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Intensive Forschung für universellen Grippe-Impfstoff

Die WHO warnt, dass die Welt nicht genügend auf die nächste Grippe-Pandemie vorbereitet sei. Foto: Karl-Josef Hildenbrand

Die WHO warnt, dass die Welt nicht genügend auf die nächste Grippe-Pandemie vorbereitet sei. Foto: Karl-Josef Hildenbrand

Genf (dpa) - So viele Wissenschaftler wie nie zuvor arbeiten nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) derzeit an einem universellen Grippe-Impfstoff. Bislang müssen Impfstoffe jährlich auf die jeweils kursierenden Virenstämme abgestimmt werden.

Das macht die Produktion aufwendig, zudem kursieren mitunter andere Stämme als von den Experten erwartet - dann ist der für die kommende Saison vorbereitete Impfstoff weniger wirkungsvoll als erhofft.

«Ein universeller Grippe-Impfstoff ist der Heilige Gral», sagte Martin Friede, WHO-Koordinator für Impfstoffe, am Montag in Genf. Wann so ein Stoff verfügbar sein wird, sei schwer vorauszusagen. «Es gab aber in letzter Zeit einen gewaltigen Anstieg an Forschungsmitteln und an internationalen Gruppen, die daran arbeiten», sagte Friede.

Die WHO warnt, dass die Welt nicht genügend auf die nächste Grippe-Pandemie vorbereitet sei. «Die Frage ist nicht ob, sondern wann eine neue Grippe-Pandemie kommt», sagte WHO-Direktor Tedros Adhanom Ghebreyesus. «Eine solche Pandemie würde die Wirtschaft und Gesellschaft jedes Landes berühren», warnte die Expertin für Grippebereitschaft, Ann Moen.

Die WHO veröffentlichte deshalb am Montag eine neue Grippe-Strategie. Ziel ist es, in allen Ländern der Welt eine bessere Überwachung sich anbahnender Ausbrüche zu schaffen und den Länder zu helfen, im Falle eines Falles schneller reagieren zu können. Schon die saisonalen Grippeausbrüche führen jedes Jahr zu bis zu 650.000 Todesfällen, wie Moen sagte.

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