Jordan (18) braucht dringend Stammzellenspende – Typisierung per Drive-in in Merzig

Am Globus Baumarkt in Merzig findet auf dem Parkplatz am Sonntag (19. September 2021) eine Drive-in-Typisierungsaktion statt. Das Team sucht dringend passende Stammzellenspender:innen für den 18-jährigen Jordan.

Der leukämiekranke Jordan (18) aus dem Saarland braucht dringend eine Stammzellenspende. Foto: Stefan-Morsch-Stiftung/Lena Gielen

Jordan aus dem Saarland leidet an Leukämie. Der 18-Jährige hatte im vergangenen Jahr Mittlere Reife gemacht, war auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz im Finanzbereich. Dann kam die Diagnose und all seine Pläne waren plötzlich auf Eis gelegt. Hobbys wie Gitarre spielen oder zeichnen fallen ihm nach den Chemotherapien inzwischen schwer. Nach einem genetischen Zwilling für eine Stammzelltransplantation sucht Jordan bislang vergeblich.

Typisierungsaktion im Drive-in auf Globus-Parkplatz

Um einen Lebensretter oder eine Lebensretterin zu finden, plant die Stefan-Morsch-Stiftung nun eine Typisierungsaktion. Unterstützt wird es dabei vom Globus Baumarkt in Merzig. Das Team ruft dazu auf, sich am Sonntag (19. September 2021) auf dem Parkplatz typisieren zu lassen. Von 12.00 bis 17.00 Uhr findet die Aktion statt. „Es wird einen Drive-in auf unserem Kundenparkplatz geben“, erklärt stellvertretende Marktleiter Andreas Oster.

So läuft die Registrierung in Merzig ab

Der Ablauf funktioniere so: „Alle, die sich typisieren lassen möchten, können mit dem Auto, dem Moped oder dem Fahrrad, zu den einzelnen Stationen fahren. Dort stehen die Mitarbeiter der Stefan-Morsch-Stiftung als Ansprechpartner zur Verfügung und koordinieren die Abläufe. Bei der einen Station füllt man die Einverständniserklärung aus und bei der nächsten bekommt man das Röhrchen für die Speichelprobe. Sie müssen nicht einmal aussteigen.“ Natürlich sei auch zu Fuß eine Registrierung möglich.

Unterstützung ist „Ehrensache“ für das Globus-Team

Jordans Familie hatte darum gebeten, den Typisierungsaufruf zu unterstützen. Das Globus-Team erklärte sich sofort bereit und rührt auch im Markt kräftig die Werbetrommel. „Das ist Ehrensache für uns zu helfen. So eine Krankheit kann jeden treffen, jederzeit. Und dann würde man sich auch wünschen, dass einem geholfen wird.“

Stefan-Morsch-Stiftung unterstützt Leukämie-Kranke

Auch Susanne Morsch, die Vorstandsvorsitzende der Stefan-Morsch-Stiftung, betont: „Bei meinem Bruder habe ich es selbst erlebt und seither bei vielen Betroffenen und ihren Familien. Eine Krebserkrankung reißt einem buchstäblich den Boden unter den Füßen weg, das ganze Leben richtet sich plötzlich an der Krankheit aus“.

Die Stiftung wirbt für neue Stammzellenspender:innen, unterstützt Betroffene in finanziellen Nöten und berät und begleitet Menschen mit Leukämie vor und nach der Transplantation. Diese ist oftmals die einzige Überlebenschance, wenn Chemotherapie und Bestrahlung nicht den erhofften Erfolg bringen.

Eine:r von zehn findet keinen passenden Zwilling

Die genetischen Gewebemerkmale müssen bei Spendenden und Empfangenden übereinstimmen. Allerdings gibt es diese in unzähligen Varianten. Je mehr Menschen sich typisieren lassen, desto höher ist demnach die Chance auf einen Treffer. Obwohl weltweit gesucht wird, findet eine:r von zehn Betroffenen jedoch auch heute noch keinen passenden Zwilling für eine Stammzellenspende.

Verwendete Quellen:
– Pressemitteilung der Stefan-Morsch-Stiftung