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AWO-Beschäftigte in Werkstätten für behinderte Menschen streiken

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Derzeit laufen die Tarifverhandlungen zwischen ver.di und AWO im Saarland. Einige Beschäftigte sollen am Freitag in Warnstreik treten. Symbolfoto (Tag der Pflege): Hendrik Schmidt/dpa-Bildfunk

Die Tarifverhandlungen der Gewerkschaft ver.di mit der AWO betrifft rund 5.200 Beschäftigte in etwa 300 Einrichtungen im Saarland. Die Forderung: Die aktuellen Tabellenentgelte des Tarifvertrags der Länder sollen übernommen werden. Diese Angleichung zum öffentlichen Dienst werde bereits seit Jahren eingefordert. Sie sei bereits 2019 Gegenstand der Tarifverhandlungen gewesen. 

AWO lehnt Forderungen strikt ab

Die Arbeitgeberseite habe nun jedoch die Forderung in der ersten Verhandlungsrunde strikt abgelehnt. Dabei habe die AWO Saarland vor wenigen Wochen selbst noch auf einer Landeskonferenz beschlossen, dass das Erreichen des Tarifniveaus des öffentlichen Dienstes die Tarifpolitik der Zukunft sei. 

Beschäftigte verdienen im Schnitt 200 Euro weniger

"Es kann nicht sein, dass für gleiche soziale Dienstleistungen unterschiedliche Lohnniveaus vorhanden sind",  so ver.di-Verhandlungsführer Mirko Gelfert. Die Aufgaben der AWO gehörten zur sogenannten Daseinsvorsorge des Staates. Dennoch verdienten die Beschäftigten im Durchschnitt bis zu 200 Euro weniger als die Mitarbeiter des Landes. "Es geht nicht, dass der günstigste Anbieter die Aufträge von Land, Landkreisen oder Gemeinden bekommt."

Warnstreik in Werkstätten am Freitag

Am kommenden Freitag (23. April 2021) sollen die Beschäftigten der AWO Saarland aus den Werkstätten für behinderte Menschen daher für 24 Stunden streiken. Der Warnstreik wird aufgrund der Corona-Pandemie von zu Hause durchgeführt. Eine öffentliche Kundgebung kann nicht stattfinden.

Notdienstvereinbarung konnte nicht getroffen werden

Die ver.di hatte für Notdienstarbeiten, die die Mindestbetreuung sichern und eine Gefährdung ausschließen, eine Vereinbarung angeboten. Diese konnte jedoch nicht mit der AWO festgemacht werden. "Wir werden dieses aber auch ohne die abgeschlossene Notdienstvereinbarung sicherstellen", so Mirko Gelfert.

"Gut funktionierende Arbeit am und für Menschen braucht motivierte Beschäftigte. Und die gibt es nicht zum TVöD light. Die Kolleginnen und Kollegen bei der AWO Saarland haben mehr Anerkennung verdient. Es geht um ver.diente Würdigung", erklärte der Verhandlungsführer abschließend. 

Verwendete Quellen:
- Pressemitteilung der ver.di

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