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Durch Corona-Maßnahmen: Weniger Grippe- und Norovirusfälle im Saarland gemeldet

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Im Saarland wurden in der Saison 2020/21 deutlich weniger Grippe- und Norovirusfälle gemeldet. Das geht wohl auf die Corona-Maßnahmen zurück. Symbolfoto: Daniel Karmann/dpa-Bildfunk

Zwischen Oktober 2020 und März 2021 wurde im Regionalverband Saarbrücken nur zwölf Mal das Norovirus als Ursache für Magen-Darm-Erkrankungen festgestellt. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Infektionsrate damit um rund 93 Prozent zurückgegangen. Das Influenzavirus wurde in diesem Zeitraum sogar überhaupt nicht nachgewiesen. Dagegen traten in der Vorsaison bis April 2020 noch 328 bestätigte Fälle auf. Im Jahr 2018 waren es ganze 745 Meldungen.

Norovirus-Verbreitung unterliegt Schwankungen

Laut Regionalverband unterliegt die Verbreitung des Norovirus für gewöhnlich starken Schwankungen. So seien die vergangenen Jahre mit 381 Fälle im Jahr 2019 und 372 im Jahr 2018 moderat verlaufen. Dagegen sei 2017 ein heftiger "Norowinter" mit 535 bestätigten Infektionen gewesen. 

Atemwegserkrankungen durch Corona-Maßnahmen rückläufig

Die aktuelle Entwicklung führt Regionalverbandsdirektor Peter Gillo unter anderem auf die Corona-Regeln zurück. "Die Ursachen für die geringen Meldungen sind vielfältig. Die Abstands- und Hygiene-Maßnahmen, die Kontaktreduzierungen und die hohe Grippe-Impfquote im Zuge der Corona-Pandemie, spielen aber eine entscheidende Rolle." Auch die Arbeitsgemeinschaft Influenza des Robert-Koch-Institutes berichtet, dass alle Atemwegserkrankungen mit dem Einsetzen der zweiten Welle im Vergleich zu den beiden Vorjahren stark rückläufig sind. 

Mehr Borreliose durch Aufenthalt im Freien

Gestiegen sind dagegen die Fälle von Borreliose. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Zahl der Nachweise von 38 auf 66 erhöht, demnach beinahe verdoppelt. Die bakterielle Infektionskrankheit wird vor allem von Zecken übertragen. Der Anstieg lässt sich daher auf den vermehrten Aufenthalt im Freien zurückführen. 

Vorsicht beim Schwenken: Hepatitis-E vermehrt festgestellt

Der Verlagerung nach Draußen ist wohl auch der steigende Nachweis von Hepatitis-E-Viren und -Erkrankungen geschuldet. Diese stiegen von 19 Fällen im Jahr 2018 auf jeweils 54 Fälle in den Jahren 2019 und 2020. Die Erreger werden hauptsächlich durch nicht ausreichend gegartes Schwein- und Wildschweinfleisch übertragen. 

Hepatitis-A-Infektionen halbiert

Die Nachweise von Hepatitis A hingegen halbierten sich 2020 im Vergleich zum Vorjahr. Nur sechs Fälle wurden bestätigt. Das liegt vermutlich daran, dass die Krankheit in beliebten Urlaubsländern mit geringen Hygienestandards auftritt. Sie wird durch Schmier- oder Kontaktinfektion übertragen. Die Viren können eine akute Leberentzündung verursachen. Es gibt jedoch eine Schutzimpfung. 

Verwendete Quellen:
- Pressemitteilung des Regionalverbandes

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