Bachmann gibt Fehler nach Aufregung um geplatzte Impftermine zu

Im Gesundheitsausschuss des saarländischen Landtags hat Ministerin Bachmann heute Kommunikationsfehler eingeräumt. Sie hatte Ärzt:innen, die nicht zu einem Sonder-Impftermin erschienen waren, als "unsolidarisch" bezeichnet. Das tue ihr leid.

Saarlands Gesundheitsministerin Monika Bachmann (CDU) hat sich für ihre Kommunikation um die geplatzten Impftermine von medizinischem Personal entschuldigt. Es tue ihr leid, dass sie die nicht erschienen Ärzt:innen als „unsolidarisch“ bezeichnet habe, sagte die Politikerin laut „SR“ am heutigen Freitag (19. Februar 2021) im Gesundheitsausschuss des Landtags. Einige Beschäftigte hätten wegen eines Fehlers bei einem Dienstleister des Ministeriums nicht von ihrem Impftermin erfahren.

Bachmann: Ärzt:innen zweifeln an Wirksamkeit

Bachmann verteidigte laut Medienbericht ihre Aussage, Ärzt:innen würden an der Wirksamkeit des AstraZeneca-Impfstoffes zweifeln und seien deswegen nicht zu den Terminen erschienen.

Niedrige Impfquote wegen Problemen bei Terminvergabe

Die Politikerin hatte am Montag im Landtag als „unsolidarisch“ kritisiert, dass am Wochenende bei einer „Sonderimpfung im medizinischen Bereich“ 54 Prozent von 200 zur Impfung angemeldeten Personen nicht erschienen waren, ohne den Termin abzusagen. Dies habe offenbar damit zu tun, dass dieser Impfstoff nur einen Wirkungsgrad von 70 Prozent habe, sagte sie. Später stellte sich heraus, dass das Problem vielmehr bei der Terminvergabe gelegen hatte – die Termine waren nach Angaben des Ministeriums sehr kurzfristig vergeben worden.

Linke fordern Konsequenzen

Laut „SR“ forderte die Linken-Politikerin Astrid Schramm Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) am heutigen Freitag im Gesundheitsausschuss dazu auf, über Konsequenzen nachzudenken – auch über einen Austausch von Bachmann. Schramm sagte, es sei nicht die erste Panne des Gesundheitsministeriums gewesen. SPD-Politiker Magnus Jung nannte die Aussagen der Gesundheitsministerin laut Rundfunksender „unglücklich“.

Verwendete Quellen:
– Saarländischer Rundfunk
– eigene Berichte
– Deutsche Presse-Agentur