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Diese Corona-Regeln gelten in den einzelnen Landkreisen im Saarland

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Die aktuellen Corona-Regelungen im Saarland findet ihr bei SOL.DE. Symbolfoto: picture alliance/dpa | Oliver Dietze

Corona-Regeln im Saarland

Saarland-Modell oder Bundes-Notbremse? Click-and-Collect oder Click-and-Meet-Shopping? Was ist offen und was muss schließen? Bei den ganzen Regeländerungen der letzten Wochen ist es schwierig, den Überblick zu behalten. Deshalb haben wir von SOL.DE eine kleine Zusammenfassung der wichtigsten Informationen zu den aktuellen Corona-Vorschriften und zudem Übersichten zu den aktuellen Regeln in den einzelnen saarländischen Landkreisen erstellt.

Keine einheitlichen Regelungen im Saarland

Seit Einführung der sogenannten Bundes-Notbremse ist nicht mehr die Inzidenz des gesamten Saarlandes maßgeblich, sondern die der einzelnen Landkreise. Das hat zur Folge, dass sich die Corona-Regeln in den einzelnen Landkreisen voneinander unterscheiden können. Man muss also von nun an auf das Infektionsgeschehen des eigenen Landkreises schauen und nicht mehr auf die Gesamtinzidenz des Saarlandes.

Zahlen des RKI maßgeblich

Für das Eingreifen der Bundes-Notbremse sind die Zahlenwerte des Robert-Koch-Instituts maßgeblich. Wer sich über das Infektionsgeschehen im eigenen Landkreis informieren möchte, sollte das also über das RKI-Dashboard tun. Natürlich informieren wir bei SOL.DE weiterhin täglich über die aktuellen, relevanten Zahlen und Geschehnisse, sodass ihr auch auf eine übersichtlichere Zahlen-Aufbereitung zurückgreifen könnt.

Saarland-Modell gilt nur bei Inzidenzen unter 100

Aktuell stehen im Saarland sozusagen zwei Regelwerke nebeneinander: Zum einen das Saarland-Modell und zum anderen die Regelungen der Bundes-Notbremse. Ob die Bundesregelungen oder die landesrechtlichen Regelungen gelten, hängt von der jeweiligen Sieben-Tage-Inzidenz ab. Das Saarland-Modell gilt nur bei einem stabilen Inzidenzwert von unter 100 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner:innen innerhalb der letzten sieben Tage. Im Saarland sind derzeit leider alle Werte über 100, sodass die schärferen Regelungen der Bundes-Notbremse gelten. Eine Rückkehr zu den Lockerungen des Saarland-Modells sind erst dann möglich, wenn in einem einzelnen Landkreis der Inzidenzwert fünf Tage hintereinander unter den Wert von 100 fällt.

Wann greift die Bundes-Notbremse?

Die Bundes-Notbremse greift dann, wenn in einem Landkreis drei Tage hintereinander die Sieben-Tage-Inzidenz von 100 überschritten wird. Die Lockerungen des Saarland-Modells gelten dann nicht mehr. Das ist in jedem saarländischen Landkreis derzeit der Fall. Sollte die Inzidenz drei Tage hintereinander sogar über 150 steigen, kommt es zu weiteren Regelverschärfungen. Werte über 165 haben Auswirkungen auf den Schul- und Kita-Betrieb. Detaillierte Informationen hierzu findet ihr unter: "Das sind die neuen Corona-Regeln im Saarland".

Welche Corona-Regeln gelten aktuell in meinem Landkreis?

Da sich die Regelungen je nach Infektionsgeschehen aktuell innerhalb kürzester Zeit ändern können, haben wir für jeden einzelnen Saar-Landkreis gesonderte Übersichten erstellt. Hier könnt ihr jederzeit nachschauen, welche Regelungen aktuell an eurem Wohnort gelten:
- Aktuelle Corona-Regelungen im Regionalverband Saarbrücken
- Aktuelle Corona-Regelungen im Landkreis Neunkirchen
- Aktuelle Corona-Regelungen im Landkreis Saarlouis
- Aktuelle Corona-Regelungen im Landkreis St. Wendel
- Aktuelle Corona-Regelungen im Landkreis Merzig-Wadern
- Aktuelle Corona-Regelungen im Saarpfalz-Kreis

Verwendete Quellen:
- eigene Recherche
- eigene Berichte

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Durch Corona-Maßnahmen: Weniger Grippe- und Norovirusfälle im Saarland gemeldet

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Im Saarland wurden in der Saison 2020/21 deutlich weniger Grippe- und Norovirusfälle gemeldet. Das geht wohl auf die Corona-Maßnahmen zurück. Symbolfoto: Daniel Karmann/dpa-Bildfunk

Zwischen Oktober 2020 und März 2021 wurde im Regionalverband Saarbrücken nur zwölf Mal das Norovirus als Ursache für Magen-Darm-Erkrankungen festgestellt. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Infektionsrate damit um rund 93 Prozent zurückgegangen. Das Influenzavirus wurde in diesem Zeitraum sogar überhaupt nicht nachgewiesen. Dagegen traten in der Vorsaison bis April 2020 noch 328 bestätigte Fälle auf. Im Jahr 2018 waren es ganze 745 Meldungen.

Norovirus-Verbreitung unterliegt Schwankungen

Laut Regionalverband unterliegt die Verbreitung des Norovirus für gewöhnlich starken Schwankungen. So seien die vergangenen Jahre mit 381 Fälle im Jahr 2019 und 372 im Jahr 2018 moderat verlaufen. Dagegen sei 2017 ein heftiger "Norowinter" mit 535 bestätigten Infektionen gewesen. 

Atemwegserkrankungen durch Corona-Maßnahmen rückläufig

Die aktuelle Entwicklung führt Regionalverbandsdirektor Peter Gillo unter anderem auf die Corona-Regeln zurück. "Die Ursachen für die geringen Meldungen sind vielfältig. Die Abstands- und Hygiene-Maßnahmen, die Kontaktreduzierungen und die hohe Grippe-Impfquote im Zuge der Corona-Pandemie, spielen aber eine entscheidende Rolle." Auch die Arbeitsgemeinschaft Influenza des Robert-Koch-Institutes berichtet, dass alle Atemwegserkrankungen mit dem Einsetzen der zweiten Welle im Vergleich zu den beiden Vorjahren stark rückläufig sind. 

Mehr Borreliose durch Aufenthalt im Freien

Gestiegen sind dagegen die Fälle von Borreliose. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Zahl der Nachweise von 38 auf 66 erhöht, demnach beinahe verdoppelt. Die bakterielle Infektionskrankheit wird vor allem von Zecken übertragen. Der Anstieg lässt sich daher auf den vermehrten Aufenthalt im Freien zurückführen. 

Vorsicht beim Schwenken: Hepatitis-E vermehrt festgestellt

Der Verlagerung nach Draußen ist wohl auch der steigende Nachweis von Hepatitis-E-Viren und -Erkrankungen geschuldet. Diese stiegen von 19 Fällen im Jahr 2018 auf jeweils 54 Fälle in den Jahren 2019 und 2020. Die Erreger werden hauptsächlich durch nicht ausreichend gegartes Schwein- und Wildschweinfleisch übertragen. 

Hepatitis-A-Infektionen halbiert

Die Nachweise von Hepatitis A hingegen halbierten sich 2020 im Vergleich zum Vorjahr. Nur sechs Fälle wurden bestätigt. Das liegt vermutlich daran, dass die Krankheit in beliebten Urlaubsländern mit geringen Hygienestandards auftritt. Sie wird durch Schmier- oder Kontaktinfektion übertragen. Die Viren können eine akute Leberentzündung verursachen. Es gibt jedoch eine Schutzimpfung. 

Verwendete Quellen:
- Pressemitteilung des Regionalverbandes

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Kein Virusvariantengebiet mehr: ÖPNV zwischen Saarland und Moselle wird wieder aufgenommen

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Das Département Moselle gilt ab Sonntag (2. Mai 2021) nicht mehr als Virusvariantengebiet. Symbolfoto: Oliver Dietze/dpa-Bildfunk

Mit Betriebsbeginn in der Nacht von Sonntag (2. Mai 2021) auf Montag (3. Mai 2021) wird der grenzüberschreitende öffentliche Personennahverkehr zwischen dem Saarland und dem Départment Moselle wieder aufgenommen.

Moselle ab Sonntag kein Virusvariantengebiet mehr

Aufgrund der massiven Verbreitung der südafrikanischen Variante mit bis zu 60 Prozent bei Neuinfektionen galt die Region seit dem 2. März als VirusvariantengebietDie Bundesregierung habe nun entschieden, dass die Einstufung aufgrund sinkender Zahlen aufgehoben wird. Wie der Rest von Frankreich zählt Moselle dann als Hochinzidenzgebiet. Das bestätigte das Gesundheitsministerium am Donnerstag (29. April 2021).

Beförderungsverbot aufgehoben 

Das Beförderungsverbot für Grenzgänger:innen aus Risikogebieten wird damit aufgehoben. Der öffentliche Personennahverkehr zwischen dem Saarland und Moselle war nach der Einstufung ausgesetzt worden. Nun ist eine Rückkehr zum bisherigen Betrieb möglich. 

Das gilt für Einreisende und Pendler:innen

Für Einreisende aus dem Département Moselle reduziert sich durch die Rückstufung die Quarantänepflicht auf zehn Tage. Ausnahmen gelten bei Aufenthalten von weniger als 24 Stunden und für Grenzpendler:innen. Zehn Tage lang gilt außerdem noch eine Testpflicht. Pendler:innen aus Moselle müssen daher vorerst weiterhin einen negativen Befund vorweisen, der nicht älter als 48 Stunden ist.

Verwendete Quellen:
- Pressemitteilung des Verkehrsministeriums
- Deutsche Presseagentur

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Reisende schleppen indische Corona-Mutation nach Luxemburg ein

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Reisende haben die indische Corona-Mutation nach Luxemburg gebracht. Symbolfoto: Christian Ries/CC BY-SA 3.0

Im Großherzogtum Luxemburg wurden bei Stichproben von 687 Corona-Patient:innen drei Infektionen mit der indischen Variante B.1.617 nachgewiesen. Wie "L'essentiel" berichtet, standen laut luxemburgischem Gesundheitsministerium alle Fälle im Zusammenhang mit Reisen.

Auch in Deutschland bereits vereinzelte Fälle

Bislang wurde die Variante in mindestens 17 Ländern nachgewiesen. Auch in Deutschland wurde die Mutation bereits vereinzelt festgestellt. So gab es bereits Fälle in Köln und Baden-Württemberg. Bei den deutschen Infizierten handelte es sich offenbar ebenfalls um Reiserückkehrer:innen

Nicht alle Antikörper erkennen indische Variante

Die Variante aus Indien gilt als "Doppelmutante", da sich zwei wesentliche Merkmale des Coronavirus verändert haben. Diese könnten dazu führen, dass sich Menschen, die bereits eine Corona-Infektion hatten, noch einmal anstecken. Einige der gebildeten Antikörper erkennen diese sogenannte "Immune-Escape-Variante" nicht. 

Forscher:innen gehen derzeit davon aus, dass die Mutation zwar ansteckender ist als das ursprüngliche Virus, jedoch nicht infektiöser als die Variante aus Großbritannien. 

Verwendete Quellen:
- L'Essentiel
- eigene Recherche
- Foto: Christian Ries/CC BY-SA 3.0

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Aktuelle Corona-Regeln im Regionalverband Saarbrücken

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Die aktuellen Corona-Regelungen des Regionalverbands Saarbrücken findet ihr bei SOL.DE. Symbolfoto: picture alliance/dpa | Oliver Dietze

Die aktuellen Corona-Regeln im Regionalverband Saarbrücken

Im Regionalverband Saarbrücken lag die Sieben-Tage-Inzidenz nun seit über einer Woche stabil unter 150. Der Wert von 100 konnte allerdings noch nicht unterschritten werden. Damit greift im Regionalverband aktuell die erste Stufe der Bundes-Notbremse, sodass die folgenden Regeln gelten:

Kontaktbeschränkungen

Private Treffen sind nur noch mit einer Person erlaubt, die nicht zum eigenen Haushalt gehört. Insgesamt dürfen sich maximal fünf Personen treffen – zu den beiden Haushalten gehörende Kinder unter 14 Jahren werden nicht dazu gezählt.

Ausgangssperren

Im Regionalverband Saarbrücken gelten aktuell Ausgangsbeschränkungen. Zwischen 22.00 und 05.00 Uhr darf man sich dann nur noch draußen aufhalten, wenn man dazu einen guten Grund hat. Ein solcher liegt laut Infektionsschutzgesetz unter anderem bei Notfällen oder beruflichen Gründen vor. Zwischen 22.00 und 24.00 Uhr ist es allerdings erlaubt, sich alleine draußen zu bewegen, zum Beispiel um spazieren oder joggen zu gehen.

Regelungen für den Handel

Für Kund:innen von Geschäften des täglichen Bedarfs (zum Beispiel Lebensmittelhandel, Apotheken, Drogerien, Banken, Tankstellen) ändert sich nichts. Die übrigen Läden dürfen nur noch Kund:innen herein lassen, die negativ auf das Coronavirus getestet worden sind und vorher bei dem Laden einen Termin gebucht haben (Click and Meet).

Außengastronomie muss schließen

Die Außengastronomie im Regionalverband Saarbrücken muss geschlossen bleiben. Abholen und liefern lassen ist hingegen weiterhin möglich.

Einschränkungen für Sport

Kontaktloser Individualsport darf nur noch alleine, zu zweit oder mit dem eigenen Hausstand betrieben werden. Ausgenommen sind Kinder, wenn sie draußen kontaktlos in Gruppen von maximal fünf Kindern trainieren.

Wechselunterricht in Schulen

Für die Schulen im Regionalverband Saarbrücken ändert sich vorerst nichts. Sie bleiben im Wechselunterricht

Körpernahe Dienstleistungen zum Großteil untersagt

Körpernahe Dienstleistungen zu medizinischen, pflegerischen und therapeutischen Zwecken sind weiter erlaubt. Besuche bei Friseur:innen oder bei der Fußpflege sind dabei aber nur mit negativen Corona-Tests möglich. Alle anderen körpernahen Dienstleistungen sind aktuell untersagt.

FFP2-Maskenpflicht

Im ÖPNV einschließlich Taxen gilt eine Pflicht zum Tragen einer Atemschutzmaske (FFP2 oder vergleichbar). Außerdem soll das Verkehrsmittel höchstens mit der Hälfte der regulär zulässigen Fahrgastzahlen besetzt werden. Auch bei Dienstleistungen, die medizinischen, therapeutischen, pflegerischen oder seelsorgerischen Zwecken dienen sowie in Friseurbetrieben und bei der Fußpflege müssen FFP2-Maske oder Masken mit ähnlicher Schutzwirkung getragen werden. Wer zum Friseur oder der Fußpflege will, braucht einen negativen Test.

Wie lange gelten die Vorschriften im Regionalverband?

Die Regeln werden weiter gelockert, wenn die Inzidenz an fünf aufeinanderfolgenden Werktagen unter 100 liegt. Dann darf man wieder zu den Lockerungen des Saarland-Modells zurückkehren.

Aktuelle Corona-Regeln hängen von Sieben-Tage-Inzidenz ab

Wer wissen möchte, welche Corona-Regeln aktuell in seinem Landkreis gelten, muss die Sieben-Tage-Inzidenzen des Robert-Koch-Instituts (RKI) im Auge behalten. Liegt die Inzidenz unter 100, dann gilt das sogenannte Saarland-Modell. Wird die Inzidenz von 100 an drei aufeinander folgenden Tagen überschritten, so greift die Corona-Notbremse des Bundes. Liegt der Wert an drei Tagen über 150, dann gibt es weitere Beschränkungen für den Einzelhandel, bei Werten über 165 werden die Schulen geschlossen. Einzelheiten dazu findet ihr unter: "Das sind die neuen Corona-Regeln im Saarland".

Damit in einem Landkreis die Corona-Regelungen wieder gelockert werden, muss die jeweils relevante Inzidenz-Grenze nach dem Bundesinfektionsschutzgesetz fünf Werktage hintereinander unterschritten werden. Damit der Wechsel von der Bundes-Notbremse zu den Erleichterungen des Saarland-Modells wieder vollzogen werden kann, muss in dem jeweiligen Landkreis also beispielsweise fünf Werktage hintereinander eine Inzidenz unter 100 vorherrschen.

Aktueller Ausblick für den Regionalverband Saarbrücken

Im Regionalverband Saarbrücken liegt die Sieben-Tage-Inzidenz seit rund einer Woche stabil unter 150. Weitere Regelverschärfungen sind aktuell also nicht zu befürchten. Allerdings ist man von einer Inzidenz unter 100 noch ein gutes Stück entfernt. Eine schnelle Rückkehr zu den Regeln des Saarland-Modells ist deshalb noch nicht in Sicht.

Verwendete Quellen:
- eigene Recherche
- eigene Berichte

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Millionenschaden bei Großbrand in Freisener Holzbaufirma

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Mit ungefähr 150 Kräften war die Feuerwehr im Einsatz. Fotos: Facebook/Feuerwehren Landkreis St. Wendel/Dirk Schäfer

Großbrand bei Holzbaufirma in Freisen

In einer Holzbaufirma in Freisen (Kreis St. Wendel) ist in der Nacht zum Donnerstag (29. April 2021) ein Großbrand ausgebrochen. Das Feuer wurde gegen 00.58 Uhr gemeldet, sagte ein Polizeisprecher auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur ("dpa").

Die Löscharbeiten hielten am Morgen an, verletzt wurde niemand. "Aktuell befinden wir uns immer noch bei Nachlösch- und Aufräumarbeiten", teilte die Feuerwehr Freisen gegen 08.00 Uhr auf Facebook mit. Auf dem Gelände des Betriebs im Kreis St. Wendel brennen seit dem frühen Donnerstagmorgen ein 400 Quadratmeter großes Holzlager und eine 1.200 Quadratmeter große Halle.

Wie der Polizeisprecher ebenso mitteilte, behinderte der Rauch den Verkehr auf der angrenzenden A62. Zudem explodierten mehrere Gasflaschen. Die Feuerwehr war mit ungefähr 150 Kräften im Einsatz.

Wohl Millionenschaden

Nach ersten Schätzungen liegt der Schaden im Millionenbereich. Die genaue Höhe sei aber noch unklar, so die Angaben des Polizeisprechers. Wie es zu dem Feuer kam, stehe aktuell noch nicht fest.

Verwendete Quellen:
- Deutsche Presse-Agentur
- Facebook-Beitrag der Feuerwehr Freisen
- Facebook-Beitrag Feuerwehren Landkreis St. Wendel

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23-Jährige aus Merzig vermisst - Polizei bittet um Hinweise

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Die Polizei bittet um Hinweise zum Aufenthaltsort der Vermissten. Foto: dpa-Bildfunk/Hendrik Schmidt

23-Jährige aus Merzig vermisst

Seit dem 10. April wird die 23 Jahre alte Jessica B. aus Merzig-Schwemlingen vermisst. Darüber informierte die Polizei am heutigen Donnerstag (29. April 2021).

Den Angaben zufolge verließ die Frau eine Pflegeeinrichtung mit unbekanntem Ziel und ist bislang nicht wieder zurückgekehrt. Die 23-Jährige leide "unter einer Minderbegabung und hat ein stark vermindertes Gefahrenbewusstsein", teilten die Beamt:innen mit. Derzeit sei nicht auszuschließen, dass ihr ein Leid zugestoßen sein könnte. 

Polizei bittet um Hinweise

Folgende Personenbeschreibung der vermissten Jessica B. veröffentlichte die Polizei:
- etwa 150 cm groß
- wiegt 46 kg
- lockige dunkelbraune bis rötliche Haare
- wirkt wesentlich jünger

Bei Erkenntnissen zum Aufenthalt der Vermissten bittet die Polizei um Hinweise an die Merziger Inspektion, Tel. (06861)7040.

Verwendete Quellen:
- Mitteilung der Polizeiinspektion Merzig, 29.04.2021

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Aktuelle Corona-Regeln im Landkreis Neunkirchen

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Die aktuellen Corona-Regelungen im Landkreis Neunkirchen findet ihr auf SOL.DE. Symbolfoto: picture alliance/dpa | Federico Gambarini

Die aktuellen Corona-Regeln im Landkreis Neunkirchen

Im Landkreis Neunkirchen lagen die Sieben-Tage-Inzidenzen an fünf aufeinanderfolgenden Werktagen unter 100. Das bedeutet eine Rückkehr zum Saarland-Modell und damit zu zahlreichen Lockerungen. Damit gelten im Landkreis Neunkirchen ab dem 16. Mai folgende Regelungen:

Kontaktbeschränkungen

Treffen sind im Rahmen des Saarland-Modells mit maximal fünf Personen aus dem eigenen Haushalt sowie einem weiteren Haushalt möglich. Geimpfte oder Genesene werden bei den Treffen allerdings nicht mitgezählt. Untereinander dürfen sich Geimpfte und Genesene sogar unbeschränkt treffen. Ausführliche Informationen zu den Sonderregelungen für Geimpfte findet ihr unter: "Welche Lockerungen ab sofort für Geimpfte und Genesene gelten und wer zu den Gruppen dazuzählt".

Ausgangssperren

Im Landkreis Neunkirchen werden die abendlichen Ausgangsbeschränkungen ab dem 16. Mai 2021 wieder aufgehoben.

Regelungen für den Handel

Terminbuchungen sind seit Sonntag nicht mehr notwendig. Beim Einkauf in Geschäften, die als Schwerpunkt nicht Artikel des täglichen Bedarfs anbieten, wird im Rahmen des Saarland-Modells die Vorlage eines negativen Tests fällig. Dies gilt nicht für vollständig geimpfte oder genesene Personen. Diese brauchen aber einen Nachweis, dass sie geimpft oder genesen sind.

Außengastronomie muss schließen

Seit Sonntag erlaubt das Saarland-Modell die Öffnung der Außengastronomie. Besuche sind möglich, wenn ein negativer Test vorgezeigt wird. Genesene und Geimpfte benötigen keinen negativen Corona-Test, sondern einen Nachweis für ihre Impfung oder Genesung. Erlaubt sind pro Tisch maximal zehn Personen.

Einschränkungen für Sport

Kontaktfreier Sport im Außenbereich ist ohne Test möglich. Im Innenbereich hingegen wird ein negativer Test verlangt, wenn man nicht als geimpft oder genesen gilt.

Wechselunterricht in Schulen

Für die Schulen im Landkreis Neunkirchen ändert sich vorerst nichts. Sie bleiben im Wechselunterricht.

Körpernahe Dienstleistungen zum Großteil untersagt

Das Saarland-Modell erlaubt wieder körpernahe Dienstleistungen - auch außerhalb medizinischer, pflegerischer oder therapeutischer Zwecke. Ebenso hier die Voraussetzung: ein negativer Test. Geimpfte und Genesene brauchen keinen Test, aber einen Nachweis für ihre Impfung oder Genesung.

Kultur/Freizeit

Museen, Kinos, Galerien, Gedenkstätten, Theater und Konzerthäuser können wieder öffnen. Wer die Einrichtungen besuchen möchte, muss einen negativen Test vorlegen. Geimpfte und Genesene brauchen lediglich einen Nachweis für ihre Impfung oder Genesung.

FFP2-Maskenpflicht

Im ÖPNV einschließlich Taxen gilt eine Pflicht zum Tragen einer Atemschutzmaske (FFP2 oder vergleichbar). Außerdem soll das Verkehrsmittel höchstens mit der Hälfte der regulär zulässigen Fahrgastzahlen besetzt werden. Auch bei Dienstleistungen, die medizinischen, therapeutischen, pflegerischen oder seelsorgerischen Zwecken dienen sowie in Friseurbetrieben und bei der Fußpflege müssen FFP2-Maske oder Masken mit ähnlicher Schutzwirkung getragen werden. Wer zum Friseur oder der Fußpflege will, braucht einen negativen Test.

Wie lange gelten die Vorschriften in Neunkirchen?

Die Regeln des Saarland-Modells bleiben, bis die Inzidenz an drei aufeinander folgenden Tagen über 100 liegt. Dann würde erneut die Bundes-Notbremse mit ihren Regelverschärfungen greifen.

Aktuelle Corona-Regeln hängen von Sieben-Tage-Inzidenz ab

Wer wissen möchte, welche Corona-Regeln aktuell in seinem Landkreis gelten, muss die Sieben-Tage-Inzidenzen des Robert-Koch-Instituts (RKI) im Auge behalten. Liegt die Inzidenz unter 100, dann gilt das sogenannte Saarland-Modell. Wird die Inzidenz von 100 an drei aufeinander folgenden Tagen überschritten, so greift die Corona-Notbremse des Bundes. Liegt der Wert an drei Tagen über 150, dann gibt es weitere Beschränkungen für den Einzelhandel, bei Werten über 165 werden die Schulen geschlossen. Einzelheiten dazu findet ihr unter: "Das sind die neuen Corona-Regeln im Saarland".

Damit in einem Landkreis die Corona-Regelungen wieder gelockert werden, muss die jeweils relevante Inzidenz-Grenze nach dem Bundesinfektionsschutzgesetz fünf Werktage hintereinander unterschritten werden. Damit der Wechsel von der Bundes-Notbremse zu den Erleichterungen des Saarland-Modells wieder vollzogen werden kann, muss in dem jeweiligen Landkreis also beispielsweise fünf Werktage hintereinander eine Inzidenz unter 100 vorherrschen.

Aktueller Ausblick für Neunkirchen

Im Landkreis Neunkirchen lag Sieben-Tage-Inzidenz nun mehrere Tage unter 100. Damit gelten die Regeln des Saarland-Modells. Derzeit scheint die Inzidenz stabil, sodass aktuell auch keine Regelverschärfungen zu befürchten sind.

Verwendete Quellen:
- eigene Recherche
- eigene Berichte

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Saarland: Arbeitslosigkeit zum dritten Mal in Folge gesunken

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Mit Stand vom April waren im Saarland 38.000 Frauen und Männer arbeitslos. Foto: dpa-Bildfunk/Marijan Murat

Arbeitslosigkeit im Saarland erneut gesunken

Den dritten Monat in Folge ist die Arbeitslosigkeit im Saarland (mit Stand vom April) leicht zurückgegangen. Wie die zuständige Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit am heutigen Donnerstag (29. April 2021) mitteilte, waren im April 38.000 Frauen und Männer arbeitslos, 700 oder 1,8 Prozent weniger als im März und genauso viele wie im April vor einem Jahr.

Die Arbeitslosenquote lag bei 7,1 Prozent. Vor vier Wochen betrug sie 7,2 Prozent und vor einem Jahr ebenfalls 7,1 Prozent. Stichtag für die Erhebung der neuen Zahlen war der 13. April.

"Nach gut einem Jahr der Pandemie zeigt sich der Arbeitsmarkt weiterhin robust", sagte Walter Hüther, stellvertretender Vorsitzender der Geschäftsführung der Regionaldirektion. Die Zahl der Arbeitslosen befinde sich auf dem Niveau des Vorjahresmonats, der allerdings auch schon von ersten Auswirkungen der Pandemie geprägt gewesen sei. Entscheidend für die künftige Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt werde die weitere Pandemieentwicklung sein. Die Regionaldirektion will dabei vor allem die Entwicklung der Langzeitarbeitslosigkeit und die Lage auf dem Ausbildungsmarkt im Blick behalten.

Weniger Kurzarbeit

Im April zeigten die saarländischen Unternehmen deutlich weniger Kurzarbeit an. Insgesamt gingen den Angaben zufolge 100 Anzeigen für 1.100 Beschäftigte bei der Agentur für Arbeit ein. Im Februar belief sich die Zahl der Anzeigen noch auf 500 und im März auf 300.

Anzeigen für Kurzarbeit bedeuten noch nicht deren Umsetzung. Zunächst geht es den Angaben zufolge um eine grundsätzliche Genehmigung für die nächsten Monate. Erst nach drei Monaten kann festgestellt werden, in welchem Umfang tatsächlich kurzgearbeitet wurde. Nach den aktuellsten Hochrechnungen der Agentur haben im Januar 2021 im Saarland 5.100 Betriebe für 38.400 Mitarbeiter:innen Kurzarbeit umgesetzt.

Verwendete Quellen:
- Deutsche Presse-Agentur

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Sieben-Tage-Inzidenz als Maß der Dinge - irreführend oder angemessen?

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Die Sieben-Tage-Inzidenz bestimmt derzeit als Wert den Pandemie-Alltag. Foto: dpa-Bildfunk/Frank Rumpenhorst

Greift die nächtliche Ausgangssperre? Wie viele Freunde dürfen sich treffen? Können Kinder zur Schule? Mit den Bundesregelungen zur aktuellen Corona-Notbremse hängen die Antworten auf viele Fragen des Pandemie-Alltags verbindlich von gewissen Werten ab: der Sieben-Tage-Inzidenz in einem Landkreis oder einer kreisfreien Stadt. Das sind die gemeldeten Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner:innen binnen sieben Tagen, nachgewiesen per Labortest.

Diskussion um Inzidenz

Die Inzidenz gilt als ein Frühwarn-Indikator - wobei Expert:innen stets appellierten, auch noch weitere Werte zu betrachten. Zuletzt sind allerdings vermehrt Forderungen laut geworden, einen anderen, angeblich geeigneteren Indikator heranzuziehen. Bei der derzeitigen Kritik geht es nicht nur um Faktoren wie den Einfluss von Test- und Meldeverzug auf die Werte - wie rund um Ostern. Das Argument ist auch: Zunehmend entkoppele sich die Sieben-Tage-Inzidenz von der eigentlichen gesundheitlichen Lage.

Mehr Fokus auf Schwerkranke?

Dazu trügen an sich erwünschte Effekte bei, sagte der Epidemiologe Gérard Krause vom Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung in Braunschweig kürzlich: zunehmende (Schnell-)Tests, etwa an Schulen, und Impfungen der Risikogruppen, die hoffentlich die gesundheitliche Belastung sinken ließen. Krause sprach sich dafür aus, künftig besser auf die Entwicklung der Zahl der Covid-19-Neuaufnahmen auf den Intensivstationen zu blicken. Dies werde der Situation am ehesten gerecht, wenn man sich denn auf nur einen Messwert beschränken müsse.

Gemeint ist nicht das bestehende Divi-Intensivregister, in dem auch ein Bundeswert zu Neuaufnahmen auf Intensivstationen inklusive Verlegungen ausgewiesen wird. Es geht rein um Neuaufnahmen. Mangels regionaler Daten dazu habe man ein Schätzmodell mit Grenzwerten je nach Bundesland entwickelt, schilderte Helmut Küchenhoff, Leiter des Statistischen Beratungslabors der Ludwig-Maximilians-Universität München. In einer Publikation von Autor:innen um Küchenhoff und Krause heißt es, dass mit niedrigen Grenzwerten ein "etwaiger Zeitverzug" kompensiert werden könnte. Aber sie nennen auch Einschränkungen.

Für einen Fokus auf Schwerkranke sprachen sich auch zwei Professoren in einem Offenen Brief an die Bundestagsfraktionen aus: Der frühere Leiter der Charité-Virologie, Detlev Krüger, und der Ex-WHO-Virologe Klaus Stöhr warnten Mitte April, dass bei einer Kopplung von Maßnahmen an die Inzidenz "selbst dann massive Einschränkungen der Freiheitsrechte mit gravierenden Auswirkungen [...] erfolgen müssten, wenn längst weniger krankenhauspflichtige Erkrankungen als während einer durchschnittlichen Grippewelle resultierten".

Krause betonte, ihm gehe es um eine sachgerechte Darstellung der Lage. Es sei ein Irrglaube zu denken, dass die Inzidenz "die Sache überschätzt". Risiken könnten durchaus auch unterschätzt werden und gebotene Maßnahmen unterbleiben. Als Beispiel nannte er "ganz besondere Dramen" in kleinen, aber sehr anfälligen Gruppen, wie in schlecht versorgten Heimen oder unter beengten Wohnverhältnissen. In der pauschalierten Inzidenz träten diese nicht deutlich in Erscheinung.

Spahn verteidigt Sieben-Tage-Inzidenz

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) verteidigte in der Vorwoche den Blick auf die Sieben-Tage-Inzidenz: "Noch jedenfalls, in dieser Phase der Pandemie, ist es so, dass Inzidenz und Intensiv miteinander zusammenhängen." Eine steigende Inzidenz lasse in der Folge auch in Kliniken die Belastung steigen. Das gelte so lange, bis ein deutlich größerer Teil der Bevölkerung geimpft sei.

Der Epidemiologe Rafael Mikolajczyk bestätigt, dass die Aussagekraft der Sieben-Tage-Inzidenz für die zu erwartende Belastung des Gesundheitssystems mit zunehmender Durchimpfung der Bevölkerung nachlasse. Auch durch vermehrtes Testen in Altersgruppen, die in der Regel nicht schwer erkranken, ändere sich das Verhältnis zwischen Infektionszahlen und den zu erwartenden schweren Verläufen. "Die Entkopplung ist momentan noch nicht so stark, wird aber zunehmen", erklärt der Professor aus Halle.

Laut Mikolajczyk ist der Vorteil der Sieben-Tage-Inzidenz, dass sie auch kleinräumig eingesetzt werden könne, während die Aufnahmezahlen klein sein könnten und zu stark schwankten, etwa in Landkreisen mit wenig Intensivbetten. Befürworten würde er aber, im weiteren Verlauf der Epidemie die Inzidenzschwelle anzupassen. Auch die Dynamik der Ansteckungen, also R-Wert oder Verdopplungszeit, müsse im Auge behalten werden, da ein exponentielles Wachstum der Fallzahlen das Gesundheitssystem schnell an die Belastbarkeitsgrenze bringen könne.

Zum Einschätzen der noch verkraftbaren Belastung zunehmend auch die regionalen Covid-19-Neuaufnahmen heranzuziehen, hält er in Phasen stabiler oder langsam wachsender Infektionszahlen aber für durchaus sinnvoll. Und auch dann, wenn sich Testzahlen stark ändern, wie etwa über Feiertage. Verbreite sich das Virus allerdings gerade stark, sei eine möglichst frühe Erfassung von Vorteil, betont Mikolajczyk. "Die Schulkinder sind im Moment die am besten getestete Altersgruppe - man kann sie als Frühwarnsystem deuten", betonte Mikolajczyk. Zeige sich in einer Altersgruppe ein Anstieg der Inzidenz, dann sei das ein Hinweis auf eine Zunahme des Infektionsgeschehens insgesamt. Altersgruppen hätten ja Kontakte untereinander.

Verwendete Quellen:
- Deutsche Presse-Agentur

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Saarland-Nachrichten: Die wichtigsten Meldungen vom Donnerstag

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Die Nachrichten aus dem Saarland gibt's auf SOL.DE täglich im Überblick. Foto (Ausgangssperre in Dillingen): BeckerBredel

Nachrücktermine für Corona-Impfungen im Saarland schnell vergriffen 

Am heutigen Donnerstag ist im Saarland die "Nachrückerbörse" an den Start gegangen - laut Gesundheitsministerium ohne Probleme. Die Nachfrage nach den kurzfristig frei werdenden Impfterminen war groß. Mehr dazu: Große Nachfrage: Impftermine der "Nachrückerbörse" im Saarland schnell vergriffen

Diese Corona-Regeln gelten in den einzelnen Landkreisen im Saarland

Du möchtest wissen, welche Corona-Regelungen aktuell an deinem Wohnort gelten, hast aber den Überblick bei all den Änderungen der vergangenen Wochen verloren? Kein Problem: SOL.DE hat die wichtigsten Informationen in einer Übersicht für dich zusammengefasst: Diese Corona-Regeln gelten in den einzelnen Landkreisen im Saarland

Schulschließungen im Regionalverband Saarbrücken drohen

Das RKI meldet für das Saarland am Donnerstag 363 neue Corona-Fälle. Im Regionalverband Saarbrücken drohen Schulschließungen. Alle Zahlen aus dem gesamten Bundesland: Schulschließungen drohen - aktuelle RKI-Zahlen für das Saarland

Ist die Sieben-Tag-Inzidenz ein geeigneter Richtwert?

Die Debatte ist keineswegs neu, kommt aber durch zunehmende Impfungen und Schnelltests wieder hoch: Ist die Sieben-Tage-Inzidenz noch geeignet, um die Entwicklung der Pandemie zu messen? Mehr dazu: Sieben-Tage-Inzidenz als Maß der Dinge - irreführend oder angemessen?

Bis Ende Juni sollen 900.000 Impfungen im Saarland erfolgt sein

Der Bus- und Bahnverkehr zwischen dem Saarland und dem Départment Moselle wird zum Ende der Woche wieder aufgenommen. Grund: In der französischen Region sinken derzeit die Mutationsfälle. Mehr dazu: Kein Virusvariantengebiet mehr: ÖPNV zwischen Saarland und Moselle wird wieder aufgenommen

Amokfahrer von Trier wegen fünffachen Mordes vor Gericht

Knapp fünf Monate nach der Amokfahrt in Trier hat die Staatsanwaltschaft den Fahrer wegen fünffachen Mordes angeklagt. Zudem wirft die Behörde dem 51-jährigen Deutschen Weiteres vor. Mehr dazu: Amokfahrer von Trier wegen fünffachen Mordes angeklagt

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Große Nachfrage: Impftermine der "Nachrückerbörse" im Saarland schnell vergriffen

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Die verfügbaren mehreren hundert Termine seien schnell weg gewesen. Foto: dpa-Bildfunk/Marwan Naamani

"Nachrückerbörse" im Saarland: große Nachfrage

Seit dem heutigen Donnerstag (29. April 2021) gibt es im Saarland die "Nachrückerbörse" für kurzfristig frei werdende Impftermine. Das neue Angebot sei problemlos angelaufen, sagte eine Sprecherin des Gesundheitsministeriums. Die Nachfrage war groß: Die verfügbaren mehreren hundert Termine seien schnell weg gewesen, hieß es.

"Wir haben heute Morgen um 08:00 Uhr die Buchung der kurzfristig frei werdenden Impftermine freigeschaltet. Zu dieser Zeit haben bereits rund 20.000 Personen auf das System zugegriffen, sodass innerhalb von 15 Minuten rund 400 Termine, die zu Beginn zur Verfügung standen, verbucht waren. Bis 16:00 Uhr haben wir rund 1.500 Nachrückertermine vergeben können. Das zeigt, dass dieses Verfahren der richtige Weg war und gut von den Bürgerinnen und Bürgern angenommen wird", erklärte Gesundheitsministerin Monika Bachmann (CDU).

Wie es weitergeht

Sobald Termine spontan abgesagt werden, würden diese automatisiert vom System für das "Nachrückerverfahren" freigeschaltet und könnten online über das Buchungsportal abgerufen werden. Dazu ergänzte Bachmann: "Durch dieses Verfahren können alle Lücken, auch bei den Nachtimpfungen in Lebach, schnell und pragmatisch geschlossen werden."

Bitte um Termin-Absagen

Monika Bachmann hatte die Bürger:innen aufgerufen, gebuchte Termine in den Impfzentren auch abzusagen, wenn sie sich mehrfach angemeldet und einen Termin in einer Arztpraxis bekommen hätten. Dann könnten die Terminlücken in den vier Impfzentren auch kurzfristig aufgefüllt werden.

Bei dem neuen Buchungsweg können sich Personen im gewünschten Impfzentrum einen Termin auswählen. Anmeldungen liefen über das Buchungsportal www.impfen-saarland.de und den neuen Button "Buchung kurzfristig freier Impftermine".

900.000 Impfungen bis Ende Juni?

Das Saarland plant aktuell mit mehr als 900.000 Corona-Impfungen bis Ende Juni. Etwa 670.000 Impfungen seien laut Plan bis dahin in den Impfzentren erfolgt, hinzu kämen 240.000 Impfungen in den Praxen, sagte Gesundheitsstaatsekretär Stephan Kolling (CDU). Hierzulande hat es bislang gut 340.000 Impfungen gegeben.

Verwendete Quellen:
- Deutsche Presse-Agentur
- eigene Berichte

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Aktuelle Corona-Regeln im Landkreis Saarlouis

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Die aktuellen Corona-Regelungen des Landkreises Saarlouis findet ihr bei SOL.DE. Symbolfoto: picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild | Jens Büttner

Die aktuellen Corona-Regeln im Landkreis Saarlouis

Im Landkreis Saarlouis lagen die Sieben-Tage-Inzidenzen in den vergangenen Tagen stets über der 100er-Marke, aber auch noch weit unter der 150er-Marke. Das hat zur Folge, dass die Bundes-Notbremse auf erster Stufe greift. Im Landkreis Saarlouis gelten damit aktuell die folgenden Corona-Regelungen:

Kontaktbeschränkungen

Private Treffen sind nur noch mit einer Person erlaubt, die nicht zum eigenen Haushalt gehört. Insgesamt dürfen sich maximal fünf Personen treffen – zu den beiden Haushalten gehörende Kinder unter 14 Jahren werden nicht dazu gezählt.

Ausgangssperren

Im Landkreis Saarlouis gelten aktuell Ausgangsbeschränkungen. Zwischen 22.00 und 05.00 Uhr darf man sich dann nur noch draußen aufhalten, wenn man dazu einen guten Grund hat. Ein solcher liegt laut Infektionsschutzgesetz unter anderem bei Notfällen oder beruflichen Gründen vor. Zwischen 22.00 und 24.00 Uhr ist es allerdings erlaubt, sich alleine draußen zu bewegen, zum Beispiel um spazieren oder joggen zu gehen.

Regelungen für den Handel

Für Kund:innen von Geschäften des täglichen Bedarfs (zum Beispiel Lebensmittelhandel, Apotheken, Drogerien, Banken, Tankstellen) ändert sich nichts. Die übrigen Läden dürfen nur noch Kund:innen herein lassen, die negativ auf das Coronavirus getestet worden sind und vorher bei dem Laden einen Termin gebucht haben (Click and Meet).

Außengastronomie muss schließen

Die Außengastronomie im Landkreis Saarlouis muss geschlossen bleiben. Abholen und liefern lassen ist hingegen weiterhin möglich.

Einschränkungen für Sport

Kontaktloser Individualsport darf nur noch alleine, zu zweit oder mit dem eigenen Hausstand betrieben werden. Ausgenommen sind Kinder, wenn sie draußen kontaktlos in Gruppen von maximal fünf Kindern trainieren.

Wechselunterricht in Schulen

Für die Schulen im Landkreis Saarlouis ändert sich vorerst nichts. Sie bleiben im Wechselunterricht.

Körpernahe Dienstleistungen zum Großteil untersagt

Körpernahe Dienstleistungen zu medizinischen, pflegerischen und therapeutischen Zwecken sind weiter erlaubt. Besuche bei Friseur:innen oder bei der Fußpflege sind dabei aber nur mit negativen Corona-Tests möglich. Alle anderen körpernahen Dienstleistungen sind aktuell untersagt.

FFP2-Maskenpflicht

Im ÖPNV einschließlich Taxen gilt eine Pflicht zum Tragen einer Atemschutzmaske (FFP2 oder vergleichbar). Außerdem soll das Verkehrsmittel höchstens mit der Hälfte der regulär zulässigen Fahrgastzahlen besetzt werden. Auch bei Dienstleistungen, die medizinischen, therapeutischen, pflegerischen oder seelsorgerischen Zwecken dienen sowie in Friseurbetrieben und bei der Fußpflege müssen FFP2-Maske oder Masken mit ähnlicher Schutzwirkung getragen werden. Wer zum Friseur oder der Fußpflege will, braucht einen negativen Test.

Wie lange gelten die Vorschriften in Saarlouis?

Die Regeln werden erst wieder gelockert, wenn die Inzidenz an fünf aufeinanderfolgenden Werktagen unter 100 liegt. Sie können aber auch verschärft werden, wenn der Wert über 150 beziehungsweise 165 geht.

Aktuelle Corona-Regeln hängen von Sieben-Tage-Inzidenz ab

Wer wissen möchte, welche Corona-Regeln aktuell in seinem Landkreis gelten, muss die Sieben-Tage-Inzidenzen des Robert-Koch-Instituts (RKI) im Auge behalten. Liegt die Inzidenz unter 100, dann gilt das sogenannte Saarland-Modell. Wird die Inzidenz von 100 an drei aufeinander folgenden Tagen überschritten, so greift die Corona-Notbremse des Bundes. Liegt der Wert an drei Tagen über 150, dann gibt es weitere Beschränkungen für den Einzelhandel, bei Werten über 165 werden die Schulen geschlossen. Einzelheiten dazu findet ihr unter: "Das sind die neuen Corona-Regeln im Saarland".

Damit in einem Landkreis die Corona-Regelungen wieder gelockert werden, muss die jeweils relevante Inzidenz-Grenze nach dem Bundesinfektionsschutzgesetz fünf Werktage hintereinander unterschritten werden. Damit der Wechsel von der Bundes-Notbremse zu den Erleichterungen des Saarland-Modells wieder vollzogen werden kann, muss in dem jeweiligen Landkreis also beispielsweise fünf Werktage hintereinander eine Inzidenz unter 100 vorherrschen.

Aktueller Ausblick für Saarlouis

Die Sieben-Tage-Inzidenz im Landkreis Saarlouis liegt aktuell noch über 100, aber weit entfernt von der 150er-Marke. So sind aktuell zwar keine weiteren Regelverschärfungen zu befürchten, aber auch vorerst noch keine Lockerungen in Sicht. Eine Rückkehr zum Saarland-Modell würde nämlich eine stabile Inzidenz von fünf Tagen unter einem Wert von 100 erfordern. Sollte das der Fall sein, werden wir hier rechtzeitig darüber informieren. Es lohnt sich auch ein täglicher Blick auf die aktuellen Corona-Zahlen des RKI, die SOL.DE jeden Tag veröffentlicht und anschaulich für euch zusammenstellt.

Verwendete Quellen:
- eigene Recherche
- eigene Berichte

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Aktuelle Corona-Regeln im Landkreis Merzig-Wadern

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Die aktuellen Corona-Regelungen im Landkreis Merzig-Wadern findet ihr bei SOL.DE. Symbolfoto: picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild | Jan Woitas

Die aktuellen Corona-Regeln im Landkreis Merzig-Wadern

Im Landkreis Merzig-Wadern lagen die Sieben-Tage-Inzidenzen an fünf aufeinanderfolgenden Werktagen unter 100. Das bedeutet eine Rückkehr zum Saarland-Modell und damit zu zahlreichen Lockerungen. Damit gelten im Landkreis Merzig-Wadern ab dem 13. Mai folgende Regelungen:

Kontaktbeschränkungen

Treffen sind im Rahmen des Saarland-Modells mit maximal fünf Personen aus dem eigenen Haushalt sowie einem weiteren Haushalt möglich. Geimpfte oder Genesene werden bei den Treffen allerdings nicht mitgezählt. Untereinander dürfen sich Geimpfte und Genesene sogar uneingeschränkt treffen. Ausführliche Informationen zu den Sonderregelungen für Geimpfte findet ihr unter: "Welche Lockerungen ab sofort für Geimpfte und Genesene gelten und wer zu den Gruppen dazuzählt".

Ausgangssperren

Im Landkreis Merzig-Wadern werden die abendlichen Ausgangsbeschränkungen ab dem 13. Mai 2021 wieder aufgehoben.

Regelungen für den Handel

Terminbuchungen sind ab Donnerstag nicht mehr notwendig. Beim Einkauf in Geschäften, die als Schwerpunkt nicht Artikel des täglichen Bedarfs anbieten, wird im Rahmen des Saarland-Modells die Vorlage eines negativen Tests fällig. Dies gilt nicht für vollständig geimpfte oder genesene Personen. Diese brauchen aber einen Nachweis, dass sie geimpft oder genesen sind.

Außengastronomie muss schließen

Ab Donnerstag erlaubt das Saarland-Modell die Öffnung der Außengastronomie. Besuche sind möglich, wenn ein negativer Test vorgezeigt wird. Genesene und Geimpfte benötigen keinen negativen Corona-Test, sondern einen Nachweis für ihre Impfung oder Genesung. Erlaubt sind pro Tisch maximal zehn Personen.

Einschränkungen für Sport

Kontaktfreier Sport im Außenbereich ist ohne Test möglich. Im Innenbereich hingegen wird ein negativer Test verlangt, wenn man nicht als geimpft oder genesen gilt.

Wechselunterricht in Schulen

Für die Schulen im Landkreis Merzig-Wadern ändert sich vorerst nichts. Sie bleiben im Wechselunterricht.

Körpernahe Dienstleistungen zum Großteil untersagt

Das Saarland-Modell erlaubt wieder körpernahe Dienstleistungen - auch außerhalb medizinischer, pflegerischer oder therapeutischer Zwecke. Ebenso hier die Voraussetzung: ein negativer Test. Geimpfte und Genesene brauchen keinen Test, aber einen Nachweis für ihre Impfung oder Genesung.

Kultur/Freizeit

Museen, Kinos, Galerien, Gedenkstätten, Theater und Konzerthäuser können wieder öffnen. Wer die Einrichtungen besuchen möchte, muss einen negativen Test vorlegen. Geimpfte und Genesene brauchen lediglich einen Nachweis für ihre Impfung oder Genesung.

FFP2-Maskenpflicht

Im ÖPNV einschließlich Taxen gilt eine Pflicht zum Tragen einer Atemschutzmaske (FFP2 oder vergleichbar). Außerdem soll das Verkehrsmittel höchstens mit der Hälfte der regulär zulässigen Fahrgastzahlen besetzt werden. Auch bei Dienstleistungen, die medizinischen, therapeutischen, pflegerischen oder seelsorgerischen Zwecken dienen sowie in Friseurbetrieben und bei der Fußpflege müssen FFP2-Maske oder Masken mit ähnlicher Schutzwirkung getragen werden. Wer zum Friseur oder der Fußpflege will, braucht einen negativen Test.

Wie lange gelten die Vorschriften in Merzig-Wadern?

Regelverschärfungen im Landkreis Merzig drohen erst wieder, wenn die Sieben-Tage-Inzidenz an drei aufeinanderfolgenden Tagen wieder über 100 liegt.

Aktuelle Corona-Regeln hängen von Sieben-Tage-Inzidenz ab

Wer wissen möchte, welche Corona-Regeln aktuell in seinem Landkreis gelten, muss die Sieben-Tage-Inzidenzen des Robert-Koch-Instituts (RKI) im Auge behalten. Liegt die Inzidenz unter 100, dann gilt das sogenannte Saarland-Modell. Wird die Inzidenz von 100 an drei aufeinander folgenden Tagen überschritten, so greift die Corona-Notbremse des Bundes. Liegt der Wert an drei Tagen über 150, dann gibt es weitere Beschränkungen für den Einzelhandel, bei Werten über 165 werden die Schulen geschlossen. Einzelheiten dazu findet ihr unter: "Das sind die neuen Corona-Regeln im Saarland".

Damit in einem Landkreis die Corona-Regelungen wieder gelockert werden, muss die jeweils relevante Inzidenz-Grenze nach dem Bundesinfektionsschutzgesetz fünf Werktage hintereinander unterschritten werden. Damit der Wechsel von der Bundes-Notbremse zu den Erleichterungen des Saarland-Modells wieder vollzogen werden kann, muss in dem jeweiligen Landkreis also beispielsweise fünf Werktage hintereinander eine Inzidenz unter 100 vorherrschen.

Aktueller Ausblick für den Landkreis Merzig-Wadern

Im Landkreis Merzig-Wadern lag die Sieben-Tage-Inzidenz nun mehrere Werktage hintereinander unter 100. Damit gelten die Regeln des Saarland-Modells. Derzeit scheint die Inzidenz stabil, sodass aktuell auch keine Regelverschärfungen zu befürchten sind.

Verwendete Quellen:
- eigene Recherche
- eigene Berichte

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Aktuelle Corona-Regeln im Saarpfalz-Kreis

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Die aktuellen Corona-Regelungen für den Saarpfalz-Kreis findet ihr auf SOL.DE. Symbolfoto: picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild | Sebastian Kahnert

Die aktuellen Corona-Regeln im Saarpfalz-Kreis

Im Saarpfalz-Kreis musste die Corona-Notbremse des Bundes inzwischen gezogen werden. Seit Donnerstag (29. April 2021) gelten folgende Regelungen:

Kontaktbeschränkungen

Private Treffen sind nur noch mit einer Person erlaubt, die nicht zum eigenen Haushalt gehört. Insgesamt dürfen sich maximal fünf Personen treffen – zu den beiden Haushalten gehörende Kinder unter 14 Jahren werden nicht dazu gezählt.

Ausgangssperren

Im Saarpfalz-Kreis gelten aktuell Ausgangsbeschränkungen. Zwischen 22.00 und 05.00 Uhr darf man sich dann nur noch draußen aufhalten, wenn man dazu einen guten Grund hat. Ein solcher liegt laut Infektionsschutzgesetz unter anderem bei Notfällen oder beruflichen Gründen vor. Zwischen 22.00 und 24.00 Uhr ist es allerdings erlaubt, sich alleine draußen zu bewegen, zum Beispiel um spazieren oder joggen zu gehen.

Regelungen für den Handel

Für Kund:innen von Geschäften des täglichen Bedarfs (zum Beispiel Lebensmittelhandel, Apotheken, Drogerien, Banken, Tankstellen) ändert sich nichts. Die übrigen Läden dürfen nur noch Kund:innen herein lassen, die negativ auf das Coronavirus getestet worden sind und vorher bei dem Laden einen Termin gebucht haben (Click and Meet).

Außengastronomie muss schließen

Die Außengastronomie im Saarpfalz-Kreis muss geschlossen bleiben. Abholen und liefern lassen ist hingegen weiterhin möglich.

Einschränkungen für Sport

Kontaktloser Individualsport darf nur noch alleine, zu zweit oder mit dem eigenen Hausstand betrieben werden. Ausgenommen sind Kinder, wenn sie draußen kontaktlos in Gruppen von maximal fünf Kindern trainieren.

Wechselunterricht in Schulen

Für die Schulen im Saarpfalz-Kreis ändert sich vorerst nichts. Sie bleiben vorerst im Wechselunterricht.

Körpernahe Dienstleistungen zum Großteil untersagt

Körpernahe Dienstleistungen zu medizinischen, pflegerischen und therapeutischen Zwecken sind weiter erlaubt. Besuche bei Friseur:innen oder bei der Fußpflege sind dabei aber nur mit negativen Corona-Tests möglich. Alle anderen körpernahen Dienstleistungen sind aktuell untersagt.

FFP2-Maskenpflicht

Im ÖPNV einschließlich Taxen gilt eine Pflicht zum Tragen einer Atemschutzmaske (FFP2 oder vergleichbar). Außerdem soll das Verkehrsmittel höchstens mit der Hälfte der regulär zulässigen Fahrgastzahlen besetzt werden. Auch bei Dienstleistungen, die medizinischen, therapeutischen, pflegerischen oder seelsorgerischen Zwecken dienen sowie in Friseurbetrieben und bei der Fußpflege müssen FFP2-Maske oder Masken mit ähnlicher Schutzwirkung getragen werden. Wer zum Friseur oder der Fußpflege will, braucht einen negativen Test.

Wie lange gelten die Vorschriften im Saarpfalz-Kreis?

Die Regeln werden erst wieder gelockert, wenn die Inzidenz an fünf aufeinanderfolgenden Werktagen unter 100 liegt. Sie können aber auch verschärft werden, wenn der Wert über 150 beziehungsweise 165 geht.

Aktuelle Corona-Regeln hängen von Sieben-Tage-Inzidenz ab

Wer wissen möchte, welche Corona-Regeln aktuell in seinem Landkreis gelten, muss die Sieben-Tage-Inzidenzen des Robert-Koch-Instituts (RKI) im Auge behalten. Liegt die Inzidenz unter 100, dann gilt das sogenannte Saarland-Modell. Wird die Inzidenz von 100 an drei aufeinander folgenden Tagen überschritten, so greift die Corona-Notbremse des Bundes. Liegt der Wert an drei Tagen über 150, dann gibt es weitere Beschränkungen für den Einzelhandel, bei Werten über 165 werden die Schulen geschlossen. Einzelheiten dazu findet ihr unter: "Das sind die neuen Corona-Regeln im Saarland".

Damit in einem Landkreis die Corona-Regelungen wieder gelockert werden, muss die jeweils relevante Inzidenz-Grenze nach dem Bundesinfektionsschutzgesetz fünf Werktage hintereinander unterschritten werden. Damit der Wechsel von der Bundes-Notbremse zu den Erleichterungen des Saarland-Modells wieder vollzogen werden kann, muss in dem jeweiligen Landkreis also beispielsweise fünf Werktage hintereinander eine Inzidenz unter 100 vorherrschen.

Aktueller Ausblick für den Saarpfalz-Kreis

Im Saarpfalz-Kreis lag die Sieben-Tage-Inzidenz seit dem 25. April 2021 fast jeden Tag über 100. Damit greift die erste Stufe der Bundes-Notbremse. Aktuell liegt die Inzidenz nur knapp über 100. Regellockerungen sind aus jetziger Sicht damit wahrscheinlicher als Regelverschärfungen.

Verwendete Quellen:
- eigene Recherche
- eigene Berichte

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Aktuelle Corona-Regeln im Landkreis St. Wendel

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Die aktuellen Corona-Regelungen für den Landkreis St. Wendel findet ihr bei SOL.DE. Symbolfoto: picture alliance/dpa | Nicolas Armer

Die aktuellen Corona-Regeln im Landkreis St. Wendel

Im Landkreis St. Wendel lagen die Sieben-Tage-Inzidenzen an fünf aufeinanderfolgenden Werktagen unter 100. Das bedeutet eine Rückkehr zum Saarland-Modell und damit zu zahlreichen Lockerungen. Damit gelten im Landkreis St. Wendel ab dem 13. Mai folgende Regelungen:

Kontaktbeschränkungen

Treffen sind im Rahmen des Saarland-Modells mit maximal fünf Personen aus dem eigenen Haushalt sowie einem weiteren Haushalt möglich. Geimpfte oder Genesene werden bei den Treffen allerdings nicht mitgezählt. Untereinander dürfen sich Geimpfte und Genesene sogar unbeschränkt treffen. Ausführliche Informationen zu den Sonderregelungen für Geimpfte findet ihr unter: "Welche Lockerungen ab sofort für Geimpfte und Genesene gelten und wer zu den Gruppen dazuzählt".

Ausgangssperren

Im Landkreis St. Wendel werden die abendlichen Ausgangsbeschränkungen ab dem 13. Mai 2021 wieder aufgehoben.

Regelungen für den Handel

Terminbuchungen sind ab Donnerstag nicht mehr notwendig. Beim Einkauf in Geschäften, die als Schwerpunkt nicht Artikel des täglichen Bedarfs anbieten, wird im Rahmen des Saarland-Modells die Vorlage eines negativen Tests fällig. Dies gilt nicht für vollständig geimpfte oder genesene Personen. Diese brauchen aber einen Nachweis, dass sie geimpft oder genesen sind.

Außengastronomie muss schließen

Ab Donnerstag erlaubt das Saarland-Modell die Öffnung der Außengastronomie. Besuche sind möglich, wenn ein negativer Test vorgezeigt wird. Genesene und Geimpfte benötigen keinen negativen Corona-Test, sondern einen Nachweis für ihre Impfung oder Genesung. Erlaubt sind pro Tisch maximal zehn Personen.

Einschränkungen für Sport

Kontaktfreier Sport im Außenbereich ist ohne Test möglich. Im Innenbereich hingegen wird ein negativer Test verlangt, wenn man nicht als geimpft oder genesen gilt.

Wechselunterricht in Schulen

Für die Schulen im Landkreis St. Wendel ändert sich vorerst nichts. Sie bleiben im Wechselunterricht.

Körpernahe Dienstleistungen zum Großteil untersagt

Das Saarland-Modell erlaubt wieder körpernahe Dienstleistungen - auch außerhalb medizinischer, pflegerischer oder therapeutischer Zwecke. Ebenso hier die Voraussetzung: ein negativer Test. Geimpfte und Genesene brauchen keinen Test, aber einen Nachweis für ihre Impfung oder Genesung.

Kultur/Freizeit

Museen, Kinos, Galerien, Gedenkstätten, Theater und Konzerthäuser können wieder öffnen. Wer die Einrichtungen besuchen möchte, muss einen negativen Test vorlegen. Geimpfte und Genesene brauchen lediglich einen Nachweis für ihre Impfung oder Genesung.

FFP2-Maskenpflicht

Im ÖPNV einschließlich Taxen gilt eine Pflicht zum Tragen einer Atemschutzmaske (FFP2 oder vergleichbar). Außerdem soll das Verkehrsmittel höchstens mit der Hälfte der regulär zulässigen Fahrgastzahlen besetzt werden. Auch bei Dienstleistungen, die medizinischen, therapeutischen, pflegerischen oder seelsorgerischen Zwecken dienen sowie in Friseurbetrieben und bei der Fußpflege müssen FFP2-Maske oder Masken mit ähnlicher Schutzwirkung getragen werden. Wer zum Friseur oder der Fußpflege will, braucht einen negativen Test.

Wie lange gelten die Vorschriften in St. Wendel?

Die Regeln des Saarland-Modells bleiben, bis die Inzidenz an drei aufeinander folgenden Tagen über 100 liegt. Dann würde erneut die Bundes-Notbremse mit ihren Regelverschärfungen greifen.

Aktuelle Corona-Regeln hängen von Sieben-Tage-Inzidenz ab

Wer wissen möchte, welche Corona-Regeln aktuell in seinem Landkreis gelten, muss die Sieben-Tage-Inzidenzen des Robert-Koch-Instituts (RKI) im Auge behalten. Liegt die Inzidenz unter 100, dann gilt das sogenannte Saarland-Modell. Wird die Inzidenz von 100 an drei aufeinander folgenden Tagen überschritten, so greift die Corona-Notbremse des Bundes. Liegt der Wert an drei Tagen über 150, dann gibt es weitere Beschränkungen für den Einzelhandel, bei Werten über 165 werden die Schulen geschlossen. Einzelheiten dazu findet ihr unter: "Das sind die neuen Corona-Regeln im Saarland".

Damit in einem Landkreis die Corona-Regelungen wieder gelockert werden, muss die jeweils relevante Inzidenz-Grenze nach dem Bundesinfektionsschutzgesetz fünf Werktage hintereinander unterschritten werden. Damit der Wechsel von der Bundes-Notbremse zu den Erleichterungen des Saarland-Modells wieder vollzogen werden kann, muss in dem jeweiligen Landkreis also beispielsweise fünf Werktage hintereinander eine Inzidenz unter 100 vorherrschen.

Aktueller Ausblick für St. Wendel

Im Landkreis St. Wendel lag die Sieben-Tage-Inzidenz nun mehrere Werktage hintereinander unter 100. Damit gelten die Regeln des Saarland-Modells. Derzeit scheint die Inzidenz stabil, sodass aktuell auch keine Regelverschärfungen zu befürchten sind.

Verwendete Quellen:
- eigene Recherche
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Fast 500 Soldat:innen für Amtshilfeanträge im Saarland im Einsatz

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Die Bundeswehr unterstützt die saarländischen Behörden im Kampf gegen die Corona-Pandemie. Foto: Bundeswehr/S. Jung/Facebook

Fast 500 Soldat:innen im Einsatz

Im Rahmen von 23 Amtshilfeanträgen ist die Bundeswehr im Saarland derzeit mit Personal sowie Material im Einsatz. Wie aus einem Facebook-Beitrag hervorgeht, unterstützen bis zu 491 Soldat:innen die Behörden hierzulande im Kampf gegen die Corona-Pandemie.

So verteilen sich die Einsätze

Nach Angaben der Bundeswehr verteilen sich die Einsätze aktuell wie folgt:
- Impfkampagne (bis zu 162 Soldat:innen und zivile Mitarbeiter:innen)
- Kontaktnachverfolgungsteams (bis zu 91 Soldat:innen)
- Corona-Testzentrum in Saarbrücken/mobile Probeentnahmeteams (bis zu 40 Soldat:innen)
- Unterstützung bei Schnelltests in Heimen/Krankenhaus (bis zu 149 Soldat:innen)
- Corona-Schnelltests in den Kommunen (bis zu 49 Soldat:innen)

Darüber hinaus seien Angehörige der Kreisverbindungskommandos in den jeweiligen Landkreisen sowie dem Regionalverband Saarbrücken als Ansprechpartner und Berater im Einsatz.

Verwendete Quellen:
- Facebook-Beitrag der Bundeswehr im Saarland, 29.04.2021

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Patryk Kubek

Schulschließungen drohen - aktuelle RKI-Zahlen für das Saarland

Im Saarland sind innerhalb eines Tages 363 neue Infektionen mit dem Coronavirus gemeldet worden. Laut Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) vom heutigen Donnerstag (29. April 2021) liegt die 7-Tages-Inzidenz im gesamten Bundesland derzeit bei 143,6 (Vortag: 139,4).

So sieht es in den Kreisen aus

Im Regionalverband Saarbrücken drohen Schulschließungen. Hier liegt die Inzidenz derzeit am zweiten Tag in Folge über 165. Wird diese Schwelle auch am morgigen Freitag überschritten, so müssten die Schulen wohl ab kommender Woche vom Wechsel- in den Distanzunterricht wechseln. Kitas würden nur noch eine Notbetreuung anbieten. Der Saarpfalz-Kreis hat derweil in der Nacht die Notbremse gezogen. Unter anderem gelten dort jetzt Ausgangsbeschränkungen. In den übrigen Landkreisen verändern sich die Corona-Regeln vorerst nicht.

Zwei neue Todesfälle gemeldet

Insgesamt zählte das RKI seit Beginn der Corona-Pandemie 36.979 Fälle. Am Donnerstag wurden zwei weitere Tote gemeldet. Die Zahl der Saarländer:innen, die mit oder an dem Virus gestorben sind, liegt damit jetzt bei 957. Die Behörde schätzt, dass momentan 2.500 Menschen aktiv mit dem Virus infiziert sind. Die Zahl der Genesenen liegt bei rund 33.500.

Notbremse: Das sind die neuen Corona-Regeln

Hinweis

Für die Bundes-Notbremse sind die Zahlen des RKI maßgeblich. Die Daten können sich wegen Meldeverzugs von den eigenen Daten der Saar-Kreise unterscheiden. Über die Zahl der Testungen werden keine Angaben gemacht.

Begriffserklärung

Zahl der Fälle: Sie gibt die Gesamtzahl der Fälle im Saarland seit dem ersten Auftreten des Coronavirus an. Sie zeigt damit nicht an, wie viele Menschen zum aktuellen Zeitpunkt mit dem Virus infiziert sind. Genesene und Tote werden aus dieser Zahl nicht herausgerechnet.

Inzidenz: Die 7-Tages-Inzidenz gibt an, wie viele Menschen sich gerechnet auf 100.000 Einwohner:innen innerhalb einer Woche mit dem Coronavirus infiziert haben.

Zahl der Toten: Sie zeigt die Gesamtzahl der Menschen an, die an oder mit einer Corona-Infektion gestorben sind. Rechtsmediziner:innen schätzen, dass der überwiegende Teil der Corona-Toten wegen der Infektion verstarb.

Zahl der aktiven Infektionen: Sie gibt an, wie viele Menschen im Moment mit dem Coronavirus infiziert sind. Diese Zahl ist ein Schätzwert des RKI.

Zahl der Genesenen: Der Schätzwert des RKI gibt an, wie viele Menschen mit dem Coronavirus infiziert waren und ihre Infektion mittlerweile wieder überstanden haben. Die Zahl zeigt nicht an, wie viele Menschen an möglichen Spätfolgen (Long-Covid) leiden.

Verwendete Quellen:
- Robert-Koch-Institut
- eigene Recherche

- eigene Berichte

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Die Zahl der Corona-Infektionen im Saarland ist gestiegen. Foto: Sebastian Gollnow/dpa-Bildfunk

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Rätsel um Schaumteppich auf der Saar bei Völklingen

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Links im Bild zu sehen: der Schaumteppich auf der Saar. Fotos: BeckerBredel

Schaumteppich auf der Saar

Passanten haben am heutigen Vormittag (29. April 2021) Schaum auf der Saar bei Völklingen entdeckt. Dieser fiel an der Einmündung des Köllerbachs in der Nähe des Kanuclubs auf. Nach einer entsprechenden Alarmierung rückten Einsatzkräfte von Polizei und Feuerwehr zu der Örtlichkeit aus.

Schaum wirft Fragen auf

Nach Angaben von Wehrführer Herbert Broy ergaben erste Tests, dass sich der Stoff pH-neutral verhält. Derzeit sei allerdings noch unklar, woher der Schaum kommt und was die Ursache ist. Auch das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Mosel-Saar-Lahn, die Wasserschutzpolizei des Landespolizeipräsidiums und der Landesbetrieb für Umwelt- und Arbeitsschutz wurden eingeschaltet.

Verwendete Quellen:
- Presse-Agentur BeckerBredel

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Amokfahrer von Trier wegen fünffachen Mordes angeklagt

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Bei der Tat wurden fünf Menschen getötet: ein neun Wochen altes Baby, dessen Vater und drei Frauen. Foto: dpa-Bildfunk/Thomas Frey

Anklage gegen Amokfahrer

Gegen den Amokfahrer von Trier liegt eine Anklage vor. Dem 51-Jährigen wird fünffacher Mord sowie versuchter Mord in 18 weiteren Fällen vorgeworfen - davon 14 Mal in Tateinheit mit gefährlicher oder schwerer Körperverletzung. Darüber informiert die Staatsanwaltschaft am heutigen Donnerstag (29. April 2021) in Trier.

Motiv weiter unklar

Das Motiv des Mannes sei weiter unklar, so Oberstaatsanwalt Peter Fritzen. "Er hat im Wesentlichen behauptet, an Einzelheiten des Tatgeschehens keine Erinnerung zu haben." Die Staatsanwaltschaft gehe derzeit davon aus, dass er aus persönlichen Motiven gehandelt habe. Er sei alleinstehend, arbeitslos, ohne festen Wohnsitz und offenbar durch seine persönlichen Lebensumstände frustriert gewesen, hieß es.

Fahrer leidet wohl unter Psychose

Nach vorläufiger Einschätzung eines psychiatrischen Sachverständigen leide er zudem an einer Psychose. Über die Frage der Schuldfähigkeit werde das Landgericht Trier in der Hauptverhandlung entscheiden, sagte Fritzen. Das Gutachten des psychiatrischen Sachverständigen liege noch nicht vor. Anhaltspunkte für eine vollständige Aufhebung der Schuldfähigkeit hätten sich bislang aber nicht ergeben.

Hintergrund

Der Amokfahrer war am 1. Dezember 2020 mit seinem Sportgeländewagen durch die Trierer Fußgängerzone gerast. In der Absicht, "möglichst viele Menschen zu töten oder zumindest zu verletzen", sei er "wahllos und gezielt auf Passanten" zugefahren, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Bei der Tat wurden fünf Menschen getötet: ein neun Wochen altes Baby, dessen Vater und drei Frauen.

Die Menschen, die den Angriff überlebten, erlitten erhebliche Verletzungen unterschiedlicher Schwere. Mehrere Personen seien so schwer verletzt, dass sie bis heute klinisch behandelt werden müssten. Der Amokfahrer sei zur Tatzeit alkoholisiert gewesen. Er war teils mehr als 80 Kilometer pro Stunde schnell und konnte kurz nach der Tat festgenommen werden. Die Amokfahrt hatte in Trier einen tagelangen Schockzustand und anhaltende Trauer ausgelöst.

Verwendete Quellen:
- Deutsche Presse-Agentur
- eigene Berichte

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900.000 Impfungen im Saarland bis Ende Juni? So geht das Impfen hierzulande voran

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Aktuell plant das Saarland mit über 900.000 Corona-Impfungen bis Ende Juni. Fotos: (links) BeckerBredel | (rechts) dpa-Bildfunk/Virginia Mayo/AP

Saarland geht von 900.000 Impfungen bis Ende Juni aus

Nach Angaben von Gesundheitsministerin Monika Bachmann (CDU) kommen die Impfungen im Saarland gut voran: Es könnten aber noch mehr sein, wenn nur mehr Impfstoff da sei, sagte Bachmann.

Derzeit plant das Saarland mit mehr als 900.000 Corona-Impfungen bis Ende Juni. Rund 670.000 Impfungen seien laut Plan bis dahin in den Impfzentren erfolgt, hinzu kämen 240.000 Impfungen in den Praxen, so Gesundheitsstaatsekretär Stephan Kolling (CDU) am Mittwoch. Im Saarland hat es bislang gut 340.000 Impfungen gegeben (Stand Dienstag).

Mit Freischaltung der Priogruppe 3 in der vergangenen Woche nähmen die Impfungen bei den Hausärzt:innen "Fahrt auf", sagte Monika Bachmann. Man gehe davon aus, dass 70 bis 75 Prozent der Priogruppe 3 ihre Impfungen in Praxen bekämen. Bei der Priogruppe 1 und 2 seien alle Termine vergeben - bei der Gruppe 3 hätten bereits 25.000 Personen einen Termin erhalten.

"Nachrückbörse" startet heute

Immer wieder komme es vor, dass Personen sich an verschiedenen Stellen für eine Impfung anmeldeten, sagte die CDU-Politikerin. Wenn sie dann einen Termin bekämen, würden sie manchmal vergessen, an anderen Stellen abzusagen. So passiere es, dass in Impfzentren teils 30 bis 35 Termine am Tag nicht besetzt würden. Um kurzfristig freigewordene Termine neu zu besetzen, startet laut Gesundheitsministerium heute eine Art "Nachrückbörse".

Über das Portal könnten sich Personen, die bereits auf der Impfliste stehen, aber noch keinen Termin haben, dann mit einem neuen Button "Buchung kurzfristig freier Impftermine" für freigewordene Termine in einem Impfzentrum ihrer Wahl melden. Es sollten in den Impfzentren "keine Lücken" entstehen, erklärte Bachmann. Klar sei aber: Man könne noch deutlich mehr impfen, wenn es mehr Impfstoff gäbe.

Verteilung der Impfstoffe

Künftig werden in den Impfzentren nur noch die Impfstoffe von Biontech und Moderna verimpft, sagte Kolling. Astrazeneca gebe es dann nur noch in den Arztpraxen. Die Arztpraxis sei der richtige Ort für diesen Impfstoff, der nur eingeschränkt zugelassen ist und der einer besonderen "Aufklärung" bedürfe.

Vom Corona-Impfstoff der Firma Johnson & Johnson habe das Saarland Bachmann zufolge 2.400 erste Dosen bekommen. Dieser Impfstoff solle "in Bereichen eingesetzt werden, in denen eine einmalige Gabe besonders vorteilhaft ist". Als Beispiele nannte sie die Landesaufnahmestelle in Lebach, Justizvollzugsanstalten und obdachlose Menschen.

Verwendete Quellen:
- Deutsche Presse-Agentur
- eigener Bericht

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