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IWF: Preissteigerung von 1,37 Millionen Prozent in Venezuela

Der umstrittene Präsident Nicolás Maduro versucht sich mit Hilfe einer neuen Cryptowährung zur Wehr zu setzen. Foto: Ariana Cubillos/AP

Der umstrittene Präsident Nicolás Maduro versucht sich mit Hilfe einer neuen Cryptowährung zur Wehr zu setzen. Foto: Ariana Cubillos/AP

Nusa Dua (dpa) - Der Internationale Währungsfonds (IWF) bescheinigt der Wirtschaft von Venezuela praktisch den totalen Kaufkraftverlust.

Die Preissteigerung betrage am Ende des laufenden Jahres 1,37 Millionen Prozent, heißt es im Weltwirtschaftsbericht des Fonds, der in Nusa Dua (Indonesien) vorgestellt wurde. Für das nächste Jahr prognostiziert der IWF gar Preisanstiege von zehn Millionen Prozent.

Zum Vergleich: Insgesamt bewegt sich der Preisanstieg in Lateinamerika bei rund sechs Prozent, im Krisenland Argentinien bei über 30 Prozent. Westliche Volkswirtschaften streben in der Regel eine Zielmarke von etwa zwei Prozent an, um Preisstabilität zu gewährleisten. Die IWF-Prognose für Venezuela wird von einigen Volkswirten kritisiert, weil eine Hyperinflation dieser Größenordnung kaum akkurat vorhergesagt werden könne.

Venezuela ist das ölreichste Land der Welt. Doch die völlige Abhängigkeit der Volkswirtschaft von den Ölvorkommen sowie politische Fehlentscheidungen haben das Land in Turbulenzen gestürzt. Die Wirtschaftsleistung Venezuelas schrumpft dem IWF zufolge im dritten Jahr in Folge um einen zweistelligen Prozentsatz, in diesem Jahr um 18 Prozent nach 14 Prozent im Vorjahr. Der umstrittene Präsident Nicolás Maduro versucht sich mit Hilfe einer neuen Cryptowährung zur Wehr zu setzen.

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