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Sonnenfinsternis im Saarland: So könnt ihr sie sehen

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Die partielle Sonnenfinsternis wird auch im Saarland zu sehen sein. Archivfoto: Kay Nietfeld/dpa-Bildfunk

Am Donnerstag (10. Juni 2021) gibt es erstmals seit sechs Jahren in Deutschland wieder eine partielle Sonnenfinsternis zu sehen. Bei dem rund zwei Stunden dauernden Himmelsphänomen wird sich der Neumond im Norden zu rund 20 Prozent und im Süden zu rund sechs Prozent vor die Sonne schieben, wie die Vereinigung der Sternfreunde auf ihrer Homepage mitteilt. 

Sonnenfinsternis 2021: Uhrzeit

Dieses Maximum wird im Saarland gegen 12.20 Uhr erreicht, so die Sternwarte Peterberg. Rund eine Stunde zuvor beginnt der Mond, sich in selber Richtung aus Sicht der Erde vor den Stern im Mittelpunkt unseres Sonnensystems zu schieben. Eine Stunde nach dem Maximum ist das Spektakel vorbei.

Brille für Sonnenfinsternis wichtig

Die Sternwarte warnt davor, die partielle Finsternis ohne spezielle Sonnenfinsternisbrille zu beobachten. Sonnenbrillen aller Art, Schweißerbrillen, berußte Scheiben, Alufolie, Rettungsdecken seien nicht geeignet.

Wetter bei Sonnenfinsternis im Saarland

Laut Deutschem Wetterdienst dürfte dem Blick auf die Sonnenfinsternis nichts entgegenstehen. Im Saarland bleibe es am Donnerstag heiter bei Temperaturen bis 27 Grad.

Sternwarte Peterberg bietet Live-Stream an

Wer das Himmelsspektakel nicht draußen beobachten kann, kann den Live-Stream der Sternwarte Peterberg nutzen. Er beginnt um 11.30 Uhr, wenn der Mond den ersten Kontakt mit der Sonne zeigt. Das Ende der Sonnenfinsternis für das Saarland liegt bei ungefähr 13.25 Uhr.

Verwendete Quellen:
- Deutsche Presse-Agentur
- Sternwarte Peterberg

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mjs

Verwirrung um Besuche von Saar-Friseursalons: Nur mit Testnachweis oder doch ohne möglich?

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Hier im Bild zu sehen: Eine Kundin zeigt in einem Friseursalon auf ihrem Handy das Ergebnis eines Corona-Schnelltests. Foto: dpa-Bildfunk/Bernd Weissbrod

Zahlreiche Personen haben in den vergangenen Tagen auf Facebook mitdiskutiert - und demgemäß auch unterschiedliche Meinungen geäußert. Im Kern der Debatte: ein Post auf der Seite von "Giuseppe Genovese - Der Friseur Saarbrücken".

Diskussionen um Testnachweise

Dort heißt es in einem Facebook-Beitrag vom 7. Juni 2021: "Wie schon die ganze Zeit von uns gesagt, braucht man keinen negativen Test für zum Friseur zu gehen". Den Angaben zufolge fußt diese Annahme auf der saarländischen "Verordnung zu Hygienerahmenkonzepten".

Die entsprechende Formulierung in der Verordnung: "Für die Inanspruchnahme der Dienstleistungen, bei denen nicht dauerhaft eine Mund-​Nasen-​Bedeckung getragen werden kann, sind ein tagesaktueller negativer COVID-​19-​Schnell- oder -Selbsttest der Kundin oder des Kunden sowie ein Testkonzept für die Beschäftigten Voraussetzung". Verständlicherweise folgte daraus die Schlussfolgerung, dass beim durchgängigen Tragen einer Schutzmaske somit keine Testnachweise benötigt würden.

Weiterhin Tests nötig

Am heutigen Mittwoch (9. Juni 2021) ruderte der Saarbrücker Salon allerdings in einem neuen Facebook-Beitrag zurück - aufgrund von Rückmeldung seitens des Ministeriums. "Ihr braucht weiterhin einen negativen Test für zum Friseur", so die Formulierung von "Giuseppe Genovese - Der Friseur Saarbrücken".

Der Ansicht des Salons nach habe die "Regierung in der Hygieneverordnung versäumt", die entsprechende "Testpflicht für Friseure einzupflegen". Dadurch sei es zu Verwirrung gekommen. Das Ministeriums-Statement laut dem Facebook-Beitrag des Saarbrücker Salons: "Die Rechtsverordnung stehe über der Hygieneverordnung".

Auf der "FAQ"-Seite zum Saarland-Modell heißt es zur Frage: "Welche Regelungen gelten für körpernahe Dienstleistungen?" eindeutig: Für Kund:innen körpernaher Dienstleistungen "besteht eine Test- sowie Maskenpflicht [...]  (Frisöre, Kosmetikstudio, etc.)".

Saar-Friseurbetriebe fordern Ende der Testpflicht

Ende vergangener Woche meldete sich Werner Lieb, einer der geschäftsführenden Gesellschafter des "Coiffeur-Team Lieb", das mehrere Friseursalons im Saarland betreibt, zu Wort. Die Forderung: Im Saarland soll die Abschaffung der Testpflicht für Friseurbesuche mit sofortiger Wirkung umgesetzt werden. Ein Schreiben dazu ging den Angaben zufolge an die Saar-Landesregierung. In dem Brief erläutert der Friseurmister, dass die Anzahl der Kund:innen aufgrund der Testpflicht enorm gesunken sei. Das führe zu Rückgängen der Umsätze.

Mit der aktuellen Corona-Verordnung ist die Testpflicht für den Saar-Einzelhandel bereits weggefallen. Ob die Friseurbetriebe wie gefordert folgen dürfen, ist derzeit unklar.

Verwendete Quellen:
- eigene Berichte
- eigene Recherche
- "Giuseppe Genovese - Der Friseur Saarbrücken" auf Facebook
- "FAQ"-Seite zum Saarland-Modell 

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Ultraorthodox oder liberal? So leben Jüdinnen und Juden heute im Saarland

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Foto: Union Stiftung

Die jüdische Religion ist eine Volksreligion und ist über die ganze Welt verbreitet. Und das, obwohl ihre Religionsgemeinschaft mit 3,5 Millionen Anhängern im Vergleich zu anderen Religionen (Christentum: 2,1 Milliarden, Islam rund 1,3 Milliarden) eher klein ist. Im Leben eines jüdischen Menschen gibt es ganz bestimmte Regeln, Prägungen und Richtlinien, wie z.B. die 613 Mitzwot (Gebote), das jüdische Jahr, Fast- und Feiertage sowie die schriftliche und mündliche Lehre. Sie bestimmen sein Handeln und Tun vom Tag seiner Geburt bis zum Tod. Nicht erst seit der Schreckensherrschaft  der Nazis erfahren Juden Anfeindungen und Antisemitismus. Viele jüdische Menschen sind in den vergangenen Jahrhunderten aufgrund ihres Glaubens verfolgt und ermordet worden.

Experten geben Einblicke in die jüdische Lebensweise

Doch wie sieht das alltägliche Leben von Jüdinnen und Juden im Jahr 2021 im Saarland aus? Diese Frage beantworten in einer Veranstaltung der Union Stiftung in Saarbrücken am Mittwoch, 16. Juni, 18.30 Uhr die Vorsitzende der Synagogengemeinde Saar, Ricarda Kunger, die in Saarbrücken aufgewachsene Sarah Shabandazeh sowie der Beauftragte für jüdisches Leben im Saarland und gegen Antisemitismus, Prof. Dr. Roland Rixecker. Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Synagogengemeinde Saar statt.

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Foto: Union Stiftung

Wer Lust bekommen hat, sich näher über die charakteristische jüdische Lebensart zu informieren, kann am 16. Juni, 18.30 Uhr ausschließlich online - via Zoom oder Facebook -  an der Podiumsdiskussion teilnehmen.

Teilnehmen über Zoom
Teilnehmen über Facebook

Das Saarland blickt auf mindestens 700 Jahre jüdische Geschichte an der Saar zurück: In einem Freiheitsbrief des Grafen Johann I von Saarbrücken aus dem frühen 14. Jahrhundert werden für den Bereich Saarbrücken erstmals Menschen jüdischen Glaubens erwähnt. Viele der im Saarland ansässigen Jüdinnen und Juden wurden unter der Schreckensherrschaft der Nazis vertrieben, deportiert und ermordet. Heute gibt es wieder eine jüdische Gemeinde an der Saar, doch über sie und ihre Art und Weise zu leben, wissen die meisten nicht viel. 

Gelegenheit, sich zu informieren, gibt es am  Mittwoch, 16. Juni, 18.30 Uhr bei einer Podiumsdiskussion der Union Stiftung mit drei Experten zum Thema "Jüdisches Leben im Saarland".  

Teilnehmen über Zoom
Teilnehmen über Facebook

Ricarda Kunger, Prof. Dr. Roland Rixecker und Sarah Shabandazeh geben einen interessanten Einblick in die jüdische Glaubens-/Religionsgemeinschaft und das Leben ihrer Mitglieder im Saarland.  

Die Veranstaltung findet ausschließlich online statt! 

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Foto: Union Stiftung

Kontakt:
Union Stiftung
Steinstraße 10
66115 Saarbrücken
Telefon: 0681/70945-0

Internet: www.unionstiftung.de
Facebook: https://www.facebook.com/UnionStiftung
Twitter: https://twitter.com/UnionStiftung

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Fast 100.000 Schnelltests im Regionalverband Saarbrücken: Nur wenige positiv

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Im Regionalverband Saarbrücken erfolgten in der ersten Juniwoche fast 100.000 Corona-Schnelltests. Symbolfoto: BeckerBredel

In der Woche vom 31. Mai bis zum 6. Juni 2021 wurden in den dezentralen Testzentren im Regionalverband Saarbrücken über 99.600 Schnelltests durchgeführt. Die wöchentliche Nachfrage ist damit zum fünften Mal in Folge gestiegen. Nur bei 57 der erfolgten Abstriche wurde eine Infektion festgestellt. 

Neue Testzentren in Saarbrücken

Insgesamt gibt es im Regionalverband 60 Testzentren in zehn Städten und Gemeinden. Das Netz wurde in den vergangenen beiden Wochen weiter ausgebaut. Neue Standorte in Saarbrücken befinden sich am Globus Supermarkt in Güdingen, am Tedox in der Ursulinenstraße, dem Bürgerhaus in Burbach, in der AWO Begegnungsstätte in Altenkessel sowie am Saarbrücken Zoo.

Weitere in Völklingen, Püttlingen, Riegelsberg und Quierschied

Auch in Völklingen kamen zwei neue Testzentren hinzu: in der Lauterbachhalle sowie am Edeka in Geißlautern. In Püttlingen werden nun auch Tests am Restaurant Iliri am Markt durchgeführt. Zudem gibt es am RiVita in Riegelsberg und beim DRK in Quierschied weitere Testmöglichkeiten. 

40.000 Tests pro Tag möglich

Rechnerisch sind damit täglich etwa 40.000 Tests an Zentren im Regionalverband möglich. Darüber hinaus bieten auch über 100 Arztpraxen und 15 Apotheken kostenlose Schnelltests an. Alle Adressen, Öffnungszeiten und Anmeldemöglichkeiten für die kostenlosen Corona-Schnelltests in den dezentralen Testzentren stehen tagesaktuell auf der Homepage des Regionalverbandes

Verwendete Quellen:
- Pressemitteilung des Regionalverbandes Saarbrücken, 09.06.2021

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Mann tritt, schlägt und beißt Bundespolizist:innen bei Kontrolle in Burbach

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Ein Mann leistete bei einer Polizeikontrolle erheblichen Widerstand. Symbolfoto: picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild | Daniel Schäfer

Die Beamt:innen der Bundespolizei wollten den jungen Mann im Stadtteil Burbach einer Kontrolle unterziehen. Als sie den 23-Jährigen ansprachen, nahm dieser jedoch Reißaus. 

Als die Polizist:innen nach dem Flüchtigen suchten, sprang dieser "plötzlich unvermittelt aus dem Gebüsch und griff die Beamten an", heißt es in der Pressemitteilung. Der Mann versuchte sich durch Schläge, Tritte und Beißen einer Festnahme zu entziehen. Trotz des erheblichen Widerstandes konnten die Polizist:innen ihn letztlich jedoch in Gewahrsam nehmen. 

Ein Drogentest ergab, dass der 23-Jährige unter dem Einfluss von Kokain stand. Er wurde nach Abschluss der nötigen Maßnahmen wieder auf freien Fuß gesetzt. 

Verwendete Quellen:
- Pressemitteilung der Bundespolizeiinspektion Saarbrücken, 09.06.2021
- Deutsche Presse-Agentur

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Bots blockieren womöglich Impftermine im Saarland

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Womöglich blockieren Bots Impftermine im Saarland. Fotos: (Hintergrund) dpa-Bildfunk/Ennio Leanza | (Screenshot) impfen-saarland.de

Probleme bei Nachrück-Terminen im Saarland

Wie der "SR" berichtet, bestehen auf der Impf-Internetseite des Saarlandes weiterhin Probleme bei der Registrierung für Nachrück-Termine. Den Angaben zufolge sei es schwierig, einen Termin zu erhalten. Ein möglicher Grund: sogenannte Clickbots. Diese automatisierten Programme würden schlichtweg schneller als Menschen klicken - und so mutmaßlich Termine blockieren.

Angriffe auf Impf-Internetseite des Saarlandes

Im Rundfunkbericht heißt es: Den Angaben des Betreibers der Impf-Internetseite des Saarlandes zufolge kommt es pro Tag zu etwa 500.000 abgewehrten Angriffen von Bots. Klar sei allerdings nicht, wie viele davon trotz der Schutzmaßnahmen durchkommen.

Laut Einschätzungen von Expert:innen könnten sogenannte Captchas die Bots bremsen. Der Einsatz solcher Bilderrätsel würde jedoch auf Kosten der Benutzerfreundlichkeit gehen.

Verwendete Quellen:
- Saarländischer Rundfunk

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Für Mensch und Hund gefährlich: Wieder Hasenpest im Saarland nachgewiesen

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Bei einem Kadaver in Heusweiler ist die Hasenpest nachgewiesen worden. Foto: Boris Roessler/dpa-Bildfunk

Ein im Heusweiler Ortsteil Wahlschied gefundener toter Hase ist positiv auf Hasenpest getestet worden. Das hat das saarländische Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz am heutigen Mittwoch (9. Juni 2021) mitgeteilt.

Hasenpest kann zu schweren Erkrankungen führen

Die Krankheit, die auch unter dem Namen Tularämie bekannt ist, kann auch vom Tier auf den Menschen übertragen werden. Sie führt zu grippeähnlichen Symptomen wie Fieber, Husten oder Kopf- und Gliederschmerzen und kann ohne antibiotische Behandlungen zu schwerwiegenden Erkrankungen bei Menschen führen.

Infektion bei Menschen selten

Laut Ministerium überträgt sich die Hasenpest aber selten vom Tier auf den Menschen. Im Jahr 2019 wurden in ganz Deutschland 72 Erkrankungen mit dem Erreger der Tularämie gemeldet. Um die eigene Gesundheit nicht zu gefährden, sollten Finder:innen von Hasen-Kadavern in jedem Fall Handschuhe tragen.

Hasen verlieren Scheu

Für Hasen kann die Krankheit tödlich enden. Eine Infektion geht meist nach kürzester Zeit mit Abmagerung, Schwäche und Apathie einher. Hasen verlieren wegen der Entkräftung ihre natürliche Scheu, sodass erkrankte Tiere auch von Hunden beziehungsweise Jäger:innen problemlos gegriffen werden können.

Auch Hunde können sich infizieren

Hunde können in Einzelfällen nach einer Infektion mit der Hasenpest Symptome ähnlich der Staupe entwickeln. Schwere Erkrankungen seien jedoch selten, so das Umweltministerium.

Elf infizierte Tiere seit 2019

Das Saarland führt seit Ende 2019 ein sogenanntes Monitoring bei Feldhasen und Wildkaninchen durch. Seitdem wurden 27 Tiere auf Tularämie untersucht, von denen elf infiziert waren. Die Fundorte waren über das ganze Saarland verteilt.

Verwendete Quellen:
- Mitteilung des saarländischen Ministeriums für Umwelt und Verbraucherschutz, 09.06.2021
- eigener Bericht

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Weitere Lockerungen in Frankreich ab heute - was sich ändert

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Ab heute lockert Frankreich weitere Corona-Auflagen. Foto: dpa-Bildfunk/AP/Lewis Joly

Weitere Lockerungen in Frankreich

Nicht nur die Menschen in Frankreich, auch Grenzgänger:innen dürfen sich seit dem heutigen Mittwoch (9. Juni 2021) über weitere Lockerungen der Corona-Maßnahmen freuen. Was sich ändert:

Einreise

Die Einreise nach Frankreich aus zahlreichen Ländern wie Deutschland fällt ab heute etwas einfacher aus. Jetzt reicht ein Nachweis über eine vollständige Impfung oder ein negativer Antigen-Test aus, der nicht älter als 72 Stunden ist. Zuvor war ein PCR-Test verpflichtend.

Ausgangssperre

Die abendliche Ausgangssperre wird etwa von 21.00 Uhr auf 23.00 Uhr nach hinten verschoben.

Innengastronomie

Restaurants dürfen ihre Innenräume mit einer Auslastung von 50 Prozent wieder öffnen.

Freizeit

Fitnessstudios und Schwimmbäder dürfen ab heute wieder von allen Menschen besucht werden. Bei kulturellen Großveranstaltungen im Freien sind bis zu 5.000 Menschen erlaubt, Kinos und Theater dürfen mehr Gäste als bisher empfangen.

Arbeit

Auch in der Arbeitswelt gibt es Lockerungen. Die Menschen dürfen weitgehend wieder in die Büros zurückkehren. Doch das Homeoffice wird noch nicht vollständig abgeschafft - es muss für eine bestimmte Zahl an Tagen in der Woche möglich sein, wenn der Beruf es zulässt. Am Arbeitsplatz gelten weiter Masken- und Abstandsregeln.

Verwendete Quellen:
- Deutsche Presse-Agentur

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Mordfall aus der Region: 300 Männer sollen DNA-Probe abgeben

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Beatrix Hemmerle wurde vor 31 Jahren im Schlaf erstochen. Foto: Polizei

Bei der Aufklärung des Mordes an Beatrix Hemmerle vor mehr als 30 Jahren in Trier/Rheinland-Pfalz setzt die Polizei jetzt auf eine zweite DNA-Reihenuntersuchung. In den nächsten Tagen würden 300 weitere Männer angeschrieben, um freiwillig eine Speichelprobe abzugeben, teilte die Polizei am Dienstag (8. Juni 2021) in Trier mit. Die Entnahme und Auswertung werde sich über mehrere Wochen hinziehen.

Täter soll aus Umfeld von Hemmerle stammen

Die Männer waren im Zuge der Ermittlungen zum Mord an Hemmerle personalisiert worden: Ein Unbekannter hatte die 32-Jährige im August 1989 in ihrer Wohnung erstochen. Die Ermittler:innen gehen davon aus, dass der Täter aus dem persönlichen oder räumlichen Umfeld des Opfers stammt. Er war über eine offen stehende Balkontür in die Wohnung eingedrungen.

Erste Auflage der Gentests ohne Treffer

Eine erste Auflage der Gentests in der zweiten Hälfte von 2020 hatte keinen Treffer gebracht. Da waren 140 DNA-Proben untersucht worden - nur zwei Männer hätten sich geweigert, eine Speichelprobe abzugeben.

Fall 2017 neu aufgerollt

Anlass für die DNA-Untersuchungen ist, dass die Polizei den Fall seit 2017 neu aufgerollt hat und dank neuer Technik an einem Beweisstück auf eine genetische Spur stieß, die vom Täter stammen soll. Vor 31 Jahren sei diese unentdeckt geblieben, da es die DNA-Analyse noch nicht gegeben habe, hieß es.

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Diese Jacke ist laut den Ermittlern eindeutig dem Mörder zuzuordnen. Foto: Polizei

 

Hinweise gesucht

Die bei der Untersuchung erhobenen Daten würden ausschließlich zum Abgleich mit den Spuren in dem Mordfall Beatrix Hemmerle verwandt, teilten die Ermittler:innen mit. Die Polizei riefen erneut Personen, die Hinweise geben könnten, dazu auf, sich zu melden.

Fall Hemmerle auch im Fernsehen

"Erkenntnisse und Hinweise aus der Zeit nach der Tat, Unsicherheit über den Informationsgehalt, Rücksichtnahme, Scham oder Ähnliches könnten nachvollziehbare Gründe dafür sein, dass die Polizei diese Informationen noch nicht hat", teilte die Polizei mit. Der Mordfall war Mitte August 2020 auch Thema in der ZDF-Sendung "Aktenzeichen XY... ungelöst" gewesen.

Verwendete Quellen:
- Deutsche Presse-Agentur

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Saarland-Nachrichten: Die wichtigsten Meldungen vom Mittwoch

Neue Zahlen: Inzidenzen sinken saarlandweit

Das RKI hat für das Saarland 40 neue Corona-Fälle gemeldet. Die neuen Zahlen im Überblick: "Neue Zahlen: Inzidenzen sinken saarlandweit".

Verwirrung um Besuche von Friseursalons: Nur mit Testnachweis oder doch ohne möglich?

In den vergangenen Tagen hat es in den sozialen Medien zahlreiche Diskussionen bezüglich Besuchen von Friseurbetrieben im Saarland gegeben. Einer der Gründe: Ein Facebook-Beitrag eines Saarbrücker Salons, der auf die mutmaßliche Verzichtbarkeit eines Corona-Tests vor einem Besuch hingewiesen hatte. Doch sind Haarschnitte und Co. im Saarland tatsächlich ohne Testnachweis möglich? "Verwirrung um Besuche von Saar-Friseursalons: Nur mit Testnachweis oder doch ohne möglich?".

Über 19.000 Anmeldungen ohne Prio auf Corona-Impfliste

Die Anzahl der Menschen ohne Prio auf der Corona-Impfliste im Saarland nähert sich mit Stand vom Dienstagmittag der Marke von 20.000 an. Allerdings sollen impfwillige Personen der Prio-Gruppen 1 bis 3 weiterhin grundsätzlich vorrangig bei Terminen bedacht werden. Mehr: "Über 19.000 Anmeldungen ohne Prio auf Corona-Impfliste".

Fast 100.000 Schnelltests im Regionalverband Saarbrücken: Nur wenige positiv

Die Nachfrage nach Corona-Schnelltests ist im Regionalverband Saarbrücken in der vergangenen Woche angestiegen. Nur sehr wenige der fast 100.000 Tests fielen positiv aus: "Fast 100.000 Schnelltests im Regionalverband Saarbrücken: Nur wenige positiv".

Weitere Lockerungen in Frankreich ab heute - was sich ändert

Heute treten in Frankreich weitere Lockerungen der Corona-Maßnahmen in Kraft. Hier geht es zur Übersicht: "Weitere Lockerungen in Frankreich ab heute - was sich ändert".

Virologe Drosten befürchtet nachlassende Impfbereitschaft gegen Corona

Die Inzidenzen sind gesunken, der Alltag normalisiert sich: Werden sich über den Sommer dennoch große Teile der erwachsenen Bevölkerung impfen lassen? Virologe Drosten hofft es zwar, hat aber Zweifel: "Virologe Drosten befürchtet nachlassende Impfbereitschaft gegen Corona".

Nachwuchs im Wolfspark "Werner Freund" - drei Polarwolf-Mädchen toben jetzt in Merzig

Auf dem Gelände des Wolfsparks "Werner Freund" in Merzig toben jetzt drei kleine Polarwolf-Mädchen. Zwei davon stammen aus einem befreundeten Tierpark. Das dritte Jungtier ist Nachwuchs der Merziger Polarwölfe. Zum Artikel: "Nachwuchs im Wolfspark 'Werner Freund' - drei Polarwolf-Mädchen toben jetzt in Merzig".

Rehlinger und Altmaier gegen Rente ab 68

Rente erst mit 68? Gegen ein solches Eintrittsalter hat sich unter anderem die saarländische SPD-Chefin Anke Rehlinger ausgesprochen. Doch auch Bundeswirtschaftsminister Altmaier (CDU) ist dagegen - obwohl aus dessen Haus die entsprechenden Vorschläge kamen: "Rehlinger und Altmaier gegen Rente ab 68".

Sonnenfinsternis im Saarland: So könnt ihr sie sehen

Die Menschen im Saarland können sich freuen: Weil es am Donnerstag heiter bleibt, wird die partielle Sonnenfinsternis gut zu sehen sein. Interessierte müssen aber aufpassen und spezielle Brillen tragen: "Sonnenfinsternis im Saarland: So könnt ihr sie sehen".

Mann tritt, schlägt und beißt Bundespolizist:innen bei Kontrolle in Burbach

Ein 23-Jähriger hat in Saarbrücken Polizist:innen der Bundespolizei bei einer Kontrolle angegriffen. Mehr: "Mann tritt, schlägt und beißt Bundespolizist:innen bei Kontrolle in Burbach".

Für Mensch und Hund gefährlich: Wieder Hasenpest im Saarland nachgewiesen

In Heusweiler-Wahlschied ist ein Kadaver gefunden worden, der positiv auf die Hasenpest getestet worden ist. Die Krankheit kann sich in seltenen Fällen auf Menschen und Hunde übertragen und zu schweren Verläufen führen: "Für Mensch und Hund gefährlich: Wieder Hasenpest im Saarland nachgewiesen".

Kochbox "Bärenhunger" aus Saarlouis gewinnt beim DAK-Gesundheitswettbewerb

Der Landkreis Saarlouis hat beim Bundeswettbewerb "Gesichter für ein gesundes Miteinander" der DAK-Gesundheit gewonnen. Die beiden Initiatorinnen belegten deutschlandweit Platz 2 mit einem Projekt für sozial schwache Familien in Corona-Zeiten. Die Infos: "Kochbox 'Bärenhunger' gewinnt beim DAK-Gesundheitswettbewerb".

Mordfall aus der Region: 300 Männer sollen DNA-Probe abgeben

Der Mord liegt über 31 Jahre zurück und ist bis heute ungeklärt. DNA-Reihentests sollen neue Hinweise bringen. Eine erste Untersuchung blieb ohne Erfolg - nun werden weitere 300 Männer angeschrieben. Mehr: "Mordfall aus der Region: 300 Männer sollen DNA-Probe abgeben".

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Blick auf den Stausee in Losheim. Archivfoto: A. Josef Dernbecher, Stausee Losheim, CC BY-SA 3.0

Verwendete Quellen:
- eigene Artikel
- Foto: A. Josef Dernbecher, Stausee Losheim, CC BY-SA 3.0

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Kochbox "Bärenhunger" aus Saarlouis gewinnt beim DAK-Gesundheitswettbewerb

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Die Familienkochbox "Bärenhunger" vom Landkreis Saarlouis hat beim DAK-Gesundheitswettbewerb "Gesichter für ein gesundes Leben" den zweiten Platz belegt. Foto: Landkreis Saarlouis

Unter etwa 400 Mitbewerber:innen aus ganz Deutschland hat sich die "Bärenhunger"-Familienkochbox aus dem Landkreis Saarlouis beim DAK-Gesundheitswettbewerb "Gesichter für ein gesundes Miteinander" durchgesetzt. Sie wurde mit dem zweiten Platz in der Kategorie "Leben" ausgezeichnet.

Wettbewerb für gesundes Engagement in Corona-Pandemie

Der Contest ehrt Einzelpersonen und Projekte, die sich in Zeiten von Corona durch besonderes Engagement hervorgetan und neue Ideen zum Gesundbleiben - ob körperlich oder psychisch - entwickelt haben. "Die ausgezeichneten Projekte überzeugen vor allem durch mutige Ideen und Herz. Die Kreativität, Fürsorge und Hilfsbereitschaft erreicht so viele andere Menschen.", so Andreas Storm, Vorstandschef der DAK-Gesundheit, der die Gewinner:innen in einer virtuellen Siegerehrung auszeichnete.

Die "Bärenhunger"-Familienkochbox aus Saarlouis

Carmen Britz und Kirsten Cortez vom Landkreis Saarlouis hatten mit der Kochbox bereits den Landeswettbewerb im Saarland für sich entscheiden können. Die "Bärenhunger"-Box sollte einkommensschwächere Familien während der Pandemie beim Kochen unterstützen. Da die Kitas und Schulen geschlossen waren, stellte das Mittagessen der Kinder finanziell und auch zeitlich eine Mehrbelastung dar.

Kostenlose Lebensmittel und Rezepte ins Haus geliefert

Das Paket schaffte hier Abhilfe: Es enthielt Lebensmittel, Rezepte und Kochvideos, die Familien an eine gesunde Ernährung heranführen. Bislang wurden 250 Haushalte kostenlose mit den Boxen beliefert. "Wir freuen uns sehr, dass wir den Familien mit unserem Projekt, gesunde Ernährung wortwörtlich ins Haus liefern konnten", erklärt Carmen Britz, eine der Initiatorinnen des Projektes. "Nicht nur die vielen positiven Rückmeldungen der Familien, sondern auch der Sieg beim DAK-Wettbewerb 'Gesichter für ein gesundes Miteinander' sind ein großes Zeichen der Wertschätzung für unser Projekt."

Jury: "Beispielhaftes Projekt für Gesundheitsprävention"

Die Entscheidung der Jury erklärte Andreas Storm so: "Der Landkreis Saarlouis wollte einkommensschwache Familien während der Pandemie nachhaltig unterstützen. Mit der 'Bärenhunger'-Familienkochbox wurde ein beispielhaftes Projekt ins Leben gerufen, um zu gesunder Ernährung und gemeinsamen Kochen zu motivieren. Damit hat das Team um Carmen Britz in vorbildlicher Weise gezeigt, wie man Gesundheitsprävention in der ganzen Familie fördern kann." Unter den Juroren waren neben Mediziner:innen auch Journalist:innen, ein Psychologe und ein Sportprofessor.

Die Bundessieger:innen 

Den ersten Platz in der Kategorie "gesundes Leben" belegte der Verein Herzschläger aus Hannover. In der Sparte "gesunde Gesellschaft" gewann der Fahrdienst für Flüchtlingskinder in die Kindergärten aus Luckau in Brandenburg. Den Sieg in der Kagtegorie "gesundes Netz" errangen Filmemacher aus Erlangen mit ihrem Antidiskriminierungs-Projekt "Conflict-Sirae". Die Erstplatzierten erhalten jeweils eine Prämie von 1.000 Euro. Der zweite Platz ist jeweils mit 750 und der dritte Platz mit 500 Euro dotiert.

Verwendete Quellen:
- Pressemitteilung der DAK Gesundheit Saarland

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Über 19.000 Anmeldungen ohne Prio auf Corona-Impfliste des Saarlandes

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Rund 19.300 Menschen ohne Prio haben sich mit Stand vom Dienstagmittag auf der Impfliste des Saarlandes für einen Termin in einem Impfzentrum registriert. Foto: dpa-Bildfunk/Marijan Murat

Mehr als 19.000 Anmeldungen ohne Prio auf Corona-Impfliste

Am Montag (7. Juni 2021) hat auch das Saarland die Impfpriorisierung aufgehoben. Seitdem haben sich mit Stand vom Dienstagmittag rund 19.300 Menschen ohne Prio auf der Corona-Impfliste angemeldet. Hinzu kamen etwa 800 Registrierungen von Personen, die einer Prio-Gruppe angehören. Das sagte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums in Saarbrücken. Online gingen die meisten Anmeldungen für einen Termin in einem Impfzentrum ein. Technische Probleme soll es dabei nicht gegeben haben, so der Sprecher.

Laut dem sogenannten Impfdashboard sind im Saarland 49,1 Prozent der Menschen (Stand: Dienstag, 10.05 Uhr) einmal geimpft. Vollständig geimpft sind 25,8 Prozent.

Hintergrund

Seit Montag, 00.00 Uhr, können sich alle impfwilligen Saarländer:innen ab 16 Jahren für einen Impftermin anmelden. Das Aufheben der Priorisierung bedeute aber nicht, dass man gleich am nächsten Tag einen Termin bekomme, teilte das Ministerium mit. Das Saarland rechne damit, "dass bis Herbst alle, die möchten, durchgeimpft sind". Impfwillige der Prio-Gruppen 1 bis 3 sollten weiterhin grundsätzlich vorrangig bei Terminen bedacht werden.

Verwendete Quellen:
- Deutsche Presse-Agentur
- eigener Bericht

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Nachwuchs im Wolfspark "Werner Freund" - drei Polarwolf-Mädchen toben jetzt in Merzig

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Bei den Polarwölfen im Wolfspark "Werner Freund" in Merzig gibt es Nachwuchs. Symbolfoto: dpa-Bildfunk/Britta Pedersen

Polarwolf-Mädchen in Merziger Wolfspark

Auf Facebook hat die Kreisstadt Merzig am heutigen Mittwoch (9. Juni 2021) über Nachwuchs bei den Polarwölfen im Wolfspark "Werner Freund" informiert. Den Angaben zufolge sind "endlich drei kleine Polarwolf-Mädchen in Merzig eingezogen und bringen neues Leben in den Park". Sie hören auf die Namen "Anyu", "Nova" und "Yuki".

Aus einem befreundeten Tierpark in Deutschland stammen "Anyu" und "Nova", hieß es. "Für alle eine große Überraschung war die Geburt der kleinen 'Yuki' als Nachwuchs unserer eigenen Polarwölfe". Alle drei Tiere seien in ihrer Entwicklung mittlerweile auf einem "sehr guten Weg, um gesunde, erwachsene Wölfe zu werden".

Noch keine Besichtigung möglich

Nach Angaben der Kreisstadt Merzig auf Facebook ist eine Besichtigung der Jungtiere im Wolfspark "Werner Freund" aktuell noch nicht möglich. "Die drei sollen und müssen in ihrer Persönlichkeit erst ausreichend entwickelt und gefestigt sein", so die Begründung. In der Zwischenzeit könnten Interessierte die Geschichte von "Anyu", "Nova" und "Yuki" auf Facebook verfolgen. Updates soll es auch auf der Facebook-Seite des Wolfsparks "Werner Freund" geben.

Verwendete Quellen:
- Facebook-Beitrag der Kreisstadt Merzig, 09.06.2021
- Facebook-Beitrag des Wolfsparks "Werner Freund", 09.06.2021

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Virologe Drosten befürchtet nachlassende Impfbereitschaft gegen Corona

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Im Bild: Christian Drosten, Direktor des Instituts für Virologie an der Charité Berlin. Foto: dpa-Bildfunk/Fabrizio Bensch

Warnung vor Rückschlägen für Corona-Impfkampagne

Der Virologe Christian Drosten hat vor Rückschlägen für die Corona-Impfkampagne über den Sommer in Deutschland gewarnt. Man müsse aufpassen, dass die Menschen künftig nicht nachlässig würden und sich zum Beispiel die Zweitimpfung nicht mehr abholten, weil sie keine Lust mehr hätten oder es zu kompliziert sei, sagte der Leiter der Virologie der Berliner Charité am Dienstag (8. Juni 2021) im Podcast "Coronavirus-Update" (NDR-Info). "Solche Dinge dürfen einfach nicht eintreten. Das wird, glaube ich, die nächste große Aufgabe sein."

Diskussion über Förderung der Impfbereitschaft?

Drosten erwartet demnach in einigen Wochen eine Diskussion über die Förderung der Impfbereitschaft. Ziel seien mindestens 80 Prozent Zweifachimpfungen, zumindest in der "impffähigen erwachsenen Bevölkerung", erinnerte er. Dies werde hoffentlich bis Ende August, Mitte September erreicht werden. Auch nach der Aufhebung der festgelegten Reihenfolge bleibe es zunächst wichtig, die Gruppen zu impfen, in denen dies wegen des erhöhten Covid-19-Risikos dringlich sei. Das Augenmerk müsse im Moment noch auf der Versorgung der Menschen ab Mitte 40 liegen, so Drosten. Aktuell liegt der Anteil der vollständig Geimpften in der Bevölkerung bei knapp 22 Prozent.

Mutante weiterhin dominant

Dass die Impfkampagne nicht ins Stocken gerät, ist für den Wissenschaftler auch vor dem Hintergrund der als besorgniserregend eingestuften Virusvarianten wichtig: Die zunächst in Indien entdeckte Mutante Delta oder ähnliche Varianten würden "sicherlich bis zum Herbst hier auch das Feld dominieren", sagte Drosten. Es gelte, bis dahin für eine möglichst hohe Impfquote bei Erwachsenen zu sorgen. "Dann werden wir keine großen Probleme haben" - ein kleines Fragezeichen sehe er diesbezüglich nur beim Thema Kinder. In England würden Ausbrüche in Schulen durch die Delta-Variante beobachtet.

Keine starke Delta-Zunahme in Deutschland

Für Drosten ist der Blick auf die Delta-Entwicklung in anderen Ländern wichtig: Bisher sei aber weder in Dänemark, wo viele Proben analysiert werden, noch in Deutschland in den vergangenen Wochen eine starke Zunahme zu sehen. In Deutschland lag der Anteil von Delta an untersuchten Proben nach Berichten des Robert Koch-Instituts aus den vergangenen Wochen bei um 2 Prozent. Drosten berichtete von inoffiziellen Zahlen, die suggerierten, dass es nun "vielleicht eine leichte Erhöhung gibt, aber sicherlich wohl keine Verdoppelung". Eine Verdopplung der Werte von Woche zu Woche sei in England beobachtet worden.

"Art vierte Welle" wäre "keine pandemische Welle"

"Natürlich wird die Fallzahl gen Winter wieder hochgehen. Das kann auch schon im Herbst passieren. Aber das wird ab jetzt jeden Winter passieren", sagte Drosten. Die Situation sei dann durch den erwarteten Effekt der Impfungen auf Krankheitsverläufe aber verändert: Würde man strikt nur Labornachweise messen, sähe man wohl eine Art vierte Welle. Aber es sei dann keine pandemische Welle mehr. Drosten hatte auch zuvor schon mehrfach betont, dass er langfristig damit rechnet, dass sich Sars-CoV-2 wie die altbekannten Coronaviren verhalten werde, die Erkältungen auslösen.

Verwendete Quellen:
- Deutsche Presse-Agentur

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Rehlinger und Altmaier gegen Rente ab 68

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Gegen ein Renteneintrittsalter mit 68 Jahren haben sich unter anderem Anke Rehlinger und Peter Altmaier ausgesprochen. Fotos: (links) dpa-Bildfunk/Harald Tittel | (rechts) dpa-Bildfunk/Bernd von Jutrczenka

Debatte um Renteneintrittsalter

Etwa drei Monate vor der Bundestagswahl haben Berater:innen der Bundesregierung eine Reform hin zur Rente mit 68 vorgeschlagen. Das Renteneintrittsalter könne nicht langfristig von der Entwicklung der Lebenserwartung abgekoppelt werden, hieß es seitens des Wissenschaftlichen Beirats beim Bundeswirtschaftsministerium. "Stattdessen müssen die zusätzlichen Lebensjahre nach einer klaren Regel zwischen mehr arbeiten und länger Rente beziehen aufgeteilt werden." Dafür solle es eine "dynamische Kopplung des Rentenalters an die Lebenserwartung" geben. Betroffen wären wohl alle Arbeitnehmer:innen, die jetzt unter 47 sind. Gegen eine Anhebung des Renteneintrittsalters werden derzeit allerdings zahlreiche Stimmen laut.

Rehlinger gegen Rente ab 68

Die saarländische SPD-Chefin Anke Rehlinger hat sich gegen eine solche Anhebung ausgesprochen. Wie aus einem Facebook-Beitrag der Partei hervorgeht, sagte Rehlinger: "Das ist die neoliberale Mottenkiste, die aus jeder Kostenfrage ein Problem der einfachen Rentnerinnen und Rentner macht".

Altmaier selbst gegen Vorschläge

Obwohl aus dessen Haus die entsprechenden Vorschläge kamen, sprach sich auch Altmaier selbst gegen sie aus. "Ich bin seit jeher gegen weitere Anhebung des Rentenalters. Franz Müntefering hatte in der Groko 2006 die Erhöhung auf 67 vorgeschlagen und das gilt bis heute. Und so soll es bleiben", so der CDU-Politiker auf Twitter.

Kritik auch von Arbeitskammer Saar

Auch die Arbeitskammer des Saarlandes äußerte Kritik, wie der "SR" berichtet. Das Problem: Soziale Ungerechtigkeit würde nach Ansicht der Arbeitskammer durch ein höheres Renteneintrittsalter verstärkt.

Verwendete Quellen:
- Deutsche Presse-Agentur
- eigener Bericht
- Peter Altmaier auf Twitter
- SPD Saar auf Facebook
- Saarländischer Rundfunk

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Patryk Kubek

Neue Zahlen: Inzidenzen sinken saarlandweit

Im Saarland sind am heutigen Mittwoch (9. Juni 2021) 40 neue Infektionen mit dem Coronavirus gemeldet worden. Laut Robert-Koch-Institut (RKI) beträgt die Sieben-Tage-Inzidenz jetzt 22,8 (Vorwoche: 39,8).

Corona-Lage in den Saar-Landkreisen

Kein weiterer Todesfall registriert

Das Institut zählte seit Beginn der Pandemie hierzulande 41.097 Fälle. Am Mittwoch kam kein weiterer Todesfall hinzu. Damit sind bislang 1.014 Saarländer:innen mit oder an Sars-CoV-2 gestorben. Die Zahl der akut Infizierten wird auf etwa 500 geschätzt, die der Genesenen auf rund 39.600.

Situation auf den Intensivstationen

Laut der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin liegen zurzeit 21 Patient:innen mit einer Covid-19-Erkrankung auf den saarländischen Intensivstationen. Von ihnen werden 13 invasiv beatmet.

Hinweis

Für die Bundes-Notbremse sind die Zahlen des RKI maßgeblich. Die Daten können sich wegen Meldeverzugs von den eigenen Daten der Saar-Kreise unterscheiden. Über die Zahl der Testungen werden keine Angaben gemacht.

Begriffserklärung

Zahl der Fälle: Sie gibt die Gesamtzahl der Fälle im Saarland seit dem ersten Auftreten des Coronavirus an. Sie zeigt damit nicht an, wie viele Menschen zum aktuellen Zeitpunkt mit dem Virus infiziert sind. Genesene und Tote werden aus dieser Zahl nicht herausgerechnet.

Inzidenz: Die Sieben-Tage-Inzidenz gibt an, wie viele Menschen sich gerechnet auf 100.000 Einwohner:innen innerhalb einer Woche mit dem Coronavirus infiziert haben.

Zahl der Toten: Sie zeigt die Gesamtzahl der Menschen an, die an oder mit einer Corona-Infektion gestorben sind. Rechtsmediziner:innen schätzen, dass der überwiegende Teil der Corona-Toten wegen der Infektion verstarb.

Zahl der aktiven Infektionen: Sie gibt an, wie viele Menschen im Moment mit dem Coronavirus infiziert sind. Diese Zahl ist ein Schätzwert des RKI.

Zahl der Genesenen: Der Schätzwert des RKI gibt an, wie viele Menschen mit dem Coronavirus infiziert waren und ihre Infektion mittlerweile wieder überstanden haben. Die Zahl zeigt nicht an, wie viele Menschen an möglichen Spätfolgen (Long-Covid) leiden.

Verwendete Quellen:
- Robert-Koch-Institut
- Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin
- eigene Recherche

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Weitere Corona-Fälle wurden jetzt im Saarland registriert. Foto: Unsplash

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