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Patryk Kubek

Brutaler Angriff in Saarbrücken: Grund war wohl nur Lappalie

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Die Täter malträtierten das Opfer an der Bushaltestelle am Saarbrücker Rathaus. Screenshot: Privat/SOL.DE

Nach dem brutalen Angriff auf einem 19-Jährigen an einer Bushaltestelle in Saarbrücken laufen die Ermittlungen der Polizei weiterhin. Zwar seien bislang keine weiteren Verdächtigen festgenommen worden, sagte Kriminaloberkommissar Sascha Heintz am heutigen Mittwoch (28. April 2021) auf SOL.DE-Anfrage. Die Beamt:innen seien aber guter Dinge, die Täter fassen zu können. Es habe mehrere Hinweise gegeben.

Gruppe greift jungen Mann an

Eine etwa siebenköpfige Gruppe hatte an der Haltestelle am Rathaus am späten Freitagabend einen jungen Mann geschlagen und getreten. Die Polizei sprach anschließend in einer Mitteilung von "einem selten gesehenen Maß an Brutalität, Hemmungslosigkeit und Kontrollverlust seitens der Angreifer". Das Video eines Augenzeugen bestätigt die Aussage: Zu sehen sind mehrere Personen, wie sie den offensichtlich wehrlosen Geschädigten malträtieren und beleidigen. Kurz nach dem Vorfall konnte die Polizei einen 17-Jährigen aus Saarbrücken festnehmen, so Oberkommissar Heintz. Ermittelt werde wegen gefährlicher Körperverletzung.

Trigger-Warnung: Das folgende Video zeigt Gewalt und kann unter Umständen belastend sein.

 

Opfer wollte Streit schlichten

Warum wurde der 19-Jährige überhaupt angegriffen? Er hatte nach dem jetzigen Stand der Ermittlungen im Bus einen Streit zwischen der Tätergruppe und weiteren Personen schlichten wollen. Worum es in dieser Auseinandersetzung ging, wollte Heintz aus ermittlungstaktischen Gründen nicht sagen. Nur so viel: Bei dem Grund für den Streit soll es sich um eine Lappalie gehandelt haben.

19-Jähriger aus dem Krankenhaus entlassen

Das Opfer erlitt bei der Attacke schwere Verletzungen am Kopf und Prellungen am Körper. Es konnte das Krankenhaus aber bereits am Tag nach der Tat wieder verlassen. Dauerhafte körperliche Schäden trägt der Geschädigte wohl nicht davon, schätzt Ermittler Heintz. Die psychischen Auswirkungen hingegen dürften den 19-Jährigen noch lange beschäftigen.

Verwendete Quellen:
- eigene Recherche
- eigener Bericht

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