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Umbau bei General Electric

Die GE-Aktie gehört dem Index der größten 30 US-Unternehmen nicht mehr an. Foto: Tim Brakemeier

Die GE-Aktie gehört dem Index der größten 30 US-Unternehmen nicht mehr an. Foto: Tim Brakemeier

Boston (dpa) - Der strauchelnde US-Industrieriese General Electric (GE) sucht mit einer Radikalkur den Weg aus der Krise. Der Konzern will sich künftig auf die mehr Wachstum versprechenden Felder Kraftwerke, Alternative Energien und Luftfahrt konzentrieren.

Die Medizintechnik werde hingegen ausgegliedert, die Öl- und Gastochter Baker Hughes in den kommenden zwei bis drei Jahren verkauft, teilte der Siemens-Rivale am Dienstag in Boston mit. Die Schritte kommen einer Zerschlagung der 126 Jahre alten Industrieikone gleich.

Die GE-Aktie gewann zum Handelsbeginn an der Wall Street fast 6 Prozent. Konzern-Chef John Flannery sprach von einem Meilenstein. GE werde durch die Einschnitte agiler und könne Schulden abbauen. Der Konzern rechnet mit Einsparungen von mindestens 500 Millionen US-Dollar bis zum Jahr 2020. Die Schulden sollen im gleichen Zeitraum um 25 Milliarden Dollar sinken.

Flannery hatte bereits angekündigt, Firmenteile im Wert von 20 Milliarden Dollar zu versilbern. So wird die Zugantriebssparte GE Transportation mit dem Zugausrüster Wabtec zusammengelegt. Das Geschäft mit industriellen Gasmotoren soll an den Finanzinvestor Advent verkauft werden. Ein Fünftel der Medizintechnik will Flannery nun verkaufen, den Rest an die Aktionäre weiterreichen.

Der GE-Chef ist angesichts des Niedergangs des Konzerns zum Handeln gezwungen. Allein im vergangenen Jahr verloren GE-Aktien 45 Prozent an Wert, in diesem Jahr waren es bisher 27 Prozent. Der Wertverfall an der Börse hat auch Konsequenzen für die Mitgliedschaft im US-Leitindex Dow Jones Industrial, dessen Gründungsmitglied GE war. Seit gehört die GE-Aktie dem Index der größten 30 US-Unternehmen nicht mehr an. Den Platz nimmt nun die Drogerie- und Apothekenkette Walgreens ein.

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