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Mehr als 1,4 Millionen Rentner haben einen Job

Nach aktuellen Zahlen aus dem Bundesarbeitsministerium gingen im Jahr 2016 rund 1,417 Millionen Rentner einer Beschäftigung nach. Foto: Jan Woitas/Symbolbild

Nach aktuellen Zahlen aus dem Bundesarbeitsministerium gingen im Jahr 2016 rund 1,417 Millionen Rentner einer Beschäftigung nach. Foto: Jan Woitas/Symbolbild

Berlin (dpa) - Immer mehr Senioren in Deutschland sind auch als Rentner noch erwerbstätig. Nach aktuellen Zahlen aus dem Bundesarbeitsministerium gingen im Jahr 2016 rund 1,417 Millionen Rentner einer Beschäftigung nach.

Im Jahr 2000 hatte ihre Zahl noch bei 539 000 gelegen, wie aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Grünen im Bundestag hervorgeht. In Deutschland gibt es inzwischen etwa 21 Millionen Rentner. Zuvor hatte der «Spiegel» darüber berichtet.

Nach der Übersicht arbeitete der Großteil der erwerbstätigen Rentner (47,5 Prozent) 2016 in einem Minijob. Als Selbstständige waren 24,8 Prozent der arbeitenden Senioren tätig, ähnlich hoch war der Anteil der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten unter den Rentnern mit Jobs. Gründe für die Erwerbstätigkeit werden in der Auswertung nicht genannt.

Experten des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) fordern, dass Arbeitnehmer im Rentenalter befristete Arbeitsverträge ohne Einschränkungen schließen dürfen. «Bei der Neueinstellung von Arbeitnehmern, die einen unbefristeten Rentenanspruch haben, sollte es keine Obergrenze bei Dauer und Zahl möglicher Befristungen geben», schreiben die DIW-Experten Gert Wagner und Cornelius Richter in einem Beitrag für den «Tagesspiegel» (Sonntag).

Der Gesetzgeber solle eine Regelung schaffen, die für Arbeitnehmer und Arbeitgeber Verlässlichkeit schaffe. Angesichts der Alterung der Erwerbsbevölkerung sehen Wagner und Richter nicht die Gefahr, dass die älteren Arbeitnehmer jüngere verdrängen könnten. Ältere Menschen könnten so ihre Rentenansprüche erhöhen, Arbeitgeber könnten erfahrene Arbeitskräfte gewinnen.

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