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Deutsche-Bank-Aktie auf Rekordtief

Das Logo der Deutschen Bank spiegelt sich verzerrt in einer Hochhausfassade. Foto: Andreas Arnold

Das Logo der Deutschen Bank spiegelt sich verzerrt in einer Hochhausfassade. Foto: Andreas Arnold

Frankfurt/Main (dpa) - Die schlechten Nachrichten für die Deutsche Bank reißen nicht ab: Am Mittwoch sackte die Aktie des größten deutschen Geldhauses in einem insgesamt schwachen Markt auf ein Rekordtief.

Die Papiere büßten zeitweise bis zu knapp fünf Prozent ein und fielen auf den Tiefstand von 8,755 Euro. Händler begründeten die Kursverluste vor allem mit dem weiter fallenden Gesamtmarkt: «Anleger trennen sich von Risiken, und die liegen nach wie vor bei den Geldhäusern.»

Anfang Juni hatte sich der erst seit April amtierende Deutsche-Bank-Chef Christian Sewing nach einer Serie schlechter Nachrichten gezwungen gesehen, die Finanzstärke des größten deutschen Geldhauses zu betonen. «Auf Konzernebene steht unsere Finanzstärke außer Frage», erklärte Sewing. «Unsere Kredit- und Marktrisiken sind so gering wie selten.» Für Unruhe sorgte seinerzeit unter anderem eine schlechtere Bonitätsnote des Ratingriesen Standard & Poor's.

Mit einem verschärften Sparkurs will Sewing den Konzern nach drei Verlustjahren in Folge wieder zum Erfolg führen. Geplant ist unter anderem, die Zahl der Vollzeitstellen von gut 97 000 auf unter 90 000 zu senken. Dem Aktienkurs half das bisher nicht. Der aktuelle Wert unterbot das bisherige Rekordtief von Anfang Oktober 2016.

Im Herbst 2016 war sogar über Staatshilfe für die Deutsche Bank spekuliert worden, weil dem Institut in den USA eine Rekordstrafe von 14 Milliarden Dollar für Hypothekengeschäfte aus Zeiten vor der Finanzkrise drohte. Am Ende gelang es, die Strafe auf die gut Hälfte herunterzuhandeln. Doch der Aktienkurs kam seither nicht dauerhaft aus dem Keller.

Aktuell ist an der Börse aber nicht nur die Deutsche Bank unter Druck: Vor allem Sorgen vor wirtschaftlichen Folgen des weltweiten Handelskonflikts belasten die Stimmung. Der europäische Bankensektor war am Mittwoch mit einem Minus von 1,5 Prozent der größte Verlierer auf dem Branchentableau. Anteile der Commerzbank verbilligten sich am Mittwoch um 2,3 Prozent auf den niedrigsten Kurs seit April 2017.

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