Bildungsministerium will Islamunterricht im Saarland fortsetzen

Der Islamunterricht an vier saarländischen Grundschulen soll um zwölf Monate verlängert werden. Ursprünglich war das Modellprojekt mit einer Dauer von vier Jahren angesetzt.
Der Islamunterricht an Saar-Grundschulen soll um ein Jahr verlängert werden. Symbolfoto: dpa-Bildfunk/Frank Rumpenhorst
Der Islamunterricht an Saar-Grundschulen soll um ein Jahr verlängert werden. Symbolfoto: dpa-Bildfunk/Frank Rumpenhorst
Der Islamunterricht an Saar-Grundschulen soll um ein Jahr verlängert werden. Symbolfoto: dpa-Bildfunk/Frank Rumpenhorst
Der Islamunterricht an Saar-Grundschulen soll um ein Jahr verlängert werden. Symbolfoto: dpa-Bildfunk/Frank Rumpenhorst

An vier Grundschulen im Saarland, darunter zwei Einrichtungen in Völklingen und zwei in Saarbrücken, begann im Schuljahr 2015/16 der „Modellversuch Islamischer Religionsunterricht im Saarland“. Ursprünglich war das Projekt für vier Jahre angesetzt. Nun soll es um ein Jahr verlängert werden. Zudem prüfe das Bildungsministerium, ob man das Modell auf weitere Grundschulen im Saarland ausweiten könne. Darüber berichtet der „SR“.

Voraussetzung für die Erweiterung sei jedoch, dass die Projektpartner ihr Einverständnis geben. Im Rahmen des Modellversuchs arbeitet das Saarland mit verschiedenen islamischen Gemeinden sowie Vereinen zusammen. Der größte Partner davon: der nicht unumstrittene Moscheeverband DITIB. Kritiker werfen diesem unter anderem die fehlende Distanz zum türkischen Staat vor.

Islamunterricht im Saarland: So läuft das Modellprojekt ab

Der Unterricht findet in deutscher Sprache statt; fünf Lehrer kümmern sich (derzeit) um die sechs bis zehn Jahre alten Schüler. Auf dem Lehrplan stehen islamspezifische Themen, etwa „Über Allah/Gott“, sowie allgemeine Aspekte. Beispielsweise die „Gemeinschaft aller Menschen“. Im Kern gehe es jedoch darum, muslimischen Kindern die Möglichkeit zu eröffnen, sich im schulischen Kontext mit ihrer Religion zu befassen.

Den gesamten Lehrplan gibt es hier zum Nachlesen.

Verwendete Quellen:
• Saarländischer Rundfunk
• Saarbrücker Zeitung
• Bildungsministerium Saar