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Weiterer Prozess wegen Sal. Oppenheim

Die Privatbank Sal. Oppenheim in Köln im Juli 2015. Foto: Rolf Vennenbernd

Die Privatbank Sal. Oppenheim in Köln im Juli 2015. Foto: Rolf Vennenbernd

Köln (dpa) - Im Fall der traditionsreichen Kölner Bank Sal. Oppenheim kommt es zu einem weiteren Prozess, angeklagt ist dabei ein Immobilienentwickler. Der Hauptvorwurf in der Anklage laute Untreue, sagte ein Sprecher des Landgerichts Köln. Er korrigierte damit frühere Angaben.

Im Fall zweier früherer Chefs der Bank sei das Verfahren auf Antrag der Staatsanwaltschaft bereits eingestellt worden. Zuvor hatte die «Kölnische Rundschau» über den Prozess berichtet. Ein Termin steht noch nicht fest.

Die Urteile aus dem ersten Prozess waren erst in diesem Jahr rechtskräftig geworden. Der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe verwarf dabei die Revision der Staatsanwaltschaft gegen das Urteil des Landgerichts Köln von 2015. Die Staatsanwaltschaft hatte höhere Strafen gefordert. Drei Angeklagte waren in dem Prozess zu Freiheitsstrafen auf Bewährung von bis zu zwei Jahren und ein vierter Ex-Manager zu zwei Jahren und zehn Monaten verurteilt worden.

In dem Fall aus dem Jahr 2008 ging es um Millionenverluste im Zusammenhang mit dem früheren Karstadt-Mutterkonzern Arcandor, die fast zum Zusammenbruch des Bankhauses geführt hatten, sowie um ein verlustreiches Immobiliengeschäft. Der Gesamtschaden betrug fast 84 Millionen Euro und traf die Eigentümer der Bank.

Die Verantwortlichen hatten einen ungesicherten Kredit ohne Abstimmung mit den Aufsichtsgremien gewährt und Aktien aus einer Kapitalerhöhung der Arcandor AG überteuert gekauft. Sal. Oppenheim gehörte zuletzt zur Deutschen Bank, die die Marke inzwischen jedoch aufgab.

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