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Todesfahrer von Saarwellingen soll mit 130 km/h am Handy gewesen sein

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Zwei Menschen verloren bei dem Unfall ihr Leben. Archivfoto: Simon Mario Avenia/dpa-Bildfunk

Mit mindestens Tempo 130 soll er mitten in Saarwellingen ungebremst auf ein Auto gerast sein: Dabei wurden eine Mutter und deren Tochter, die in dem Wagen saßen, tödlich verletzt. Fast vier Jahre nach dem Unfall muss sich der Unfallverursacher von diesem Mittwoch (16. Juni 2021) an vor dem Landgericht Saarbrücken verantworten.

Staatsanwaltschaft: Fahrer schrieb WhatsApp-Nachrichten

Die Staatsanwaltschaft wirft dem 30-Jährigen Mord durch rücksichtslose Fahrweise vor. Laut Anklage soll er während der Fahrt am Handy WhatsApp-Nachrichten ausgetauscht haben.

Mutter und Tochter sterben

Die 42-jährige Mutter erlitt bei dem Unfall im August 2017 einen Genickbruch und starb sofort. Die zwölfjährige Tochter erlitt den Angaben zufolge ein schweres Schädelhirntrauma sowie Hirnblutungen und starb rund zwei Monate nach dem Crash. An der Unfallstelle war Tempo 50 erlaubt gewesen.

Fahrer sagt, er habe epileptischen Anfall gehabt

Nach Einschätzung der Anklagebehörde hatte der Fahrer durch seine Fahrweise den Tod anderer Personen billigend in Kauf genommen. Der Mann hatte angegeben, an Epilepsie zu leiden: Bei einem Krampfanfall sei es dann zu dem Unglück gekommen. Diese Darstellung hält die Staatsanwaltschaft jedoch nach einem Gutachten für nicht glaubwürdig. Wegen verschiedener Gutachten habe es bis zum Prozessbeginn so lange gedauert, sagte eine Gerichtssprecherin.

Vorher wohl zwei Autos überholt

Vor dem tödlichen Unfall hatte der Mann nach den Ermittlungen bereits zwei Wagen überholt und war dabei fast gegen ein Auto und einen Lastwagen geprallt. Er soll jedoch weiter gerast sein, bis er gegen das Auto von Mutter und Tochter fuhr, das mit einer Geschwindigkeit von etwa 40 Kilometern pro Stunde fuhr.

Zwei weitere Menschen verletzt

Dieses wurde zunächst gegen ein Haus und einen Treppenaufgang geschleudert, dann prallte es gegen zwei weitere Fahrzeuge. Bei dem Unfall waren zwei weitere Menschen verletzt worden. Ein Autofahrer, mit dem der Wagen des Angeklagten noch kollidierte, brach sich eine Hand. Ein Fußgänger wurde von Trümmerteilen getroffen und erlitt Schnittwunden. Der Prozess ist zunächst bis 29. Juni terminiert.

Verwendete Quellen:
- Deutsche Presse-Agentur

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Saarland schafft Maskenpflicht im Unterricht ab

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Bislang musste im Unterricht Maske getragen werden. Foto: Sebastian Gollnow/dpa-Bildfunk

Das Saarland schafft die Maskenpflicht in Klassenräumen ab. Das entschied die Regierung am heutigen Dienstag (15. Juni 2021) laut Bildungsministerium.

Keine Maskenpflicht in Klassenräumen mehr

Demnach muss ab Donnerstag in Klassenräumen keine Maske mehr getragen werden, in Fluren jedoch schon. Ende der vergangenen Woche war die Maskenpflicht auf dem Schulhof abgeschafft worden, Anfang der Woche auch im Sportunterricht.

Inzidenz im Saarland gefallen

Die Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Neuinfektionen im Saarland geht steil nach unten. Lag sie vor vier Wochen noch bei 86, hat sie sich mittlerweile bei rund 20 eingependelt. Ministerin Christine Streichert-Clivot (SPD) sagte, für Kinder und Jugendliche sei das Maskentragen im Unterricht angesichts der steigenden Temperaturen eine körperliche Belastung. Gleichzeitig entspanne sich die allgemeine Pandemielage weiter deutlich. Das erlaube Lockerungen. Wer möchte, könne weiter Maske tragen.

Weiter Maskenpflicht im ÖPNV

Laut Ministerium wird die Maskenpflicht im ÖPNV weiterhin gelten. Am Wochenende war eine Debatte zum Ende der Vorschrift entfacht. Die Landeshauptstadt Saarbrücken hob sie am Dienstag im öffentlichen Raum auf.

Verwendete Quellen:
- Saarländischer Rundfunk
- eigene Berichte
- eigene Recherche

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5.000 € Digitalbonus: Unterstützung bei Shop- und Web-Projekten

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Online-Shop, verkaufsfördernde Website, Kundenakquise mit Online-Tools: Digitalisierung macht Firmen zukunftssicher.

Unternehmen in der Region erhalten Unterstützung bei der Realisierung digitaler Projekte: Der Digitalbonus ist dreistufig aufgebaut: Er reduziert Projektkosten, macht Firmen fit für die Anwendung digitaler Tools und stellt Budget für Digitalmarketing zur Verfügung. Insgesamt steht pro Projekt eine Gesamtsumme von 5.000 € zur Verfügung.

Digitalisierung macht Firmen zukunftssicher. Ein stationärer Laden lässt sich zum Beispiel mit einem Online-Shop erweitern. Eine Website lässt sich mit Online-Terminvereinbarung ausstatten - neue Geschäftsaktivitäten mithilfe von digitalen Maßnahmen.

Mehr Infos zum Digitalbonus

Die Saarbrücker Digitalagentur N49 ist zertifiziert für das Programm go-digital des Bundeswirtschaftsministerium. Hindernis bei staatlichen Programmen: Bis die Genehmigung vorliegt und ein Projekt starten darf, vergehen üblicherweise 3 Monate.

Vorteile nutzen ohne Wartezeit

Aus diesem Grund nutzt der Digitalbonus die Vorteile solcher Förderprogramme - ohne die lange Wartezeit für die behördliche Prüfung. "Wir haben seit Anfang des Jahres mehr als 100 Unternehmen zum Thema Förderung beraten", sagt Christian Lauer, Agenturchef von N49, "von daher wissen wir, wo für viele Firmen der aktuelle Bedarf liegt."

Mehr Infos zum Digitalbonus

Aus diesem Grund hat der Digitalbonus drei Komponenten:

Günstigere Projektkosten:
Mit dem Zuschuss minimieren sich die Projektkosten. Zum Beispiel die Kosten für die Realisierung eines Online-Shops oder einer neuen Website. Der Projektgutschein mindert die Kosten für die Realisierung um 1.500 €. Zudem ist in dem Förderprogramm eine zinslose Ratenzahlung über 36 Monate möglich. 

Digitale Tools erfolgreich anwenden:
Wie lassen sich mit Google Analytics die Nutzer von Shop oder Website besser verstehen? Wie setzen Sie Facebook, Instagram & Co. erfolgreich für Ihr Unternehmen ein? Zweiter Baustein des Digitalbonus sind Workshops, die fit machen sollen für die Anwendung von digitalen Tools. Hierfür stehen 1.000 € zur Verfügung. Die meisten Workshops sind so kostenfrei buchbar.

Kunden gewinnen mit Digitalmarketing:
Mit digitalem Marketing lassen sich sehr kostengünstig neue Kunden ansprechen. Im Rahmen des Digitalbonus stehen 2.500 € hierfür zur Verfügung. Mit dem Budget können Firmen eine Digitalkampagnen bei SOL.DE starten, zum Beispiel Display Ads oder PR-Artikel. SOL.DE hat bis zu 2 Millionen Nutzer im Monat. Innerhalb des Budgets können 200 € für eine Facebook-Kampagne genutzt werden.

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Digitalisierungspotenzial erkennen

Es gibt nur einige wenige Spielregeln, um vom Digitalbonus zu profitieren - selbstverständlich ist die Förderung grenzüberschreitend für die Großregion ausgelegt: Der Unternehmenssitz muss in Deutschland, Frankreich oder Luxemburg liegen. Die Mindestauftragssumme beträgt 9.000 € (zum Beispiel für Shop oder Website). Das entspricht in diesem Fall einer Förderquote von rund 55 Prozent. Die Fördersumme bezieht sich auf die Nettobeträge.

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100.00 € Gesamtbudget stehen für den Digitalbonus zur Verfügung.

"Für die Förderung stehen insgesamt 100.000 € Gesamtbudget zur Verfügung", erklärt Manuel Trutter. Er leitet die Digitalberatung bei N49. "Damit können wir insgesamt 20 Firmen unterstützen."

Mit rund 30 Team-Mitgliedern arbeitet N49 an zwei Standorten in Saarbrücken und Trier. N49 hat einen starken digitalen Fokus. Spezialgebiete sind: Web-Entwicklung, Shop-Systeme, App-Design, Social Media Management, Suchmaschinen-Optimierung und -Marketing (SEO/SEA).

Diese alles sind Themen, mit denen sich Unternehmen zukunftssicher aufstellen können. Kunden von N49 sind kleine und mittlere Unternehmen, aber auch Kommunen und Ministerien. "Wir kommen aus der Beratung", sagt Manuel Trutter. "Von daher ist es unserer täglicher Job, Digitalisierungspotenzial zu erkennen."

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N49 Agentur für Konzept und Performance GmbH
Gutenbergstraße 11-23
66117 Saarbrücken

www.n49-digitalbonus.de

hallo@n49.de
Tel. 0681 502-3633

Bürozeiten: Mo - Fr 9:00 - 17:00 Uhr

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Ärzte im Saarland kritisieren Verteilung von Biontech-Impfstoff

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Die KV Saar kritisiert die Verteilung von Corona-Impfstoff. Foto: dpa-Bildfunk/Europa Press/A. Pérez Meca

Kritik an Verteilung von Biontech-Impfstoff

Seit Kurzem sind auch die Betriebsärzt:innen im Saarland in die Impfkampagne mit eingebunden. Die Meldung, dass diese ausschließlich Impfstoff von Biontech erhalten, trifft lauf KV Saar "auf erhebliches Unverständnis der saarländischen Vertragsärzteschaft". Das werfe die Frage auf: "Warum wird dieser – meistbegehrte – Impfstoff nicht gleichmäßig auf alle Impfeinrichtungen verteilt?", so die KV Saar. Wenn sich Patient:innen in den Praxen benachteiligt fühlen, komme es unter anderem zu Frust.

Forderung der KV Saar

Die Kassenärztliche Vereinigung fordert "stabile, vorhersehbare Liefermengen und gleichmäßige Verteilung der unterschiedlichen Impfstoffe". Das Ziel: "die Frustration in den Praxen, aber auch bei der Bevölkerung" deutlich zu mildern.

Lage "bei weitem noch nicht entspannt"

Wie ebenso aus der KV-Mitteilung hervorgeht, sei die Lage derzeit "bei weitem noch nicht entspannt". Nach wie vor soll die "immer noch nicht ausreichende Versorgung mit Impfstoff Ursache vieler Probleme" sein. In diesem Zusammenhang würden etwa ungeduldigen Patient:innen und kurzfristigen Absagen zu "zu unerträglichen Belastungen der Praxismitarbeiterinnen und der Vertragsärztinnen und -ärzte" führen.

Verwendete Quellen:
- Mitteilung der KV Saar, 15.06.2021

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Saarbrücken: Mehr als Hälfte der Mieterhaushalte durch hohe Wohnkosten überlastet

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Im Bild: die Kaiserstraße in Saarbrücken. Foto: Wikimedia Commons/AnRo0002/CC1.0-Lizenz (Bild bearbeitet)

Studie: Miete für 58 Prozent der Haushalte in Saarbrücken belastend

In Saarbrücken sind einer Studie zufolge fast 58 Prozent der Mieterhaushalte durch hohe Wohnkosten überlastet. Wie der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) am heutigen Dienstag (15. Juni 2021) mitteilte, gilt als überlastet, wer mehr als 30 Prozent seines Nettoeinkommens für die Miete ausgibt.

Der von der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung geförderten Untersuchung zufolge liegt Saarbrücken damit knapp hinter Neuss mit etwas mehr als 58 Prozent und Darmstadt mit fast 59 Prozent auf dem dritten Platz der deutschlandweit untersuchten 77 Großstädte.

Forderungen der DGB-Region Saar

"Für viele Menschen in Saarbrücken ist es schwer, eine bezahlbare Wohnung zu finden. Vor allem Beschäftigte mit geringen und mittleren Einkommen müssen einen großen Teil ihres Einkommens an den Vermieter zahlen", sagte die Geschäftsführerin der DGB-Region Saar, Bettina Altesleben. Die Einkommen würden selbst bei guten Tarifabschlüssen zunehmend von der Miete "aufgefressen".

Der DGB fordere daher von der nächsten Bundesregierung einen sechsjährigen Mietenstopp und mehr bezahlbare Neubauwohnungen. "Die Menschen brauchen eine Atempause", hieß es.

Verwendete Quellen:
- Deutsche Presse-Agentur
- Verwendetes Foto: Wikimedia Commons/AnRo0002/CC1.0-Lizenz (Bild bearbeitet)

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Neue Betrugsmasche im Saarland mit Corona - Polizei warnt vor "Schockanrufen"

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Bei den potenziellen Opfern handelt es sich laut Polizei vor allem um ältere Menschen. Foto: dpa-Bildfunk/Karl-Josef Hildenbrand

Seit dem gestrigen Montag (14. Juni 2021) kommt es im Saarland zu einer Häufung von sogenannten Schockanrufen. Nach Angaben des Landespolizeipräsidiums Saar fallen die Anrufe "zum Nachteil älterer Menschen" aus. Bislang sei es noch nicht zu Schäden gekommen.

Neue Variante des "Enkeltricks"

"Es handelt sich hierbei um eine neue Variante des 'Enkeltricks'", so die Polizei. "Der Anrufer gab sich als Arzt aus und behauptete, dass ein naher Angehöriger wegen einer Corona-Erkrankung ins Krankenhaus eingeliefert worden sei", schildern die Beamt:innen. Weiter: "Da es dem Corona-Erkrankten sehr schlecht ginge, benötige er ein sehr teures Medikament, das in der Schweiz eingekauft werden müsse und 50.000 Euro und mehr koste". Dann behaupte der Anrufer, der kranke Angehörige würde sterben, wenn die Person das Medikament nicht erhalte.

Laut Polizei stehen hinter dieser "besonders perfiden Masche" altbekannte "Enkeltrickbetrüger". Diese würden ihre Strategien immer wieder anpassen, "um eine Notlage von Angehörigen vorzutäuschen". Ziel sei es, an Ersparnisse der potenziellen Opfer zu kommen.

Präventionstipps der Polizei

Das sind die Präventionstipps der Polizei:
- Seien Sie misstrauisch gegenüber Anrufern, die eine angebliche Notlage eines Angehörigen schildern und sich als Amtsperson ausgeben
- Sollte der Anrufer von Ihnen Geld verlangen, legen sie sofort auf und heben sie bei weiteren Anrufversuchen nicht mehr ab
- Wenden Sie sich an den angeblichen Betroffenen oder andere Vertrauenspersonen, unter den Ihnen bekannten und benutzten Nummer, um die angebliche Notlage aufzuklären.
- Notieren Sie sich die eventuell auf dem Sichtfeld Ihres Telefons angezeigten Nummern des Anrufers
- Geben Sie keine Details zu Ihren familiären oder finanziellen Verhältnisse preis
- Übergeben Sie niemals Geld an unbekannte Personen
- Sollten sie Opfer eines Betruges geworden sein, melden Sie den Vorfall der Polizei

Verwendete Quellen:
- Mitteilung des Landespolizeipräsidiums Saar, 15.06.2021

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Conradt: Saarbrücken hebt Maskenpflicht und Alkoholverbot auf

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Die Regeln werden schon heute aufgehoben. Foto: BeckerBredel

Saarbrücken hebt am heutigen Dienstag (15. Juni 2021) die Maskenpflicht und das Alkoholverbot im öffentlichen Raum auf. Das kündigte Oberbürgermeister Uwe Conradt (CDU) am Montagabend in einem Facebook-Post an.

Maskenpflicht galt an beliebten Spots

Die Maskenpflicht galt bislang unter anderem in der Bahnhofstraße und auf dem St. Johanner Markt. Auf dem Markt und im Nauwieser Viertel war es abends zudem verboten, außerhalb eines festen Sitzplatzes in der Außengastronomie Alkohol zu konsumieren.

Conradt: Inzidenz seit einer Woche unter 35

Die Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Neuinfektionen liege in der Landeshauptstadt laut Conradt seit einer Woche unter 35. Er appellierte an die Bürger:innen, "zum Schutze aller verantwortungsvoll mit dieser Pandemie umzugehen, damit wir gut durch den Sommer kommen".

Debatte um Ende der Maskenpflicht

Zuvor hatte sich die FDP für eine Aufhebung der Maskenpflicht in Saarbrücken ausgesprochen. Die Debatte um ein Ende der Vorschrift hatte am Wochenende an Fahrt aufgenommen. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte am Sonntag gesagt, die Maskenpflicht könne draußen grundsätzlich entfallen. Schrittweise könne sie auch in Innenräumen aufgehoben werden.

Verwendete Quellen:
- Facebook-Post von Uwe Conradt, 14.06.2021
- eigene Berichte

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Polizei räumt CBD-Läden in Saarbrücken leer - Jusos Saar wollen Verkauf wieder erlauben

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In einem der Fälle sollen Waren im Wert von etwa 30.000 Euro eingezogen worden sein. Fotos: (Hintergrund) dpa-Bildfunk/Boris Roessler | (Öl) Pixabay

Polizei-Razzien in Saarbrücker CBD-Läden

Sorgen CBD-Produkte für ein "High" oder nicht? Laut "SZ" geht zumindest die Saar-Polizei von möglichem "Rauschmissbrauch" aus. Aus diesem Grund wurden den Angaben zufolge bei Razzien Ende April mehrere CBD-Läden in Saarbrücken leergeräumt.

Eines der betroffenen Geschäfte: "Naturkreis". Hier seien Waren im Wert von rund 30.000 Euro eingezogen worden, so Geschäftsführer Moritz Kammer zur Zeitung. Laut eigener Aussage sei ihm bei der Razzia mündlich ein Verkaufsverbot ausgesprochen worden. "Es geht für uns ums Überleben", wird er zitiert. Aktuell verkaufe das Geschäft sogenannte "Superfoods" und nachhaltige Produkte. Wegen des CBD-Verkaufs drohe nun Strafverfolgung. Daher greife Kammer auf die Hilfe eines Anwalts zurück.

Jusos Saar wollen CBD-Verkauf wieder erlauben

Zu der Sachlage haben sich die Jusos Saar auf Facebook geäußert: "Seit Ende April ist der Verkauf von CBD-Produkten im Saarland untersagt. Für uns Jusos ist das völlig unverständlich und Ausdruck einer veralteten Drogenpolitik". Im Gegensatz zu THC habe "CBD keine berauschende (psychoaktive) Wirkung", so das Argument.

Die Jusos Saar fordern daher, den Verkauf von CBD-Produkten im Saarland wieder zu ermöglichen. Dafür solle sich Stephan Kolling (CDU), der Drogenbeauftragte des Saarlandes, stark machen. "Langfristig fordern wir, dass das Saarland zur Modellregion für die legale Abgabe von Cannabis wird und somit eine Vorreiterrolle für die Legalisierung innerhalb Deutschlands einnimmt."

Weitere Hintergründe sowie Details zu den Razzien im Saarland gibt es auf saarbruecker-zeitung.de zum Nachlesen (Hinweis: Der Beitrag gehört zum "SZ+"-Angebot der Saarbrücker Zeitung. Um diesen zu lesen, müsst ihr euch gegebenenfalls registrieren oder eine Bezahloption wählen).

Verwendete Quellen:
- Saarbrücker Zeitung
- Facebook-Beitrag der Jusos Saar, 15.06.2021

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Technische Probleme: Saar-Impfzentren können keine digitalen Impfnachweise ausstellen

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Im Saarland gibt es vier Impfzentren. Archivfoto: BeckerBredel

In den saarländischen Impfzentren gibt es derzeit technische Probleme bei der Ausstellung von digitalen Impfzertifikaten. Das hat das Gesundheitsministerium am heutigen Dienstagmorgen (15. Juni 2021) mitgeteilt.

Beschäftigte notieren sich die Impflinge

Die Ausgabe der Nachweise sei aktuell wegen Problemen der Bundesplattform unterbrochen. Die Beschäftigten in den Zentren notieren die betroffenen Impflinge, damit sie nachträglich ihre Zertifikate erhalten können.

Digitaler Impfnachweis im Saarland

Seit Montag wird im Saarland der digitale Impfnachweis herausgegeben. Wer vollständig geimpft ist, kann einen generierten QR-Code einscannen und in einer App hinterlegen. Auch die Apotheken sind an der Ausstellung beteiligt. Hier gab es zum Start am Montag ebenfalls technische Probleme.

Digitaler Impfpass im Saarland: Das sind die wichtigsten Fragen und Antworten

Mit gelbem Pass ausweisen

Das Gesundheitsministerium betonte, es entstehe durch den aktuellen Ausfall kein Nachteil. Vollständig Geimpfte könnten sich wie bisher über den gelben Impfpass ausweisen.

Verwendete Quellen:
- Mitteilung des saarländischen Gesundheitsministeriums, 15.06.2021
- eigener Bericht

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Für mehr als fünf Millionen Euro: Zwei Bruch-Immobilien gehen in neue Hände

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Unter anderem diese Bruch-Immobilie wechselt den Besitzer. Foto: BeckerBredel

Bruch-Immobilien wechseln Besitzer

Das Bruch-Firmengelände in der Scheidter Straße in Saarbrücken sowie die Immobilie am St. Johanner Markt gehen im Rahmen einer Insolvenz in neue Hände. Nach Angaben der "SZ" bestätigte Insolvenzverwalter Christoph Görgen entsprechende Informationen der Zeitung. "Unter Dach und Fach" seien die notariellen Kaufverträge demnach, wird Görgen zitiert.

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Auch das Firmengelände geht für einen Millionenbetrag in neue Hände. Foto: BeckerBredel

Kaufpreis wohl mehr als fünf Millionen Euro

Insgesamt sollen für die beiden Immobilien mehr als fünf Millionen Euro fließen, so die Zeitung. Das habe der Insolvenzverwalter allerdings unkommentiert gelassen.

Weitere Hintergründe und wie es mit dem Standort der Familien-Brauerei weitergehen soll, gibt es auf saarbruecker-zeitung.de zum Nachlesen (Hinweis: Der Beitrag gehört zum "SZ+"-Angebot der Saarbrücker Zeitung. Um diesen zu lesen, müsst ihr euch gegebenenfalls registrieren oder eine Bezahloption wählen).

Verwendete Quellen:
- Saarbrücker Zeitung

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mjs

Saarland-Nachrichten: Das sind die wichtigsten Meldungen vom Dienstag

Corona-Zahlen für das Saarland vom heutigen Dienstag (15. Juni 2021)

Das RKI hat im Saarland vier neue Infektionen mit dem Coronavirus gemeldet. Die aktuellen Daten vom heutigen Dienstag gibt es an dieser Stelle: "Corona im Saarland aktuell: Inzidenz in Landkreisen und RKI-Zahlen heute (15. Juni 2021)".

Corona-Lockerungen: Saarbrücken hebt Maskenpflicht und Alkoholverbot auf

Im öffentlichen Raum hebt die Stadt Saarbrücken jetzt die Maskenpflicht und das Alkoholverbot auf. Laut Oberbürgermeister Conradt liegt die Inzidenz seit einer Woche unter 35. Mehr dazu: "Conradt: Saarbrücken hebt Maskenpflicht und Alkoholverbot auf".

Technische Probleme: Saar-Impfzentren können keine digitalen Impfnachweise ausstellen

Im Moment gibt es in den vier Impfzentren im Saarland technische Probleme bei der Ausstellung der digitalen Corona-Impfnachweise. Der ganze Artikel: "Technische Probleme: Saar-Impfzentren können keine digitalen Impfnachweise ausstellen".

Ärzte im Saarland kritisieren Verteilung von Biontech-Impfstoff

Die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Saar fordert "faire und gleiche Bedingungen beim Impfen". Dazu gehöre eine gleichmäßige Verteilung des Biontech-Impfstoffs auf alle Impfeinrichtungen. Mehr: "Ärzte im Saarland kritisieren Verteilung von Biontech-Impfstoff".

Weitere Nachrichten zum Thema Corona:
- Bericht: Saarland schafft Maskenpflicht im Unterricht ab
- Rückgabewelle befürchtet: Was passiert mit Haustieren nach Corona-Boom?
- Neue Betrugsmasche im Saarland mit Corona - Polizei warnt vor "Schockanrufen"

Für mehr als fünf Millionen Euro: Zwei Bruch-Immobilien gehen in neue Hände

Zwei Immobilien der insolventen Saarbrücker Traditionsbrauerei Brauerei Bruch wechseln den Eigentümer. Dafür sollen mehr als fünf Millionen Euro fließen. Der Artikel: "Für mehr als fünf Millionen Euro: Zwei Bruch-Immobilien gehen in neue Hände".

Für Ruhe und Ordnung: Saarlouis sucht Nachtbürgermeister:in

Immer wieder gibt es im Saarlouiser Nachtleben Ärger. Die Stadt sucht daher jetzt eine Person, die als Ansprechpartner:in fungieren und zwischen den Parteien vermitteln soll. Weitere Informationen: "Für Ruhe und Ordnung: Saarlouis sucht Nachtbürgermeister:in".

Todesfahrer von Saarwellingen soll mit 130 km/h am Handy gewesen sein

Ein Mann fährt mit hoher Geschwindigkeit einem Wagen auf, in dem Mutter und Tochter sitzen. Beide erleiden tödliche Verletzungen. Zuvor soll der Fahrer auf Whatsapp gewesen sein. Nun beginnt der Prozess gegen den Mann - wegen Mordes. Der Artikel: "Todesfahrer von Saarwellingen soll mit 130 km/h am Handy gewesen sein".

Polizei räumt CBD-Läden in Saarbrücken leer - Jusos Saar wollen Verkauf wieder erlauben

Ende April hat die Polizei Razzien in Saarbrücker CBD-Läden durchgeführt - und die Geschäfte leergeräumt. Der Vorwurf: "Rauschmissbrauch". Demgemäß wurde der weitere Handel mit entsprechenden Blüten und Ölen untersagt. Währen die Unternehmen ums Überleben kämpfen, fordern die Jusos Saar, dass der CBD-Verkauf im Saarland wieder erlaubt wird. Mehr: "Polizei räumt CBD-Läden in Saarbrücken leer - Jusos Saar wollen Verkauf wieder erlauben".

Tabakschmuggel und Raserei: Verkehrspolizei Saar kontrolliert unfallträchtige Strecke

Auf einer der Polizei zufolge unfallträchtigen Strecke haben Einsatzkräfte am Wochenende Schwerpunktkontrollen durchgeführt. Nun liegt eine Bilanz des Landespolizeipräsidiums Saar vor. Darin berichten die Beamt:innen von zahlreichen Verstößen. Weitere Informationen: "Verkehrspolizei Saar kontrolliert unfallträchtige Strecke".

Weitere Blaulicht-News:
- Tablets, Beamer und mehr aus Kita sowie Pfarrheim in Urexweiler geklaut

Saarbrücken: Mehr als Hälfte der Mieterhaushalte durch hohe Wohnkosten überlastet

Einer Studie zufolge sind in Saarbrücken fast 58 Prozent der Mieterhaushalte durch hohe Wohnkosten überlastet. Der Deutsche Gewerkschaftsbund fordert daher unter anderem einen mehrjährigen Mietenstopp. Mehr dazu: "Saarbrücken: Mehr als Hälfte der Mieterhaushalte durch hohe Wohnkosten überlastet".

Neuer Radweg entsteht zwischen Friedrichsthal-Bildstock und Merchweiler

Entlang der L112 zwischen den Gemeinden Friedrichsthal-Bildstock und Merchweiler entsteht ein neuer Rad- und Gehweg. Die Baukosten: 750.000 Euro. Doch das soll nicht die einzige Veränderung auf der Strecke werden. Mehr: "Neuer Radweg entsteht zwischen Friedrichsthal-Bildstock und Merchweiler".

Bestnoten für Wasserqualität von Bostalsee und Losheimer Stausee

Nach Angaben des Wirtschaftsministeriums Saar glänzen der Bostalsee und der Losheimer Stausee auch 2021 wieder mit Bestnoten. Die gab es den Angaben zufolge jeweils für die "ausgezeichnete" Wasserqualität. Dennoch ist beim Baden - aufgrund von Corona - auf erhöhten Infektionsschutz zu achten. Der ganze Artikel dazu: "Bestnoten für Wasserqualität von Bostalsee und Losheimer Stausee".

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Die Saarland-News vom Dienstag (15. Juni 2021) gibt es auf SOL.DE. Foto: BeckerBredel

Verwendete Quellen:
- eigene Berichte

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Patryk Kubek

Nächster Saar-Kreis mit einstelliger Inzidenz

Innerhalb eines Tages sind im Saarland vier neue Corona-Fälle gezählt worden. Das Robert-Koch-Institut (RKI) beziffert die Sieben-Tage-Inzidenz am heutigen Dienstag (15. Juni 2021) auf 20,5 (Vorwoche: 28,5). Am Wochenende wird meistens weniger getestet und weniger gemeldet. Die Daten zu Wochenbeginn sind daher mit Vorsicht zu interpretieren.

Corona-Lage in den Saar-Landkreisen

Kein weiterer Todesfall registriert

Insgesamt hat es seit der Pandemie 41.272 Infektionen im Saarland gegeben. Am Dienstag kam kein weiterer Todesfall hinzu. Damit bleibt die Zahl der Menschen, die mit oder an Sars-CoV-2 gestorben sind, bei 1.017. Das RKI schätzt die Zahl der akut Infizierten auf 400 und die der Genesenen auf 39.900.

Situation auf den Intensivstationen

Zurzeit liegen 14 Menschen mit einer Covid-19-Erkrankung auf den saarländischen Intensivstationen. Laut der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin werden 10 von ihnen invasiv beatmet.

Hinweis

Die Zahlen des RKI sind für die Corona-Vorschriften im Saarland maßgeblich. Sie können sich wegen Meldeverzugs von den eigenen Daten der Saar-Kreise unterscheiden. Über die Zahl der Testungen werden keine Angaben gemacht.

Begriffserklärung

Zahl der Fälle: Sie gibt die Gesamtzahl der Fälle im Saarland seit dem ersten Auftreten des Coronavirus an. Sie zeigt damit nicht an, wie viele Menschen zum aktuellen Zeitpunkt mit dem Virus infiziert sind. Genesene und Tote werden aus dieser Zahl nicht herausgerechnet.

Inzidenz: Die Sieben-Tage-Inzidenz gibt an, wie viele Menschen sich gerechnet auf 100.000 Einwohner:innen innerhalb einer Woche mit dem Coronavirus infiziert haben.

Zahl der Toten: Sie zeigt die Gesamtzahl der Menschen an, die an oder mit einer Corona-Infektion gestorben sind. Rechtsmediziner:innen schätzen, dass der überwiegende Teil der Corona-Toten wegen der Infektion verstarb.

Zahl der aktiven Infektionen: Sie gibt an, wie viele Menschen im Moment mit dem Coronavirus infiziert sind. Diese Zahl ist ein Schätzwert des RKI.

Zahl der Genesenen: Der Schätzwert des RKI gibt an, wie viele Menschen mit dem Coronavirus infiziert waren und ihre Infektion mittlerweile wieder überstanden haben. Die Zahl zeigt nicht an, wie viele Menschen an möglichen Spätfolgen (Long-Covid) leiden.

Verwendete Quellen:
- Robert-Koch-Institut
- Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin
- eigene Recherche

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Die Zahl der Corona-Fälle im Saarland ist gestiegen. Foto: dpa-Bildfunk

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Tabakschmuggel und Raserei: Verkehrspolizei Saar kontrolliert unfallträchtige Strecke

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Teilweise soll der Tabak in der Reserveradmulde versteckt gewesen sein. Foto: Polizei

Kontrollen auf B406

Am Wochenende haben Einsatzkräfte der Verkehrspolizei auf der B406 bei Perl zwischen Oberleuken und Sinz Kontrollen durchgeführt. Nach Angaben des Landespolizeipräsidiums Saar vom Dienstag (15. Juni 2021) handelt es sich bei dem Abschnitt um eine unfallträchtige Strecke.

Geschwindigkeitsüberschreitungen

Wie aus einer Mitteilung hervorgeht, stellten die Einsatzkräfte unter anderem Geschwindigkeitsüberschreitung fest. So sei etwa "ein Fahrzeug statt der erlaubten 70 km/h mit mehr als der doppelten Geschwindigkeit gemessen" worden. Den Fahrer erwarte ein hohes Bußgeld und ein Fahrverbot.

Tabakschmuggel

Nach eigenen Angaben kontrollierten die Beamt:innen auch einen Pkw, der die "zulässige Höchstgeschwindigkeit um 29 km/h" überschritten hatte. Dabei fanden sie "3.080 Zigaretten und 8,15 kg Tabak". Die Ware sollte "'steuerfrei' nach Deutschland geschmuggelt werden", hieß es. Teilweise soll der Tabak in der Reserveradmulde versteckt gewesen sein.

"Den französischen Fahrzeugführer erwarten neben der bereits geleisteten Sicherheitsleistung und dem Verkehrsordnungswidrigkeitenverfahren nun auch ein Strafverfahren wegen Steuerhinterziehung sowie eine Steuernachzahlung", so die Polizei. Ebenfalls müsse sein Beifahrer mit einer Steuernachzahlung rechnen. Der Tabak und die Zigaretten wurden sichergestellt und anschließend vernichtet, teilten die Einsatzkräfte abschließend mit.

Verwendete Quellen:
- Mitteilung des Landespolizeipräsidiums Saarland, 15.06.2021

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Bestnoten für Wasserqualität von Bostalsee und Losheimer Stausee

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Hier zu sehen: der Bostalsee. Foto: Wikimedia Commons/Magnus Manske/CC BY-SA 3.0

Bestnoten für Wasserqualität von Saar-Badegewässern

"Der Bostalsee und der Losheimer Stausee glänzen auch 2021 wieder mit Bestnoten", so die Pressestelle des Wirtschaftsministeriums Saar am Dienstag (15. Juni 2021). Erhebungen der EU-Kommission bestätigen den Angaben zufolge "die ausgezeichnete Qualität" der beiden Badegewässer. Dazu sagte Gesundheitsministerin Monika Bachmann (CDU): "Das Badevergnügen im kommenden Sommer muss nicht ins Wasser fallen. Die Qualität unserer Badegewässer ist sehr gut [...]".

Infektionsschutz muss auch 2021 beachtet werden

"Im Zuge der Corona-Pandemie ist beim Baden im kommenden Sommer 2021 dennoch auf erhöhten Infektionsschutz zu achten", so die Gesundheitsministeriums-Pressestelle. Zwar gilt eine Übertragung des Coronavirus über das Wasser beim Baden "als äußerst unwahrscheinlich". Dennoch könnten "Ansteckungen auch in und um Badegewässer nicht ausgeschlossen werden", hieß es. Aus diesem Grund sollten die Hygienemaßnahmen und Mindestabstände sowohl im Wasser als auch auf umliegenden Liegewiesen beachtet werden.

Verwendete Quellen:
- Mitteilung der Pressestelle des Wirtschaftsministeriums Saar, 15.06.2021
- Verwendetes Foto: Wikimedia Commons/Magnus Manske/CC BY-SA 3.0

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Rückgabewelle befürchtet: Was passiert mit Haustieren nach Corona-Boom?

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Das Tierheim Bertha Bruch in Saarbrücken fürchtet eine Rückgabewelle von spontan angeschafften Haustieren. Foto: Oliver Dietze/dpa-Bildfunk

Die Anfragen von Hunde- und Katzenbesitzer:innen, die ihre Tiere abgeben wollen, bewegen sich im Bertha-Bruch-Tierheim in Saarbrücken aktuell noch im üblichen Rahmen. Auch ein Junghund war jetzt dabei. "Wir prüfen, ob es einer dieser Corona-Fälle ist", sagt Frederick Guldner, Sprecher des Tierschutzvereins 1924 Saarbrücken, der das Tierheim betreibt. Das wäre dann der erste Fall von jenen spontan angeschafften Tieren, die mit dem Abklingen der Pandemie-Welle wieder "über" sind - aber vermutlich nicht der letzte.

Extreme Nachfrage nach Tieren in Corona-Zeiten

Bundesweit hatten Tierheime und Züchter:innen in den letzten Monaten eine extreme Nachfrage nach Haustieren verzeichnet. Viele Menschen wollten sich nach Einschätzung der Stiftung "Vier Pfoten" die Corona-Zeit durch die Anschaffung eines Haustieres erträglicher machen. "Schon vor Corona haben sich Menschen Tiere angeschafft, ohne genau darüber nachzudenken, ob sie in die Lebensphilosophie oder Familienplanung passen. Das ist in der letzten Zeit natürlich noch verstärkt worden und wird jetzt noch mehr solcher Problemfälle nach sich ziehen", fürchtet Andreas Lindig, Landesvorsitzender des Tierschutzbundes in Rheinland-Pfalz.

"Tierheime werden noch Probleme bekommen"

"Die Tierheime werden die Probleme noch bekommen", ist er überzeugt. "Bis zum Winter - und je mehr sich die Corona-Bestimmungen lockern, umso mehr Tiere werden wieder abgegeben." Nicht nur, weil für viele dann das Homeoffice ende, wieder Urlaub möglich sei und die Tierhaltung neue Probleme mit sich bringe, sondern auch, weil sie feststellten, dass Hunde oder Katzen Zeit und Geld kosten.

Mainzer Tierheim sucht gewissenhaft aus

Viele Tierheime haben in den letzten Wochen verstärkt Wert auf die Auswahl der richtigen Halter:innen gelegt. "Wir hatten mehr Anfragen als sonst, aber bei uns war nicht das Motto 'Hauptsache raus', sondern wir waren sehr vorsichtig und haben viele lange Gespräche geführt", berichtetet Ilena Ertner aus dem Tierheim Mainz/Rheinland-Pfalz. Nicht jeder, der ein Tier haben wollte, habe es tatsächlich auch bekommen. "Nur die, die sich Gedanken gemacht haben, wie es nach dem Homeoffice weitergeht, ob der Hund dann noch versorgt ist oder ob er dann mit ins Büro genommen werden kann."

Dass man noch keinen "Rückläufer" bekommen habe, führt Ertner auch auf die gewissenhafte Auswahl der Interessent:innen zurück: "Wenn sie berufstätig waren, mussten sie teilweise wirklich dokumentieren, wie die Tiere nach dem Lockdown weiter versorgt sind oder ob sie beispielsweise einen Gassigeh-Service haben."

Auch Saarbrücker Tierheim sortiert aus

Auch im Bertha-Bruch-Tierheim wurden bei vielen intensiven Gesprächen vorab die nicht geeigneten Bewerber aussortiert: "Wir haben natürlich geguckt, dass es nicht der Hund zur Überbrückung der Einsamkeit ist, der in Corona-Zeiten angeschafft wurde", berichtet Frederick Guldner. Rückläufer habe es vermutlich auch deshalb noch nicht gegeben.

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Bisher ist die Abgabewelle noch ausgeblieben, so Frederick Guldner. Foto: Oliver Dietze/dpa-Bildfunk

Viele kaufen Tiere übers Internet

Doch nicht alle Hunde, die in Corona-Zeiten angeschafft wurden, stammten ja tatsächlich aus deutschen Tierheimen oder von seriösen Züchter:innen, die die Tiere bei Problemen auch wieder zurücknehmen. "Wir warnen zwar gebetsmühlenartig davor, aber leider gibt es immer noch viele, die die Hunde im Internet und von Importvereinen kaufen", sagt Andreas Lindig. Und diese würden dann nach ein paar Wochen oder Monaten wieder im Tierheim landen, "weil viele irgendwann keine Lust haben, sich ihr Leben weiter einschränken oder von Haustieren diktieren zu lassen".

Rückgabewelle befürchtet

Guldner teilt nach eigener Aussage die Befürchtung, dass es zu einer Rückgabewelle kommen könnte, "auch wenn wir bisher davon verschont wurden". Er hoffe, dass es sich nicht um die Ruhe vor dem Sturm handle. Der Tierschützer glaubt, dass die Besitzer:innen ihre Hunde nicht nur abgeben wollen, weil sie nicht wüssten, wohin mit ihnen, wenn sie jetzt wieder in den Urlaub fahren könnten, sondern auch deshalb, weil sie mit der Erziehung überfordert sind.

"Gott sei Dank", so Guldner, seien nun die Hundeschulen wieder geöffnet: "Ich hoffe, dass sie das ausbügeln, was in den letzten Wochen nicht mehr möglich war, und dadurch einiges auffangen können."

Verwendete Quellen:
- Deutsche Presse-Agentur

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Für Ruhe und Ordnung: Saarlouis sucht Nachtbürgermeister:in

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Ein wichtiger Einsatzort für den Nachtbürgermeister beziehungsweise die Nachtbürgermeisterin wird die Altstadt sein. Archivfoto: Wolfgang Birkenbach/Stadt Saarlouis

Die Stadt Saarlouis sucht eine Person, die Ansprechpartner:in für das Nachtleben werden soll. Der Nachtbürgermeister beziehungsweise die Nachtbürgermeisterin soll zwischen Gastronomie, Besucher:innen, Anwohnerschaft und Verwaltung vermitteln, teilte die Stadt am Montag (14. Juni 2021) mit.

Vermittler:in im Saarlouiser Nachtleben

Regelmäßig gebe es in der Innenstadt Ärger wegen Lärms, Rangeleien, zersplitterten Flaschen oder achtlos weggeworfenen Mülls. Dadurch würden Besucher:innen und Tourist:innen abgeschreckt, befürchtet die Stadt. Weil Ordnungsstrafen nur selten zur Einsicht führten, soll ein:e Nachtbürgermeister:in in Saarlouis als Schlichter:in und Vermittler:in zwischen den Parteien für Ruhe und Ordnung sorgen.

Das soll die Person machen

Zum Aufgabenbereich gehört und anderem die Stärkung der Nachtkultur und des Nachtlebens, aber auch die Entwicklung neuer Formate für spezielle Zielgruppen, zum Beispiel für die Jugendtreffs am Ravelin V. Außerdem soll der Nachtbürgermeister beziehungsweise die Nachtbürgermeisterin der Gastronomie bei der Aufbauarbeit nach Corona behilflich sein und in Verwaltung, Ausschüssen, Lenkungsrunden und im Stadtrat berichten sowie Öffentlichkeitsarbeit betreiben. Ein weiterer wichtiger Ansatz sei die Mitarbeit in verschiedenen Gremien wie dem "Runden Tisch Saarlouiser Altstadt" oder dem "Saarlouiser Gewerbeverband".

Ehrenamtliche Arbeit

Der Nachtbürgermeister beziehungsweise die Nachtbürgermeisterin wird ehrenamtlich arbeiten. Für Veranstaltungen und als Aufwandsentschädigung steht ein begrenztes Budget zur Verfügung. Weitere Informationen auf der Website der Stadt.

Verwendete Quellen:
- Mitteilung der Stadt Saarlouis, 15.06.2021

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Neuer Radweg entsteht zwischen Friedrichsthal-Bildstock und Merchweiler

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Am Montag erfolgte der Spatenstich für das Bauprojekt. Foto: MWAEV

Neuer Radweg zwischen Bildstock und Merchweiler

Am Montag (14. Juni 2021) hat Verkehrsministerin Anke Rehlinger (SPD) offiziell den Neubau eines sogenannten straßenbegleitenden Rad- und Gehwegs gestartet. Dieser soll nach Fertigstellung rund 900 Meter lang sein und zwei bereits vorhandene Radwege entlang der L112 zwischen Friedrichsthal-Bildstock und Merchweiler verbinden. Darüber informierte die Pressestelle des Saar-Verkehrsministeriums.

"Mit dieser Baumaßnahme schließen wir eine weitere Lücke im saarländischen Radwegenetz und schaffen eine durchgängige Verbindung zwischen den Gemeinden Bildstock und Merchweiler", sagte Ministerin Rehlinger, die am Montag auch den Spatenstich setzte.

Freigabe des Wegs wohl im November

Die Baukosten in Höhe von 750.000 Euro trage das Land. Voraussichtlich noch im November dieses Jahres soll den Angaben zufolge die Verkehrsfreigabe des Rad- und Gehwegs erfolgen.

Auch Errichtung von Mittelinseln

Laut Verkehrsministerium ist darüber hinaus geplant, "auch Mittelinseln an den Ortseingängen von Bildstock und Merchweiler" zu errichten. So sollen nicht nur Radfahrerin:innen, sondern auch Personen, die zu Fuß unterwegs sind, "die Straße sicher überqueren können".

Verwendete Quellen:
- Mitteilung der Pressestelle des Verkehrsministeriums Saar, 14.06.2021

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