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Grasmilben plagen das Saarland - Was tun bei Juckreiz und Hautrötungen?

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Die Bisse sorgen für rote Stellen und Juckreiz auf der Haut. Symbolfoto: dpa-Bildfunk/Friso Gentsch

Grasmilben im Saarland

Angefangen hat offenbar alles am vergangenen Freitag (18. Juni 2021). Etwa in den sozialen Medien stellten sich zahlreiche Saarländer:innen die Frage: Woher kommen plötzlich die roten und juckenden Punkte auf der Haut?

Besonders viele Betroffene meldeten sich aus dem Regionalverband Saarbrücken. Laut "SZ" seien an dem Tag wegen der Symptome Hunderte Kinder aus den Schulen nach Hause geschickt worden. Das nahm das zuständige Gesundheitsamt zum Anlass, um über die Situation zu informieren. Zu den Vorfällen teilte es mit: "[...] keine Sorge. Es handelt sich dabei um die Grasmilbe, die bei diesen Witterungen vermehrt vorkommt".

Sind die Bisse gefährlich?

Nach Angaben des Gesundheitsamts sind die Bisse der Grasmilbe nicht gefährlich. Der DRK-Ortsverein Saarburg e.V. informierte auf Facebook: Wer gebissen wurde, benötige viel Geduld. Der Juckreiz könnte dem Beitrag zufolge auch Wochen anhalten. "Wichtig aber ist: Sie (die Grasmilben, Anm. d. Red.) sind nicht gefährlich oder ansteckend.

Was kann man gegen den Juckreiz tun?

Auf der Webseite des DRK-Ortsvereins Saarburg e.V. gibt es einige Tipps zum Umgang mit den Bissen der Grasmilbe. Dazu gehören unter anderem:
- Kühlen der Einstichstelle (auch lokale kühlende Gels möglich)
- Anwenden von antiallergischen Säften oder Tabletten bei starken Symptomen
- Kratzen der Wunde möglichst vermeiden
- Behandlung durch Ärzt:in nur bei starker Eiterbildung erforderlich

Die Hinweise des Regionalverband-Gesundheitsamts:
- Dusche und normale Hautcreme sorgen für "baldige Linderung"

Zu den präventiven Maßnahmen gehören nach DRK-Angaben etwa:
- Wiesen meiden, auf denen sich Nutz- und Haustiere aufhalten
- Beine beziehungsweise nackte Füße mit Insektenabwehrmittel besprühen
- Rasen mähen (einmal pro Woche)

Woher kommen Grasmilben so plötzlich?

Laut DRK-Webseite kommen die Grasmilben "im Frühjahr aus dem Boden und bleiben bis zum Spätherbst aktiv". Für die Bisse sorgen den Angaben zufolge die etwa 0,2 bis 0,3 Millimeter großen Larven der Grasmilbe. Oft seien sie "blass orange eingefärbt und sehr beweglich".

Üblicherweise seien Haus- oder Nagetiere die "bevorzugten Opfer der Larven", so das DRK. Menschen würden eher bei einem zufälligen Kontakt befallen. Das geschieht etwa über die Spitze eines Grashalmes. Dort warten die Spinnentierchen - ähnlich wie Zecken - auf ihre potenziellen Opfer, heißt es. Die Grasmilben-Larven suchen sich dann meist "feuchte, warme Stellen auf der Haut", beispielsweise im Bereich der Kniekehle.

Verwendete Quellen:
- Facebook-Gruppe "Ich bin aus Brebach (Info Gruppe)"
- Facebook-Seite "Regionalverband Saarbrücken"
- Facebook-Seite "DRK-Ortsverein Saarburg e.V."
- Webseite "DRK-Ortsverein Saarburg e.V."
- Saarbrücker Zeitung
- eigener Bericht

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Patryk Kubek

In diesen Bereichen braucht ihr noch einen negativen Corona-Test

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Im Saarland kann man sich an Hunderten Stellen kostenlos auf das Coronavirus testen lassen. Foto: Martin Schutt/dpa-Bildfunk

Sommer in Deutschland: Die Sonne strahlt, die deutsche Nationalmannschaft begeistert und Corona scheint (vorerst) besiegt. Fast wirkt es so, als sei alles wie immer. Doch die Menschen müssen weiterhin mit Einschränkungen leben. Eine davon ist die Corona-Testpflicht. Die wurde in den vergangenen Wochen zwar schon deutlich gelockert. In einigen Bereichen gilt sie aber immer noch.

Rechtsverordnung im Saarland

Die Corona-Vorschriften im Saarland regelt die sogenannte "Verordnung zur Änderung infektionsrechtlicher Verordnungen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie". In ihrer neusten Fassung gilt sie seit dem 10. Juni und tritt offiziell an diesem Donnerstag (24. Juni 2021) außer Kraft. Natürlich wird es auch danach Corona-Einschränkungen geben. Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) hat aber bereits Lockerungen "voraussichtlich im Zwei-Wochen-Rhythmus" angekündigt. Welche das sind, ließ der Politiker offen. Auch ist unklar, ob weitere Öffnungsschritte schon in der neuen Rechtsverordnung gegangen werden.

Hier gilt die Testpflicht noch

In manchen Bereichen müssen die Saarländer:innen nachweisen, dass sie nicht mit Sars-CoV-2 infiziert sind. Tests können sie an Hunderten Stellen im Bundesland machen. Der Nachweis darf in den meisten Fällen höchstens 24 Stunden alt sein und muss den Anforderungen des Robert-Koch-Instituts entsprechen. Sogenannte Selbsttests, die zu Hause durchgeführt werden können, zählen nicht. Hier werden noch Tests benötigt:

Innengastronomie

Wer den Innenbereich einer Gaststätte besuchen will, benötigt einen negativen Test. Maximal zehn Personen dürfen an einem Tisch sitzen. In der Außengastronomie wird kein Nachweis benötigt.

Schulen und Uni

An Grund-, Förder-, Gemeinschafts- und den beruflichen Schulen sowie in Gymnasien gibt es für Schüler:innen und Lehrkräfte eine Testpflicht zweimal pro Woche. Auch gilt die Testpflicht an der Universität, der Hochschule für Technik und Wirtschaft, der Hochschule der Bildenden Künste und der Hochschule für Musik.

Körpernahe Dienstleistungen

Bei körpernahen Dienstleistungen, bei denen nicht dauerhaft eine Maske getragen werden kann, gibt es eine Testpflicht. Sie gilt aber nicht bei der Erbringung medizinischer oder therapeutischer Leistungen. In Friseursalons gilt die Pflicht ebenfalls nur, wenn nicht die ganze Zeit Maske getragen werden kann, zum Beispiel bei Bartrasuren.

Sport

Kontaktsport im Außenbereich, kontaktfreier Sport im Innenbereich und Kontaktsport im Innenbereich sind erlaubt, wenn alle Teilnehmenden negativ getestet sind.

Hotels

Bei der Anreise müssen Hotel-Gäste einen aktuellen, negativen Corona-Test vorzeigen. Bei mehrtägigen Aufenthalten ist der Nachweis alle 48 Stunden erneut zu erbringen. Das Gleiche gilt bei der Durchführung von touristischen Reisebusreisen, Schiffsreisen oder ähnlichen Angeboten.

Veranstaltungen

Events können im Saarland stattfinden - im Freien mit bis zu 250 Besucher:innen und in Innenräumen mit bis zu 100. Veranstaltungen mit mehr als 20 Personen müssen der Ortspolizeibehörde gemeldet werden. Besucher:innen brauchen einen negativen Test.

Weitere Bereiche

Die Testpflicht gilt im Saarland auch hier:
- Freizeitparks und Anbieter von Freizeitaktivitäten im Außenbereich
- Theater
- Konzerthäuser
- Opernhäuser
- Kinos
- Fitnessstudios oder vergleichbare Sporteinrichtungen
- Wettannahmestellen privater Anbieter
- Strandbäder, Freibäder, Schwimm- und Spaßbäder
- Thermen
- Saunen
- Spielhallen und Spielbanken
- Krankenhaus-Besuche
- stationäre Einrichtungen für Menschen mit Pflege- und Unterstützungsbedarf und Menschen mit Behinderung
- Musik-, Kunst- und Schauspielunterricht
- Pflegeschulen

Geimpfte und Genesene brauchen keine Tests

Seit Anfang Mai sind zwei Personengruppen von der Testpflicht befreit: Zum einen die Gruppe der Geimpften (dabei muss die zweite Impfung mindestens zwei Wochen her sein) und die Gruppe der Genesenen (die Infektion darf höchstens sechs Monate her sein und der letzte PCR-Test muss mindestens 28 Tage alt sein).

Verwendete Quellen:
- Corona-Rechtsverordnung des Saarlandes
- eigene Berichte

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Chance für Saar-Firmen: go-digital übernimmt Kosten für Shop oder Website

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Digital neue Geschäftsfelder erschließen: Ein Online-Shop kann zum Beispiel neue Kunden anlocken oder neue Absatzmärkte erschließen. Foto: Jenko Ataman

Die Corona-Krise hat Firmen vor Augen geführt, wie wichtig gute digitale Lösungen sind. Sei es die Online-Terminvergabe, ein Shop, eine informative Website oder ein guter Socialmedia-Auftritt. Damit gelingt es Unternehmen, mit ihren Kunden in Kontakt zu bleiben, Abhol-, Lieferdienste oder Click & Collect zu organisieren und Präsenz zu zeigen.

Mehr Infos zur Förderung

Das Bundeswirtschaftsministerium greift Firmen bei diesen Investitionen unter die Arme. Das Programm go-digital fördert Projekte mit bis zu 50 Prozent der Gesamtsumme. Maximal übernimmt das Ministerium 16.500 Euro.

Im Mittelpunkt von go-digital stehen kleine und mittlere Unternehmen, die jetzt wichtige Digitalisierungsschritte gehen müssen: Die Firmen dürfen maximal 99 Mitarbeiter und nicht mehr als 20 Millionen Euro Umsatz im vergangenen Jahr erzielt haben.

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Beliebter Service: Kunden schätzen die Möglichkeit Termine direkt online buchen zu können. Foto: ra2 studio

Wie können Unternehmen im Saarland profitieren?

Was können Unternehmen im Saarland tun, um mit dieser Entwicklung Schritt zu halten? Klar ist: Viele müssen digital nachlegen. Ihre Präsenz verbessern, neue Wege gehen. Corona hat vieles beschleunigt. go-digital fördert diese Investitionen.

Mehr Infos zur Förderung

Kunden binden: Eine professionelle Website, ein Shop oder digitales Marketing helfen dabei, mit Kunden in Kontakt zu bleiben. Das sichert langfristig Umsatz.

Neue Kunden gewinnen: 90 Prozent der Kunden in den kaufrelevanten Zielgruppen informieren sich vor einer Kaufentscheidung oder einer Anbietersuche zuerst digital. Eine gut gemachte Website dient hier als wichtiger Erstkontakt.

Konkurrenzfähig bleiben: Für lokale Händler gilt: Attraktiv bleiben, auf sich aufmerksam machen. Online-Marketing, zum Beispiel über Google und Facebook, ist deutlich günstiger und meist effizienter als klassische Werbemaßnahmen.

Förderung für Shop, Website, Marketing

Für die digitale Markterschließung ist im Saarland die Agentur N49 qualifiziert. Die Experten für Webdesign und digitales Marketing sitzen in der Saarbrücker Gutenbergstraße.

Mehr Infos zur Förderung 

"Beratungstermine finden aktuell vor allem unkompliziert per Videokonferenz statt", sagt Christian Lauer, Chef der Digitalagentur. Termine können ganz unkompliziert über die Website gebucht werden. "Die Erstberatung ist selbstverständlich kostenlos", sagt Christian Lauer. "Nach 30 Minuten können wir sagen, ob eine Förderung durch das go-digital-Programm möglich ist und in welche Richtung es gehen kann." Damit möglichst viele Saar-Unternehmen die Chance haben, das Förderprogramm zu nutzen, hat N49 kürzlich auch im Rahmen eines Webinars bei IHK Rgional über go-digital informiert.

Das go-digital-Programm fördert den Aufbau einer professionellen Website, die Einführung eines Online-Shops, Digitales Marketing (z.B. Google, Facebook, Socialmedia etc.) sowie die Entwicklung einer grundsätzlichen Online-Marketing-Strategie.

Mehr als 100 Unternehmen bisher beraten

Seit Januar hat die Saarbrücker Agentur rund 100 Unternehmen zu go-digital beraten. Zu den Kunden der Saarbrücker Agentur gehören kleinere und mittlere Unternehmen, genauso wie saarländische Städte und Gemeinden, Verbände oder Ministerien.

"Wir analysieren gemeinsam mit unseren Kunden den Bedarf und definieren die Schritte für eine erfolgreiche, digitale Umsetzung", sagt Manuel Trutter. Er leitet die Digitalberatung bei N49. Insgesamt kümmern sich 35 Agenturmitarbeiterinnen und -mitarbeiter um die Kunden. "Digitalisierungsideen finden wir eigentlich immer", sagt Manuel Trutter, "wenn wir es schaffen, ein saarländisches Unternehmen ein Stück zukunftsfähiger zu machen, freut uns das besonders."

Mehr Infos zur Förderung 

Damit nicht nur Amazon & profitieren

In der aktuellen Krise profitieren aktuell die großen Online-Händler. Amazon hat kürzlich aktuelle Zahlen veröffentlicht: Der Gewinn von Amazon hat sich während der Corona-Krise verdoppelt. Kunden gewöhnen sich an die Vorteile des Online-Shoppings. 50% der Menschen haben im Jahr 2020 Produkte im Internet gekauft, die sie zuvor noch nie online kauften. Plötzlich liebgewonnene Gewohnheiten legen Kunden wahrscheinlich auch nach der Krise nicht mehr so leicht ab. Das sollte nicht so bleiben. Deshalb unterstützt go-digital insbesondere kleine und mittlere Unternehmen. 

Kontakt:

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N49 Agentur für Konzept und Performance GmbH
Gutenbergstraße 11-23
66117 Saarbrücken

www.n49-beratung.de

hallo@n49.de
Tel. 0681 502-3633

Bürozeiten: Mo - Fr 9:00 - 17:00 Uhr

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Saarlouiser Polizei und Passant retten völlig erschöpftes Wildschwein-Baby von Landstraße

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Hier zu sehen: das Jungtier und eine Polizistin. Foto: Polizei Saarlouis

Frischling auf Landstraße gesichtet

Am Montag (21. Juni 2021) hat ein Passant auf einer Landstraße zwischen Wallerfangen und Rehlingen ein junges Wildschwein gesichtet. "Das Tier, welches nur wenige Tage alt war, lag völlig erschöpft am Rand eines Parkplatzes", so die Angaben der Polizei.

Von dem Muttertier und der Rotte war keine Spur. Daher habe sich der Helfer entschieden, das Wildschwein-Baby mit einem Korb abzudecken und die Polizei zu verständigen.

Frischling gerettet

"Um es vor der Hitze zu schützen, wurde das entkräftete Tier durch die eingesetzten Beamten in den klimatisierten Funkstreifenwagen gesetzt", hieß es. Auch sei der zuständige Jagdpächter verständigt worden.

Nach etwas Erholung im Streifenwagen taute der kleine "Racker" nach Angaben der Einsatzkräfte "regelrecht auf und tobte altersgerecht herum". Verletzungen habe man daher ausschließen können.

Jungtier zu Bauernhof gebracht

Der herbeigerufene Jäger brachte das Jungtier zu einem Bauernhof nach Wallerfangen-Ittersdorf, so die Beamt:innen weiter. "Dort wird es nun aufgepäppelt".

Verwendete Quellen:
- Mitteilung der Polizeiinspektion Saarlouis, 21.06.2021

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Patryk Kubek

Warnung vor Eichenprozessionsspinner im Saarland

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Die Haare der Raupe werden über den Wind weitergetragen. Foto: Bernd Thissen/dpa-Bildfunk

Der Landesbetrieb für Straßenbau (LfS) warnt in einer aktuellen Mitteilung vor den Raupen des  Eichenprozessionsspinners. Sie können derzeit insbesondere im Umfeld von Mitfahrerparkplätzen und Rastanlagen auftreten, hieß es am heutigen Montag (21. Juni 2021).

Eichenprozessionsspinner: Befall im Saarland

Die Nester der Raupen sind im Zeitraum von Ende Mai bis Oktober an Bäumen zu finden. Betroffen sind Eichen im Bereich der Astwinkel, aber auch der Stamm. Gerade an Orten mit vielen Besucher:innen, wie zum Beispiel auf Parkplätzen, Gehwegen und im Umfeld von Bundes- und Landesstraßen stellen die Eichenprozessionsspinner eine Gefährdung dar. Die Haare der Raupen sind giftig und können zu körperlichen Reaktionen in Form von Hautreizungen (Pusteln mit starkem Juckreiz) und Schleimhautreizungen bis hin zu Atemnot führen.

Von Nestern fernhalten

Befallene Bereiche können an den LfS gemeldet werden. Der stellt entsprechende Warnschilder auf und sperrt das Areal ab. Fachfirmen werden dann beauftragt, die Nester zu beseitigen. Bürger:innen sind aufgerufen, sich von den bereits abgesperrten Bereichen unbedingt fernzuhalten und auf keinen Fall mit den Raupen beziehungsweise den Nestern in irgendeiner Form in Kontakt zu kommen. Gerade die Haare der Raupen können über weite Strecken vom Wind getragen werden. Daher sollten noch nicht abgesperrte Bereiche mit Befall gemieden werden.

Auch Grasmilben sorgen derzeit für Juckreiz

Ende vergangener Woche hatte die Gemeinde Wadgassen eindringlich vor dem Eichenprozessionsspinner gewarnt. Derzeit gebe es eine "akute Gefahr" und einen "noch nie dagewesenen Befall", schrieb Bürgermeister Sebastian Greiber (SPD). Die Raupe ist derzeit nicht das einzige, was im Saarland für Juckreiz sorgt. Auch die Grasmilben sind aktuell unterwegs und plagen die Bürger:innen in allen Landesteilen.

Verwendete Quellen:
- Mitteilung des Landesbetriebs für Straßenbau, 21.06.2021
- eigene Berichte

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Fridays for Future demonstriert gegen "miserablen" Umbau der Dudweiler Landstraße

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Der Umbau der Dudweiler Landstraße in Saarbrücken sei laut Fridays for Future Saarland "miserabel" für Radfahrer:innen. Foto: BeckerBredel

Die Aktivist:innen von Fridays For Future Saarland und dem ADFC Saar werfen dem Saarbrücker Oberbürgermeister Uwe Conradt (CDU) in Sachen Verkehrswende "Versagen auf ganzer Linie" vor. Es werde wieder einmal alles fürs Auto, aber nichts fürs Fahrrad getan

Umbau der Dudweiler Landstraße sei "miserabel"

Nach Ansicht der Initiative ist der Umbau der Dudweiler Landstraße zwischen Zollamt und Bauhaus "miserabel". Die Fahrradwege seien auf den Zentimeter genau in der gesetzlichen Mindestbreite angelegt, während die Spuren für motorisierten Verkehr viel breiter als notwendig seien.

Viele Gefahrenstellen für Radfahrer:innen

Bekannte Gefahrenstellen seien zudem nicht behoben worden. So endet der Fahrradweg in der Dudweiler Landstraße weiterhin im Nichts. Es bestehe darüber hinaus eine noch größere Gefahr "von herannahenden Autos von hinten umgemäht zu werden", da an der gefährlichsten Stelle die Grünphase der Autos viel zu früh einsetze. 

Damit nicht genug. Die Fahrräder müssten sich erneut mit Bussen "um die gemeinsame Spur streiten". Dies führe nicht nur zu Frust auf beiden Seiten, sondern bringe auch ein erhebliches Unfallrisiko mit sich, da Radfahrer:innen und Busse sich gegenseitig ausweichen müssen. 

"Wie sollen sich unter diesen Umständen mehr Menschen aufs Fahrrad trauen?", fragen die Aktivist:innen. An den Oberbürgermeister haben sie eine klare Botschaft: "Setzen, sechs, Herr Conradt!"

Verwendete Quellen:
- Fridays for Future Saarland auf Facebook

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Payback-Punkte bald bei Globus sammeln

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Bei Globus können bald Payback-Punkte gesammelt werden. Foto: Payback/Presseportal

Ab dem 26. Juli 2021 gibt es bei einem Einkauf bei Globus auch Payback-Punkte. Diese können auch direkt an der Kasse eingelöst werden. "Wir sind davon überzeugt, unseren Kund:innen mit Payback zusätzlichen Mehrwert zu bieten und freuen uns über den baldigen Start der vertrauensvollen Zusammenarbeit", so Jochen Baab, Sprecher der Geschäftsführung Globus SB-Warenhaus.

"Mein Globus" und "Payback" parallel nutzbar

"Unsere Kund:innen behalten durch die Kooperation weiterhin alle Vorteile des 'Mein Globus'-Kundenbindungsprogramms und erhalten zudem die Möglichkeit, ihre Punkte individuell auf unterschiedlichen Wegen einzulösen", erklärte Baab. Globus sei der erste Händler, der das eigene Programm mit Payback verbinde. Kund:innen können die Angebote miteinander verknüpfen und so zahlreiche Vorteile und weitere Angebote nutzen. 

Mehrfach-Punkte zum Start und weitere Sonderaktionen

Zum Start von Payback bei Globus gibt es in allen Filialen eine Aktion mit Mehrfach-Punkten. "Das Punktevolumen von Payback wird zum Vorteil aller Kund:innen kräftig wachsen, denn sie können mit Coupons und zusätzlichen Sonderaktionen ihr Payback-Konto noch schneller füllen als bisher. Das macht den Einkauf im gesamten Partnerverbund noch attraktiver als bisher", so Payback-Geschäftsführer Bernhard Brugger. Globus sei ein wichtiger Partner für das Programm. 

Auch per App Punkte sammeln

In Deutschland sammeln bereits mehr als 31 Millionen Menschen bei rund 680 Shops online wie offline Payback-Punkte. Das geht auch per App, die Sammeln, mobiles Bezahlen und Coupons bündelt. Mehr als zehn Millionen Menschen nutzen die Anwendung.

Verwendete Quellen:
- Pressemitteilung von Globus

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Saarland-Nachrichten: Die wichtigsten Meldungen vom Montag

Nur ein neuer Corona-Fall im Saarland

Das RKI meldet einen neuen Corona-Fall im Saarland. Alle aktuellen Daten mit den Inzidenzen aus den Landkreisen: "Corona im Saarland aktuell: Inzidenz in Landkreisen und RKI-Zahlen heute (21. Juni 2021)".

In diesen Bereichen braucht ihr noch einen negativen Corona-Test

Trotz niedriger Corona-Inzidenzen gibt es in einigen Bereichen im Saarland noch die Testpflicht. Einen Nachweis braucht ihr hier: "In diesen Bereichen braucht ihr noch einen negativen Corona-Test".

Grasmilben plagen das Saarland - Juckreiz und Hautrötungen

Grasmilben sorgen bei den Menschen im Saarland derzeit für Hautrötungen, Juckreiz - und teils schlaflose Nächte. Doch woher kommen die kleinen Spinnentierchen? Und was kann man gegen ihre quälenden Bisse tun? Die wichtigsten Informationen dazu findet ihr in dieser Übersicht: "Grasmilben plagen das Saarland - Juckreiz und Hautrötungen".

Warnung vor Eichenprozessionsspinner im Saarland

Neben den Grasmilben gibt es derzeit eine weitere, regelrechte Plage in der Natur: die Raupen des Schmetterlings Eichenprozessionsspinner. Im Gegensatz zu den Milben können die Larven für den Menschen sehr gefährlich werden: "Warnung vor Eichenprozessionsspinner im Saarland".

Warum der Streit bei den Saar-Grünen bis vor das Bundesschiedsgericht gehen könnte

Nach Einschätzung der kommissarischen Landesgeschäftsführerin der saarländischen Grünen könnten die Personalquerelen beim Parteitag zum Bundesschiedsgericht der Partei führen. Die Details dazu: "Warum der Streit bei den Saar-Grünen bis vor das Bundesschiedsgericht gehen könnte".

Sozialverband fordert mehr bezahlbaren Wohnraum im Saarland

Im Rahmen eines Aktionstags in Saarbrücken hat der Sozialverband VdK Saarland Pläne für mehr bezahlbaren Wohnraum gefordert. Derzeit gebe es nur noch 560 Sozialwohnungen im Bundesland. Mehr: "Sozialverband fordert mehr bezahlbaren Wohnraum im Saarland".

Fridays for Future demonstriert gegen "miserablen" Umbau der Dudweiler Landstraße

Die "Fridays For Future" Initiative im Saarland hat gegen die Verkehrsführung an der umgebauten Dudweiler Landstraße in Saarbrücken demonstriert. Die Stadt habe die Bedürfnisse von Fahrradfahrer:innen außer Acht gelassen: "Fridays for Future demonstriert gegen 'miserablen' Umbau der Dudweiler Landstraße".

So süß ist der Nachwuchs im Merziger Wolfspark

Der Wolfspark in Merzig freut sich über den ersten Nachwuchs seit fast zehn Jahren. Die Polarwolf-Welpen gedeihen prächtig - aber dürfen sie auch schon Besuch empfangen? Der gesamte Artikel: "So süß ist der Nachwuchs im Merziger Wolfspark".

Unbekannte stürzen in Freisen Kompressor-Anhänger von Brücke auf L315

Nach Angaben der Polizei ist es in Freisen-Asweiler zu einem "nicht alltäglichen Fall von Vandalismus" gekommen. Unbekannte haben hier einen gesamten Kompressor-Anhänger von einer Brücke auf die L315 gestürzt. Die Beamt:innen bitten in diesem Zusammenhang um Hinweise: "Unbekannte stürzen in Freisen Kompressor-Anhänger von Brücke auf L315".

Weitere Blaulicht-Meldungen:
- Autofahrer erfasst Zwölfjährigen in St. Ingbert - Junge leicht verletzt
- Polizei Saarbrücken schnappt Hundesteuer-Sünder
- Saarlouiser Polizei und Passant retten völlig erschöpftes Wildschwein-Baby von Landstraße

Was wirklich in die Gelbe Tonne gehört

Mülltrennen ist zwar gar nicht so einfach - doch die Mühe wert. So werden große Mengen Wertstoffe jährlich wieder in den Kreislauf gebracht. Die wichtigsten Informationen dazu: "Trennen ja, Stapeln nein: Das gehört wirklich in die Gelbe Tonne".

Völklinger City Open Airs starten im Juli mit neuem Standort

Nach einer Corona-Zwangspause im vergangenen Jahr finden die Völklinger City Open Airs 2021 wieder statt. Neu ist in diesem Jahr der Standort. Der ganze Artikel: "Völklinger City Open Airs starten im Juli mit neuem Standort".

Payback-Punkte bald bei Globus sammeln

Im kommenden Monat beginnt bei Globus die Partnerschaft mit dem Bonusprogramm Payback. Dann können Kund:innen bei ihrem Einkauf in den Märkten auch Punkte sammeln. Mehr: "Payback-Punkte bald bei Globus sammeln".

Arbeitskammer fordert gemeinsame Strategie und mehr Investitionen im Saarland

Die Arbeitskammer des Saarlandes plädiert in ihrem Jahresabschlussbericht für eine gemeinsame Entwicklungsstrategie für das Bundesland. Zudem brauche es Investitionen statt Schuldenbremse. Weitere Informationen: "Arbeitskammer fordert gemeinsame Strategie und mehr Investitionen im Saarland".

 

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Die wichtigsten Nachrichten aus dem Saarland vom heutigen Donnerstag (1. Juli 2021) gibt es auf SOL.DE. Foto: BeckerBredel

Verwendete Quellen:
- eigene Berichte

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Trennen ja, Stapeln nein: Das gehört wirklich in die Gelbe Tonne

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30 Prozent der Materialien in der Gelben Tonne sind falsch entsorgte Abfälle. Foto: Caroline Seidel/dpa-Bildfunk

So richtig bis ins letzte Detail kann wohl niemand sagen, was jetzt alles in die Gelbe Tonne gehört - und was nicht. Immer wieder landen dort Dinge, die nicht hineingehören, oder Wertstoffe landen im Restmüll.

30 Prozent falsch entsorgt

Zwar geben rund 90 Prozent der Deutschen an, zu wissen, dass das richtige Trennen von Verpackungen und Restmüll eine wichtige Voraussetzung für das Recycling ist. Das zeigt eine YouGov-Umfrage im Auftrag der Initiative "Mülltrennung wirkt". Doch im Schnitt sind 30 Prozent der gesammelten Materialien in der Gelben Tonne und im Gelben Sack falsch entsorgte Abfälle.

Richtiges trennen wichtig

Schade, denn korrekt getrennter Müll kann in großen Teilen wiederverwertet werden. Im Gegensatz zum Restmüll, der verbrannt wird. Wer also richtig trennt, trägt zumindest ein wenig zum Einsparen wertvoller Ressourcen bei.

Was gehört also in die Gelbe Tonne?

Zum Beispiel sogenannte Leichtverpackungen, also Getränkekartons, Joghurtbecher, Konservendosen oder leere Zahnpastatuben. "Nicht ausspülen, aber restentleeren", sagt Eva Katharina Hage, Nachhaltigkeitsexpertin bei der Verbraucherzentrale Berlin.

Deckel von Becher trennen - nicht stapeln

Wichtig: einzelne Verpackungsbestandteile voneinander trennen. Joghurtbecher und Deckel pflückt man vorher auseinander. "Die Sortieranlage kann das nicht voneinander trennen", so Hage. Hat der Joghurtbecher eine Papierbanderole, kommt die noch mal extra in den Papierabfall. Platz sparen ist erlaubt: Getränkekartons kann man zusammenfalten. Joghurtbecher soll man aber nicht ineinanderstapeln.

Das kommt nicht in die Tonne

Verpackungen aus Papier, Pappe, Karton oder Glas hingegen gehören nicht in die Gelbe Tonne, sondern werden extra entsorgt. Auch DVDs oder alte Videokassetten gehören nicht in die Gelbe Tonne. "Die sind ein Störfaktor und können sich in den Sortierbändern verheddern", erklärt Eva Katharina Hage.

Wird all das tatsächlich so gemacht?

"Zum großen Teil leider nicht", sagt die Verbraucherschützerin. "Manche sagen, am Ende komme sowieso alles in eine Tonne. Das stimmt nicht. Es wird alles bestmöglich sortiert und weiterverwendet." Was aber im Restmüll landet, ist verloren.

Und was entsteht aus dem recycelten Gelbmüll?

Nach Angaben der Initiative "Mülltrennung wirkt" entstehen daraus zum Beispiel Folien, Blumentöpfe oder Farbeimer. Dieses Recycling ist keine neue Idee: Noch heute seien rund drei Viertel des seit 1888 produzierten Aluminiums im Umlauf. Durch das Recycling wird zudem weniger CO2 in die Luft geblasen und Energie gespart. Auch die Transportwege für kostbare Rohstoffe aus anderen Ländern entfallen. Berechnungen der Hochschule Magdeburg-Stendal zeigen laut Initative, jede Tonne Recyclingkunststoff kann zwischen 1,5 und 3,2 Tonnen klimarelevanter Treibhausgase vermeiden - wenn diese statt vergleichbarer Neuware eingesetzt wird.

Verwendete Quellen:
- Deutsche Presse-Agentur

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Völklinger City Open Airs starten im Juli mit neuem Standort

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Die Völklinger City Open Airs gehen 2021 wieder an den Start. Foto: Facebook/@CityOpenAir

Völklinger City Open Airs finden 2021 statt

"Nach einer coronabedingten Zwangspause im vergangenen Jahr können in diesem Jahr die Völklinger City Open Airs wieder voll starten", heißt es in einer Mitteilung der Pressestelle der Stadt Völklingen vom Montag (21. Juni 2021). Los geht's mit der Eventreihe am Freitag (9. Juli 2021), ab 19.00 Uhr, mit "The Gambles".

Neuer Standort

Neu sei in diesem Jahr der Standort. "Um die Vorgaben der Corona-Rechtsverordnung einhalten zu können, findet die Veranstaltungsreihe in diesem Jahr auf dem Zimmerplatz des Weltkulturerbes statt", so Oberbürgermeisterin Christiane Blatt (SPD). Für 2022 sei "die Rückkehr in den angestammten Pfarrgarten geplant".

Das Programm

Zum Programm des Völklinger City Open Airs 2021 macht die Pressestelle der Stadt folgende Angaben:
- 9. Juli 2021: The Gambles
- 15. Juli 2021: Five4Fun
- 22. Juli 2021: Tonsport
- 29. Juli 2021: Dynamic Lounge
- 5. August 2021: Magic
- 12. August 2021: Elliot
- 19. August 2021: Glitter Gang
- 26. August 2021: Mama said

Corona-Regeln für Besuche

Für Besuche der Veranstaltungen gilt es einige Corona-Regeln zu beachten. "Der Besuch der Konzerte setzt aus Hygieneschutzgründen einen Nachweis über ein negatives PoC-Antigen-Testergebnis der letzten 24 Stunden, eine vollständige Impfung (letzte Impfung muss mindestens 14 Tage zurückliegen) oder eine mindestens 28 Tage, maximal aber 6 Monate zurückliegende Corona-Infektion voraus", so die Stadt-Pressestelle.

Den Angaben zufolge ist "die Anzahl der Plätze stark begrenzt". Anmeldungen sind über das Formular im Veranstaltungskalender auf der Internetseite der Stadt Völklingen möglich. Der Eintritt ist kostenlos.

Verwendete Quellen:
- Mitteilung der Pressestelle der Stadt Völklingen, 21.06.2021

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So süß ist der Nachwuchs im Merziger Wolfspark

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Tatjana Schneider leitet den Wolfspark. Foto: Oliver Dietze/dpa-Bildfunk

Sie sind noch klein, können aber schon richtig gut heulen: Wenn Tatjana Schneider das Gehege der drei Polarwolf-Welpen betritt, strecken die hellgrauen Weibchen ihre Hälse in die Höhe und begrüßen die Wolfsexpertin lautstark mit Fiepsen und mit "Auuuuu...". Schneider erwidert die Töne, legt sich zu den Welpen und krault sie am Hals und Rücken. Gerade mal sieben Wochen alt sind Anyu, Nova und Yuki. "Am Anfang steht die Bindung der Welpen untereinander und zu mir", sagt die Leiterin des Wolfsparks Werner Freund in Merzig.

Erster Nachwuchs seit fast zehn Jahren

Die Freude ist groß, ist es doch der erste Nachwuchs seit fast zehn Jahren. "Den letzten hatten wir 2012 bei den mongolischen Wölfen", erzählt Schneider, die rund um die Uhr für die Welpen da ist. Anfangs gab es noch alle zwei bis drei Stunden Fläschchen mit Milch. "Das brauchen sie jetzt nicht mehr. Jetzt knabbern sie auch Kalbsbein, Keule oder ein Stück Rinderherz."

Trotz Pille Welpe geboren

Yuki (japanisch für Schnee) war eine Überraschung. Sie wurde in Merzig im Park geboren - obwohl die Mutter-Wölfin die Pille zur Empfängnisverhütung bekam. Die anderen beiden kamen aus einem Tierpark in Sachsen Mitte Mai dazu. "Sie toben wie verrückt", erzählt Schneider. Am liebsten morgens zwischen 03.00 und 5.00 Uhr. Yuki hätte auch in ihrem Rudel im Park bleiben können. "Ich habe sie aber rausgeholt, damit sie die Fähigkeiten mit den anderen Geschwistern lernt."

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Die Wölfe sollen bald für Besucher:innen zu sehen sein. Foto: Oliver Dietze/dpa-Bildfunk

Darum ist der Park etwas Besonderes

Fünf bis sechs Monate bleibt der Nachwuchs zusammen, dann soll jedes Tier ein eigenes Gehege bekommen. Insgesamt 19 Wölfe zählt der Park auf einer Fläche von zwölf Hektar. "Unsere Art und Weise ist weltweit etwas Besonderes", sagt die 52-Jährige. "Bei uns führen die Wölfe ihr eigenes Leben." Es gebe "keine Spaziergänge mit Wölfen an der Leine" oder "Anheulen des Vollmonds um Mitternacht mit 40 Leuten im Park".

Schneider ist "Überlebensperson" für Wölfe

In ihren Gehegen könnten die Tiere auch auf Jagd gehen: Maulwürfe, Eichhörnchen, Waldtauben, Waldhasen und Kaninchen. Aber tote Tiere wie Schafe, Kälber oder Ziegen, die sie oft von Bauern oder Jägern bekäme - die bringe Schneider in die Gehege. "Deshalb ist auch die Vertrauensbasis zu mir so wichtig." Sie sei deren "Überlebensperson", erklärt die Expertin.

Werner Freund war weltweit bekannt

Schneider hatte nach dem Tod des Parkgründers Werner Freund 2014 die Leitung des Areals übernommen. So war es von dem Tierforscher geplant gewesen, der seit 1993 mit ihr zusammengearbeitet hatte. Freund, ein gebürtiger Hesse, war mit Beobachtungen über sein Zusammenleben mit den Wölfen seit 1977 rund um den Globus bekanntgeworden. "Wir führen die Arbeit in seinem Sinne fort", sagt Schneider, die seit mehr als 25 Jahren bei den Wölfen zu Hause ist. Regelmäßig stimmt die Wolfsexpertin mit den Tieren gemeinsam ein Wolfsgeheul an. "Extra gelernt habe ich es nicht. Ich konnte es direkt." Schneider ist bei der Stadt Merzig angestellt, da dieser der Park gehört.

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Für den Wolfspark ist es der erste Nachwuchs seit fast zehn Jahren. Foto: Oliver Dietze/dpa-Bildfunk

Jedes Tier hat einen eigenen Charakter

Die Beobachtungen mit den Welpen beschreibt Schneider als "unheimlich spannend". Man lerne sehr viel dabei. Interessant sei vor allem, wie stark bereits die einzelnen Charaktere ausgeprägt seien. Auch im Dunkeln beobachte sie die Tiere: Die Nächte verbringen sie zusammen in einer eigenen Hütte. "Meistens legen sie sich zu mir, wenn sie ausgespielt haben. Eines liegt am Kopfende, eines an der Bauchhöhle und eines hinten an meinem Rücken."

Schneider sieht keine Gefahr

Ob die körperliche Nähe nicht gefährlich sei? "Nein, mir ist noch nie etwas passiert." Auch die ausgewachsenen Wölfe springen zur Begrüßung an ihr hoch, lecken ihr Gesicht. "Man muss ihnen mit Respekt und Vertrauen begegnen. Und wenn sie von einem weggehen wollen, muss man sie ziehen lassen."

Bald können sich Besucher:innen die Wölfe anschauen

Noch sind Yuki, Anyu und Nova für Besucher:innen nicht zu sehen. Ab Anfang Juli aber sollen sie abends am Haus vor dem Parkeingang zeitweise in ein Gehege gelassen werden, in das Besucher:innen schauen können. Und ab Oktober - so der Plan - werden die dann weißen Polarwölfinnen ihren festen Platz im zugänglichen Park haben - neben den schwarzen Timberwölfen und den graubraunen europäischen Wölfen.

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Schneider ist für die Tiere eine "Überlebensperson". Foto: Oliver Dietze/dpa-Bildfunk

Bis zu 200.000 Besucher:innen im Jahr

Der Wolfspark zählt im Jahr normalerweise zwischen 150.000 bis 200.000 Besucher:innen. Im Corona-Jahr 2020 war er im März und April geschlossen. Die übrige Zeit konnten Besucher:innen kommen. "Abstand halten ist hier kein Problem", sagte sie.

Park ist Aushängeschild der Wolfsstadt Merzig

Der Wolfspark sei "das touristische Aushängeschild der Stadt", sagt der Sprecher Stephan Fandel. Der Nachwuchs jetzt sei etwas ganz Besonderes. Er ging davon aus, dass die jungen Wölfe zusätzliche Besucher:innen anlocken würden - wenn sie dann zu sehen sind. "Wir sind stolz, den Namen 'Stadt der Wölfe' zu tragen."

Verwendete Quellen:
- Deutsche Presse-Agentur

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Arbeitskammer fordert gemeinsame Strategie und mehr Investitionen im Saarland

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Die Arbeitskammer des Saarlandes fordert mehr Investitionen im Rahmen einer gemeinsamen Transformationsstrategie. Symbolfoto: BeckerBredel

In einem Papier an die Landesregierung hat die Arbeitskammer des Saarlandes gefordert, Themen wie Industriepolitik, Nachhaltigkeit und Wasserstoff in Verbindung mit etwa Mitbestimmung und Weiterbildung anzugehen. 

"Die größte Herausforderung für die Beschäftigung und die Zukunftsfähigkeit des Saarlandes ist die Gestaltung der ökologischen und digitalen Transformation im Land", erklärte der Vorstandsvorsitzende der Arbeitskammer des Saarlandes Jörg Caspar. Durch die Pandemie habe diese wieder an Fahrt aufgenommen. 

Größere finanzielle Handlungsspielräume gefordert

Wie der Hauptgeschäftsführer Thomas Otto erläuterte, kostet eine effektive Transformationspolitik jedoch Geld. Für eine Strategie brauche es größere finanzielle Handlungsspielräume. "Wenn die Corona-Krise überhaupt einen positiven Aspekt hatte, dann wohl den, dass sich ein Fenster für eine aktive Investitionspolitik und ein Umdenken mit Blick auf die Schuldenbremse geöffnet hat." 

Rehlinger: "Investitionen statt Schuldenbremse-Radikalismus"

Auch Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger pflichtete dem bei. "Die Arbeitskammer hat Recht. Das Saarland braucht auf Dauer mehr Investitionen statt Schuldenbremse-Radikalismus", so die SPD-Politikerin. "Wir müssen dauerhaft aus der Spirale ausbrechen, dass in strukturschwachen Regionen wenig investiert wird." Arbeitsplätze entstünden nicht von selbst. "Sondern durch aktive Ansiedlungspolitik und eine ganzheitliche Industriestrategie, die investiert und faire Lohn- und Arbeitsbedingungen unterstützt", so Rehlinger.

Verwendete Quellen:
- Deutsche Presse-Agentur

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Warum der Streit bei den Saar-Grünen bis vor das Bundesschiedsgericht gehen könnte

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Ulrich wurde überraschend auf Listenplatz 1 für die Bundestagswahl gewählt. Foto: dpa-Bildfunk/Oliver Dietze

Saar-Grüne: Querelen könnten Bundesschiedsgericht beschäftigen

Hubert Ulrich ist wieder zurück bei den Grünen im Saarland. Am gestrigen Sonntag (20. Juni 2021) wurde er zum Spitzenkandidaten für die Bundestagswahl gewählt. Dabei sei es "turbulent" zugegangen, wie aus mehreren Medienberichten hervorgeht.

Personalquerelen beim Parteitag könnten womöglich sogar noch das Bundesschiedsgericht der Partei beschäftigen. Laut Nadja Doberstein, der kommissarischen Landesgeschäftsführerin, hätten einige Delegierte angekündigt, die Wahl des früheren Landeschefs Hubert Ulrich zum Spitzenkandidaten für die Bundestagswahl am 26. September anzufechten. Falls sie dann mit einer Entscheidung des Landesschiedsgerichts unzufrieden wären, könnte möglicherweise auch noch das Bundesschiedsgericht eingeschaltet werden.

Turbulenter Landesparteitag in Saarbrücken

Der turbulente Landesparteitag in Saarbrücken zog sich laut Doberstein vom späten Sonntagvormittag bis nach Mitternacht in der Nacht zum Montag hin. Die Kandidatin für Platz eins der Liste für die Bundestagswahl, die bisherige Landeschefin Tina Schöpfer, fiel in drei Wahlgängen durch. Dabei gab es auch Buh-Rufe.

Gewählt wurde stattdessen Ex-Landeschef Hubert Ulrich, nachdem der Parteitag beschlossen hatte, dass auch ein Mann für Listenplatz eins kandidieren konnte, wie Doberstein mitteilte. Das Frauenstatut der Grünen schreibe zwar generell die Besetzung des Spitzenplatzes mit einer Frau vor. "Aber dann teilten sich die Meinungen, ob doch ein Mann kandidieren kann, wenn eine Frau durchgefallen ist", so Doberstein. Ulrich habe sich dabei in einer Kampfabstimmung gegen die Landeschefin der Grünen Jugend, Jeanne Dillschneider, durchgesetzt.

Neue Doppelspitze gewählt

Die gescheiterte Kandidatin Schöpfer stellte sich laut Doberstein danach nicht mehr der Wiederwahl als Landesvorsitzende. Die Delegierten wählten eine neue Doppelspitze ihrer Partei im Saarland: den Fraktionschef der Grünen im Kreistag Saar-Pfalz, Ralph Rouget, und Barbara Meyer-Gluche, Bürgermeisterin in Saarbrücken. Rouget setzte sich dabei in einer Kampfabstimmung gegen Alexander Raphael durch, der Vorsitzender der Grünen in Rehlingen-Siersburg ist. Der bisherige Landeschef Markus Tressel hatte im Februar überraschend seinen Rückzug aus der aktiven Politik angekündigt.

Verwendete Quellen:
- Deutsche Presse-Agentur

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Sozialverband fordert mehr bezahlbaren Wohnraum im Saarland

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Der Aktionstag fand auf der Alten Brücke in Saarbrücken statt. Foto: BeckerBredel

Der Sozialverband VdK Saarland hat von der Landesregierung Pläne für mehr bezahlbaren Wohnraum gefordert. Ein Mietenstopp löse das Problem der steigenden Mieten nur kurzfristig, sagte der Landesgeschäftsführer der VdK, Peter Springborn, am Samstag (19. Juni 2021) bei einem gemeinsamen Aktionstag mit der DGB in Saarbrücken.

Wohnraumfördergesetz gefordert

Momentan gebe es hierzulande nur noch 560 Sozialwohnungen - 2005 waren es noch über 5.000 gewesen. Der Grund: Mehr Wohnungen fallen aus der Mietpreisbindung als neue gebaut werden. Die Saar-Regierung müsse ein landesspezifisches Wohnraumfördergesetz beschließen, fordert der VdK. Damit solle die soziale Wohnraumförderung nachhaltig gesichert werden. "Dieses Gesetz sollte wegen der besonderen Wohnungsstruktur des Saarlandes eigene Schwerpunkte setzen, zum Beispiel die Schaffung von bezahlbarem alters- und behindertengerechten Wohnraum oder die Stärkung öffentlicher Siedlungsgesellschaften", so VdK-Wohnexperte Wolfgang Lerch.

Mehr als die Hälfte der Haushalte in Saarbrücken überbelastet

Anlass des Aktionstages ist eine Studie der Hans-Böckler-Stiftung zur Überbelastung durch hohe Mieten, bei der Saarbrücken auf dem dritten Platz von 77 deutschen Großstädten landet. Als überbelastet gilt, wer inklusive Betriebs- und Heizkosten mehr als 30 Prozent des Haushaltseinkommens für die Miete ausgeben muss. Dies betrifft in Saarbrücken laut der Studie fast 58 Prozent der Haushalte. Mehr als ein Drittel (35,8 Prozent) muss über 40 Prozent des Haushaltseinkommens aufwenden. Bei 15 Prozent der Haushalte fließt sogar die Hälfte des Haushaltseinkommens in die Warmmiete.

Verwendete Quellen:
- Mitteilung des Sozialverbandes Vdk Saarland, 21.06.2021

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Patryk Kubek

Nur ein neuer Corona-Fall im Saarland

Im Saarland ist am heutigen Montag (21. Juni 2021) eine neue Infektion mit dem Coronavirus gemeldet worden. Die Sieben-Tage-Inzidenz beträgt laut Robert-Koch-Institut (RKI) jetzt 11,9 (Vorwoche: 20,7). Die Zahlen sind zu Wochenbeginn meist mit Vorsicht zu interpretieren, weil am Wochenende weniger getestet und gemeldet wird.

Corona-Lage in den Saar-Landkreisen

Keine weiteren Todesfälle registriert

Hierzulande hat es seit Beginn der Pandemie insgesamt 41.383 Fälle gegeben. Am Montag kam kein weiterer Todesfall hinzu. Damit bleibt die Zahl der Menschen, die mit oder an Sars-CoV-2 gestorben sind, bei 1.019. Das RKI schätzt die Zahl der akut Infizierten im Saarland auf 300 und die der Genesenen auf 40.100.

Situation auf den Intensivstationen

Im Moment liegen zehn Menschen mit einer Covid-19-Erkrankung auf den saarländischen Intensivstationen. Laut der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin werden von ihnen acht invasiv beatmet.

Hinweis

Für die Bundes-Notbremse sind die Zahlen des RKI maßgeblich. Die Daten können sich wegen Meldeverzugs von den eigenen Daten der Saar-Kreise unterscheiden. Über die Zahl der Testungen werden keine Angaben gemacht.

Begriffserklärung

Zahl der Fälle: Sie gibt die Gesamtzahl der Fälle im Saarland seit dem ersten Auftreten des Coronavirus an. Sie zeigt damit nicht an, wie viele Menschen zum aktuellen Zeitpunkt mit dem Virus infiziert sind. Genesene und Tote werden aus dieser Zahl nicht herausgerechnet.

Inzidenz: Die Sieben-Tage-Inzidenz gibt an, wie viele Menschen sich gerechnet auf 100.000 Einwohner:innen innerhalb einer Woche mit dem Coronavirus infiziert haben.

Zahl der Toten: Sie zeigt die Gesamtzahl der Menschen an, die an oder mit einer Corona-Infektion gestorben sind. Rechtsmediziner:innen schätzen, dass der überwiegende Teil der Corona-Toten wegen der Infektion verstarb.

Zahl der aktiven Infektionen: Sie gibt an, wie viele Menschen im Moment mit dem Coronavirus infiziert sind. Diese Zahl ist ein Schätzwert des RKI.

Zahl der Genesenen: Der Schätzwert des RKI gibt an, wie viele Menschen mit dem Coronavirus infiziert waren und ihre Infektion mittlerweile wieder überstanden haben. Die Zahl zeigt nicht an, wie viele Menschen an möglichen Spätfolgen (Long-Covid) leiden.

Verwendete Quellen:
- Robert-Koch-Institut
- Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin
- eigene Recherche

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Das RKI hat einen neuen Corona-Fall im Saarland gemeldet. Foto: Niaid/Europa Press/dpa-Bildfunk

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