Dillingen (Saar) Sportveranstaltung, bis 21.06.2018 21:00 Uhr Aufgrund des 14. Dillinger Firmenlaufes kommt es im Innenstadtbereich von Dillingen zu Verkehrsbeeinträchtigungen. Der Durchgangsverkehr wird gebeten, das überörtliche Straßennetz zu benutzen. Für den innerörtlichen Verkehr sind Umleitungsstrecken ausgeschildert und der Verkehr wird durch Polizeibeamte geregelt. Der Schwerlastverkehr sollte nach Möglichkeit für den Zeitraum der Veranstaltung den Innenstadtbereich von Dillingen meiden. Ab 17:50 Uhr kommt es in Diefflen zu einer Vollsperrung der L 143 in Fahrtrichtung Dillingen. Eine Ableitung des Verkehrs erfolgt hier über die L 346. Ab 17:50 Uhr kommt es in Diefflen zu einer Vollsperrung der L 143 in Fahrtrichtung Dillingen. Eine Ableitung des Verkehrs erfolgt hier über die L 346. (13:40)

Priorität: Normal

22°C
Saarbrücken
weather-Saarbrücken
22°C
Saarbrücken
weather-Saarbrücken

HRW: UN mitschuldig an Abschiebung von Afghanen aus Pakistan

Ein afghanisches Flüchtlingskind im pakistanischen Nowshera. Foto: Bilawal Arbab/Archiv

Ein afghanisches Flüchtlingskind im pakistanischen Nowshera. Foto: Bilawal Arbab/Archiv

Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch (HRW) hat den Vereinten Nationen vorgeworfen, mitschuldig an der erzwungenen Rückkehr Hunderttausender afghanischer Flüchtlinge aus Pakistan in ihr vom Krieg zerrüttetes Heimatland zu sein.

Das UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR habe zu rechtswidrigen Methoden der pakistanischen Behörden nicht nur geschwiegen, sondern auch das Rückführungs-Programm afghanischer Flüchtlinge aktiv vorangetrieben, hieß es in einem am Montag veröffentlichten 77-seitigen Bericht. Das UNHCR habe so sein Mandat, Flüchtlinge zu schützen, aufgekündigt und Pakistans Rechtsbrüche unterstützt. Damit mache es sich mitschuldig.

Pakistan hatte seit den 80er Jahren Millionen Afghanen beherbergt, die vor den Kriegen und Bürgerkriegen im Nachbarland geflohen waren. Unter anderem wegen zunehmender Spannungen zwischen der afghanischen und pakistanischen Regierung waren 2016 rund 600 000 Afghanen aus Pakistan nach Afghanistan zurückgekehrt - oft unfreiwillig. HRW nennt dies in seinem Bericht «die größte rechtswidrige Zwangsabschiebung von Flüchtlingen in jüngerer Zeit».

Pakistan war im vergangenen Jahr von vielen Seiten kritisiert worden für die Methoden, mit denen es die Afghanen im Land zur Massenausreise bewegt hat. HRW schlägt nun in dieselbe Kerbe und führt eine «toxische Mischung» aus Abschiebedrohungen, täglichen Misshandlungen durch die Polizei, willkürlichen Festnahmen, zunehmend mehr Unsicherheit hinsichtlich des Aufenthaltsstatus' oder Ausschluss von afghanischen Kindern von Schulbildung an.

Pakistan breche damit den völkerrechtlichen Grundsatz der Nichtzurückweisung von Menschen, der auch die Rückführung von Flüchtlingen in Länder verbiete, in denen ihr Leben bedroht sei.

Die Kritik am Flüchtlingshilfswerk der Vereinen Nationen (UNHCR) ist neu. Nicht ein Mal habe das UNHCR öffentlich darauf aufmerksam gemacht, dass die Rückkehrer vor allem aus Angst vor Abschiebung fliehen würden und weil die Polizei sie misshandele. Hinter den Kulissen Besorgnis über einzelne Fälle zu äußern, sei eine beklagenswert unzureichende Reaktion auf die weit verbreiteten Misshandlungen Hunderttausender Afghanen.

Das UNHCR habe außerdem nicht sicher gestellt, dass die Menschen in seinem Programm zur freiwilligen Rückkehr voll informiert gewesen seien über die Zustände, in die sie zurückkehrten. Nothelfer warnen in Afghanistan vor einer humanitären Krise.

Human Rights Watch forderte das UN-Flüchtlingswerk auf, nicht mehr über Pakistans Rechtsbrüche zu schweigen und jeglichen Zwang gegen Afghanen öffentlich anzuprangern. Internationale Geber sollten Pakistan dabei helfen, afghanische Flüchtlinge zu unterstützen, bis es sicher für sie sei, heimzukehren. Pakistan müsse die Misshandlung von Afghanen durch die Polizei beenden und Aufenthaltskarten für Flüchtlinge für mindestens zwei Jahre ausstellen.

HRW-Bericht

Hat dir dieser Artikel gefallen?
Ja Nein