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Sozialverband fordert mehr bezahlbaren Wohnraum im Saarland

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Der Aktionstag fand auf der Alten Brücke in Saarbrücken statt. Foto: BeckerBredel

Der Sozialverband VdK Saarland hat von der Landesregierung Pläne für mehr bezahlbaren Wohnraum gefordert. Ein Mietenstopp löse das Problem der steigenden Mieten nur kurzfristig, sagte der Landesgeschäftsführer der VdK, Peter Springborn, am Samstag (19. Juni 2021) bei einem gemeinsamen Aktionstag mit der DGB in Saarbrücken.

Wohnraumfördergesetz gefordert

Momentan gebe es hierzulande nur noch 560 Sozialwohnungen - 2005 waren es noch über 5.000 gewesen. Der Grund: Mehr Wohnungen fallen aus der Mietpreisbindung als neue gebaut werden. Die Saar-Regierung müsse ein landesspezifisches Wohnraumfördergesetz beschließen, fordert der VdK. Damit solle die soziale Wohnraumförderung nachhaltig gesichert werden. "Dieses Gesetz sollte wegen der besonderen Wohnungsstruktur des Saarlandes eigene Schwerpunkte setzen, zum Beispiel die Schaffung von bezahlbarem alters- und behindertengerechten Wohnraum oder die Stärkung öffentlicher Siedlungsgesellschaften", so VdK-Wohnexperte Wolfgang Lerch.

Mehr als die Hälfte der Haushalte in Saarbrücken überbelastet

Anlass des Aktionstages ist eine Studie der Hans-Böckler-Stiftung zur Überbelastung durch hohe Mieten, bei der Saarbrücken auf dem dritten Platz von 77 deutschen Großstädten landet. Als überbelastet gilt, wer inklusive Betriebs- und Heizkosten mehr als 30 Prozent des Haushaltseinkommens für die Miete ausgeben muss. Dies betrifft in Saarbrücken laut der Studie fast 58 Prozent der Haushalte. Mehr als ein Drittel (35,8 Prozent) muss über 40 Prozent des Haushaltseinkommens aufwenden. Bei 15 Prozent der Haushalte fließt sogar die Hälfte des Haushaltseinkommens in die Warmmiete.

Verwendete Quellen:
- Mitteilung des Sozialverbandes Vdk Saarland, 21.06.2021

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