im Verdacht, für weitere Diebstähle in Filialen derselben Drogeriekette verantwortlich zu sein. In Karlsruhe soll der Mann Diebesgut im Wert von rund 1.400 Euro, in Ettlingen Diebesgut im Wert von etwa 860 Euro, ergaunert haben. Das Bildmaterial der Überwachungskameras zu diesen Taten befinde sich noch in der Auswertung.

Haftbefehl erlassen

"Nach Sachvortrag bei der Staatsanwaltschaft Saarbrücken stellte diese beim zuständigen Bereitschaftsgericht des AG Saarbrücken einen Antrag auf Haftbefehl", hieß es. Der Beschuldigte sei noch am Freitagabend dem Bereitschaftsrichter vorgeführt worden. Dieser verkündete den Angaben zufolge einen Haftbefehl. Aktuell befinde sich der 56-Jährige in der JVA Saarbrücken.

Verwendete Quellen:
- Mitteilung der Polizeiinspektion Neunkirchen, 20.04.2021

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Mann in Homburg-Einöd mit 21 Messerstichen getötet - Prozessbeginn gegen 30-Jährigen

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In Homburg-Einöd soll der 30-jährige Täter seinen 29 Jahre alten Bekannten getötet haben. Foto: BeckerBredel

Prozessbeginn nach tödlicher Messerattacke in Homburg

Vor dem Landgericht Saarbrücken ist am gestrigen Montag (19. April 2021) der Prozess gegen einen 30 Jahre alten Mann gestartet. Wie unter anderem "SR" und "Bild" berichten, wird dem Angeklagten versuchter Totschlag vorgeworfen. Der Anklage zufolge sollen sich der Täter und das 29-jährige Opfer im Oktober 2020 nahe der Skateanlage in Homburg-Einöd verabredet haben. Hierbei sei wohl ein Streit zwischen den beiden Personen eskaliert. In der Folge soll der 30-Jährige sein Opfer mit 21 Messerstichen getötet haben.

Täter psychisch krank

Den Medienberichten zufolge leidet der Täter unter paranoider Schizophrenie und ist in einer psychiatrischen Einrichtung untergebracht. Im Falle einer Verurteilung drohe ihm demgemäß keine Gefängnisstrafe, sondern eine Unterbringung in einer Klinik für Forensische Psychiatrie.

Einige Fragen noch offen

Einige Fragen seien in dem Fall noch offen. Laut "SR" stehe etwa nicht fest, welches Motiv hinter dem tödlichen Angriff steckt. Nach "Bild"-Informationen kündigte der Verteidiger des Mannes eine Aussage für den nächsten Verhandlungstag (30. April 2021) an. Klar sei hingegen: Täter und Opfer hatten sich gekannt.

29-Jähriger stirbt noch am Tatort

Der Vorfall hatte sich am 22. Oktober 2020 ereignet. Nach Angaben des Landespolizeipräsidiums Saar hatte der Täter selbst die Polizei über Notruf verständigt und angegeben, einen anderen Mann getötet zu haben. Das 29-jährige Opfer verstarb noch am Tatort.

Den Täter hatten die Einsatzkräfte den Angaben zufolge widerstandslos festnehmen können. Die mutmaßliche Tatwaffe, ein Messer, hatte die Polizei am Tatort aufgefunden. Eine Obduktion hatte zudem ergeben, dass das Opfer zweifelsfrei infolge der Messerstiche verstorben ist.

Verwendete Quellen:
- Saarländischer Rundfunk
- Bild Saarland
- eigene Berichte

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Unbekannte brechen in Testzentrum in Völklingen ein und klauen wichtige Geräte

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Die Täter:innen brachen in das Testzentrum in der Hermann-Neuberger-Halle ein. Foto: Stadt Völklingen

Unbekannte sind in der Nacht auf den heutigen Dienstag (20. April 2021) in das Corona-Testzentrum in Völklingen eingebrochen. Das teilte die Stadtverwaltung am Morgen mit.

Unbekannte klauen wichtige Laptops

Die Dieb:innen stahlen demnach mehrere Laptops aus der Einrichtung in der Hermann-Neuberger-Halle. Die Geräte waren sowohl zur Anmeldung als auch zur Übermittlung der Testergebnisse notwendig. Die Polizei wurde eingeschaltet.

Betrieb nur eingeschränkt

Der Betrieb kann am Dienstag nur eingeschränkt vonstattengehen, so die Stadt weiter. Es könne keine Tests ohne vorherige Terminumbuchung geben. Wer schon einen Termin gebucht habe, könne sich allerdings testen lassen. Bürger:innen müssen aber mit Wartezeiten rechnen.

Testmöglichkeiten im Saarland

Weitere Testmöglichkeiten in Völklingen hat die Stadt auf ihrer Website veröffentlicht. Im Saarland gibt es mehrere Hundert Orte, an denen sich Bürger:innen auf das Coronavirus testen lassen können.

Verwendete Quellen;
- Mitteilung der Stadt Völklingen, 20.04.2021
- eigener Bericht

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So oft waren Saarländer:innen vergangenes Jahr krankgeschrieben

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Eine psychische Erkrankung ist eine der häufigsten Ursachen für Fehltage. Foto: Pixabay

Erwerbstätige im Landkreis Neunkirchen sind im vergangenen Jahr saarlandweit am häufigsten krankgeschrieben gewesen. Dort fiel eine bei der Techniker Krankenkasse (TK) versicherte Person im Schnitt 20,2 Tage aus, teilte die Krankenkasse am heutigen Dienstag (20. April 2021) mit.

Menschen aus Regionalverband mit wenigsten Krankentagen

Danach folgen die Kreise St. Wendel (19,7), Merzig-Wadern (19,2), Saarlouis (17,8) und Saarpfalz. Erwerbstätige aus dem Regionalverband Saarbrücken hatten 17,2 Krankentage.

Das waren die häufigsten Krankheitsbilder

Vor allem drei Krankheitsbilder hätten laut TK für die meisten Fehltage gesorgt: psychische Erkrankungen, Erkrankungen des Muskel-Skelett-Systems und Atemwegserkrankungen. Auffällig sei vor allem, dass Erwerbstätige aus Neunkirchen verhältnismäßig lange durch Rückenschmerzen ausfielen, im Regionalverband hingegen dagegen weniger.

Psychische Erkrankungen: Wenigste Fehltage im Saarpfalz-Kreis

Was psychische Erkrankungen angeht, ging es den Menschen im Saarpfalz-Kreis wohl am besten. Sie fielen wegen solcher Probleme 3,3 Tage aus. Im Kreis Saarlouis war der Wert am höchsten (4,1).

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So verteilen sich die Fehltage auf die Kommunalverbände. Grafik: Techniker Krankenkasse

 

Die Daten stammen aus den Vorabdaten des TK-Gesundheitsreports 2021. Grundlage dafür bilden die rund 46.000 bei der Krankenkasse versicherten Erwerbstätigen im Saarland.

Verwendete Quellen:
- Mitteilung der Techniker Krankenkasse, 20.04.2021

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Laschet wird wohl Kanzlerkandidat der Union

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Laschet ist derzeit der Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen. Foto: Michael Kappeler/dpa-Bildfunk

CSU-Chef Markus Söder hat das klare Vorstandsvotum der CDU für ihren Parteichef Armin Laschet als Kanzlerkandidaten der Union akzeptiert. "Mein Wort, das ich gegeben habe, gilt", sagte der bayerische Ministerpräsident am Dienstag (20. April 2021) in München.

"Die Würfel sind gefallen"

"Die Würfel sind gefallen, Armin Laschet wird Kanzlerkandidat der Union." Er werde Laschet ohne Groll und mit voller Kraft unterstützen. Nun gehe es darum zusammenzustehen. Söder zieht damit rund zwölf Stunden nach dem Beschluss des CDU-Führungsgremiums seinerseits einen Schlussstrich unter den seit mehr als einer Woche bestehenden Machtkampf mit Laschet um die Kandidatur.

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"Mein Wort, das ich gegeben habe, gilt": CSU-Chef Markus Söder akzeptiert das Votum des CDU-Vorstands für Armin Laschet als Kanzlerkandidaten. Foto: Peter Kneffel/dpa-Bildfunk

 

Spannung bleibt

Ob damit aber die kontroverse Debatte um die Kanzlerkandidatur in der Union gänzlich beendet ist, bleibt dennoch abzuwarten. Mit Spannung erwartet wird daher insbesondere die Reaktion der Unionsfraktion am Nachmittag im Bundestag sowie die Rückmeldungen von der CDU-Basis in den kommenden Tagen. Hier hatte es in den vergangenen Tagen auch großen Zuspruch für Söder gegeben.

Basis offenbar auf Söder-Seite

Thüringens CDU-Landeschef Christian Hirte wertete das Votum für Laschet bereits als "Entscheidung gegen die CDU-Basis". Die Stimmung in Thüringen sowie in mehreren anderen Landesverbänden sei deutlich für Söder als Kanzlerkandidat, sagte er am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur in Erfurt. Er gehe aber davon aus, dass Söder einen Kanzlerkandidat Laschet im Bundestagswahlkampf unterstützten werde. "Wir sind jetzt gut beraten, uns hinter Armin Laschet zu versammeln und uns auf Inhalte zu konzentrieren."

CDU-Vorstand für Laschet

In einer digitalen Sondersitzung des CDU-Vorstands hatten in der Nacht zum Dienstag 31 von 46 stimmberechtigten Vorstandsmitgliedern in geheimer Wahl für den eigenen Parteivorsitzenden Laschet als Kanzlerkandidaten plädiert (77,5 Prozent). Nur 9 stimmten für Söder (22,5 Prozent), 6 enthielten sich.

Söder wollte Entscheidung der CDU akzeptieren

Söder und die CSU hatten die Entscheidung über die Kanzlerkandidatur erst am Montagnachmittag nach einem einwöchigen nervenaufreibenden Machtkampf in die Hand der CDU gelegt. Dies entscheide die CDU jetzt "souverän", hatte er gesagt. "Wir als CSU und auch ich respektieren jede Entscheidung."

Dobrindt: "Mit dem Ergebnis muss man umgehen"

Doch auch aus der CSU kamen am Dienstag bereits kritische Töne. So hinterlasse das Verfahren "durchaus einige Fragezeichen", sagte der Vorsitzende der CSU-Landesgruppe im Bundestag, Alexander Dobrindt, am Dienstag in Berlin. Es habe aber ein Ergebnis gebracht. "Und mit dem Ergebnis muss man umgehen." Dobrindt sagte voraus, das Verfahren werde zu Diskussionen führen. Man habe aber auch "den gemeinsamen Auftrag dafür, dass wir Prozesse nicht dauerhaft verlängern". Politiker:innen seien alle "Kinder von Gremien", sagte Dobrindt. "Wir leben alle in Gremien." Aber: "Wir erleben natürlich auch, dass Gremien nur so lange funktionsfähig sind, solange ihre Entscheidungen auf Akzeptanz stoßen."

Verwendete Quellen:
- Deutsche Presse-Agentur

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63 Corona-Neuinfektionen im Saarland gemeldet

Im Saarland sind zurzeit 2.522 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Die Zahl ergibt sich aus den Daten, die das Gesundheitsministerium mit Stand vom Montag (19. April 2021), 16.00 Uhr, veröffentlicht hat.

63 neue Corona-Infektionen im Saarland

Demnach stieg die Gesamtzahl der gemeldeten Infektionen um 63 auf jetzt 34.914. Am Montag der vergangenen Woche waren es 47 Neuinfektionen gewesen. Die 7-Tages-Inzidenz beträgt damit 127,2 (Vorwoche: 119,1).

Ein weiterer Todesfall gemeldet

Im Saarland ist ein weiterer Corona-Todesfall zu verzeichnen. Die Zahl der Menschen, die im Zusammenhang mit dem Virus gestorben sind, liegt somit bei 958.

177 Personen im Krankenhaus

Als geheilt gelten inzwischen 31.434 Menschen (+177). Von den an Covid-19 erkrankten Patient:innen werden momentan 177 stationär behandelt (-1). Davon liegen 58 auf der Intensivstation (-1). 

So sieht es aktuell in den Kreisen aus

Die Gesamtfälle teilen sich wie folgt auf die Landkreise und den Regionalverband auf:
- Saarbrücken: 13.397 (+32 gegenüber dem Vortag)
- Merzig-Wadern: 2.903 (+2)
- Neunkirchen: 4.645 (+9)
- Saarlouis: 7.128 (+8)
- Saarpfalz: 4.009 (+11)
- St. Wendel: 2.832 (+1)

Wie die Statistik zustande kommt

Das saarländische Gesundheitsministerium versendet einmal am Tag Angaben zu der Entwicklung der Coronavirus-Zahlen. Es weist darin nur Fälle auf, die von den Gesundheitsämtern der Landkreise und des Regionalverbands bestätigt wurden. Über die tägliche Anzahl der Tests macht das Ministerium keine Angaben.

Begriffserklärung

Zahl der Fälle: Sie gibt die Gesamtzahl der Fälle im Saarland seit dem ersten Auftreten des Coronavirus an. Sie zeigt damit nicht an, wie viele Menschen zum aktuellen Zeitpunkt mit dem Virus infiziert sind. Genesene und Tote werden aus dieser Zahl nicht herausgerechnet.

Zahl der Genesenen: Sie gibt die Gesamtzahl der Personen an, die mit dem Coronavirus infiziert waren und inzwischen wieder geheilt sind.

Zahl der Toten: Sie zeigt die Gesamtzahl der Menschen an, die in Verbindung mit einer Corona-Infektion gestorben sind.

Zahl der aktiven Infektionen: Sie zeigt die aktuelle Zahl der Personen an, die das Coronavirus in sich tragen. Sie ergibt sich aus der Differenz aus der Gesamtzahl der Fälle und der Zahl der Geheilten sowie der Zahl der Toten.

Zahl der Intensivpatient:innen: Sie gibt die aktuelle Zahl der Personen an, die sich mit einer Coronavirus-Infektion auf einer Intensivstation befinden.

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Die aktuellen Corona-Zahlen aus dem Saarland findet ihr in unserer Übersicht. Foto: picture alliance/dpa/Marijan Murat

Verwendete Quellen:
- Mitteilung des saarländischen Gesundheitsministeriums, 19.04.2021
- Website des saarländischen Gesundheitsministeriums
- eigene Recherche
- eigener Bericht
 

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Patryk Kubek

Randale auf St. Johanner Markt: Stadt zieht erste Konsequenzen - Polizei richtet Portal für Hinweise ein

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Videos dokumentieren die Szenen auf dem St. Johanner Markt am Wochenende. Screenshot: @timslawik/Instagram

Nach den Vorfällen auf dem St. Johanner Markt in Saarbrücken am Wochenende hat die Polizei ein Hinweisportal eingerichtet. Die Beamt:innen erhoffen sich durch Fotos und Videos weitere Tipps zu den Täter:innen, teilten sie am heutigen Dienstag (20. April 2021) mit.

Verstöße auf St. Johanner Markt

Ermittelt werde demnach gegen mehrere unbekannte Personen wegen Landfriedensbruch. Sie hatten mit Flaschen nach den Einsatzkräften geworfen. Die Polizei hatte in der Nacht auf Sonntag 400 bis 500 Menschen auf dem Platz in der Innenstadt gezählt. Dabei seien auch massive Verstöße der Feiernden gegen die Corona-Regeln registriert worden. Videos zeigen, wie viele Menschen sich zwischenzeitlich an den Gaststätten auf dem St. Johanner Markt aufhielten. Wichtig: Der Sound im folgenden Video wurde von der Uploaderin nachträglich in das Video eingefügt, ist also nicht echt. Die Bilder hingegen zeigen die Situation, so wie sie am Samstagabend tatsächlich war:

Auch Bodycams werden ausgewertet

Über das neue Hinweisportal, das per E-Mail unter lpp-hinweis@polizei.slpol.de erreichbar ist, können Texte, Bilder und Videos bis zu 50 Megabyte hochgeladen werden. Die Polizei hatte bereits angekündigt, auch Aufnahmen aus den Bodycams der Einsatzkräfte sichten zu wollen.

Mehr Kontrollen angekündigt

Die Stadt zieht derweil Konsequenzen aus den Vorfällen vom Wochenende. Oberbürgermeister Uwe Conradt (CDU) teilte nach einem Treffen mit Vertreter:innen des Innenministeriums, der Polizei und des Wirtschaftsministeriums mit, dass es am kommenden Wochenende verstärkt Kontrollen geben werde. "Unser gemeinsames Ziel ist, dass sich solche Vorkommnisse nicht wiederholen", zitiert die "Deutsche Presse-Agentur" den Politiker.

Kommen Maskenpflicht und Alkoholverbot?

Die Stadt plane außerdem eine Maskenpflicht auf dem St. Johanner Markt - auch außerhalb der Außengastronomie-Flächen. Dazu wolle die Verwaltung eine Allgemeinverfügung auf den Weg bringen. Die SPD-Fraktion im Landtag hatte gefordert, an "Hotspots" ein Alkoholverbot auszusprechen. Der Innenausschuss werde sich in nächsten Sitzung damit befassen, so Petra Berg. Diese findet am Donnerstagmorgen statt. Möglicherweise wird ein Alkoholverbot aber gar nicht notwendig: Entscheiden sich Bundestag und Bundesrat für die sogenannte "Bundes-Notbremse", dann darf die Gastronomie ab einer 100er-Inzidenz nicht mehr öffnen und es kommt zu Ausgangsbeschränkungen ab 22.00 Uhr. In dieser Woche werden dazu Entscheidungen erwartet.

Verwendete Quellen:
- Mitteilung des saarländischen Landespolizeipräsidiums, 20.04.2021
- Deutsche Presse-Agentur
- eigene Berichte
- eigene Recherche

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Patryk Kubek

Lagerhalle in Saarbrücken in Brand

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Das Feuer brach in einer Lagerhalle aus. Foto: BeckerBredel

Bei einem Brand einer Lagerhalle in Saarbrücken ist in der Nacht auf den heutigen Dienstag (20. April 2021) Sachschaden entstanden. Einsatzkräfte waren mehrere Stunden vor Ort, wie die Feuerwehr mitteilte.

Lagerhalle in Brand

Der Feuer war demnach gegen 00.30 Uhr in einer leerstehenden Halle in der Quellenstraße im Stadtteil St. Johann ausgebrochen. Als die Kräfte eintrafen, stand das etwas abseits gelegene Gebäude bereits zur Hälfte in Brand. Darin lagerten Unrat und Altreifen.

Feuerwehr bekämpft Flammen

Trupps bekämpften das Feuer unter schwerem Atemschutz. Sie konnten nach eigenen Angaben verhindern, dass die Flammen auf einen größeren Reifenstapel übergreifen, und brachten das Feuer rasch unter Kontrolle.

Einsatz dauert mehrere Stunden

Die Nachlöscharbeiten zogen sich über mehrere Stunden hin, weil die Halle einsturzgefährdet war und das Gebäude daher nicht mehr betreten werden konnte. Nachdem das Feuer gelöscht war, stellte die Feuerwehr noch eine Brandwache. Die letzten Einsatzkräfte zogen gegen 03.30 Uhr von der Lagerhalle ab. Die Ursache für den Brand ist derzeit nicht bekannt. Zur Höhe des Schadens gibt es keine Angaben.

📟: B3 - Brand einer Lagerhalle ⏰: Dienstag, 20.04.2021 - 0:26 Uhr 🚒: Löschbezirk 13 St.Johann 11...

Gepostet von Freiwillige Feuerwehr Saarbrücken am Montag, 19. April 2021

Wer vor Ort war

Im Einsatz waren neben der Saarbrücker Berufswehrwehr auch ein Rettungswagen und der Löschbezirk St. Johann der Freiwilligen Feuerwehr. Zudem waren die Bezirke Malstatt-Burbach, Alt-Saarbrücken, St. Arnual und Dudweiler in Bereitschaft. Vor Ort waren noch zwei Kommandos der Polizei.

Verwendete Quellen:
- Mitteilung der Feuerwehr Saarbrücken, 20.04.2021
- Facebook-Post der Freiwilligen Feuerwehr Saarbrücken, 20.04.2021

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