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Dax droht statt Jahresend-Rally neues Jahrestief

Der Dax ist der wichtigste Aktienindex in Deutschland. Foto: Fredrik von Erichsen

Der Dax ist der wichtigste Aktienindex in Deutschland. Foto: Fredrik von Erichsen

Frankfurt/Main (dpa) - Eine Kurs-Rally vor dem Jahresende sieht anders aus: Der Dax hat auch am Mittwoch an Boden verloren und die Verluste vom Vortag ausgeweitet. Der Leitindex büßte 1,19 Prozent auf 11 200,24 Punkte ein.

Damit sind die kräftigen Kursgewinne vom Wochenbeginn, getragen von der Hoffnung auf eine Entspannung im Handelskrieg zwischen den USA und China, bereits wieder Makulatur. Stattdessen rückt das Jahrestief von vor zwei Wochen bei gut 11 000 Punkten bedrohlich nahe.

Auch der MDax der mittelgroßen Börsentitel zeigte sich von seiner schwachen Seite und verlor 0,93 Prozent auf 23 175,70 Zähler. Auch hier fehlt nicht mehr viel zu einem neuen Jahrestiefstand.

Auf der Börsenstimmung lastete auch der Brexit. Der britischen Premierministerin Theresa May werden nur geringe Chancen eingeräumt, eine Mehrheit für ihr Abkommen über den EU-Austritt Großbritanniens bei der Abstimmung am 11. Dezember im Parlament zu erreichen.

Aus Branchensicht standen die Papiere der Versicherer unter Druck. Händler führten dies vor allem auf die niedrigen Zinsen bei länger laufenden Anleihen am US-Bondmarkt zurück. Allianz-Papiere zählten mit einem Abschlag von knapp 2,2 Prozent zu den größten Dax-Verlierern. Die Kurse von Munich Re und Hannover Rück gaben ähnlich stark nach.

Besser lief es für die Aktien von Bayer, die mit plus 0,4 Prozent zu den wenigen Dax-Gewinnern gehörten. Finanzchef Wolfgang Nickl stellte höhere Dividenden und Aktienrückkäufe in Aussicht.

Dagegen fielen die RTL-Aktien im MDax um 3,5 Prozent und vorübergehend sogar auf den niedrigsten Stand seit mehreren Jahren. Ein Händler führte dies auf die angekündigten hohen Investitionen des Medienkonzerns zurück. Papiere von Evotec brachen um fast 17 Prozent ein. Ein Händler verwies auf Aussagen des Managements bei einer Investorenveranstaltung, wonach das Biotech-Unternehmen mehr Geld für Forschung und Entwicklung ausgeben wolle als bislang bekannt.

Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 büßte am Mittwoch 1,2 Prozent ein. Bei den nationalen Börsenbarometern in Paris und London fielen die Verluste noch etwas höher aus. In den USA herrscht nationale Staatstrauer wegen des Todes des ehemaligen Präsidenten George H. W. Bush. Die US-Finanzmärkte bleiben daher geschlossen.

Am Rentenmarkt fiel die Umlaufrendite von 0,15 Prozent am Vortag auf 0,11 Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,17 Prozent auf 141,83 Punkte. Der Bund-Future gab um 0,16 Prozent auf 161,99 Punkte nach. Der Euro trat zuletzt mit 1,1352 US-Dollar auf der Stelle. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuvor auf 1,1354 Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,8807 Euro.

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