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Auch im Saarland: Wie durch Nachmeldungen die RKI-Zahlen verfälscht werden

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Meldeverzug sorgt für verwässerte Corona-Zahlen beim RKI. Symbolfoto: picture alliance/dpa | Peter Steffen

RKI-Datengrundlage problematisch

Seit Inkrafttreten des Bundesinfektionsschutzgesetzes sind die Corona-Zahlen des Robert-Koch-Instituts (RKI) maßgeblich für die Vorschriften in den einzelnen Landkreisen. Liegen die Inzidenzen demnach drei Tage hintereinander über bestimmten Grenzwerten, so gelten die verschärften Regelungen der Bundes-Notbremse. Doch die Datengrundlage des RKI ist äußerst problematisch. So werden keinerlei Korrekturen zugelassen, wie die folgenden Fälle zeigen:

Warum im Landkreis Neunkirchen eigentlich die Schulen und Kitas geschlossen sein müssten

Im Landkreis Neunkirchen waren in der vergangenen Woche viele Leute beruhigt. Die Sieben-Tage-Inzidenz überschritt laut den offiziellen Daten des RKI zwar an zwei Tagen den Inzidenzwert von 165 (29. April: 171,2 und 1. Mai: 170,5), aber zwischenzeitlich sank der Wert scheinbar auf 163,6 (am 30. April). Hätte der Wert auch an diesem Tag über 165 gelegen, so hätten die Schulen und Kitas im Kreis schließen müssen.

Doch wie sich nachträglich herausstellte, war der Inzidenzwert vom 30. April fehlerhaft. Durch einen Meldeverzug wurden nicht alle Corona-Fälle des betroffenen Tages korrekt an das Robert-Koch-Institut übermittelt. Wären sämtliche Fälle rechtzeitig übermittelt worden, so hätte die Inzidenz bei 165,9 gelegen. Die Schulen im Landkreis Neunkirchen hätten demnach eigentlich geschlossen werden müssen.

Keine nachträgliche Korrektur der RKI-Inzidenzen bei Nachmeldungen vorgesehen

Das RKI selbst hat die Nachmeldungen zwar später in seine Statistiken mit aufgenommen (Das RKI bietet eine Übersicht mit den nachübermittelten Fällen an: "Rückwirkende Betrachtung der 7-Tage-Fallzahlen und -Inzidenzen nach Kreisen inklusive nachübermittelte Fälle"), eine nachträgliche Korrektur der so wichtigen Sieben-Tage-Inzidenzen ist hingegen aber nicht erfolgt.

Das RKI hat inzwischen mehrfach bestätigt, dass eine nachträgliche Veränderung einer Tages-Inzidenz in solchen Fällen nicht vorgesehen ist. Nachgemeldete Neuinfektionen würden erst am Folgetag berücksichtigt werden. Das hat aber im Hinblick auf Regeländerungen oftmals keine Auswirkungen, da für Verschärfungen die Grenzwerte eben an drei Tagen hintereinander überschritten werden müssen. Liegt die Inzidenz auch nur an einem Tag unter der Schwelle, so hat der Wert am Folgetag zunächst keinerlei Bedeutung.

Selbst offensichtliche Fehler werden nicht korrigiert

In Aachen führte diese Praxis des RKI zu einer besonders absurden Konstellation. So ist der Kommune ein Fehler unterlaufen und es wurden völlig falsche Zahlen übermittelt. Daraufhin lag der offizielle Inzidenzwert laut RKI bei 129. In Wahrheit lag die Inzidenz aber weit über 165. Aachens Gesundheitsdezernent Michael Ziemons wollte den Fehler schnellstmöglich korrigieren und hatte die richtigen Zahlen umgehend nachgeliefert. Doch das RKI hat den bereits festgelegten Inzidenzwert selbst in diesem Fall nicht korrigiert.

Auch im Landkreis Saarlouis müssten härtere Corona-Regeln gelten

Auch im Landkreis Saarlouis gab es in der vergangenen Woche mehrere Nachmeldungen, sodass die offiziellen RKI-Werte dementsprechend verwässert wurden. Der Inzidenzwert lag eigentlich mehrere Tage über 150, was Konsequenzen für den Einzelhandel hätte nach sich ziehen müssen. Das RKI hat die nachgemeldeten Fälle zwar inzwischen in einer Statistik aufgenommen, korrigiert wurden die fehlerhaften Inzidenzen aber auch hier nicht.

SOL.DE hat beim Landkreis Saarlouis nachgefragt, warum es dort so oft zu Nachmeldungen kommt. Die Pressestelle erklärte hieraufhin, dass das unter anderem an den unterschiedlichen Arbeitszeiten in den Laboren und den Ämtern liege. Da die Labore rund um die Uhr arbeiten, erhalte das Gesundheitsamt auch nach eigenem Dienstschluss noch Meldungen, die man dann erst am Folgetag entsprechend nachmelde. Zudem gebe es auch immer wieder nachträgliche Korrekturen von Fällen, wenn sich beispielsweise herausstelle, dass der Wohnort der getesteten Person in einem anderen Landkreis liege.

Gesundheitsministerium erklärt sich: Bürger:innen müssen sich rechtzeitig auf Maßnahmen einstellen können

Auch das saarländische Gesundheitsministerium weist auf SOL.DE-Anfrage auf den Unterschied zwischen dem "Zeitpunkt der Übermittlung" und dem "Zeitpunkt der Meldung" hin. Die "elektronische Meldung vom Labor an das Gesundheitsamt ist mit einem Zeitstempel versehen und somit das eigentlich relevante Datum", erklärt eine Sprecherin des Gesundheitsministeriums. Die Übermittlung an das RKI kann sich aber dann, wenn die Meldung vom Labor an das Gesundheitsamt außerhalb der Arbeitszeiten des Gesundheitsamtes geschieht, auf den Folgetag verzögern.

Dass die Nachmeldungen vom RKI nicht mehr nachträglich für die Inzidenzen berücksichtigt werden, begründet das Gesundheitsministerium mit der Planungssicherheit für die Bürger:innen, die sich im Vorfeld auf Regelungen einstellen können müssten. "Die Zugrundelegung der 'eingefrorenen' Werte stellt sicher, dass die Werte keinen Schwankungen unterliegen und sich die von den Maßnahmen Betroffenen auf das In- bzw. Außerkrafttreten dieser mit einem zeitlichen Vorlauf einstellen können", erklärt die Pressestelle des saarländischen Gesundheitsministeriums auf SOL.DE-Anfrage.

Anmerkung der Redaktion:
In der ursprünglichen Fassung des Artikels hieß es, dass das Gesundheitsministerium sich zu der Problematik der Meldeverzüge trotz entsprechender SOL.DE-Anfrage vom vergangenen Montag noch nicht geäußert habe. Das hat sich inzwischen geändert. So haben wir die oben dargelegten Informationen am heutigen Mittwochnachmittag vom Ministerium erhalten.

Verwendete Quellen:
- eigene Recherche
- Daten des RKI
- Auskunft des Landkreises Saarlouis
- Bericht des WDR

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Saarland plant Sonder-Impfungen in sozialen Brennpunkten

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Das Saarland will in sozialen Brennpunkten Sonderimpfungen durchführen. Symbolfoto: dpa-Bildfunk

Das saarländische Gesundheitsministerium plant Sonder-Corona-Impfungen in sozialen Brennpunkten. Welche Orte das sein werden, teilte die Behörde in ihrer Mitteilung vom heutigen Mittwoch (5. Mai 2021) allerdings nicht mit. Die Impfungen sollen demnach in Abstimmung mit den Gemeinwesenprojekten erfolgen. Unklar ist auch, wie viele zusätzliche Impfdosen bereitstehen werden.

Köln und Berlin wollen in Brennpunkten impfen

Auch die Städte Köln/Nordrhein-Westfalen und Berlin hatten in den vergangenen Tagen angekündigt, Menschen aus sozialen Brennpunkten ein Sonder-Impfangebot machen zu wollen. In Köln sind die Corona-Inzidenzen in Wohngebieten, in denen Personen unter schwierigen sozioökonomischen Bedingungen leben, derzeit teilweise deutlich höher als im Rest der Stadt.

Neue Funktion im Buchungsportal

Das Saar-Gesundheitsministerium kündigte derweil eine neue Funktion im Buchungsportal an. Ab dem Wochenende sind sowohl priorisierte Personen auf der Impfliste mit einem Termin als auch Menschen ohne Termin berechtigt, sich um kurzfristig freigewordene Termine zu bemühen.

Verwendete Quellen:
- Mitteilung des saarländischen Gesundheitsministeriums, 05.05.2021
- Tagesschau.de
- Rundfunk Berlin-Brandenburg

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Patryk Kubek

Wer im Saarland zu den Geimpften und Genesenen zählt und wie geschützt sie wirklich sind

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Wer gegen Corona geimpft ist, ist im Saarland von der Testpflicht befreit. Foto: Michael Kappeler/dpa-Bildfunk

Seit Montag (3. Mai 2021) ist die Corona-Testpflicht für geimpfte und genesene Saarländer:innen aufgehoben. Wer zu diesen Personengruppen zählt, braucht also jetzt keinen Nachweis mehr vorzulegen, dass er oder sie negativ getestet wurde.

Wer gilt als geimpfte Person?

Von der Testpflicht befreit sind nur vollständig geimpfte Menschen. Darauf hat das Gesundheitsministerium hingewiesen. Die zweite Impfung muss mindestens 14 Tage her sein. Es dürfen keine typischen Symptome einer Corona-Infektion vorliegen, wie zum Beispiel Atemnot, neu auftretender Husten, Fieber oder Geruchs- beziehungsweise Geschmacksverlust.

Wie kann ich meine Impfung nachweisen?

Der Nachweis kann entweder schriftlich oder elektronisch über das Impfbuch oder die -bescheinigung erfolgen.

Wie geschützt bin ich wirklich?

Es kommt auf den Impfstoff an. Laut Paul-Ehrlich-Institut sinkt die Wahrscheinlichkeit, an Covid-19 zu erkranken, im Vergleich zu Ungeimpften
- bei Biontech/Pfizer um bis zu 95 Prozent
- bei Moderna um bis zu 95 Prozent
- bei Astrazeneca um bis zu 80 Prozent
- bei Johnson & Johnson um bis zu 70 Prozent

Unklar ist noch, wie lange der Impfschutz anhält. Vollständig Geimpfte können Sars-CoV-2 laut der Ständigen Impfkommission nur eingeschränkt weitergeben.

Wer gilt als genesene Person?

Im Saarland zählen laut Gesundheitsministerium dazu Menschen, bei denen ein akkreditiertes Labor mittels Nukleinsäurenachweis (PCR, PoC-PCR oder andere Methoden) eine Infektion registriert hat. Der Positiv-Befund darf maximal sechs Monate und mindestens 28 Tage zurückliegen.

Wie kann ich nachweisen, dass ich infiziert war?

Der Test oder ein ärztliches Zeugnis gelten laut Ministerium als Nachweis. Auch er kann schriftlich oder elektronisch vorliegen.

Erleichterungen für Genesene und Geimpfte im Saarland im Überblick

Wie geschützt sind Genesene?

Wohl klar ist: Wer Antikörper gebildet hat, der oder die ist zunächst gegen eine Erkrankung geschützt. Doch das Robert-Koch-Institut schließt eine erneute Ansteckung und Übertragungsrisiko nicht aus, da die Antikörper über Zeit wieder verschwinden. Laut einer neuen US-Studie liegt der Zeitraum, in dem sich die Antikörperspiegel halbieren, bei mehr als 200 Tagen, berichtet die "Deutsche Presse-Agentur". Es gibt aber auch (seltene) Fälle, in denen Menschen ein zweites Mal an Covid-19 erkrankt sind.

Welche Lockerungen kommen noch?

Geimpfte und Genesene dürfen sich voraussichtlich ab dem Wochenende auf weitere Lockerungen freuen. Bundestag und Bundesrat sollen noch in dieser Woche eine neue Verordnung auf den Weg bringen. Die Personengruppen könnten sich dann zum Beispiel mit weiteren Geimpften treffen und würden bei Treffen mit Ungeimpften nicht mitgezählt. Auch entfielen für sie die Ausgangsbeschränkungen.

Notbremse: Diese Corona-Regeln gelten in den einzelnen Landkreisen

Müssen Geimpfte und Genesene weiter Maske tragen?

Geimpfte und Genesene sind laut Ministerium weiter verpflichtet, sich an die Hygiene- und Schutzmaßnahmen wie Abstandswahrung und das Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung zu halten. Wer von diesen Gruppen aus einem Virusvariantengebiet einreist, muss in Quarantäne.

Verwendete Quellen:
- Mitteilung des saarländischen Gesundheitsministeriums, 04.05.2021
- Deutsche Presse-Agentur

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19-Jähriger fährt Polizisten in Völklingen an

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In Völklingen hat ein 19-Jähriger einen Polizeibeamten mit einem Roller angefahren. Fotos: (Hintergrund) picture alliance/dpa | Patrick Seeger | (Roller): picture alliance / Jeffrey Ong/AP/dpa | Jeffrey Ong

Am gestrigen Dienstagnachmittag wurde die Polizei Völklingen im Rahmen einer Verkehrsunfallaufnahme in der Gerhardstraße auf einen Rollerfahrer aufmerksam, da an seinem Gefährt kein amtliches Kennzeichen angebracht war.

19-Jähriger fährt Polizeibeamten mit Motorroller an

Nach Beendigung der Unfallaufnahme konnte die Polizei den Motorrollerfahrer im Rahmen einer Fahndung auf dem Parkplatz einer Schule antreffen. Als der 19-jährige Fahrer des Rollers die Polizeikräfte entdeckte, startete er das Zweirad und fuhr damit auf einen Polizeibeamten zu. Der Polizist konnte nicht mehr rechtzeitig ausweichen und wurde von dem Motorroller erfasst. In der Folge fiel der Polizeibeamte zusammen mit dem Fahrer auf den Boden.

Der 19-Jährige versuchte im Anschluss erneut zu flüchten, was ihm aber nicht gelang, da weitere Polizeikräfte ihn wirksam daran hinderten. Drei Polizeibeamt:innen fixierten den jungen Mann daraufhin. Dabei haben sich alle eingesetzten Beamt:innen leicht verletzt, wie es in einer Mitteilung der Polizei Völklingen heißt.

19-Jähriger hat zahlreiche weitere Straftaten begangen

Im Rahmen der Kontrolle stellte die Polizei fest, dass der 19-jährige Schwalbacher einiges auf dem Kerbholz hat. Zunächst wurde festgestellt, dass der Motorroller, an dem kein amtliches Kennzeichen angebracht war, zuvor als gestohlen gemeldet wurde und zur Fahndung ausgeschrieben war. Der 19-Jährige war zudem nicht im Besitz einer Fahrerlaubnis. Die Polizei stellte darüber hinaus fest, dass der junge Mann auch noch unter dem Einfluss von Drogen gefahren war. Bei einer anschließenden Durchsuchung fanden die Beamt:innen dann auch noch Drogen sowie einen verbotenen Teleskopschlagstock bei dem 19-Jährigen auf. Beides wurde von der Polizei sichergestellt.

"Den Mann erwartet nun eine Vielzahl von Strafanzeigen. Ihm wurde weiterhin eine Blutprobe entnommen und der Motorroller wurde sichergestellt", so die Polizei Völklingen abschließend.

Verwendete Quellen:
- Mitteilung der Polizei Völklingen vom 05.05.2021

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mjs

Saar-Regierung setzt Testpflicht für Grenzpendler:innen aus

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Für Grenzgänger:innen treten ab dem 15. Mai Erleichterungen in Kraft. Foto: dpa-Bildfunk/Philipp von Ditfurth/dpa-Bildfunk

Keine Testpflicht mehr für Grenzgänger:innen

Am gestrigen Dienstag (4. Mai 2021) hat die Saar-Landesregierung im Ministerrat eine Allgemeinverfügung über Ausnahmen von der Testpflicht im Grenzverkehr beschlossen. Den Angaben zufolge treten die Erleichterungen am Donnerstag kommender Woche (13. Mai 2021) in Kraft.

Die Ausnahmen von der Testpflicht bedeuten Erleichterungen für die Grenzregion, wie aus einer Mitteilung des saarländischen Ministeriums für Finanzen und Europa hervorgeht. "Eine besondere Testpflicht bei Einreise fällt weg für Pendler auf dem Weg zum Arbeitsplatz, zur Schule oder zur Hochschule", hieß es. Dies gelte für Aufenthalte, "die unabhängig von ihrem Anlass weniger als 24 Stunden dauern".

Nach Angaben des Ministeriums sei es mit der Maßnahme gelungen, "dass in beide Richtungen annähernd gleiche Regelungen gelten". Auch Frankreich nehme für Pendler:innen und Aufenthalte von weniger als 24 Stunden in einem Radius von 30 Kilometern Personen von der Testpflicht aus. "Damit vereinbaren wir die grenzüberschreitende Mobilität und ein hohes Maß an Gesundheitsschutz miteinander", so die Stellungnahme.

Hintergrund: Moselle kein Virusvariantengebiet mehr

Zur neuen Regelung erklärte Roland Theis (CDU), Bevollmächtigter für Europaangelegenheiten des Saarlandes: "Mit dem Wegfall der Einstufung der Moselle als Virusvariantengebiet gelten zwar immer noch Regelungen der Bundeseinreiseverordnung, aber wir haben als Land einen größeren Gestaltungsspielraum". Insofern habe man "für die Lebensrealität der Menschen" in der Region eine "passende Regelung" treffen können.

Auch werde es durch die neue Regelung nicht weniger Tests geben, so die weitere Begründung. Dafür sollen etwa die zahlreichen Testangebote in Unternehmen, Schulen sowie die Testungen als Eintrittsvoraussetzungen für beispielsweise Besuche von Friseursalons oder Gärtnereien sorgen.

Verwendete Quellen:
- Mitteilung des saarländischen Ministeriums für Finanzen und Europa, 05.05.2021
- eigener Bericht

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Patryk Kubek

Laschet im Saarland beliebt - doch Baerbock liegt vor ihm

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Laschet liegt in einer neuen Umfrage bei der Zustimmung hinter Baerbock. Fotos: dpa-Bildfunk

CDU-Kanzlerkandidat Armin Laschet erreicht laut einer neuen Umfrage bundesweit seine höchste Zustimmung im Saarland. Könnten die Bürger:innen ihre:n Kanzler:in direkt wählen, würden sich 30 Prozent der Befragten hierzulande für den NRW-Ministerpräsidenten entscheiden. Doch auch im Saarland liegt Grünen-Kandidatin Annalena Baerbock drei Prozentpunkte vor Laschet, wie das Meinungsbild von "Forsa" im Auftrag von "RTL" und "ntv" zeigt.

Baerbock bundesweit vor Laschet - Scholz abgeschlagen

Bundesweit hat Baerbock einen noch deutlicheren Vorsprung vor Laschet (31 zu 17 Prozent). SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz kommt auf 12 Prozent. 40 Prozent der Menschen würden keinen der drei wählen. Überdurchschnittlich groß sei die Präferenz für Baerbock bei den Unter-45-Jährigen, in den Großstädten, bei Beamt:innen sowie bei Schüler:innen und Studierenden.

So würden die Deutschen wählen

Die Umfrage ergab folgendes Ergebnis bei der Sonntagsfrage:
- Grüne: 28 Prozent (Bundestagswahl 2017: 8,9)
- CDU/CSU: 23 Prozent (32,9)
- SPD: 14 Prozent (20,5)
- FDP: 12 Prozent (10,7)
- AfD: 10 Prozent (12,6)
- Linke: 6 Prozent (9,2)
- Sonstige: 7 Prozent (5,2)
- Nichtwähler:innen/unentschlossen: 26 Prozent (23,8)

Diese Koalitionen wären möglich

Für die Regierungsbildung gäbe es laut "Forsa" so vier Möglichkeiten: grün-schwarz, eine Ampel-Koalition (Grüne, SPD, FDP), grün-rot-rot sowie eine Koalition aus Union, SPD und FDP.

Hintergrund

Das Umfrageinstitut hat nach eigenen Angaben zwischen Dienstag vergangener Woche und Montag 2.508 Menschen befragt. Die statistische Fehlertoleranz liege bei +/-2,5 Prozentpunkten.

Verwendete Quellen:
- Mitteilung von Forsa, 05.05.2021

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mjs

Nied in Rehlingen-Siersburg soll wieder Badegewässer werden

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Doktorant:innen entnehmen die Wasserproben an der Nied. Von links nach rechts abgebildet: (hinten) Prof. Dr. Thomas Stoeck, Joshua Pawlak (1. Beigeordneter der Gemeinde Rehlingen-Siersburg), Reinhold Jost (Minister für Umwelt und Verbraucherschutz) und Iris Mechenbier-Münz (Umweltabteilung der Gemeinde). Bild: Studio Photo-Phant

Pilotprojekt: Nied soll wieder Badegewässer werden

Vor vier Jahren wurde die Nied von der Liste der natürlichen Badegewässer gestrichen. Der Grund: eine Überschreitung bestimmter Grenzwerte, deren Einhaltung für eine Qualifizierung als Badegewässer notwendig sind. Wie die Gemeinde Rehlingen-Siersburg, auf deren Gebiet die Nied in knapp 17 Kilometern Länge fließt, nun mitteilte, soll sich das künftig ändern.

Im Rahmen eines Pilotprojekts sei es das Ziel, das Baden in dem Fluss wieder offiziell zu ermöglichen. Aus diesem Grund habe man unter anderem Gespräche mit dem Saar-Umweltministerium und der Technischen Universität Kaiserslautern gesucht.

Aktuell Messverfahren mit Probeentnahme

In Zusammenarbeit mit den Institutionen werde aktuell ein Messverfahren mit Probeentnahme vor Ort durchgeführt. Die Proben würden anschließend in einem Labor untersucht. "Wir werden jetzt in den Sommermonaten an zahlreichen Tagen an der Nied sein und auch bei Unwetter und starken Regenfällen tagsüber und in der Nacht Wasserproben entnehmen", sagte der Ökologe Prof. Dr. Stoeck von der TU Kaiserslautern.

In der Probenkampagne werde beobachtet, "wie sich verschiedene Messwerte kurzfristig bei Starkregenereignissen verändern, und wie lange eine Keimbelastung in der Nied anschließend über dem zulässigen Grenzwert liegt". Mithilfe der gewonnenen Daten soll ein Algorithmus einer Künstlichen Intelligenz trainiert werden, der dann vorhersagt, wann ein Baden in dem Fluss nicht bedenklich ist.

Badestellen im Herbst ausgewiesen?

Sobald die Ergebnisse der TU Kaiserslautern vorliegen, werde die Gemeinde nach eigenen Angaben im Herbst Gespräche mit Beteiligten führen, "um gezielte Badestellen zu definieren". Man wolle auch Rücksicht auf andere Gruppen nehmen, so etwa Angelsportvereine und Naturschützer:innen. Die Materialkosten für das Projekt belaufen sich auf rund 35.000 Euro, hieß es. Das Umweltministerium bezuschusse das Ganze mit 90 Prozent.

Verwendete Quellen:
- Mitteilung der Pressestelle der Gemeinde Rehlingen-Siersburg, 05.05.2021

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Weitere Corona-Fälle an Bildungseinrichtungen im Kreis Saarlouis

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An Schulen und einer Kita im Kreis Saarlouis gibt es neue Corona-Fälle. Foto: dpa-Bildfunk/Matthias Bein

Weitere Corona-Fälle gibt es an drei Schulen sowie einer Kita im Landkreis Saarlouis. Das geht aus Daten des zuständigen Gesundheitsamts vom Dienstag hervor (4. Mai 2021). Quarantäne sei für mehr als 70 Personen ausgesprochen worden.

Fälle an Schulen und Kita

Nach Angaben des Gesundheitsamts sind folgende Einrichtungen betroffen:
- Lebach, Ruth-Schaumann-Schule: 1 positiv getestete Person, für keine weiteren Personen wurde Quarantäne ausgesprochen
- Lebach, Grundschule St. Michael: (1 | 1)
- Saarlouis, Martin-Luther-King-Schule: (2 | 0)
- Hülzweiler, Kita St. Laurentius: (1 | 67)

Corona im Kreis Saarlouis

Wie aus den jüngsten Daten des Robert-Koch-Instituts (RKI) hervorgeht, beträgt die Sieben-Tage-Inzidenz im Landkreis Saarlouis am heutigen Mittwoch 129,2 (Vortag: 138,9). Damit gelten die Regeln der ersten Notbrems-Stufe. 7.788 Corona-Fälle gab es seit Beginn der Pandemie. Nach RKI-Angaben sind 144 Menschen in Verbindung mit dem Virus gestorben.

Verwendete Quellen:
- landkreis-saarlouis.de

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Saarland-News: Alles Wichtige vom Mittwoch

Inzidenz sinkt in allen Kreisen

Das RKI hat 176 neue Corona-Fälle im Saarland gemeldet. Die aktuellen Zahlen aus dem Bundesland und allen Landkreisen im Überblick: "Inzidenz sinkt in allen Kreisen".

Auch im Saarland: Wie durch Nachmeldungen die RKI-Zahlen verfälscht werden

Im Landkreis Neunkirchen müssten die Schulen und Kitas eigentlich geschlossen sein, da die Sieben-Tage-Inzidenz drei Tage hintereinander über 165 lag. Auch im Landkreis Saarlouis müssten verschärfte Regelungen für den Einzelhandel gelten. Doch ein Verzug bei den Corona-Meldungen sorgt für "verfälschte" RKI-Zahlen und verhindert damit entsprechende Regelschärfungen: "Auch im Saarland: Wie durch Nachmeldungen die RKI-Zahlen verfälscht werden".

Saarland plant Sonder-Impfungen in sozialen Brennpunkten

In sozialen Brennpunkten soll es bald Sonder-Impfungen gegen das Coronavirus geben. Das Gesundheitsministerium kündigte außerdem eine neue Funktion im Termin-Buchungsportal an. Mehr: "Saarland plant Sonder-Impfungen in sozialen Brennpunkten".

Weitere Fälle an Schulen und Kita im Kreis Saarlouis

Das Gesundheitsamt des Landkreises Saarlouis hat erneut über Corona-Neuinfektionen an mehreren Schulen und einer Kita informiert. Welche Einrichtungen betroffen sind, gibt es hier zum Nachzulesen: "Weitere Fälle an Schulen und Kita im Kreis Saarlouis".

Wer zu den Geimpften und Genesenen zählt und wie geschützt sie wirklich sind

Im Saarland müssen Geimpfte und Genesene keinen negativen Corona-Test mehr vorlegen, wenn sie beispielsweise den Einzelhandel oder den Friseursalon besuchen wollen. Wer zu diesen Gruppen zählt und wie geschützt sie wirklich sind: "Wer zu den Geimpften und Genesenen zählt und wie geschützt sie wirklich sind".

Regierung setzt Testpflicht für Grenzpendler:innen aus

Die Landesregierung hat Erleichterungen für die Grenzregion beschlossen. Hintergrund ist der Wegfall der Einstufung der französischen Region Moselle als Virusvariantengebiet. Was das für Grenzgänger:innen bedeutet: "Regierung setzt Testpflicht für Grenzpendler:innen aus".

Laschet im Saarland beliebt - doch Baerbock liegt vor ihm

Könnten die Saarländer:innen den oder die Kanzler:in direkt wählen, würden sie sich am ehesten für Annalena Baerbock entscheiden. Armin Laschet liegt knapp dahinter. Mehr: "Laschet im Saarland beliebt - doch Baerbock liegt vor ihm".

Neue Förderung für private Regenwasserprojekte mit neun Millionen Euro

Im Rahmen der Förderungsaktion "Wasserzeichen" sollen im Saarland künftig nicht nur Gemeinden und Kommunen profitieren, sondern auch die Bürger:innen hierzulande. Dafür stellt das Bundesland neun Millionen Euro zur Verfügung. Gefördert werden sollen private Regenwasserprojekte. Das sind die Möglichkeiten: "Neue Förderung für private Regenwasserprojekte mit neun Millionen Euro".

19-Jähriger fährt Polizisten in Völklingen an

Am gestrigen Dienstag (4. Mai 2021) hat ein 19-Jähriger einen Polizeibeamten in Völklingen mit einem Roller angefahren, als dieser ihn kontrollieren wollte. Der 19-Jährige stand unter Drogen und hatte noch so einiges auf dem Kerbholz, wie die Polizei feststellen musste: 19-Jähriger fährt Polizisten in Völklingen an

Schlachtabfälle, Altöl-Fass und Auto illegal in Ensdorf entsorgt

Die Gemeinde Ensdorf hat über wilde Müllablagerungen in der Nähe des Kraftwerksgeländes informiert. Unter anderem wurden dort Schlachtabfälle entsorgt. Jetzt bittet die Gemeinde um Hinweise zu den Vorfällen: "Schlachtabfälle, Altöl-Fass und Auto illegal in Ensdorf entsorgt".

Nied in Rehlingen-Siersburg soll wieder Badegewässer werden

Die Gemeinde Rehlingen-Siersburg plant, das Baden in der Nied wieder offiziell zu ermöglichen. Entsprechend definierte Badestellen könnten im Herbst vorliegen. Dafür müssen allerdings bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein: "Nied in Rehlingen-Siersburg soll wieder Badegewässer werden".

Polizei kontrolliert heute alles rund ums Rad

Im Rahmen eines Aktionstags will die saarländische Polizei am Mittwoch für Sicherheit im Radverkehr sorgen. Dazu soll es Kontroll- und Präventionsmaßnahmen geben: "Saarlandweit: Polizei kontrolliert heute alles rund ums Rad".

Verwendete Quellen:
- eigene Berichte
- Foto: atreyu, Sulzbach (Saar) Sulzbachtalstraße, CC BY-SA 3.0

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Aktuelle Nachrichten aus dem Saarland gibt's immer auf SOL.DE. Archivfoto aus Sulzbach: atreyu, Sulzbach (Saar) Sulzbachtalstraße, CC BY-SA 3.0

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Neue Förderung für private Regenwasserprojekte im Saarland mit neun Millionen Euro

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Auch private Regenwasserprojekte sollen im Saarland künftig gefördert werden. Foto: dpa-Bildfunk/Philipp Schulze

Förderung für private Regenwasserprojekte im Saarland

Das Umweltministerium hat am Dienstag (4. Mai 2021) über neue Fördermöglichkeiten für private Regenwasserprojekte im Saarland informiert. Das Land verspricht demnach finanzielle Unterstützung für die Menschen hierzulande, "die ihr Regenwasser bewirtschaften wollen". Für die Jahre 2021 bis 2023 stehen den Angaben zufolge etwa zehn Millionen Euro zur Verfügung, "von denen etwa neun Millionen direkt den Bürgerinnen und Bürgern zugutekommt". Der Fördersatz: mindestens 50 Prozent.

Das sind die Förderungsmöglichkeiten

Eine neue Richtlinie der "Aktion Wasserschutz" ermögliche es, dass die "Gemeinden Fördermittel zur dezentralen Regenwasserbewirtschaftung an die örtliche Bevölkerung weiterreichen" können. Als Beispiele nannte das Umweltministerium etwa sogenannte Retentionszisternen, wasserdurchlässige Oberflächenbeläge sowie Mulden-Rigolen-Systeme.

Im Grunde geht es hier also um private Rückbaumaßnahmen, die verhindern sollen, dass Kanäle durch Regenwasser belastet werden. Demgemäß soll auch die Umwandlung von Pkw-Stellflächen gefördert werden. Dazu sagte Umweltminister Reinhold Jost (SPD): "Sinn und Zweck ist, das Wasser, das nicht in die Kanalisation braucht, gar nicht erst einzuleiten". Man erhoffe sich "einen neuen Schub der Entsiegelung unserer Flächen innerorts", so Jost weiter.

Mehrere Probleme sollen gelöst werden

Laut Aussage des Umweltministers soll die neue Richtlinie mehrere Probleme im Saarland lösen. Einerseits sei das Ziel, die kommunalen Kläranlagen zu entlasten sowie deren Wirksamkeit zu erhöhen. Andererseits wolle man die ökologische Situation und die natürliche Wasserbilanz in den Städten verbessern.

Hintergrund

Bei ihren Bemühungen, Fremdwasser von reinigungsbedürftigem Abwasser zu trennen, wurden bis dato Gemeinden und Städte unterstützt. Die neue Richtlinie der "Aktion Wasserschutz" soll künftig auch privates Engagement bezuschussen. Weitere Informationen zu dem Projekt gibt es hier.

Verwendete Quellen:
- Mitteilung des Umweltministeriums Saar, 04.05.2021

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Schlachtabfälle, Altöl-Fass und Auto illegal in Ensdorf entsorgt

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Diese Aufnahmen der illegalen Entsorgungen hat die Gemeinde Ensdorf veröffentlicht. Fotos: Bauhofmitarbeiter:innen der Gemeinde Ensdorf

Illegale Entsorgungen ins Ensdorf

"Wilde Müllablagerungen nehmen in den saarländischen Kommunen kontinuierlich zu – so auch in Ensdorf", heißt es in einer aktuellen Mitteilung der Gemeinde vom heutigen Mittwoch (5. Mai 2021). Den Angaben zufolge musste der Ensdorfer Bauhof Anfang der Woche in der Nähe des Kraftwerksgeländes keineswegs "normalen" Abfall entsorgen. Die vorgefundenen Ablagerungen würden den Tatbestand einer Straftat erfüllen.

Fass mit Altöl entsorgt

"Ein korrodiertes Fass mit Altöl wurde hier einfach in der Natur entsorgt und umgekippt", teilte die Gemeinde mit. Allerdings habe man Schlimmeres verhindern können, da der Umweltfrevel zeitnah gemeldet und das Altöl sowie das kontaminierte Erdreich fachgerecht entsorgt worden seien. Auf den Entsorgungskosten bleibe die Gemeinde sitzen. Bei der Polizei sei Anzeige gegen unbekannt gestellt worden.

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Im Bild: das illegal entsorgte Fass mit Altöl. Foto: Bauhofmitarbeiter:innen der Gemeinde Ensdorf

Auch Schlachtabfälle festgestellt

Und damit nicht genug: Wie ebenso aus der Mitteilung hervorgeht, hatte ein Bürger am Montag den Bauhof über etliche Schlachtabfälle am Parkplatz an der Saar in der Nähe der Brücke informiert. Mitarbeiter:innen des Bauhofs nahmen den Angaben zufolge "die übel stinkenden Abfälle auf und ließen sie von der Tierkörperbeseitigungsanstalt 'Rivenich' entsorgen".

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Im Bild: die illegal entsorgten Schlachtabfälle. Foto: Bauhofmitarbeiter:innen der Gemeinde Ensdorf

Pkw illegal abgestellt

Ebenso am Montag sei eine Meldung über einen illegal abgestellten Pkw eingegangen. Das Fahrzeug sei abgemeldet und ohne TÜV-Kennzeichen unterhalb der Landerhöhung neben dem Zubringer zur Ensdorfer Schleuse abgestellt worden.

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Im Bild: der illegal abgestellte Pkw. Foto: Bauhofmitarbeiter:innen der Gemeinde Ensdorf

Hinweise zu Vorfällen erbeten

Zu den drei Vorfällen bittet die Gemeinde um Hinweise. Wer etwas bemerkt hat, soll sich bei der Ortspolizeibehörde unter der Telefonnummer (06831)504130 melden. Ansprechpartnerin ist den Angaben zufolge Frau Luxenburger.

Verwendete Quellen:
- Mitteilung der Gemeinde Ensdorf, 05.05.2021

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Patryk Kubek

Saarlandweit: Polizei kontrolliert heute alles rund ums Rad

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Die Polizei ist auch auf Zweirädern unterwegs. Foto: @PolizeiSaarland/Twitter

Die saarländische Polizei beteiligt sich am heutigen Mittwoch (5. Mai 2021) an "sicher.mobil.leben". Schwerpunkt des bundesweiten Aktionstages ist in diesem Jahr die Sicherheit im Radverkehr. Dazu soll es Kontroll- und Präventionsmaßnahmen geben.

"Verkehrssicherheit schützt die Gesundheit und das Leben von Menschen und kann nur gelingen, wenn der respektvolle Umgang an erster Stelle steht, wir aufeinander Acht geben und sich alle Verkehrsteilnehmenden an die Regeln halten", sagte Innenminister Klaus Bouillon (CDU).

Mehr Unfälle mit Zweirädern

Das Mobilitätsverhalten der Menschen habe sich laut Ministerium nicht zuletzt auch durch die Corona-Pandemie verändert. Die Behörde habe einen deutlichen Anstieg bei der Nutzung von Fahrrad und E-Bike feststellen können. Dabei stieg auch die Zahl der Unfälle: Insgesamt sieben Radfahrer:innen verloren 2020 ihr Leben auf den saarländischen Straßen (2019: 2), 162 wurden schwer (2019: 122) und 550 leicht verletzt (2019: 431).

"Immer mehr Saarländerinnen und Saarländer steigen auf das Fahrrad um und tragen zu einem klimafreundlichen Verkehr bei", stellte auch Verkehrsministerin Anke Rehlinger (SPD) fest. Die Sicherheit sei aber maßgeblich für die Akzeptanz des Alltagsradverkehrs. Es sei "richtig und wichtig"; alle Verkehrsteilnehmenden für dieses Thema zu sensibilisieren. Der bundesweite Aktionstag sei dazu ein guter Beitrag.

Polizei informiert über soziale Kanäle

Die Konferenz von Deutschlands Innenminister:innen hatte den jährlichen Aktionstag ins Leben gerufen. Die Schwerpunkte werden in jedem Jahr unterschiedlich gesetzt. In diesem Jahr wolle die Polizei bei den Kontrollen nicht nur Fehlverhalten von Radfahrerenden aufzeigen. Vielmehr stünden gegenseitige Rücksichtnahme und gleichberechtigte Teilnahme aller am Verkehr im Fokus. Auch in den sozialen Netzwerken soll es Informationen zum Aktionstag geben.

Verwendete Quellen:
- Mitteilung des saarländischen Innenministeriums, 05.05.2021

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Patryk Kubek

Inzidenz sinkt in allen Saar-Kreisen

Im Saarland sind innerhalb eines Tages 176 neue Corona-Infektionen gemeldet worden. Laut Robert-Koch-Institut (RKI) beträgt die Sieben-Tage-Inzidenz im Moment 126,4 (Vorwoche: 139,4). Das geht aus den Daten vom heutigen Mittwochmorgen (5. Mai 2021) hervor.

So sieht es in den Kreisen aus

Notbremse: Diese Corona-Regeln gelten in den einzelnen Landkreisen

Ein weiterer Todesfall registriert

Laut RKI haben sich während der Pandemie 37.952 Saarländer:innen mit dem Coronavirus angesteckt. Am Mittwoch meldete das Institut einen weiteren Todesfall aus dem Kreis Merzig-Wadern. Damit sind insgesamt 963 Menschen an oder mit Sars-CoV-2 verstorben. Das RKI schätzt die Zahl der akut Infizierten im Moment auf 2.400, die der Genesenen auf 34.600. Auf der Intensivstation befinden sich mit Stand von Dienstnachmittag 70 Menschen.

Hinweis

Für die Bundes-Notbremse sind die Zahlen des RKI maßgeblich. Die Daten können sich wegen Meldeverzugs von den eigenen Daten der Saar-Kreise unterscheiden. Über die Zahl der Testungen werden keine Angaben gemacht.

Begriffserklärung

Zahl der Fälle: Sie gibt die Gesamtzahl der Fälle im Saarland seit dem ersten Auftreten des Coronavirus an. Sie zeigt damit nicht an, wie viele Menschen zum aktuellen Zeitpunkt mit dem Virus infiziert sind. Genesene und Tote werden aus dieser Zahl nicht herausgerechnet.

Inzidenz: Die Sieben-Tage-Inzidenz gibt an, wie viele Menschen sich gerechnet auf 100.000 Einwohner:innen innerhalb einer Woche mit dem Coronavirus infiziert haben.

Zahl der Toten: Sie zeigt die Gesamtzahl der Menschen an, die an oder mit einer Corona-Infektion gestorben sind. Rechtsmediziner:innen schätzen, dass der überwiegende Teil der Corona-Toten wegen der Infektion verstarb.

Zahl der aktiven Infektionen: Sie gibt an, wie viele Menschen im Moment mit dem Coronavirus infiziert sind. Diese Zahl ist ein Schätzwert des RKI.

Zahl der Genesenen: Der Schätzwert des RKI gibt an, wie viele Menschen mit dem Coronavirus infiziert waren und ihre Infektion mittlerweile wieder überstanden haben. Die Zahl zeigt nicht an, wie viele Menschen an möglichen Spätfolgen (Long-Covid) leiden.

Verwendete Quellen:
- Robert-Koch-Institut
- Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin
- eigene Recherche
- eigene Berichte

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Die Zahl der Corona-Infektionen im Saarland ist gestiegen. Foto: Felix Kästle/dpa-Bildfunk

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