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Alle Jahre wieder: Verkauf von Lebkuchen & Co. ist gestartet

Na, schon Lust auf ein Stück Weihnachtsstollen? In den Läden ist er ab September zu bekommen. Foto: Pixabay

Na, schon Lust auf ein Stück Weihnachtsstollen? In den Läden ist er ab September zu bekommen. Foto: Pixabay

Lebensgroße Weihnachtsmänner, Schneekugeln und Rentiere bei spätsommerlichen Temperaturen: Liebhaber von Weihnachtsdeko, Christstollen und Co. können mit dem Einkauf beginnen. In Saarbrücker Supermärkten säumen Lebkuchen oder Spekulatius schon die Kassenbereiche. Zwar sind die Temperaturen noch sommerlich, die ersten greifen aber schon beherzt zu. Macht der Handel also alles richtig? 

Gleiche Szenerie auch anderswo: Mit der bevorstehenden Eröffnung seines auf Weihnachten spezialisierten Ladens in der Essener Innenstadt zählt der Belgier Benny van Roy zu den Vorreitern der Branche. «Gekauft wird ab September», ist sich der 56-Jährige sicher, der auch Weihnachtsartikel-Märkte in Belgien und den Niederlanden betreibt. Auf einer Ladenfläche von rund 1000 Quadratmetern bietet van Roy in der Reviermetropole von diesem Donnerstag an weihnachtliches Zubehör an - zu Preisen zwischen etwa 2,50 Euro und mehr als 100 Euro.

«Jeder versucht, auf diesen Hype aufzuspringen, und es fängt immer früher an», sagte Uwe Krüger vom Kölner Institut für Handelsforschung (IFH). «Der Handel dreht sich immer schneller.» Auch für die Dekoration seien viele Verbraucher zunehmend bereit, mehr Geld auszugeben, wenn auch mit nur moderaten Zuwächsen. Heißt auch: Wer die Deko früher ins Regal stellt, macht das Geschäft auch früher. Also bei 25 bis 30 Grad auf zum Xmas-Shopping nach Saarbrücken, Saarlouis oder Neunkirchen? 

Für die Läden lohnt sich der frühe Hype: Rund 240 Millionen Euro wurden nach Berechnungen des IFH im Jahr 2016 in Deutschland für weihnachtliche Dekoartikel und elektrische schnurgebundene Lichterketten ausgegeben. Hinzu kämen noch die Ausgaben für batteriegebundene Lichterketten sowie ein nicht genau bezifferbarer Anteil am Gesamtjahresumsatz mit Kerzen von rund 730 Millionen Euro. Im weiteren Sinne zur Deko könnten auch Ausgaben von gut 700 Millionen Euro für Weihnachtsbäume hinzugerechnet werden.

Den geplanten Verkaufsstart im September hatte die Branche schon auf der weltgrößten Messe für saisonale Dekorationsartikel «Christmasworld» zum Jahresbeginn in Frankfurt angekündigt. Nach Einschätzung des Hauptgeschäftsführer des Handelsverbands Möbel und Küchen (BVDM), Thomas Grothkopp, warten jedoch auch viele Anbieter wie etwa Möbelhäuser und Gartencenter erst noch das Geschäft mit Halloween ab, bevor dann im November Weihnachtliches in die Regale geräumt wird.

Und auch wer zu Hause zunächst noch Verzicht übt, könnte schon bald beim Einkaufen mit Weihnachtlichem konfrontiert werden. Im Zuge der Auseinandersetzung mit dem wachsenden Online-Handel wollen etwa die 150 Shopping-Center des größten deutschen Betreibers ECE nach Kräften für Weihnachtsstimmung sorgen. Zur ECE-Gruppe gehören auch die Europagalerie in Saarbrücken und das Saarparkcenter in Neunkirchen.

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