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Physikerin am Südpol beneidet Deutschland um den Sommer

Raffaela Busse betreut seit Ende Oktober ein Forschungsprojekt in der Amundsen-Scott-Station. Foto: Raffaela Busse/Westfälische Wilhelms Universität Münster

Raffaela Busse betreut seit Ende Oktober ein Forschungsprojekt in der Amundsen-Scott-Station. Foto: Raffaela Busse/Westfälische Wilhelms Universität Münster

Münster (dpa) - Nach fast einem Jahr in Eis, Schnee und langer Dunkelheit schaut Wissenschaftlerin Raffaela Busse etwas ungläubig auf die lange Hitzephase in Deutschland.

«Ich war schon ganz neidisch, als mir alle Fotos vom Rekordsommer in Deutschland geschickt haben. Ist ja klar, dass wir einmal einen vernünftigen Sommer haben, wenn ich grade mal ein Jahr im Eis feststecke», schreibt Busse der dpa. Die Kernphysikerin der Uni Münster ist seit Ende Oktober 2017 in der Kälte am Südpol und betreut dort in der US-amerikanischen Amundsen-Scott-Station ein Forschungsprojekt. Tief unter der Erde suchen dabei Sensoren im Eis nach Lichtteilchen.

Alles laufe rund, und «die Zeit geht viel zu schnell rum, auf der anderen Seite habe ich auch langsam die Nase voll von Dunkelheit», schreibt die 27-Jährige. Sie könne aber schon Tageslicht am Horizont erahnen, wenn sie sich anstrenge, beschreibt Busse die aktuelle Phase am Südpol. Bevor sie für ihre Doktorarbeit nach Münster zurückkehrt, steht noch ein Urlaub an. Dann geht es für Busse nach Neuseeland - Kontrastprogramm nach dem ewigen Eis in der Antarktis.

© WhatsBroadcast
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