Beeindruckendes „Auswärtsspiel“ und spannende Premieren

Kulturpark Bliesgau, Moderne Galerie oder unterirdische Burg – Das Saarländische Staatstheater lockt vor der Spielzeitpause noch mit spannenden Produktionen in außergewöhnlichen Spielstätten.
Außergewöhnliche Natur-Spielstätte: Das Schauspiel »Jedermann. Bliesgau« vor gigantischer Kulisse
Außergewöhnliche Natur-Spielstätte: Das Schauspiel »Jedermann. Bliesgau« vor gigantischer Kulisse

Kunst trifft Kultur – Theater im Kulturpark

Eine gigantische Naturkulisse, eine zweisprachige Aufführung und opulente Kostüme: Das Theaterprojekt „Jedermann. Bliesgau“, auf Französisch „Monsieur tout le monde“ nach Hugo von Hoffmannsthal, verspricht Unterhaltung vom Feinsten. „Jedermann“ oder „Monsieur tout le monde“ ist der Protagonist des Stücks: Ihm bleibt lediglich eine Stunde Zeit, um sein Leben in völlig neue Bahnen zu lenken, bevor der Tod ihn holt …

Der Kulturpark Bliesbruck-Reinheim mit seinen archäologischen Ausgrabungsstätten ist der perfekte Schauplatz für diese besondere Darbietung, die ihre Premiere am Samstag, 4. Juni, gefeiert hat. Es handelt sich um den dritten Teil der Saarland-Saga, die das Saarländische Staatstheater konzipiert hat, um Geschichten aus und in der Region zu erzählen. Wer etwas Zeit erübrigen kann, sollte vor der Veranstaltung den Kulturpark besichtigen oder den Picknickkorb einpacken. Dem Wetter entsprechende Kleidung und Decken oder Sitzkissen für die Tribüne sind ebenfalls zu empfehlen.

Konzerte in Hülle und Fülle

Musikfreunde kommen mit den anstehenden Konzerten voll auf ihre Kosten. Am Sonntag, 12. Juni, stehen gleich zwei interessante Vorstellungen auf dem Programm: Der betörende Sopran von Liudmila Lokaichuk erklingt um 16 Uhr in der Modernen Galerie des Saarlandmuseums. Ihre emotionale und vielseitige Stimme trägt Werke von Rachmaninow, Strauß und Glière vor, begleitet wird sie dabei von Studienleiter Martin Straubel.

Am selben Tag wird um 11 Uhr im Großen Haus das 12. Kammerkonzert gespielt. Klavierwerke zweier großer Meister der Kammermusik stehen im Mittelpunkt des musikalischen Morgens: Felix Mendelssohn Bartholdy und Johannes Brahms, deren Klaviertrio bzw. -quartett zu hören sein werden.

Und am Sonntag, 3. Juli, 11 Uhr, sowie am Montag, 4. Juli, 19.30 Uhr, sorgen im Großen Haus das Saarländische Staatsorchester und Gast-Solistin Cristina Gómez Godoy unter Leitung von Sébastien Rouland für Gänsehaut beim 8. Sinfoniekonzert. Das Publikum darf sich auf die temperamentvollen und melodischen Werke von Wolfgang Amadeus Mozart, Jacques Ibert und Charles Gounod freuen.

Oper, Ballett und Tanzstück feiern Premiere

Die tragische Liebesgeschichte zwischen Carmen und Don José ist weithin bekannt. Den gesellschaftlichen Konventionen unterworfen, können die beiden Liebenden nicht voneinander lassen und finden doch nicht zusammen: Die Inszenierung der Oper „Carmen“ von Georges Bizet feiert am Freitag, 17. Juni, im Großen Haus Premiere. Komplexe Figuren und bestechende Musik tragen das Stück mit all seiner Poetik und Sinnlichkeit.

Die neueste Version des traditionellen Tanzabends „SubsTanz“ ist am Freitag, 8. Juli, das nächste Premieren-Highlight in der Alten Feuerwache. Ab 19.30 Uhr präsentieren die Tänzerinnen und Tänzer des Saarländischen Staatsballetts die von ihren Ensemble-Kolleginnen und -Kollegen kreierten Arbeiten. Die Premiere ist bereits ausverkauft, die weiteren Vorstellungen sind auf den 9., 12., 14., 15. und 17. Juli terminiert.

Bereits angelaufen ist „Tschernobyl.Stimmen“, das am Freitag, 3. Juni, in der sparte4 Premiere feierte. Dem Stück liegt der Roman „Tschernobyl – eine Chronik der Zukunft“ der ukrainischen, in Weißrussland aufgewachsenen Literaturnobelpreisträgerin Swetlana Alexijewitsch zugrunde. Das „Weiterleben nach der Katastrophe“ wird thematisiert: Wie können einschneidende Erlebnisse aufgearbeitet werden? Wie lässt es sich mit solchen Erfahrungen weiterleben? Die nächsten Vorführungen finden am 12., 18. und 25. Juni sowie am 6. Juli statt.

Unterirdischer Monolog, mitreißende Rhythmen und Beatles-Feeling

Auf eine weitere außergewöhnliche Spielstätte darf das Publikum sich bei der Inszenierung von „Paul oder Im Frühling ging die Erde unter“ freuen. Die Aufführung nach einem Monolog von Sibylle Berg wurde in der unterirdischen Burg des Historischen Museums Saar realisiert. Bernd Geiling spielt den Außenseiter Paul, der schon immer ein distanzierter Mensch war, jedoch in der Pandemie plötzlich bemerkt, dass er die Gesellschaft anderer vermisst. Einsam beginnt er, in Kindheitserinnerungen zu schwelgen … Premiere ist am Mittwoch, 15. Juni, um 20 Uhr, eine weitere Vorstellung findet am 23. Juni statt.

Mitreißende Rhythmen schlagen das Publikum am Freitag, 24. Juni, um 19.30 Uhr in ihren Bann. Denn dann sind die Schlagwerker von Percussion under Construction im Großen Haus zu Gast. Sie bieten ihren Zuhörerinnen und Zuhörern mit ihrem Programm „Geometrum“ über die ästhetischen Spuren geometrischer Formen auf der Erde nicht nur was fürs Ohr, sondern auch was fürs Auge. Special Guests sind Sopranistin Valda Wilson und VJane Lydia Connan.

„A Day at the proms – Von Abbey Road bis Albert Hall“ führt das Publikum am Freitag, 18. Juni, auf die Spuren der Beatles. Sue Lehmann, Eva Sandschneider, Tina Walter und Inna Herrmann haben sich für dieses Konzertereignis zu „The Ladybugs“ zusammengeschlossen und werden an diesem Abend im Großen Haus von der Bergkapelle St. Ingbert und der Stadtkapelle Saarbrücken begleitet. Die Vorstellung ist bereits ausverkauft – für die Zusatzvorstellung am Montag, 11. Juli, um 19.30 Uhr im Großen Haus gibt es noch freie Plätze!

Von Wagner-Symposium bis Open-Air-Festival

Ein Symposium am Sonntag, 19. Juni, im Mittelfoyer Großes Haus, ist dem Komponisten Richard Wagner gewidmet. Die Referenten Prof. Dr. Bernhard Richter, „Musikermediziner“ und Stimmexperte vom Universitätsklinikum Freiburg, Dr. Markus Kiesel, Musikwissenschaftler, Kulturmanager und Wagner-Experte, sowie Dr. Dr. Wolfgang Schug M. A., Vorsitzender des Richard-Wagner-Verbandes Saarland, widmen sich in ihren Vorträgen dem Wirken und Nachwirken von Wagners Œuvre. Der Eintritt ist frei, eine Voranmeldung über Telefon (06 81) 3092-486 erforderlich. Mit freundlicher Unterstützung des Richard-Wagner-Verbandes Saarland e.V.

Nach einer zweijährigen Corona-Pause wird die Veranstaltungsreihe „Saarbrücker Poetikdozentur für Dramatik“ fortgesetzt. Zu Gast ist diesmal der österreichische Dramatiker Edward Palmetshofer. Er gehört zu den wichtigsten Stimmen des deutschsprachigen Gegenwartstheaters. Die Veranstaltungsreihe mit Edward Palmetshofer findet an drei Montagen im Juni jeweils an unterschiedlichen Orten statt: 13. Juni Staatstheater, Großes Haus; 20. Juni Stadtgalerie; 27. Juni sparte4. Beginn ist immer um 20 Uhr.

Das „Spartakel“, ein sommerliches Open-Air mit Film, Workshops und viel Musik präsentiert die sparte4 zusammen mit dem Studiengang Projektmanagement der Saar-Uni am Donnerstag, 9. Juni. Start ist um 15 Uhr auf der Campuswiese der Universität. Neben den „Melodien für Millionen“ und dem Trasfilm-Format „Mondo Tasteless“ sind die Bands „GEO“ (Niederlande), „Trickster’s Day“ (Saarbrücken) und „Aufnkaffeemitrauf“ (Idar-Oberstein) zu hören und zu sehen. Für Essen und kühle Getränke ist natürlich auch gesorgt. Der Eintritt ist frei.

Der Vorverkauf für die kommende Saison startet bald

Auf interessante Neuproduktionen, sehenswerte Premieren und reizvolle Wiederaufnahmen können sich die Zuschauerinnen und Zuschauer auch in der neuen Spielzeit 2022/23 freuen. Ob das Kultmusical „Hair“, der Literaturklassiker „Die Ratten“ oder die Wagner-Oper „Rheingold“, für jeden Geschmack wird das Richtige dabei sein. Ab dem 1. Juli startet der Kartenvorverkauf für die kommende Saison. Übrigens: Wer schon frühzeitig bis Ende Juni sein Theater-Abo bucht, bekommt eine Gratis-Vorstellung nach Wahl dazu. Weitere Informationen dazu finden Sie unter Abonnements auf der Homepage des Saarländischen Staatstheaters.

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Saarländisches Staatstheater – Vorverkaufskasse

Schillerplatz 2, 66111 Saarbrücken

Öffnungszeiten: Montag bis Freitag von 10 bis 18 Uhr, Samstag von 10 bis 14 Uhr

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